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23/09/13 57. Jahrgang B 1420 D wER UNS LIEST, FÜHRT. www.autohaus.de IAA 2013 TrAnsporTer AfTersAles Messe-Signale aus Frankfurt ab Seite 12 Die Perspektiven für Leichte Nutzfahrzeuge ab Seite 26 Service-Symposium in München ab Seite 82

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„Alles für ein reibungsloses Fahrzeugmanagement.“ DEKRA Fair Return. Fahrzeugbewertungen/ Zustandsberichte Hol- und Bringservice Schadenkatalog DEKRA Siegel für Gebrauchtfahrzeuge Reparaturkostenermittlung Rücknahmeprotokolle FahrzeugmanagementSoftware Reparatursteuerung Die neutrale Fahrzeugbewertung von Europas Nr. 1. Wenn Sie im Fahrzeugbusiness zu den Besten gehören wollen, vertrauen Sie auf DEKRA Fair Return: Es senkt die Handlingkosten, erhöht die Transparenz und sorgt in der gesamten Wertschöpfungs kette für reibungslose Prozesse. Informieren Sie sich jetzt kostenlos unter der Service-Hotline 0800.5002099. Den nächstgelegenen DEKRA Standort finden Sie unter: www.DEKRA-vor-Ort.de www.dekra.de Automotive Industrial Personnel

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EDITORIAL » Unfallfreies Fahren wird zur machbaren Vision. « Prof. Hannes Brachat Die hohe Auto-Messe IAA s waren 54 Hersteller, 159 Weltpremieren, 300 (internatio­ nale) Aussteller mit Zubehör­Offerten, bunte Autos, schöne Frauen und große Brancheninszenierung, Vielfalt, Faszina­ tion, gigantische Fortschritte. Ein Hoch auf die Emotion! Die IAA, sie ist die weltgrößte Automobilmesse, die wichtigste Autoshow des Jahres, Motor der Branche. Die Autobauer, sie stellen den wich­ tigsten Industrieteil in Deutschland. Volkswagen präsentierte sei­ ne ersten Elektromobile – e­up! und e­Golf. BMW geht mit dem i3 im November an den Verkaufsstart. Was aber den deutschen wie den europäischen Herstellern fehlt, sind die Patente für E­Mobili­ ty. Da stehen Toyota und Hyundai weit vorne an der Spitze. Drei markante Strömungen sind auszumachen. Spritsparen wird auch im Luxuswagensegment salonfähig. Ferner ConnectedDrive, sprich, das vernetzte Automobil. Und dann der Autopilot, der die Welt des hoch automatisierten Fahrens verkörpert. Das selbstfah­ rende Auto, das den Fahrer zum Passagier „degradiert“, ist ab 2020 technisch darstellbar. Dazu müssen noch rechtliche Fragen und Haftungsrisiken geklärt werden. Man stelle sich das Übergangssta­ dium für 43 Millionen Pkw vor. Es wird derzeit gegen das Auto als Statussymbol gewettert, die Ju­ gend stünde dem Automobil sehr reserviert gegenüber, öffne sich mehr für neue Mobilitätsformen. Da tut sich in Frankfurt eine ganz neue Schiene auf, das angesprochene vernetzte Automobil. Es bringt Fahrer, Umfeld und Fahrzeug zusammen. Der Autofahrer ist künftig mit seinem Büro, dem Zuhause, der Freizeit, dem Smart­ phone und seiner Fahrzeugumwelt vernetzt. LED­Technik verwan­ delt das Fahrzeuginnere mit Sternenhimmel zur Disco­Orgie. Das Automobil erhält als Erlebnisraum – gerade für die jüngere Gene­ ration – ganz neue Dimensionen. Sämtliche Services und Apps lassen sich nachrüsten. Das wird zum neuen Markt im Autohaus. Dahinter stehen für den Autofahrer viele Nutzenfaktoren. Wo gibt es den nächsten Parkplatz, den ich reservieren und elektronisch bezahlen kann? Wo finde ich die nächste geöffnete Apotheke, einen Geldautomaten, ein Lebensmittelgeschäft? Wer liest mir die neuen E­Mails vor, die ich „nebenher“ beantworten kann? Es wird bei aller Begeisterung dennoch auf dem Weg zur vollkommenen Ent­ wicklung zu klären sein, wie die durch Ablenkung beim Fahren resultierenden Fahrfehler vermieden werden können. Sie sind zu 90 Prozent Ursache von Unfällen. Man muss zu Recht die Frage stellen, wie man sich den Missbrauch der Datenfülle von jedem einzelnen Auto(Fahrer) vorstellen muss? Virtueller Diebstahl! Jede Technik hat auch ihre Grenzen. Diese gilt es noch klarer zu ziehen, bei aller Freude über den technischen Fortschritt. Bei allen Verän­ derungen bleibt gewiss: Das Automobil schafft auch in Zukunft Individualität, hohe Freiheitsgrade, Mobilität und Lebensqualität. Prof. Hannes Brachat Herausgeber PS: Lesen Sie auch den „HB ohne Filter“, jeden Freitag neu unter www.autohaus.de! SCHREIBEN SIE AN: HANNES.BRACHAT@SPRINGER.COM 18/2013 3

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INHALT 18_2013 FOKUS 6 Opel Küspert neuer Vertriebschef IAA 2013: Er war einer der Stars bei der IAA in Frankfurt, der i3 von BMW, der die längsten Schlangen bei den Probefahrten produzierte. Was es neben dem neuen E-Mobil aus Bayern noch auf der IAA zu sehen und zu hören gab, lesen Sie ab Seite 12 MARKT 12 65. IAA 2013 Das Fenster in die automobile Zukunft – 1091 Aussteller, 159 Weltpremieren – Impressionen von den Messeständen: Honda –Volkswagen – Suzuki – Mazda – Nissan – Audi – Dekra – Renault – Subaru – VW Financial Services – Changan – Opel – Lexus – Porsche – Kia – Volvo – Citroen – Händlerstimmen: Burkhard Weller, Rudolf Wohlfarth, Kurt Kröger – Seat – Skoda – Maserati – DAT – Innovation Point MARKT 30 Transporter-Strategien Hersteller setzen weiterhin auf Kooperationen 6 Autowelt König Restliche Standorte gerettet 44 Neuzulassungen Flotten- und Privatmarkt im August verhagelt 8 Hauptuntersuchung Jeder vierte Pkw fällt durch 10 Glinicke British Cars Neustart für Jaguar Land Rover in Frankfurt 56 Besitzumschreibungen August: Dritter Minus-Monat HANDEL 33 Gastkommentar Ralf Koke zum SKR 51 22 IAA: Shell-Abend Impressionen aus dem Hessischen Hof 40 SommerAkademie Impulse aus Travemünde 50 Servicebörsen Zeit, die Skepsis abzulegen 24 IAA: Ford Interview mit Wolfgang Kopplin, Marketing- und Vertriebsdirektor 53 Audi GW-Zentrum Eching eröffnet 26 Transporter-Zukunft Onlinegeschäft beflügelt das Transporter-Geschäft 54 Schwacke-Blickpunkt Wie begehrt sind gebrauchte Sportcoupés? Das Spezial SchadenBusiness zeigt was es Neues gibt in der Unfallreparaturbranche und informiert über das 9. AUTOHAUSSchadenforum im Oktober. Das Forum SsangYong erläutert die Strategie für den Neustart der koreanischen Marke in Deutschland und zeigt ihre Perspektiven für die Händler auf. Mit der GTÜ auf Erfolgskurs SONDERTEIL IN AUTOHAUS 18/2013 WWW.GTUE.DE Der Sonderteil GTÜ (ab S. 73) zeigt, was die freiberuflichen Kfz-Sachverständigen dieser Prüforganisation dem Kfz-Gewerbe alles bieten können. 03.09.2013 10:50:56 Titelseite_3a_final.indd 1 18/2013

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26 Transporter: Wie sich das Trapo-Ge- schäft in Zukunft entwickeln wird und wer mit wem Allianzen schmiedet. SKR 51: Locosoft-Geschäftsführer Ralf Koke zu „Segen und Fluch“ des neuen Branchenkontenrahmens SKR 51. Service-Symposium: Diskussion von Markenservice-Vertretern mit der AUTOHAUSRedaktion zu aktuellen Servicethemen. HANDEL 57 Branchenkontenrahmen Umstellung auf SKR 51 muss sorgfältig geplant werden RECHT + STEUERN 66 Kaufvertrag Mündliche Bestätigung der Fahrzeugbestellung ist gültig SZENE 70  72 PSA: Die neue Deutschlandzentrale (Foto) | PkwKennzeichen: Kunden wünschen Individualität | mobile.de: Suchkriterium Fahrzeugalter | HahnGruppe: Ausbildungsstart | 70. Geburtstag: Harald Grohn | Eckhard Panka: „Herzens-Party“ | Gute Bonität: Pro Garant mit“ Crefozert“ | 58 Automobile Müller DMS Ecaros für die Marken Seat, Skoda und BMW 68 Erstattungszinsen Fiskus kassiert doppelt 60 Neuwagenvermittler Interview Alexander Bugge, Geschäftsführer MeinAuto.de SERVICE 81 ServiceWelt Kommentar: Störungssicher bedienen – Banner: Batterien leichter wechseln – Die DAT-Zahl 62 Gebrauchtwagen Santander/Dekra GW-Forum: Professionalität & Prozesse 64 AUTOHAUS Motorradtour Durch die Wiege Europas 82 AUTOHAUS ServiceSymposium Markenservice-Vertreter zu den aktuellen Herausforderungen FINANCIAL SERVICES 36 AKF Bank Neue Produkte für Einkauf, Garantie und Factoring 85 Autohaus Lott Filtersystem schützt Turbolader 86 Feser & Graf Gruppe Markenservice für Porsche 38 Serie BankenMonitor Mercedes-Benz Bank: Zweimal auf dem Treppchen 88 Toyota Aftersales Kundendienst im Umbruch 90 Aufbereitung Startup Mycleaner.com KFZGEWERBE 65 Mitsubishi Händler hadern mit Importeur: „Kein Gehör für Basis!“ 70 92 97 98 Szene Stellen- und Marktanzeigen Impressum Leserbriefe AUTOHAUS ONLINE INFOS ONLINE Auf allen Seiten, auf denen Sie dieses Icon sehen, finden Sie bei autohaus.de und auf anderen Internetseiten weiterführende Informationen 18/2013

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FOKUS OPEL-VORSTAND NEUE AUFGABEN FÜR STEFAN GAUL API-Chef Stefan Gaul wechselt vom operativen Geschäft in den Beirat des Unternehmens. Er werde in dieser Funktion die strategische Ausrichtung weiter begleiten, hieß es. Künftig wolle der Handels- und Internetexperte verstärkt als Berater und Projektleiter tätig sein. Sein Fokus gelte dabei der Online-Neuwagenvermarktung. Außerdem will Gaul seine Lehrtätigkeit am Institut für Automobilwirtschaft (IFA) weiter ausbauen. rp Neuer Vertriebschef bei Opel Die Erneuerung des Opel-Vorstandes ist abgeschlossen. Peter Christian Küspert (52) wird zum 1. November neuer Vorstand für Vertrieb und General Motors Europe Vice President Sales and Aftersales. Der frühere Daimler-Manager übernimmt das Ressort von Duncan Aldred. Der Chef der Schwestermarke Vauxhall war nach der Demission von Alfred Rieck zu Jahresbeginn kommissarischer Vize-Präsident für Vertrieb und Kundendienst. Opel hatte seit Anfang 2012 fast den kompletten Vorstand ausgetauscht. Erst im August wurde Tina Müller zum Marketingvorstand ernannt. Im Mai war Ulrich Schumacher zum Personalchef aufgerückt, Karl-Thomas Neumann ist seit März Vorstandvorsitzender. Im vergangenen Jahr Peter-Christian Küspert wird neuer Vertriebschef NEUBAU FÜR SCHUBERT MOTORS IN MAGDEBURG Schubert Motors baut ein neues BMWund Mini-Autohaus in Magdeburg. Der Vertragshändler investiert in das mehrphasige Projekt zunächst etwa sieben Millionen Euro – bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens sollen es rund 20 Millionen Euro sein. Das Gelände hat eine Größe von mehr als drei Hektar. se kamen Michael Ableson (Technik), Michael Lohscheller (Finanzen), Peter Thom (Fertigung) und Johan Willems (Kommunikation). Lediglich Susanna Webber, die für Einkauf und Logistik verantwortlich zeichnet, war nicht von dem ManagementUmbau betroffen. rp AUTOWELT KÖNIG Restliche Standorte gerettet Aufatmen bei den restlichen Betrieben der insolventen Autowelt König: Insolvenzverwalter Joachim Exner konnte nun für die Standorte in Hof, Himmelkron, Arzberg und Marktredwitz neue Eigentümer finden. Alle verbliebenen Mitarbeiter werden übernommen. Über die Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart. Die Gläubiger haben allen Übertragungen bereits zugestimmt. So übernimmt die Motor-Nützel Unternehmensgruppe ab 1. Oktober 2013 das UNTERNEHMERKONGRESS MUT 2013 Am 10. Oktober 2013 findet in Leipzig der Mittelständische Unternehmertag Deutschland (MUT) statt. Im Congress Center verhandeln rund 4.000 Unternehmerpersönlichkeiten, leitende Manager und junge StartupUnternehmer mit Politikern und Multiplikatoren aus Verbänden und Medien in über 70 Seminaren die zentralen Fragen des deutschen Mittelstandes. 120 Aussteller präsentieren branchenübergreifend ihre Unternehmen. Expertenseminare, Workshops und Podiumsdiskussionen gibt es u. a. zu den Themen Unternehmensführung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Personalmanagement, Finanzwirtschaft und Marketing/Vertrieb. Die Veranstaltungen „Speed Connections“ sowie „Jugend trifft Wirtschaft“ ergänzen die Agenda. Alle Informationen zu Programm, Anmeldung und Preisen unter www.mittelstaendischer-unternehmertag.de STANDPUNK TE » Es kostet nicht mehr, das Blech so zu verbiegen, dass es gut aussieht. « VW-Chef Martin Winterkorn Volkswagen-Zentrum Hof in der Erlhofer Straße, das Audi-Zentrum Hof in der Kulmbacher Straße und die Niederlassung in Himmelkron in der Bahnhofstraße. Der Standort in Arzberg geht an den vorherigen Eigentümer, die Familie Biber. Den Betrieb Marktredwitz übernimmt mit Zustimmung des Gläubigerausschusses die „Luisenburg Lifestyle GmbH“, hinter der Julia König steht, die Tochter des bisherigen Gesellschafters der KönigGruppe. se » In Deutschland ist im Premiummarkt nichts mehr drin nach oben. Der ist absolut ausgereizt. « BMW-Chef Norbert Reithofer » Sie haben eine Pannenstatistik wie ein Fiat Punto und führen sich auf, als ob Sie ein SpitzenBMW wären. « Rainer Brüderle im Wahlkampf über Peer Steinbrück » Ich könnte aus Koalitionsverhandlungen ohne die Maut für Ausländer nicht nach Bayern zurückkommen. « CSU-Chef Horst Seehofer 18/2013

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FOKUS AUTOHAUS PULSSCHLAG Stimmung trübt sich wieder Nach einem Zwischenhoch im Juli ist der deutsche Automarkt im August wieder geschrumpft. Der gut fünfprozentige Rückgang auf 214.044 Einheiten drückte auch auf die Branchenstimmung. So fiel auch der AUTOHAUS pulsSchlag Handelsindex im August deutlich in den Bereich abnehmender Zufriedenheit (siehe Grafik). Mit dem Neuwagen-Geschäft waren nur noch 34 Prozent der Händler (sehr) zufrieden (Juli: 42 Prozent), mit dem GebrauchtwaAUTOHAUS HANDELSINDEX AUTOHAUS pulsSchlag: Die Stimmung sinkt wieder zunehmende Zufriedenheit 60 Durchschnitt 50 40 30 abnehmende Aug 12 Sept 12 Okt 12 Zufriedenheit genmarkt 51 Prozent (Juli: 55 Prozent). Allerdings erhoffen sich die Autohändler in den kommenden Monaten Besserung: 27 Prozent erwarten, dass die Neuwagenverkäufe wieder anziehen; noch im Juni glaubten daran nur acht Prozent. se Mehr zum deutschen Automarkt lesen Sie ab Seite 44! Alle Infos zum neuen AUTOHAUS pulsSchlag E-Paper gibt es unter: www.autohaus.de/pulsschlag Neuer Chef bei Mini: Kay Segler übergibt zum 1. Oktober die Markenführung an Jochen Goller. Der 58-jährige Segler soll künftig die Kommunikationsaktivitäten des Autobauers in Asien weiter ausbauen. Daimlers bisheriger Vertriebs- und Marketingchef Joachim Schmidt verlässt das Unternehmen. Schmidt habe sich entschieden, seine Aufgabe mit Vollendung des 65. Lebensjahres „in jüngere Hände“ zu geben und in den Ruhestand zu gehen, hieß es. Sein Nachfolger ab Anzeige 50 = durchschnittliche Branchenstimmung Mobilität im Fokus. Nov 12 Dez 12 Jan 13 Feb 13 Mrz 13 Apr 12 Mai 13 Juni 13 Juli 13 Aug 13 www.bank11.de STUDIE Super-Store statt Autohaus? Dem klassischen Automobilhandel steht auf den gesättigten Märkten Westeuropas ein großer Umbruch bevor. Laut der neuen Studie „Global Automotive Retail Market“ der Beratungsgesellschaft KPMG wird der Händlerbetrieb in einigen Jahren zur Randerscheinung. „Neue Vertriebsstrategien werden künftig das traditionelle Autohaus nur noch in ländlichen Regionen als geeignetes Vertriebskonzept erscheinen lassen“, erklärte KPMG-Autoexperte Mathieu Meyer. In den Metropolen sehen die Berater drei neue Vertriebskanäle vor dem Siegeszug: Zum einen werden sich „Super Stores“ mit riesigen Verkaufsflächen für unterschiedliche Marken durchsetzen. In den Innenstädten dagegen wird es kleine „Flagship Stores“ geben, die sich auf die noble Präsentation eines einzigen Fabrikats beschränken. Meyer: „Sie werden als Erlebniswelt die Marken18/2013 Wahrnehmung stärken und den Autokauf in ein emotionales Ereignis verwandeln.“ Auch der Autohandel im Internet gewinnt der Studie zufolge an Bedeutung. In „Virtual Stores“ könne der Kunde von zu Hause aus neue Modelle konfigurieren, Probefahrten vereinbaren und sein Wunschauto kaufen, so Meyer. „Der Kontakt zum Händler erfolgt dabei über einen ‚Sales Agent‘, der den Kunden zur Testfahrt abholt oder gegebenenfalls den erworbenen Neuwagen an die Haustür bringt.“ rp Oktober ist AMG-Chef Ola Källenius. Ihm folgt an der Spitze der Mercedes-Performance-Tochter Tobias Moers (47). Martin Wallenborn ist seit 15. September neuer Leiter Verkauf Gebrauchtwagen im Vertrieb Deutschland der Audi AG. In dieser Funktion wird er direkt an Wayne Griffiths, Leiter Vertrieb Deutschland, berichten. Er folgt auf Hayo Görres. In den „Audi City“-Stores können Kunden ihr Traumauto digital individualisieren.

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FOKUS GTÜ AUTO DOMICIL STÄRKT CITROEN-GESCHÄFT Die Auto Domicil Gruppe baut ihr Citroen-Geschäft aus. Das Handelsunternehmen hat die Nürnberger Niederlassung der Citroen Commerce GmbH übernommen. Auto Domicil werde dadurch zur zweitgrößten unabhängigen Citroen-Händlergruppe Deutschlands. Neue Geschäftsführer an dem Standort sind neben Mathias Albert Kurt Schiffner und Peter Wild. Pro Jahr sei der Verkauf von mehr als 1.000 Fahrzeugen geplant, hieß es. rp Jeder vierte Pkw fällt durch HU Im ersten Halbjahr 2013 hat die GTÜ knapp einem Viertel der Autos eine HUPlakette im ersten Anlauf verweigert. Laut dem aktuellen Mängelreport, den die Prüfgesellschaft auf der IAA vorstellte, legte der Anteil der Pkw mit erheblichen Mängeln im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Punkte auf 24,4 Prozent zu. Besonders häufig beanstandeten die Prüfer die Beleuchtungs- und Bremsanlage sowie Räder und Reifen. „Bei 43,4 Millionen Pkw auf Deutschlands Straßen bedeutet dies hochgerechnet, dass mehr als zehn Millionen Autos nicht dem geforderten sicherheitstechnischen Standard im Straßenverkehr entsprechen“, sagte Heinz Poggenpohl, stellvertretender Technischer Leiter. Der deutliche Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass einzelne Mängel nach neuen Vorgaben nun stärker bewertet werden. rp RENAULT MIT NEUER MANAGEMENTSTRUKTUR Renault organisiert sein Management neu. Der französische Autobauer wird zwei neue Direktionen schaffen, die zukünftig die Bereiche Finanzen, Personal sowie das CEO-Büro ergänzen. Ziel sei es, die industrielle, wirtschaftliche und finanzielle Leistungskraft der Renault Gruppe weiter zu stärken. Eine der beiden Direktionen soll unter einem noch zu benennenden Chief Competitive Officer (CCO) die Wettbewerbsfähigkeit verantworten. rp Mehr zu den Prüfdiensten auf der IAA in der nächsten Ausgabe AUTOHAUS 19! SANTANDER Neuer „Händler Online Kredit“ Die Santander Consumer Bank präsentiert auf der IAA in Frankfurt erstmals ihren neuen „Händler Online Kredit“. Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle zwischen Autohaus-Website und Bank. Der Kfz-Händler könne so einen leicht verständlichen und kundenfreundlichen Service anbieten und verliere weniger Kunden an Finanzierungsportale im Internet, hieß es. Mit dem Finanzierungsrechner könne der Kunde seine Anfrage in wenigen Schritten durchführen und erhalte innerhalb weniger Sekunden eine Entscheidung. „Mit unserem neuen Service versetzen wir unsere Handelspartner in die Lage, ihren Online-Kunden direkt auf ihrer Website eigene Finanzierungs- und Leasingmodelle anzubieten. Das ist ein völlig neuer Absatzkanal, der auch ein überregionales Geschäft ermöglicht“, sagte Thomas Hanswillemenke, Vorstand Kfz. se MITSUBISHI-FAHRZEUGBÖRSE MODERNISIERT Die Fahrzeugbörse des MitsubishiHandels, www.gebrauchte.com, präsentiert sich ab sofort mit erweiterten Suchfunktionen und verbesserter Benutzerführung. Das Design wurde den Internetauftritten von Mitsubishi Motors Deutschland und der MKG Bank angepasst. rp Bereich: Schadenmanagement Bereich: Gebrauchtwagen AUTOBID.DE STARTET GW-BERATUNG Das Online-Auktionshaus Autobid.de hat sein Leistungsspektrum um Gebrauchtwagen-Consulting erweitert. Auf dem neuen Beratungsportal www. consulting.autobid.de werden zielgruppenspezifische Beratungsleistungen angeboten. Zu den anvisierten Kunden gehören Autohändler, Banken, Fahrzeughersteller und -vermieter. jko 9. AUTOHAUS-Schadenforum Topfachleute der Branche widmen sich wieder den wichtigsten Themen im Schadenmanagement. Termin: 21. und 22. Oktober in Potsdam 12. AUTOHAUS/DEKRA Gebrauchtwagen-Kongress Potenziale, Trends und Strategien für Ihr erfolgreiches GW-Geschäft. Termin: 25. und 26. November in Hannover Noch Plätze frei! Info und Anmeldung unter www.autohaus.de/akademie 18/2013

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Die Kraft, ihr Ölgeschäft nach vorne zu bringen. Mit sicheren Margen, erstklassigem Service und effizienten branchenlösungen bringt motul ihr Ölgeschäft auf trab. und was können wir für sie tun? www.motul.de seit mehr als 150 Jahren

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FOKUS JAGUAR UND LAND ROVER QUARY STEIGT BEI DÜRKOP EIN Bei Dürkop ändern sich die Eigentumsverhältnisse: Stefan Quary, Sprecher der Geschäftsführung, hat zum 1. September 20 Prozent der Anteile der Handelsgruppe übernommen. Die übrigen Anteile bleiben im Besitz der Nürnberger Versicherung. Dürkop wird zu diesem Zweck in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Braunschweiger Unternehmen gehörte seit 1989 vollständig zur Nürnberger. Mit dem Teil-ManagementBuy-out läutet die Versicherung das letzte Kapitel ihres finanziellen Engagements im Kfz-Handel ein. rp Neuer Flagship-Store in Frankfurt Pünktlich zum Start der IAA kehren Jaguar und Land Rover nach Frankfurt zurück. Am 10. September eröffnete die Glinicke Gruppe ihren neuen Händlerbetrieb an der Automeile Hanauer Landstraße. Geschäftsführer Peter Glinicke unterstrich die Bedeutung der millionenschweren Investition, mit der die Zusammenarbeit mit Jaguar und Land Rover ausgebaut werde. Importeurschef Peter Modelhart zeigte sich erfreut darüber, in der Main-Metropole endlich wieder Flagge zeigen zu können: „Frankfurt ist ein sehr attraktiver Markt mit treuen Kunden und großem Potenzial.“ Eine zeitgemäße, klare Architektur mit viel Glinicke British Cars Frankfurt Glas sowie edlen Steinen und Hölzern soll die hessischen Premium-Käufer in den neuen Flagship-Store locken. Dort kümmern sich ab sofort unter Leitung von Bernd Rumbler 20 Mitarbeiter um die Kunden. Insgesamt belegt das neue Autohaus ein über 4.000 Quadratmeter großes Grundstück. rp NEUWAGENBÖRSE WELLER DRÜCKT AUFS TEMPO Die Wellergruppe sieht sich bei Absatz und Umsatz auf Plan. Bei den drei Markensparten Auto Weller, B&K und Max Moritz stünden „alle Ampeln auf grün“, sagte Burkhard Weller. Mit 650 Millionen Euro Umsatz und 32.435 verkauften Fahrzeugen in den ersten acht Monaten 2013 sei das Jahresziel weiterhin „in sportlich realistischer Reichweite“. Die Wellergruppe will in diesem Jahr 50.000 Neu- und Gebrauchtwagen absetzen und insgesamt eine Milliarde Euro erlösen. rp Start mit 3.500 Händlern Die Neuwagenwelt von Mobile.de ist jetzt offiziell gestartet. „In nur vier Wochen haben sich mehr als 3.500 Händler entschlossen, den zusätzlichen Vertriebskanal zu nutzen“, sagte Geschäftsführer Malte Krüger in Dreilinden bei Berlin. Aktuell seien über 65.000 Lagerfahrzeuge über die Plattform direkt verfügbar. Zudem gebe es eine neue Bestellfunktion, mit der Autokäufer Fahrzeuge selbst konfigurieren könnten, hieß es. Mobile.de verspricht, dass in der Neuwagenwelt die Händler und nicht die Preise im Vordergrund stehen. Zwar bleiben Gebrauchtwagen das Kerngeschäft von Mobile.de, doch mit dem neuen Standbein hat die Autobörse einiges vor: „Mit dem Launch dieser ‚virtuellen IAA‘ wollen wir langfristig 30 Prozent unseres Geschäfts generieren“, erklärte Krüger. Im vergangenen Jahr seien bereits 200.000 Neuwagen über Mobile.de verkauft worden. Noch stehen Neuwagenund Gebrauchtwagen-Suche auf dem Online-Fahrzeugmarkt parallel nebeneinander. Anfang 2014 sollen sie aber getrennt werden. rp HÜLPERT STARTET DIREKT EXPRESS Die Hülpert Unternehmensgruppe startet das VW-Werkstattkonzept „Direkt Express“ in Dortmund. Hülpert investierte rund 1,4 Millionen Euro in die neue Werkstatt an der Derner Straße. Insgesamt 45 Standorte gibt es bisher in Deutschland, der Großteil davon wurde neu gebaut. In Dortmund kümmern sich künftig 15 neue Mitarbeiter um die älteren Fahrzeuge. Für die Reparaturen kommen Originalteile und Originalzubehör sowie die speziell für ältere Fahrzeuge konzipierten „Economy Pakete“ zum Einsatz. se 2. AUTOHAUS GROSSKUNDENKONGRESS Großkunden spielen im Autohaus eine immer bedeutendere Rolle. Die individuelle Betreuung von Flottenkunden, das Erkennen der besonderen Ansprüche von Großkunden sowie die optimale Erfüllung der Bedürfnisse sichern langfristig eine gute Geschäftsbeziehung. Der Kongress widmet sich den Trends, Entwicklungen und Besonderheiten des Großkundengeschäfts im Autohaus. Sie erfahren von Experten aus Industrie, Handel und Flotte, wie Sie Ihr Großkundengeschäft professionell und erfolgreich gestalten, damit Ihren Marktanteil ausbauen und so der Konkurrenz einen Schritt voraus sind! Termin: 7. November 2013 im Hotel Dolce Bad Nauheim Mit freundlicher Unterstützung von: 18/2013 Bildquelle: vichie81/fotolia.com

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MARKT Fenster in die Zukunft 1.091 Aussteller aus –Im Mittelpunkt der 65.35 Nationen präsentierten in Frankfurt ihre Neuheiten. IAA standen neben den 159 Weltpremieren IAA 2013 die Themen alternative Antriebe und vernetztes Fahren. VON RALPH M. MEUNZEL, HANNES BRACHAT UND DORIS PLATE HONDA: „SPORTLICHE GENE“ Günter Schnatz, Geschäftsführer Honda Deutschland (r.), Ingo Nyhues, Honda-Vertriebschef Deutschland AH: Honda setzt auf der IAA welche Zeichen für die Branche? G. Schnatz: Sie sehen, Honda hat viele sportliche Gene, u. a. mit dem NSX u. a. als Hybridvariante. Ein Highlight. Mit dem neuen Civic Tourer wollen wir dem Handel vermitteln, dass wir permanent neue Modelle in den Markt bringen. Mit dem Tourer lassen sich nicht nur gute Mengen, sondern auch gute Margen realisieren. Auch mit unserem Gesamtauftritt hier auf der IAA artikulieren wir eine markante Markenbotschaft. VW-Chefentwickler Dr. Heinz-Jakob Neußer präsentierte den neuen Golf Sportsvan, der ab Mitte 2014 auf deutschen Straßen fahren soll. Übrigens: Der Volkswagen-Konzern verfügt inzwischen bei seinen zwölf Marken über 280 Modelle. Die Kernmarke Volkswagen präsentierte auf der IAA 53 Fahrzeuge auf knapp 9.000 Quadratmeter Standfläche. AH: Ihre ersten 100 Tage im neuen Amt sind gelaufen. Wo steht der Vertriebschef mit seiner Organisation 2013, auch mit der Perspektive bis zum Jahresende? Ingo Nyhues: Wir haben grundsätzlich in der gesamten Händlerorganisation eine bessere Situation als im Vorjahr. Das zeigt sich noch nicht in gleichem Maße an den Zulassungszahlen. Ohne Frage ist der Privatmarkt 2013 in einer schwierigen Verfassung. Die Richtung unseres Kurses stimmt. Die Markteinführung des CR-V am 19.10.2013 wird Anschubkraft geben. Wir gehen für 2013 von 26.000 Einheiten für Honda aus. Fotos: Meunzel; Brachat; Plate; Eder AH: Wie ist die aktuelle Situation in Sachen Händlervertrag? Ingo Nyhues: Die Händlerverträge sind mit der überwiegenden Zahl unserer Partner ratifiziert. Wir haben im Dialog mit dem Handel – trotz diverser Irritationen – vernünftige Lösungen gefunden. Das ist eine solide Basis für die Zukunft, auch hinsichtlich der Standards, von Mindeststandards bis zu gehobenen Standards. Wir sind nun dabei, das in Pilotbetrieben umzusetzen. Das ist auch alles in der zeitlichen Dimension mit Maß und Ziel angelegt. 18/2013

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nter dem Frankfurter Messeturm war Aufbruchstimmung zu spüren. Den Messebesuchern der 65. Internationalen Automobil Ausstellung bot sich ein erster umfassender Ausblick auf die Mobilität der Zukunft, die nach Meinung vieler Branchenexperten von alternativen Antrieben und dem vernetzten Fahrzeug geprägt sein wird. Beides, Elektromobilität und Connectivity, hatte der VDA als Veranstalter der weltgrößten Automobilmesse zu den Schwerpunktthemen der diesjährigen IAA erklärt. „Die Elektromobilität ist keine Vision mehr, die E-Autos kommen jetzt auf die Straße – als rein batterie-elektrisches Auto, als Plug-in-Hybrid, als Range-Extender. Brennstoffzellenfahrzeuge kommen hinzu. Die IAA macht damit das Fenster zur Zukunft ganz weit auf “, erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann während der Eröffnung der Messe. Der Verband erwartet, dass sich die Zahl der vernetzten Autos bis 2016 vervierfacht. ■ THESEN ZUR 65. IAA 2013 AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat zieht sein IAA-Messefazit: 1. Die 65. IAA ist mit 159 Weltpremieren, 54 Herstellern, wohl über 900.000 Besuchern (Durchschnittsalter 35 Jahre) und 230.000 m2 Ausstellfläche (Miete pro m2 127 €) die weltgrößte Automobilmesse. 2. Die deutschen Automobilhersteller haben eindrucksvoll Markenauftritt demonstriert. Wow! Der Stand von MINI, eine Sensation! 3. Die Messe findet im Autokonjunkturtal in Europa statt. In Hochzeiten wurden 16 Mio. Einheiten verkauft, 2013 dürften es nur 12 Mio. werden. 4. In Sachen E-Mobilität wurde in Frankfurt ein neuer Anlauf genommen, v. a. mit dem i3, i8, e-up! und e-Golf. BMW ist es gelungen, das E-Mobil mit hohem Emotionalisierungsgrad zu inszenieren. Der i3 kommt am 16.11.2013 in den Handel (ab 34.950 Euro). 5. Spritsparen wird salonfähig! Der erste Porsche Panamera Plug-in-Hybrid, 416 PS, echter Verbrauch laut AutoBild 5,5 Liter (Hersteller-Angabe 3,1 Liter). Oder: MB S 500 Plug-in-Hybrid, offizielle Angabe 3 Liter Verbrauch, CO2-Ausstoß 69 g. Das 1-Liter-Fahrzeug von Volkswagen XL 1 stand nicht im Rampenlicht! 6. Das Auto wird Kommunikationszentrum! Die Vernetzung mit Büro, Wohnung, Freizeit, Smartphone und Fahrzeugumgebung wird Realität. 7. Die Verbindung zur elektronischen Ampel sorgt für verbesserten Verkehrsfluss und Kraftstoffersparnis. Der Autofahrer wird künftig vor dem Überholen oder Ausscheren gewarnt etc. Man tankt ständig ein Meer an Informationen. Dahinter steht die Zielsetzung Sicherheit und Komfort. 8. Unfallfreies Fahren wird zur machbaren Vision. Deutschlandweit sterben pro Jahr 4.000 Menschen auf der Straße, weltweit sind es 1,9 Millionen. 9. Das selbstfahrende Auto, der Autopilot wird kommen. Damit wird der Fahrer zum Passagier. Hier sind noch zahlreiche Rechtsfragen zu klären. 10. Das Automobil bleibt auch morgen der erste Verkehrsträger. Es wird auch in Zukunft Individualität, Mobilität und Lebensqualität schaffen. SUZUKI: „FÜNF KOMPLETT NEUE MODELLE“ Thomas Wysocki, Suzuki Vertriebs- und Marketingchef AH: Herr Wysocki, welche Bedeutung hat die IAA 2013 für die Suzuki-Händlerschaft? T. Wysocki: Wir setzen hier Zeichen für die nächsten drei Jahre. Fünf komplett neue Modelle werden wir auf den Markt bringen. Kleine, kompakte Fahrzeuge, also in der Klasse, wo wir angestammt besonders stark sind. Der neue Suzuki SX4 S-Cross überzeugt dennoch über sein Raumangebot, seine Alltagstauglichkeit und wird über viele neue Features begeistern. Wir zeigen hier den ausgereiften iV-4 Concept, dessen finale Version als Kompakt-SUV in Europa 2015 auf den Markt kommen wird. AH: Und wo darf man diese Fahrzeuge in der Preisklasse einordnen? T. Wysocki: Der neue SX 4 S-Cross liegt unter 20.000 Euro und geht bis 28.000 Euro in Vollausstattung. Das nächste Fahrzeug, das 2014 kommt, ist ein A-Segmentfahrzeug. Das ist dann ein Einstiegsmodell. Das ist ein preissensibler Modellbereich. Da kann ich den Preis noch nicht offenlegen. AH: Wie lief das Jahr 2013 für Suzuki bzw. wie sieht der Endspurt aus? T. Wysocki: Für uns ist 2013 ein enttäuschendes Jahr. Wir werden unser Ziel von 31.000 Fahrzeugen voraussichtlich nicht erreichen. Es soll dennoch keine taktischen Zulassungen geben. Wir haben in den ersten drei Monaten stark auf Wholesales gesetzt und haben dadurch etwas Markt verloren. Wir brauchen den Endkunden. Er macht 85 Prozent des Geschäftes aus. Darauf setzen wir! Die Pet Shop Boys boten zur Eröffnung des Volkswagen Konzern Abends einen Titel aus ihrem Album „Electric“. Die Wolfsburger unterstrichen an diesem Abend ihr Ziel, weltweiter Marktführer bei der Elektromobilität zu werden. Konzernchef Martin Winterkorn: „Wir starten zum genau richtigen Zeitpunkt. Wir elektrifizieren alle Fahrzeugklassen und haben damit alle Voraussetzungen, um den Volkswagen Konzern bis 2018 auch in Sachen ‚Elektro‘ zur Nummer Eins zu machen.“ Zum Start zeigten die Marken mit dem E-up und dem E-Golf zwei reine Elektro-Autos als Weltpremieren sowie fünf Plug-In Hybride. Der E-up wurde dabei als das „3 Euro Auto“ angepriesen, weil nach Konzernberechnung der für 100 Kilometer benötigte Strom derzeit drei Euro kostet. Beim Golf würde es nur unwesentlich teurer, nämlich 3,28 Euro. Beim Porsche Panamera Plug-In Hybrid titelte eine deutsche Autozeitschrift „Fährt wie Sau, spart wie Schwein“. Winterkorn dazu: „Das Elektroauto darf keine Freude-Verzichtserklärung sein.“ Mehr zur IAA im nächsten AUTOHAUS 19 18/2013

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MARKT WIE KANN EIN NEUER MARKTPLATZ FÜR NEUWAGEN SCHON 17 JAHRE ERFAHRUNG HABEN? Wenn er von Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt gegründet wurde. Um Ihr Geschäft noch besser zu unterstützen. UND DER NÄCHSTE IST VERKAUFT. Mehr Infos unter mobile.de/neuwagen

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1 Mazda Deutschland Geschäftsführer Josef A. Schmid hat Grund zur Freude: Seine Marke gehört derzeit zu den wenigen Gewinnern im deutschen Markt. „Wir sind zufrieden mit der Entwicklung, vor allem auch mit der der Rendite der Händler“, so Schmid. Diese habe sich im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und liege jetzt bei 1,6 Prozent. „Damit haben wir das Ziel unserer Netzumstrukturierung erreicht.“ Auch mit Blick auf den neuen Mazda3, der in Frankfurt seine Europapremiere feierte, geht er davon aus, dass die Marke ihr Ziel von 46.000 verkauften Einheiten in diesem Jahr schaffen wird. Für 2014 werden dann 50.000 Einheiten angepeilt. 2 Nissan Deutschland Geschäftsführer Thomas Hausch freute sich über das große Interesse am neuen X-Trail, der in Frankfurt seine Weltpremiere feierte. Er kommt Mitte 2014 auf den deutschen Markt. Im August hatte die Marke hierzulande einen Marktanteil von zwei Prozent. Deutschland war damit gemessen an den Nissan-Verkäufen das Top-Land in Europa. Bis 2016 will die Marke die Nummer eins bei den asiatischen Importeuren in Deutschland werden. Dafür bringt Nissan in den nächsten zweieinhalb Jahren 15 neue Produkte auf den Markt. 3 Audi stellte die IAA auf den Kopf: Mit ihren „hängenden Städten“, in denen Hochhäuser und ganze Stadtviertel von der Decke hingen, lockten die Ingolstädter viele Besucher an. 4 Dekra thematisierte auf der IAA neben anderen Bausteinen der aktiven Sicherheit schwerpunktmäßig Fußgängerschutzsysteme. „Viele Autohersteller arbeiten in ihren Entwicklungsabteilungen mit Hochdruck an Technologien, die querende Fußgänger erkennen, einen unachtsamen Fahrer warnen und notfalls das Fahrzeug abbremsen können“, erläuterte Clemens Klinke, der im Vorstand der Dekra SE für die Business Unit Automotive verantwortlich ist. Im Dekra Automobil Test Center im brandenburgischen Klettwitz wurde vor wenigen Wochen eine neue Testanlage für solche Assistenzsysteme eröffnet. Stefan Kölbl (im Bild), Vorsitzender des Vorstands von Dekra e.V., erläuterte dessen Arbeit im Gespräch mit Moderatorin Alexandra Tapprogge. 5 Renault Deutschland Chef Achim Schaible macht sich keine Sorgen, dass seine Marke durch den Einstieg von Volkswagen in die E-Mobilität ins Hintertreffen geraten könnte: „Wir arbeiten seit 2009 konsequent an der E-Mobilität und haben derzeit vier serienreife Fahrzeuge. Die jüngste Ergänzung der Modellpalette, der Zoé (im Bild), verfügt nach seinen Angaben über eine Reichweite von 200 Kilometern und kann im Schnellmodus innerhalb von einer Stunde aufgeladen werden. Schaible erwartet, dass der Einstieg der deutschen Marken den Markt beleben wird. Um die E-Mobilität weiter voranzubringen, brauche es aber noch Verbesserungen bei der Infrastruktur und weitere Anreize.

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MARKT SUBARU: „EIN ZUKUNFTSBILD VON SUBARU“ Volker Dannath, Subaru-Geschäftsführer Deutschland AH: Subaru, wie sehen die IAA-Zeichen für die Händlerschaft aus? V. Dannath: Hier erhalten die Händler ein aktuelles, aber auch ein Zukunftsbild von Subaru. Insbesondere mit unseren beiden Studien, WRX und VIZIV. Das ist ein Ausblick auf das Design künftiger SubaruModelle, auch in die Entwicklung der Boxer-Motoren. Außerdem zeigen wir hier das komplette Produktportfolio von Kleinwagen Subaru Trezia über den neuen Subaru Impreza, den Subaru Forester in vierter Generation bis hin zum Sportcoupé Subaru BRZ. AH: Wie ist der Chef mit der Einführung des neuen Forester zufrieden? V. Dannath: Da können wir wirklich sehr zufrieden sein. Die Verkaufsvolumina haben die Planzahlen übertroffen. Unsere 5-Jahres-Neuwagengarantie erzielt Wirkung. Ansonsten spüren wir die allgemeine Marktschwäche. Wir haben aber eine sehr treue Kundschaft und gute Stammkunden sind die halbe Miete. Gerhard Schürmann, CEO der Emil Frey AG AH: Welche Wertigkeit hat die IAA für den CEO der Emil Frey AG? G. Schürmann: Ich will einfach die schönen Autos sehen. Es ist eine tolle Gelegenheit, alle unsere Partner und Kunden geballt zu treffen. Da gibt es an einem Tag mehr Feedback als in einem Monat. 1 Lars-Henner Santelmann (l.), Vertriebsvorstand der Volkswagen Financial Services AG, und Anthony Bandmann, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Bank, zeigten in Frankfurt eine neue Lösung zum kontaktlosen Bezahlen mit dem iPhone, die demnächst in die Pilotphase geht. Mit Hilfe einer eigens entwickelten Hülle wird das Smartphone zur elektronischen Geldbörse, mit der sich Mobilitätsleistungen z. B. an der Tankstelle bezahlen lassen. Darüber hinaus präsentierten die beiden Verantwortlichen einen Wachstumsplan in drei Dimensionen: Expansion in weitere Länder, neue Produkte wie ein Auftragsmanagement-Tool für Flottendisponenten und die Einbeziehung weiterer Marken des Volkswagenkonzerns. 2 Changan war der einzige chinesische Automobilhersteller, der seine Fahrzeuge in Frankfurt zeigte. Händler für einen Vertrieb in Deutschland werden allerdings noch nicht gesucht, bislang geht es um reine Imagewerbung. Die Fahrzeuge machten auf den ersten Blick einen guten Eindruck, wobei das Geruchsproblem im Innenraum durch die Plastikausdünstungen noch nicht völlig gelöst ist. Interessant auch der Name der Luxuslimousine aus dem Modellprogramm. Der „Raeton“ heißt sicherlich nur rein zufällig so ähnlich wie ein Fahrzeug eines deutschen Herstellers. 3 Mit Dr. Karl-Thomas Neumann ist endlich eine Lichtgestalt bei Opel aufgetaucht, der man zutraut, das Steuer herumzureißen, um deutlich Fahrt aufzunehmen. Im Mittelpunkt stand unter anderem der neue Insignia. 16 18/2013

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4 Der Lexus LFNX, den Lexus Deutschland Chef Ferry M. Franz hier zeigt, ist nur ein Konzeptfahrzeug und wird so nicht auf Deutschlands Straßen erscheinen. Der GS 300h, der ebenfalls auf der Messe stand, soll aber das Angebot vor allem auch für Dienstfahrzeuginteressenten abrunden. Er wird Anfang nächsten Jahres eingeführt. Die Händlernetzumstrukturierung der Marke hierzulande sei abgeschlossen, erklärte Franz. Der Neustart sei für April 2014 vorgesehen. Mit den ausscheidenden Händlern habe man sich „sehr, sehr fair“ geeinigt. Wie viele Servicepartner bleiben, ist derzeit noch nicht geklärt, weil neue Servicestandards definiert werden, die neue Investitionen in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro bedeuten. Laut Franz wird der Servicevertrag voraussichtlich lediglich für zehn bis 15 Standorte in Deutschland Sinn machen. Die verbleibenden 20 Händler sollen im Schnitt zwischen 120 und 140 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen und damit dann auch rentabel sein. Besonderen Wert legt Lexus auf Kundenorientierung und Kundenerlebnis. Als Vorbild sieht Franz hier die inhabergeführte 5-Sterne-Hotellerie. Sie rufen, wir kommen. Denn unser Außendienst ist ganz in Ihrer Nähe! Egal, wie klein oder groß die Aufgabe auch sein mag – wir sorgen dafür, dass Finanzierung, Leasing und Versicherung laufen. Mit maßgeschneiderten Lösungen und engagierten Beratern, die erst den Abflug machen, wenn Sie zufrieden sind. Fordern Sie uns einfach heraus! autoeuropabank.de AutoEuropa Bank. Eine Zweigniederlassung der Volkswagen Bank GmbH.

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MARKT 1 Porsche Deutschland Chef Klaus Zellmer vor dem 918 Spyder erwartet nach der Sommerpause einen sehr guten September und blickt optimistisch auf den Oktober. 2 Kia Geschäftsführer Martin van Vugt plant für 2014 trotz der neuen Produkte wie dem neuen Soul eher zurückhaltend. CITROEN: „NEUE C-LINIE WIRD RADIK AL POSITIONIERT“ Holger Böhme, Geschäftsführer Citroen Deutschland (l.), Stefan Lützenkirchen, Direktor Presse und Öffentlichkeitsarbeit (r.), Burkhard Reuss, Direktor Kommunikation und Public Affairs Total Deutschland (Mitte) AH: Welche Botschaft geht von Citroen für die deutsche Händlerschaft aus? H. Böhme: Wir zeigen hier am Beispiel Cactus, wie radikal die neue C-Linie künftig positioniert wird. Eine Weltneuheit! Wir bauen weiter die DS-Linie aus, hin zur globalen Marke. Über diese Schiene sprechen wir neue Kunden an und müssen daher auch anders auftreten. Grand C 4 Picasso setzt die Erfolgsgeschichte der Picasso-Modelle fort. AH: Wie liefen die ersten acht Monate 2013 für Citroen? Und wie sieht die Zielsetzung für 2013 in Summe aus? H. Böhme: Die ersten acht Monate liefen nicht so gut. Wir hatten beim C3 eine Streiksituation hinzunehmen. Das ist ein Segment, wo man sehr gut vom Lager wegverkaufen kann. Wir waren einfach nicht lieferfähig. Ferner haben wir das Autovermietvolumen signifikant zurückgefahren. Jetzt haben wir unsere neue Deutschlandzentrale in Köln eröffnet, um Zeichen für das Netz und die Mitarbeiter zu setzen. Auch hier machen wir uns zum Vorreiter in Sachen CI und machen deutlich, dass auch wir uns verändern. 3 Bernhard Bauer, Geschäftsführer Volvo Car Germany, sucht verstärkt den Schulterschluss zum Handel, um den schwierigen Markt gemeinsam zu bearbeiten. AH: Sie haben sich von Ihrer Niederlassung in Nürnberg verabschiedet? H. Böhme: Wir haben das klare Ziel, mit Niederlassungen in strategischen Städten vertreten zu sein, um eine gute Marktabdeckung zu haben. Grundsätzlich wollen wir an den anderen Standorten aber mit guten Händlern vertreten sein. Und das in einer gewissen Größe. Nürnberg gehört hier nicht zu den genannten strategischen Standorten. Ohne Frage, wir brauchen ebenso die Händler auf dem Land, die mit 100 Einheiten 3 bis 4 Prozent Marktanteil abdecken. 18/2013

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www.citroen.de UNSERE HAUPTDARSTELLER SUCHEN EINEN REGISSEUR. WERDEN SIE CITROËN VERTRAGSPARTNER UND PROFITIEREN SIE VON UNSERER VIELSEITIGEN FAHRZEUG-RANGE. In jeder Rolle eine echte Starbesetzung: Vom neuen CITROËN DS3 CABRIO aus der exklusiven DS-Linie über die umfangreiche C-Range bis hin zur breiten Nutzfahrzeug-Palette – mit einem CITROËN läuft alles nach Ihrem Drehbuch. Kraftstoffverbrauch kombiniert von 6,7 bis 3,8 l/100 km. CO2 -Emissionen kombiniert von 154 bis 99 g/km (VO EG 715/2007). CRÉATIVE TECHNOLOGIE BEI INTERESSE MELDEN UNTER: KAY.PETRAK@citroen.com, Vertriebsnetzentwicklung Süd/Ost: 0173/5930033 • RUDOLF.KOEHLER@citroen.com, Vertriebsnetzentwicklung Nord/West: 0172/2926163 • MORITZ.LINDNER@citroen.com, Leiter Vertriebsnetzentwicklung: 0175/2220701

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MARKT WELLERGRUPPE: „ES WIRD OHNE ‚I‘ UND ‚E‘ NICHT GEHEN“ Burkhard Weller, Geschäftsführer Wellergruppe (r.), Stefan Gaul, Gaul company, Jessica Drexler, OC&C Strategy Consultants AH: Wir treffen Sie live auf dem Porschestand. Gibt das Anlass zu Spekulationen? Oder gibt es hier das Auto über dem Auto? B. Weller: Im Grunde habe ich auf der Messe nichts absolut Neues gesehen, den Überflieger. Wohl einige beachtliche Studien. Das Thema hier auf der Messe ist das „i“ und „E“. Jetzt warten wir mal ab, bis es minus 10 Grad hat. Es wird ohne „E“ und „i“ nicht gehen, aber mit auch nicht. Ein Neutrum also. AH: BMW gibt da auf der i-Kommunikationsschiene aber kräftig Gas? B. Weller: Der „i3“ ist ohne Frage in aller Munde. Man kommt an diesem Auto nicht vorbei. Es steht hier absolut im Mittelpunkt. Jetzt ist aber die Frage, wie das hinterher umgesetzt wird. Kann diese Klasse nahtlos fortgesetzt werden, dann hat dieses Fahrzeug in der Tat eine reelle Chance. AH: Ein Wort zum Stand von „Mini“? B. Weller: Grandios! Da findet heute Abend eine tolle Party statt. Mini ist Lifestyle. Da wird man emotional angefasst. Kreativ! Genial! EMIL FREY GRUPPE: „EIN EREIGNIS“ Rudolf Wohlfarth, CEO Emil Frey Gruppe Deutschland AH: Worin lag für Sie das Faszinosum der IAA 2013? R. Wohlfarth: Wir halten in unserer Gruppe 19 verschiedene Marken im Portfolio, und hier auf der Messe werden sämtliche Neuerscheinungen präsentiert. Bei dieser Gelegenheit lassen sich in kürzester Zeit zahlreiche Gespräche führen, mit Herstellern wie mit Kollegen. Die IAA ist immer wieder ein impulsierendes Ereignis. DELLO: „ERFRISCHENDER, NEUER EINDRUCK VON OPEL“ Kurt Kröger, Geschäftsführer, Inhaber Dello AH: Herr Kröger, Sie haben sowohl den Opelstand als auch dessen offizielle Präsentation live miterlebt. Und das mit welchen Eindrücken? K. Kröger: Das war ein erfrischender, neuer Eindruck, sowohl in Bezug auf die Programmvorstellung als auch durch die gelungene Präsentation von Herrn Dr. Neumann. AH: Eine generelle Anmerkung zur IAA? Pflichtbesuch? Kurt Kröger, GF und Inhaber von Dello (l.), die Generalbevollmächtigte der Santander Consumerbank AG, K. Kröger: Wir sprechen hier von der weltMarion Johl, Michael Babick, Geschäftsführer Dello, größten Automobilmesse. Da ist ein Besuch für und Karsten Lorenzen, Vertriebssteuerung Dello einen Autohändler selbstredend. Die Neuerscheinungen, die es hier zu sehen gibt, klassifiziere ich nach praktischen Neuerscheinungen, die man auch verkaufen kann, und Visionen, die wir in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht erhalten werden. Außerdem treffe ich auf dieser Messe viele Branchenfreunde und führe einschlägige Gespräche. 1 Dass Seat wächst und gedeiht, liegt nicht nur an den Produkten. Geschäftsführer Manfred Kantner freut sich über das echte Plus von 26 Prozent. Mit dem Leon ST will man den Erfolgskurs fortsetzen. 2 Die neue Geschäftsführerin von Skoda, Imelda Labbé, mit Vertriebschef Gunter Riedel. Jetzt geht es unter anderem um die Umsetzung der neuen Händler CI. 3 Maserati-Boss Harald Wester präsentierte erstmals den Quattroporte mit Dieselmotor. Für 2014 rechnet Wester mit einer Markterholung. Mit einem Maserati Hybrid ist allerdings nicht vor 2015 zu rechnen. 4 Die DAT ist bei der Servicebörse Fairgarage eingestiegen. Dr. Thilo Wagner, DAT, und Christian Dietrich präsentierten AUTOHAUS das Konzept. 5 Am Stand der Wirtschaftsvereinigung Innovation Point gab es Informationen rund um die Strategieentwicklung im Betrieb, Restrukturierung, das Krisen- und Sanierungsmanagement bis hin zur Unternehmensnachfolge. Von links: Peter Gierse, PGC Automotive, Thomas Freitag, S&B-Consulting, Clemens Betzemeier, betzemeier automotive software, Werner Tönnemann, S&B-Consulting, Claudia Kleemeyer, Vancore, und Oliver Ohm, PGC Automotive. 18/2013

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TREFFEN SIE IHRE KUNDEN HAUTNAH. 31.5. – 8.6.2014 LEIPZIG DIE AMI – IHR TURBO FÜR 2014. Als einzige internationale Pkw-Messe 2014 in Deutschland ist die AMI die ideale Plattform für Modellpremieren, Innovationen und aktuelle Angebote rund ums Auto. www.ami-leipzig.de 18/2013 Frühbucherrabatt bis 15.10.2013 sichern!

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MARKT Tradition und Neues SHELL-ABEND – IAA-Impressionen aus dem Hessischen Hof LESEN SIE HIER... ... welche Themen beim Shell-Abend im Hessischen Hof diskutiert wurden. VON KAROLINA ORDYNIEC 1 Diskutierten die Chancen von Facebook, Twitter & Co im Autohandel: (v. l.) Mobile.de-Chef Malte Krüger; Florian Glattes, Managing Director Shell Deutschland Schmierstoff GmbH; AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel; SocialMedia-Experte Dr. Jörg von Steinaecker und Dr. Wolfram Müller, Geschäftsführer der Vaps EDVService & Vertrieb GmbH. 2 Dirk Weddigen von Knapp, Geschäftsführer Auto Business Group, begrüßte gemeinsam mit Shell Deutschland Vertriebsleiter Marc Bittner die Gäste im Hessischen Hof. 3 Auch in diesem Jahr kamen zahlreiche hochkarätige Gäste zum Shell-Abend in den Hessischen Hof. chon in der Eröffnungsansprache von Shell DeutschlandVertriebsleiter Marc Bittner wurde klar, warum sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste aus der Branche zum Shell-Abend im Hessischen Hof einfanden: „Kontakte knüpfen und bestehende hoch leben lassen, Tradition leben und Neues erfahren“, sagte Bittner, und er sollte recht behalten. Wie schon in den Jahren zuvor, nutzten die Gäste den Abend, um die vielen Eindrücke von der Messe Revue passieren zu lassen und sich unter Branchenkollegen auszutauschen. AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat berichtete in einer Ansprache von seinen IAA-Impressionen. Dazu zählte er neben den zahlreichen Weltpremieren besonders das vernetzte Auto, welches wie am Beispiel der neuen S-Klasse von MercedesBenz autonomes Fahren möglich macht und keine Zukunftsmusik mehr ist. „Wir haben mit dem Produkt Auto eine sehr sehr gute Zukunft“, betonte Brachat und appellierte gleichzeitig an die Hersteller, sich Gedanken zu machen, wie der Vertrieb von morgen aussehen muss. „Das Internet ist jetzt schon zu einem wichtigen Vertriebskanal in Deutschland gewachsen. Jetzt muss der Autohandel nachhaltig gestärkt werden“, so Brachat. Keine Mode, sondern Trend Das Internet in der Ausprägung der sozialen Medien wie Facebook, Twitter & Co sowie der Vertrieb von Neuwagen über das World Wide Web waren sodann die Themen in der nachfolgenden Podiumsdiskussion, die von AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel moderiert wurde. Mobile.de-Chef Malte Krüger, Florian Glattes, Managing Director bei der Shell Deutschland Schmierstoff GmbH, Social-Media-Experte Dr. Jörg von Steinaecker und Dr. Wolfram Müller, Geschäftsführer der Vaps 22 EDV-Service & Vertrieb GmbH, waren sich einig darüber, dass Social Media eine Chance darstelle für den Handel, neue Kundengruppen zu erschließen. Unterschiedlicher Auffassung aber waren die Experten darüber, wie intensiv dieser Kanal gelebt werden müsse. Von Steinaecker unterstrich, dass es sich bei Social Media um keine Mode, sondern einen bleibenden Trend handle. „Facebook hat das Empfehlungsmarketing revolutioniert“, sagte der Social-Media-Experte. Wolfram Müller vertrat die Meinung, dass Facebook nicht für jedes Autohaus Sinn mache und ein Betrieb sich genau überlegen sollte, ob sich der Aufwand lohne. „Es muss dem Händler klar sein, was er damit erreichen möchte, die Präsenz auf Facebook braucht eine klare Strategie“, sagte Florian Glattes. Beim Thema Neuwagenbörsen angekommen, ermunterte Malte Krüger die Händler, diesen Vertriebskanal auszuprobieren. „Auf unserer neu gestarteten NW-Börse sind jetzt schon 65.000 Fahrzeuge. Bei uns geht es nicht um Rabattschlachten, sondern um den fairen Preis. Wir schaffen Vertrauen durch Transparenz“, so Krüger. Im Anschluss hatten die Gäste die Gelegenheiten, sich bei einem Abendessen auszutauschen und so den spannenden Messetag ausklingen zu lassen. ■ 18/2013 Fotos: Ordyniec, Göritz

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MARKT Der richtige Mix Marketing- und Vertriebsdirektor Wolfgang –sieht gute Chancen, die Stückerlöse beim Kopplin FORD Wolfgang Kopplin mit dem neuen Mondeo in der Ausstattungslinie „Vignale“. Handel zu verbessern. VON DORIS PLATE eit dem 1. September ist Wolfgang Kopplin Direktor Marketing und Vertrieb der Ford-Werke. Der 45-Jährige ist seit Mai 1996 für den Hersteller in verschiedenen Führungspositionen tätig. Seit April 2010 verantwortete er schon als Verkaufsdirektor den Vertrieb von Ford in Deutschland. Im Interview erläutert er zur IAA, wie er das Geschäft weiterentwickeln will. AH: Herr Kopplin, welche Neuheiten stellt Ford auf der diesjährigen IAA vor, und wie ist die Produktplanung für die nächsten Jahre? W. Kopplin: Wir stellen die neue Premium-Ausstattungslinie Vignale vor, die außergewöhnliche Design-Lösungen, eine besonders hochwertige Material- und Verarbeitungsqualität sowie clevere Technologien bietet. Außerdem zeigen wir den S-Max Concept, der die Richtung vorgibt, wie der Nachfolger des S-Max aussehen könnte. Daneben sehen Sie die Weiterentwicklung unseres Konnektivitätssystems Ford Sync und AppLink. Technologieträger für AppLink ist der EcoSport, der noch in diesem Jahr nach Europa kommt und der im nächsten Jahr flächendeckend im Handel sein wird. Und besonders interessant ist sicherlich unser hier gezeigtes Portfolio an voll- bzw. teil-elektrischen Autos – vom Focus BEV, über den CMAX Plug-In Hybrid bis hin zum begeisternden neuen Mondeo, den wir hier schon als Hybridversion zeigen können. AH: Per Ende August 2013 hat Ford in Deutschland 130.000 Pkw zugelassen und damit 8,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Was planen Sie, wie wird Ford 2013 hierzulande abschließen? W. Kopplin: Wir werden mit einem besseren Marktanteilsergebnis abschneiden als im letzten Jahr. Der momentane Rückgang im Volumen ist dem ersten Quartal geschuldet, in dem wir die Tageszulas24 sungsbestände des Vorjahres abgebaut haben. Hintergrund ist, dass wir gemeinsam mit dem Handel eine Änderung der Vertriebsstrategie umgesetzt haben und seit Anfang des Jahres auf Tageszulassungen verzichten. Parallel haben wir es verstanden, mit den phantastischen neuen Produkten und Motoren, insbesondere den Modellen Kuga, Fiesta und B-Max – wieder die Privatkunden für uns zu begeistern und dieser Kundengruppe Autos nach Wunschspezifikation zu verkaufen. Das Vertriebskonzept, das wir seit Januar haben, werden wir in Abstimmung mit unseren Händlern so weiterführen. Damit haben wir dann weiterhin stabile Programme, auf die der Handel sich verlassen kann. Derzeit haben wir ein äußerst wettbewerbsfähiges Angebot im Markt. Die Zahl der eingehenden Bestellungen ist zufriedenstellend. Und wir haben einen hervorragenden Auftragsbestand von zirka 40 Prozent über Vorjahr bei den Pkws sowie 80 Prozent plus bei den Nutzfahrzeugen. Das Nutzfahrzeuggeschäft ist für uns in diesem Jahr ein echtes Pfund. Das bringt nicht nur Neufahrzeug-Umsatz, sondern auch künftige Werkstattauslastung. Unser neuer Großraum Pkw Tourneo Custom und der verwandte Transit Custom kommen bei den Kunden sehr gut an. Beim Ranger sind wir praktisch mit Bestellungen überrannt worden. Das führt leider aktuell zu sehr langen Lieferzeiten. Wir gehen davon, dass sich die Lieferungssituation im kommenden Jahr deutlich entspannen wird. AH: Hat die neue Politik schon Auswirkungen auf die Rendite der Händler? W. Kopplin: Wir sehen momentan eine sehr erfreuliche Entwicklung und müssen die Effekte der Bestandsbereinigung im ersten Quartal richtig einsortieren. Die betriebswirtschaftliche Kunst besteht momentan darin, die Kosten der Händler so weit wie möglich zu optimieren. Da ist der Wegfall der Zinskosten und des gebundenen Kapitals für die Tageszulassungen ein wichtiger Schritt – gleichzeitig erlaubt es uns, die volle Kraft auf das Endkundengeschäft zu lenken. AH: Was planen Sie für 2014? W. Kopplin: Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Privatkunden sowie die kleinen und mittleren Flottenkunden. Ziel ist es, sinnvolles Wachstum mit vernünftigen Renditen für Hersteller und Händler sowie eine nachhaltige Kundenbindung an das Autohaus zu erzielen. Ob wir am Ende ein oder zwei Zehntel mehr Marktanteil haben, ist dabei zunächst sekundär. Wichtig ist für uns der richtige Mix, der zu profitablem Wachstum führt. Wir werden keine nennenswerten Tageszulassungsvolumen mehr machen, sondern wollen „Verkaufen ohne Umwege“, also auf Bestellung direkt an den Endkunden. Auch das Nutzfahrzeugprogramm, das im nächsten Jahr noch einmal deutlich ausgebaut wird, werden wir uns zunutze machen. Alles zusammengenommen, traue ich uns durchaus Marktanteilswachstum zu. Wichtiger sind aber der richtige Mix und die sukzessive Verbesserung der Stückerlöse beim Handel; dazu werden wir uns kundenorientiert weiter entwickeln. 18/2013 Foto: Plate/AUTOHAUS; Ford

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Ford-Partner vor Ort. Wir wissen, der Kunde kauft nach wie vor am liebsten vor Ort und kennt dann auch die kompetenten Ansprechpartner für eventuelle Produktfragen oder den Service. Dazu kommt, dass selbstverständlich das Thema des Eintauschs enorm wichtig ist, und das kann der Ford-Händler vor Ort sehr individuell nutzen. AH: Audi, Mercedes-Benz und BMW haben neue Vertriebskonzepte für die Zukunft vorgelegt. Eine wichtige Rolle dabei spielt, dass es zukünftig kleine Showrooms in den Innenstädten geben soll. Ist so etwas auch bei Ford geplant? W. Kopplin: Unsere Strategie bleibt! Wir halten selbstverständlich am klassischen inhabergeführten Autohaus fest. Parallel arbeiten wir an Ideen, wie der Besuch im Autohaus noch attraktiver werden kann, um damit das Autohaus deutlich zu stärken und dem Erlebnis des Autokaufs wieder den gebührenden Stellenwert einzuräumen. Unsere Hightech-Autos sowie insbesondere die neuen Vignale-Produkte sprechen ein anspruchsvolles Klientel an und müssen deshalb in angenehmer Atmosphäre erlebbar sein. Darüber hinaus versprechen wir uns von exklusiven Services weitere Impulse, um den Präsenzhandel mit zusätzlichen Einnahmequellen stärken zu können Dazu bauen wir auf das Engagement der Familienunternehmen und wollen mit diesen gemeinsame Konzepte erarbeiten. Auf Basis des neuen Schauraumkonzeptes, das wir gerade ausrollen, soll zunächst das Erlebnis im Autohaus mit moderner Technologie in einem attraktiven Look verändert werden, nicht nur im Auto, sondern auch mit dem neuen Konfigurator oder den bereits seit 2012 verfügbaren Verkäufer iPads. AH: Wird es bei Ford einen Online-Direktverkauf geben? W. Kopplin: Das haben wir nicht vor. Im Gegenteil: Über die Online-Initiative wollen wir die Händler aktivieren und motivieren, dass sie selbst deutlich digitaler werden. Wie bereits gesagt, immer mehr Kunden nutzen das Internet zur Information und gehen dann gut informiert ins Autohaus, um ihr Wunschmodell zu kaufen. Etwa 80 Prozent der Kunden entscheiden sich in der Regel nach einer Probefahrt, und Interessenten, die eines unserer aktuellen Modelle gefahren sind, sind in der Regel völlig begeistert. Das gilt insbesondere für die Probefahrten, die mit einem unserer EcoBoost Motoren absolviert werden – und idealerweise mit der Möglichkeit für den Kunden, sein eigenes Smartphone im Testwagen auszuprobieren; da liegen noch deutliche Chancen beim Handel, die genutzt werden müssen. AH: Ford ist einen sehr ungewöhnlichen Weg gegangen und hat die Dienstleistungsgesellschaft des Ford-Händlerverbandes mit der Entwicklung des neuen Verkäuferarbeitsplatzes beauftragt. Warum und wie sind Sie damit zufrieden? W. Kopplin: Eine Lösung ist immer dann besonders gut, wenn sie allen gefällt und die Machbarkeit berücksichtigt; deshalb haben wir die traditionell ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Ford-Partnerverband bei diesem strategisch wichtigen Projekt gesucht. Wie immer ist die Entwicklung und Einführung eines neuen und komplexen IT-Werkzeugs wie der Verkäuferarbeitsplatz ein enormes Unterfangen – wir wollten alle Belange so gut wie eben möglich von Anfang an richtig machen. Dazu haben wir eine extrem effiziente und zielorientierte Arbeitsgruppe mit Experten gebraucht, die wir paritätisch mit Mitarbeitern der Ford-Werke, der Ford-Bank, Repräsentanten aus dem Handel bzw. dem Arbeitskreis EDV und dem Ford-Partnerverband zusammenzogen. Das ist der gelebte One Ford-Gedanke. Wir haben in Rekordzeit einen erstklassigen neuen Verkäuferarbeitsplatz aus der Taufe gehoben und sind mit der Implementierung sehr zufrieden. Wir haben nun einen erstklassigen Verkäuferarbeitsplatz, der optimal zu unserer Verkaufsstrategie passt und eine volle Einbindung aller unserer Ford-Bank Finanzierungsangebote auf Mausklick möglich macht. AH: Herr Kopplin, danke für das Gespräch! AH: Die Rabatte machen den Ford-Händlern ebenso zu schaffen wie den Händlern anderer Marken. Was tun Sie dagegen? W. Kopplin: Viele Händler würden sich wünschen, dass das Internet im Autogeschäft keine Rolle spielen würde, aber sehen nicht die Chancen, die sich daraus ergeben. Wir wollen es für uns nutzen, und das dramatisch veränderte Medienverhalten der Kunden aller Altersgruppen bietet uns den Ansatz dazu. Uns alle ärgern diese anonymen Angebote in den Börsen, die für die Interessenten nicht immer transparent und tatsächlich erreichbar sind. Zumeist sind diese Lockangebote nur bei ganz wenigen Fahrzeugen möglich und funktionieren nicht wirklich für das Wunschfahrzeug. Wir haben gerade unsere Händler in neun Regionalkonferenzen darüber informiert, wie wir uns den richtigen Einsatz des Internets in Zukunft vorstellen. Neue Entwicklungen bestätigen uns, auf dem richtigen Weg zu sein. Seitdem wir unser Angebot umgestellt haben, können wir feststellen, dass die vollständig durchgeführten Konfigurationen auf unserer ford.de Seite von 30 auf mehr als 70 Prozent hochgeschnellt sind. Die Kunden suchen dann auch nicht mehr nach Alternativen, sondern gehen anschließend zum 18/2013 Die Studie S-max Concept gibt einen Ausblick auf das Design der künftigen Generation des Vans.

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HANDEL Chance aus dem Netz Onlinegeschäft im Einzelhandel – Das zunehmende Voraussicht nach beflügeln. wird die Bedeutung leichter Nutzfahrzeuge aller TRANSPORTERZUKUNFT VON CHRISTIAN FREDERIK MERTEN Die Volkswagen-Studie e-Co-Motion zeigt, wie der Transporter der Zukunft aussehen könnte. Mit seinem Elektroantrieb ist er vor allem für den innerstädtischen Verteilerverkehr konzipiert. LESEN SIE HIER... ... welche Faktoren das Transportergeschäft der Zukunft beeinflussen könnten. ch lese gerne. Bücher, noch ganz traditionell auf Papier. Das heißt aber nicht, dass ich meine Bücher auch wie früher im Buchhandel kaufe. Vor allem, weil der örtliche Buchladen meinen Wunschtitel meist nicht auf Lager hat, kaufe ich die Bücher sehr oft online. Zwei, drei Klicks bei Amazon, und drei Tage später klingelt der Paketbote mit dem ersehnten Lesestoff. Mit diesem Kaufverhalten bin ich natürlich nicht alleine – Onlinekäufe erfreuen sich steigender Beliebtheit. Rund 33 Milliarden Euro setzte der deutsche Einzelhandel laut dem Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) im letzten Jahr über Online-Kanäle um. Das waren 7,7 Prozent des gesamten Volumens. Lässt man die sogenannten Fast Moving Con26 sumer Goods, also Nahrungsmittel oder Körperpflegeprodukte außen vor, verdoppelt sich der Anteil des Online-Handelsvolumens den IFH-Zahlen zufolge sogar beinahe auf 14,2 Prozent. Und da ist noch lange nicht Schluss, wie die IFH-Prognosen verdeutlichen: Legt man eine gleichbleibende oder sogar zunehmende Online-Wachstumsrate von 17,9 Prozent pro Jahr zugrunde, betrüge der Online-Umsatz im Jahr 2017 mehr als 75 Milliarden Euro. Das entspräche einem Anteil am Gesamthandelsvolumen von 16,6 Prozent (Abb. 1). Auch bei einer langsam abnehmenden Wachstumsrate von jährlich 10,8 Prozent stiege das OnlineHandelsvolumen bis 2017 noch auf rund 55 Milliarden Euro (was einem Anteil von 12,1 Prozent entspräche), und eine deutlich abnehmende Online-Wachstumsrate von jährlich 6,5 Prozent führt demnach 2017 ebenfalls noch zu einem OnlineUmsatz von etwa 45 Milliarden Euro (9,9 Prozent des Gesamthandelsvolumens). Und Professor Gerrit Heinemann, Leiter des E-Web-Research-Centers an der Hochschule Niederrhein, hält im Jahr 2020 im Non-Food-Bereich sogar einen Onlineanteil am Einzelhandelsvolumen von 30 Prozent für realistisch. KURZFASSUNG 1. Immer mehr Menschen kaufen online ein. Das wird auch für zunehmenden (innerstädtischen) Transportbedarf sorgen und sich positiv auf das Transportergeschäft auswirken. 2. Vor allem umweltpolitische Vorgaben werden die Transportertechnik in Zukunft stark beeinflussen – für die Hersteller müssen aber weiterhin günstige Anschaffungsund Unterhaltskosten im Fokus der Entwicklung stehen. der Zukunft nur dann bestehen, wenn er sich weiter professionalisiert. Noch höhere Standards als heute könnten dazu führen, dass sich das Transportergeschäft für viele kleine Betriebe nicht mehr rentiert. Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge 3. Der Handel wird im Transportergerschäft 18/2013

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HANDEL PrOFiS im AuTOHAuS Klar haben Sie bereits eine Partnerbank. Aber testen Sie doch einfach mal unseren DSL Autokredit! Erhöhtes Transport(er)aufkommen Was das alles mit der Zukunft des Transportergeschäfts zu tun hat? Ganz einfach: Damit ich am Ende in Ruhe mein Buch lesen kann, muss es erst mal zu mir kommen. Als eine der vom Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) erwarteten 2,8 bis drei Milliarden Sendungen im Jahr 2016 – ein Plus von mehr als einer Milliarde Sendungen im Vergleich zum Beginn des Jahrtausends (Abb. 2). Da wird die künftige Relevanz der Transporter besonders deutlich: Sie sind es, die die Waren zum Kunden bringen – und heute eben nicht mehr nur vom Groß- zum Zwischenhändler, sondern immer öfter auch direkt zum Endkunden. Und deren Zahl ist naturgemäß größer als die der Zwischenhändler, ergo ergeben sich künftig auch mehr Transportwege. Für das Transportergeschäft und seine Beteiligten eine zusätzliche Chance. Davon geht auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) aus. Präsident Volker Lange blickt grundsätzlich optimistisch in die generelle Nutzfahrzeugzukunft: „Tendenziell ist eine Zunahme der Zahl von Nutzfahrzeugen zu erwarten.“ Nutzfahrzeugexperte Andreas Serra, General Manager der Unternehmensberatung Promotor, konkretisiert die Absatzerwartung für die klassischen Transporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen: „Wir werden auch 2020 kontinuierlich über 300.000 Neuzulassungen in Deutschland in diesem Segment haben.“ Damit bliebe der deutsche Transportermarkt in Zukunft stabil. Für 2012 zählt Serra mit 301.000 neuen Transportern in diesem Segment kaum mehr Neuzulassungen – die Zahl berücksichtigt ebenso wie die Prognose Pkw- und Lkw-Zulassungen. Grundsätzlich geht Andreas Serra davon aus, dass das sogenannte 1B-Segment, in dem sich Fahrzeuge vom Schlage eines VW Caddy, Ford Transit Connect, Renault Kangoo oder Fiat Doblò tummeln, in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen wird. „Zum einen ist es in der – immer bedeutenderen – städtischen Kurzstrecke einfacher, mit einem kompakten Fahrzeug zu arbeiten“, nennt Serra einen Grund für seine Prognose. Und ergänzt einen zweiten, nämlich die zunehmenden Umweltvorgaben. „Je höher die Gesamtnutzlast der Fahrzeuge, desto schwieriger wird es, die umweltoptimierten Fahrzeuge bezahl18/2013 bar zu machen“, so der Experte. „Deshalb wird man verstärkt mit kompakteren Fahrzeugen arbeiten.“ Denn gerade die Anschaffungs- und vor allem Unterhaltskosten sind es jetzt und auch in Zukunft, weshalb sich die Kunden für oder gegen ein bestimmtes Modell entscheiden. Höhere Umweltanforderungen Eine wichtige Herausforderung für die Hersteller, denn um die Weiterentwicklung ihrer Umwelttechnologien kommen sie wohl kaum herum. Mit Blick auf Verbrauchs- und Schadstoffvorgaben erwartet Andreas Serra: „Die harten Regelungen, die wir jetzt schon im Pkw-Bereich spüren, werden auch für Transporter kommen.“ Dabei stehen die Hersteller vor einem Dilemma: Innermotorische wie außermotorische Maßnahmen zur Abgasreinigung – Ersteres durch die Optimierung des Verbrennungsprozesses, Letzteres zum Beispiel durch Abgasrückführung oder Partikelfilter – können unter Umständen zu höherem Kraftstoffverbrauch und damit zu höheren CO2-Emissionen führen. Nicht nur Neofitos Arathymos und Hans-Walter Kaumanns vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) erwarten daher einen Umschwung auch bei der Motorisierung von Transportern: „Insbesondere bei leichten Nutzfahrzeugen werden alternative Kraftstoffe und Antriebe vermehrt im Fokus stehen.“ In Zukunft werden also deutlich mehr Transporter mit Erd- oder Flüssiggas, mit Bio-Ethanol oder Wasserstoff beziehungsweise sogar mit Hybrid- oder sogar reinem Elektroantrieb fahren. Reinen Elektrotransportern räumen die Experten allerdings auch mittelfristig weniger hohe Erfolgschancen ein: „Sie werden aufgrund des bisher eingeschränkten Nutzungsbereichs und der noch hohen Anschaffungskosten in den kommenden Jahren eher eine untergeordnete Rolle spielen.“ Ähnlich sieht es auch Andreas Serra. Er beobachtet zwar deutliche Fortschritte in der Akku-Technik, die Elektroautos auch günstiger machen, sagt mit Blick auf die Transporter aber: „Ich würde die Elektromobilität nicht überbewerten.“ Serra unterscheidet hier klar nach Segmenten: „Wir werden die Alternativen eher im Kurzstreckeneinsatz erkennen.“ Heißt: Im Stadtlieferverkehr – der künftig wohl immer größeren Beschränkungen unterliegen wird – werden sich alternative Antriebe eher durchsetzen (müssen) als Walter Dürkop Key Account Manager DSL Bank ihre Vorteile im Überblick: Attraktive Konditionen für Neu- und Gebrauchtwagen Freie Gestaltung von Finanzierungssonderprogrammen Flexible Kreditlaufzeiten bis zu 120 Monate Persönliche Betreuung Garantierter Kundenschutz zur Sicherung attraktiver Anschlussgeschäfte en unter: Information Weitere ohaus.de nk-im-aut www.ba VereinbAren Sie einen Termin miT unS! 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HANDEL 1 DER ONLINEHANDEL WIRD IN ZUKUNFT NOCH DEUTLICH ZUNEHMEN 1 DER ONLINEHANDEL WIRD IN ZUKUNFT NOCH DEUTLICH ZUNEHMEN 80,00 80,00 70,00 70,00 60,00 60,00 InIn Mrd. Euro Mrd. Euro 50,00 50,00 40,00 40,00 30,00 30,00 20,00 20,00 10,00 10,00 12,16 12,16 14,81 14,81 18,39 18,39 23,81 23,81 28,72 28,72 33,02 33,02 44,80 38,00 44,80 38,00 42,01 37,50 39,66 42,01 37,50 39,66 36,62 36,62 53,10 53,10 46,51 46,51 41,86 41,86 50,94 50,94 43,77 43,77 63,14 63,14 55,19 55,19 45,21 45,21 *Prognose *Prognose 75,35 75,35 0,00 2008 2009 2010 2011 2012 2013* 2014* 2015* 2016* 2017* 0,00 2007 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013* 2014* 2015* 2016* 2017* Online-Handelsvolumen : Online-Handelsvolumen : Ist bis 2012 Bei Online-Wachstumsrate gleichbleibend bzw. zunehmend (+ 17,9 % p.a.) Ist bis 2012 Bei Online-Wachstumsrate gleichbleibend bzw. zunehmend (+ 17,9 % p.a.) Bei Online-Wachstumsrate langsam abnehmend (+ 10,8 % p.a.) Bei Online- Wachstumsrate deutlich abnehmend (+ 6,5 % p.a.) Bei Online-Wachstumsrate langsam abnehmend (+ 10,8 % p.a.) Bei Online- Wachstumsrate deutlich abnehmend (+ 6,5 % p.a.) Quelle: Institut für Handelsforschung 2 ERWARTETE ENTWICKLUNG DER KEPSENDUNGSVOLUMENINA 2000 BIS 2016 2 ERWARTETE ENTWICKLUNG DER KEPSENDUNGSVOLUMENINA 2000 BIS 2016 3 000 3 000 2 800 2 800 InIn Mio. Euro Mio. Euro 2 600 2 600 2 400 2 400 2 200 2 200 2 000 2 000 1 800 1 800 1 600 1 600 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Quelle: KEP-Studie 2012 des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (KEP = Kurier-, Express- und Paketdienste) Erwartungen der Unternehmen (2012) Erwartungen der Unternehmen (2012) Trendfortschreibung Trendfortschreibung im Mittel- und Langstreckenverkehr, „in dem wir immer noch hocheffiziente Diesel sehen werden.“ Das alles natürlich immer unter der Maßgabe günstiger Anschaffungs- und Unterhaltskosten, dem A und O im Transportergeschäft. Sie sind laut Serra auch Bedingung für den Einsatz weiterer Sicherheits- oder Telematiksysteme. Er sieht in erster Linie Potenzial für den vermehrten Einsatz von Ladungssicherungssystemen, den Einzug weiterer elektronischer Sicherheitssysteme wie zum Beispiel Assistenzsysteme erwartet Serra vor allem für Transporter, die im Langstreckenverkehr eingesetzt werden. Und auch Telematikanwendungen werden ihm zufolge ihren Weg in die Transporter 28 finden: „Weil sie preiswerter werden – und dem Fuhrparkunternehmer eine effizientere Steuerung ermöglichen.“ Noch mehr Professionalität gefragt Effizienz – ein Wort, das letztlich auch die klassischen und bereits heute hohen Kundenanforderungen im Transportergeschäft beschreibt und dies auch in Zukunft tun wird. „Aus meiner Sicht wird sich bei den Kundenanforderungen grundsätzlich nicht viel ändern“, sagt VDIK-Präsident Lange. „Die Schwerpunkte werden weiterhin bei der Preiswürdigkeit und der Wirtschaftlichkeit, das heißt bei den Anschaffungs- und Unterhaltskosten liegen.“ Als weitere Faktoren nennt er die Restwertstabilität sowie die Produktzuverlässigkeit und die Servicequalität. Letztere bringt die Werkstätten ins Spiel: Um die geforderte Servicequalität erbringen zu können, erfordert der Markt immer mehr Fokussierung auf das Transportergeschäft – auch zum eigenen Vorteil des Netzes. „Früher konnte man pauschal sagen: Wer Transporter anständig macht, der verdient auch richtig Geld“, sagt Andreas Serra. Dem sei aber schon lange nicht mehr so: „Heute und in Zukunft verdienen nur noch die richtig Geld, die das Geschäft im Sinne der Kunden professionell betreiben.“ Da verwundert es kaum, dass der ZDK davon berichtet, dass 18/2013

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HANDEL sich heute auch im Transporterservice Strukturen etabliert hätten wie bei den schweren Nutzfahrzeugen. In der Praxis heißt das: Auch die Transporterwerkstätten müssen schon heute, noch mehr aber in Zukunft in der Lage sein, flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren. Denn egal ob Panne, geplante Reparatur oder regelmäßige Wartung, für den Kunden zählt nur eins: Das Auto muss schnell wieder zurück auf die Straße, Geld verdienen. Wie die Werkstätten dem gerecht werden? Auch in Zukunft über Kundenorientierung und Präsenz. Lange Öffnungszeiten sind nicht nur bei schweren Lkw, sondern auch bei Transportern ein Thema. „Ob man sonntags durchgehend öffnen muss, wage ich im Transportermarkt zu bezweifeln“, schränkt Andreas Serra allerdings ein, betont jedoch gleichzeitig: „Aber zumindest der Samstag sollte als voller Arbeitstag zur Verfügung stehen, und es sollte eine Abendschicht bis 22 Uhr geben.“ Bei professionell aufgestellten Händlern sei das bereits heute der Fall. Der ZDK bringt für die künftig noch wichtigere Professionalisierung ein weiteres Angebot ins Spiel: den Notdienst außerhalb der Öffnungszeiten. Laut Andreas Serra könnten die Hersteller Verkauf und Service von Transportern in Zukunft noch stärker von der Einhaltung bestimmter Standards abhängig machen als heute: „Die Händlerverträge werden Servicekomponenten enthalten, die immer stärker reglementieren hin zu Nutzfahrzeugzentren.“ Zwar praktizieren das viele Hersteller schon heute, entweder durch spezifische Verträge für den Transportervertrieb und -service oder aber durch Zusatzstandards in NutzfahrzeugKompetenzzentren. Vor allem in den Netzen der Hersteller ohne separate Transporterverträge dürfen aktuell aber auch diejenigen Händler Transporter verkaufen und reparieren, die die KompetenzcenterStandards nicht erfüllen. Das könnte sich laut Serra in Zukunft ändern. Und aufgrund der steigenden Standards werden sich seiner Ansicht nach in Zukunft viele kleinere Händler aus dem Transportergeschäft zurückziehen: „Bei weniger als 80 verkauften Einheiten pro Jahr rentiert sich das Geschäft nicht.“ Zumal zum Transporterservice nicht nur Wartung und Reparatur, sondern auch weitere Leistungen wie professionelle Fahrzeugvermietungen oder das Angebot von Aus-, Um- oder Aufbauten. Transporterkunden könnten in Zukunft also weniger Stützpunkte vorfinden als heute, die dafür aber (noch) professioneller arbeiten. Vor allem bei der Flottenkundenbetreuung sei in der Praxis eine kritische Größe nötig, so Serra. Fuhrparkbetreiber schlössen heute deutlich häufiger Serviceverträge ab: „Wenn Sie da nicht professionell unterwegs sind, geht dieser komplette Servicetraffic an Ihnen vorbei.“ Als Kunden blieben dann noch die regionalen Unternehmen und Handwerker – die oft nicht ganz so preissensibel sind wie Großflotten und so für manchen Händler auch in Zukunft eine solide Basis für ihr Transportergeschäft darstellen können. ■ Starke Leistung für Ihr Autohaus. Das Wichtigste immer im Blick – in unserem Newsletter NÜRNBERGER /GARANTA. Registrieren Sie sich jetzt unter www.nuernberger-garanta.de NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG GARANTA Versicherungs-AG Ostendstraße 100, 90334 Nürnberg, Telefon 0911 531-5, Fax -3206 supportah@nuernberger.de, www.nuernberger-garanta.de

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MARKT Gemeinsam stark TRANSPORTERSTRATEGIEN auf Kooperationen setzen. LESEN SIE HIER... ... wer im Transportermarkt mit wem kooperiert und welche Rolle der US-Markt für die europäischen Transporterhersteller in Zukunft spielen könnte. VON THOMAS HAJEK* – Die Hersteller werden auch in Zukunft etwa dreimal so hohen Verkaufszahlen deutlich erfolgreicher als der VW Crafter. Am 6. September verkündete Mercedes allerdings das Ende der Zusammenarbeit, Volkswagen hatte bereits früher Informationen über eine mögliche Trennung lanciert. Für die Zukunft können sich die Wolfsburger auch eine Produktion außerhalb Deutschlands vorstellen. Schon heute produzieren sie den kleineren VW Transporter (T5) auch in Polen. Der Erwerb der Schwerlastwagen-Hersteller MAN und Scania lässt zusätzlichen Raum für Spekulationen. Eine weitere Kooperation besteht bei Daimler mit Renault. Im Vergleich zur Zusammenarbeit mit Volkswagen sind die Vorzeichen hier aber umgekehrt. Seit Sommer 2012 bezieht Mercedes den Stadtlieferwagen Citan von Renault, der im Wesentlichen baugleich ist mit dem Kangoo. Durch den späten Einstieg in ein laufendes Projekt war Mercedes weniger KURZFASSUNG Industrielle Partnerschaften och nie seit der Entstehung des Marktes für leichte Nutzfahrzeuge – kurz Transporter genannt – war so viel industrielle Bewegung im Spiel wie in diesem Jahrzehnt. Das liegt im Wesentlichen begründet ■ im Auslaufen aktueller beziehungsweise im Entstehen neuer industrieller Partnerschaften, ■ in wachsenden Absatzchancen für europäische Transportermodelle außerhalb des Kontinents und vor allem in den USA sowie ■ in der zunehmenden Produktionsverlagerung in Low-Cost-Märkte. Der europäische Transportermarkt verspricht den Herstellern dabei weiterhin sehr attraktive Erträge, weil ■ die Zahl der Wettbewerber in diesem Markt begrenzt ist (Abb. 1), ■ die Entwicklungskosten sich auf lange Produktlebenszyklen verteilen lassen, ■ die Herstellungskosten niedrig sind, auch weil die Fabriken aufgrund industrieller Kooperationen mit Wettbewerbern in der Regel hoch ausgelastet sind, und ■ die Marketingkosten deutlich unter denen im Pkw-Bereich liegen. Vor diesem Hintergrund möchten alle Hersteller ihre Effizienz weiter steigern. 30 Industrielle Partnerschaften sind im Transportergeschäft gang und gäbe (vgl. Abb 2). Sie bestehen teilweise schon seit Jahrzehnten. Ein Beispiel für eine solch lange Kooperation ist die Zusammenarbeit zwischen Fiat und PSA (Peugeot und Citroen). Fiat und PSA bauen bereits seit 1982 unter der industriellen Leitung von Fiat die baugleichen Modelle Ducato, Boxer und Jumper. Im Vertrieb ist Fiat deutlich erfolgreicher als die beiden französischen Marken. Vor allem den Reisemobil-Sektor dominiert Fiat mit circa 70 Prozent Marktanteil seit Jahrzehnten. Die Kooperation läuft noch bis 2019. Gemeinsam investieren die Unternehmen bis dahin 700 Millionen Euro in die Modellpflege. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Denn einerseits steht die industrielle Zukunft aller Fiat-Fabriken in Italien öffentlich zur Diskussion. Polen, die Türkei oder Serbien kommen als alternative Standorte in Frage. Aber auch gegenüber dem Partner PSA hat Fiat weitere Optionen, die sich aus der Zusammenarbeit mit den Konzern-Schwestern IVECO und Chrysler ergeben. Bewegung gibt es ebenfalls in der Kooperation von Daimler und Volkswagen beim gemeinsamen Sprinter- beziehungsweise Crafter-Projekt. Hier übernimmt Mercedes-Benz die industrielle Führerschaft, in den Mercedes-Benz-Werken Düsseldorf und Ludwigsfelde werden auch beide Modelle gefertigt. Dabei ist der Mercedes Sprinter, quasi als Original, mit 1. Das europäische Transporterangebot ist geprägt durch industrielle Kooperationen, die Fahrzeuge sind daher oftmals direkt vergleichbar. ren in Zukunft einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg im Transportermarkt ausüben. Fiat bieten ihre Transporter mittlerweile auch in den USA an. Weitere Hersteller erwägen ebenfalls eine Expansion. 2. Auch deshalb werden die VertriebsstruktuFotos: Citroen, Fiat, Peugeot 3. Europäische Hersteller wie Daimler oder 18/2013

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MARKT 1 FAHRZEUGANGEBOT LEICHTE NUTZFAHRZEUGE 1 FAHRZEUGANGEBOT LEICHTE NUTZFAHRZEUGE Opel/Vauxhall Vivaro Vivaro Trafic Trafic Beispiel für Transporterkooperationen (v.l.): Die Drillinge Peugeot Boxer, Citroen Jumper und Fiat Ducato.   intensiv in die Entwicklung involviert. Somit nimmt Mercedes hier sozusagen die   Rolle des Juniorpartners einer industriel  len Kooperation im Transportergeschäft ein. Renault seinerseits sammelt bereits seit vielen Jahren aus den Kooperationen mit General Motors (Opel/Vauxhall) und mit dem Schwesterunternehmen Nissan Erfahrungen in der industriellen Abwicklung und Steuerung von TransporterGemeinschaftsprojekten. Die Produkte Renault Trafic, Nissan Primastar und Opel Vivaro auf der einen sowie Renault Master, Nissan NV400 und Opel Movano auf der anderen Seite sind Beispiele für diese Zusammenarbeit. Dabei ist Renault im Vertrieb weitaus erfolgreicher als seine Partner. Abzuwarten bleibt, wie sich die Partner nach Auslauf der beiden Gemeinschaftsprojekte positionieren werden – zumal Renault mit Daimler und General Motors mit PSA übergreifende Kooperationen eingegangen sind. General Motors setzt aktuell aber nicht nur auf die Kooperation mit Renault, sondern arbeitet bei den kleinen Transportern auch mit Fiat zusammen. Opel hatte Anfang des letzten Jahrzehnts die Entwicklung eines neuen Combo versäumt. Um das Feld nicht komplett dem Wettbewerb zu überlassen, bezieht Opel den neuen Combo – einen optisch nur leicht retuschierten Fiat Doblò – seit 2011 aus der Gemeinschaftsfabrik von Fiat und Tofas im türkischen Bursa. Damit hat Opel für den kleinen Stadtlieferwagen letztlich den gleichen Weg eingeschlagen wie Mercedes mit dem Citan. Der einzige relevante, aber kontinuierlich erfolgreiche Einzelgänger im europäischen Transportermarkt ist Ford. Das Unternehmen hat es erreicht, dauerhaft genügend Volumen zu vermarkten, um die jeweiligen Fabriken mit eigenen ProOpel/Vauxhall Movano Movano Master Combo Combo Kangoo Vivaro Doblò Vivaro Doblò Partner Ducato Ducato Boxer Fiat Fiat Fiorino Fiorino Bipper Scudo Scudo Expert Expert Master Kangoo Renault Nissan (Primastar, NV400) Renault Nissan (Primastar, NV400) Mercedes Partner Boxer Bipper Expert Expert Peugeot Vivaro Citroen (Berlingo, Jumper, Nemo, Jumpy) Peugeot Vivaro Citroen (Berlingo, Jumper, Nemo, Jumpy) Toyota Vito Vito Transporter Transporter Mercedes Sprinter Sprinter Crafter Crafter Volkswagen Volkswagen Citan Citan Caddy Caddy Transit Connect Transit Connect Vivaro Vivaro Toyota ProAce ProAce Transit Custom Transit Custom Ford Ford Transit Transit Im Prinzip teilen sich den europäischen Transportermarkt zehn Hersteller untereinander auf. 2 INDUSTRIELLE KOOPERATIONEN LEICHTE NUTZFAHRZEUGE EUROPA 2 INDUSTRIELLE KOOPERATIONEN LEICHTE NUTZFAHRZEUGE EUROPA Opel/Vauxhall Vivaro Vivaro Trafic Trafic Opel/Vauxhall Movano Movano Master Combo Combo Kangoo Vivaro Doblò Vivaro Doblò Partner Ducato Ducato Boxer Fiat Fiat Fiorino Fiorino Bipper Scudo Scudo Expert Expert Master Kangoo Renault Nissan (Primastar, NV400) Renault Nissan (Primastar, NV400) Mercedes Partner Boxer Bipper Expert Expert Peugeot Vivaro Citroen (Berlingo, Jumper, Nemo, Jumpy) Peugeot Vivaro Citroen (Berlingo, Jumper, Nemo, Jumpy) Toyota Vito Vito Transporter Mercedes Sprinter Sprinter Crafter Citan Citan Caddy Caddy Transit Connect Transit Connect Vivaro Vivaro Toyota ProAce ProAce Crafter Transporter Volkswagen Volkswagen Transit Custom Transit Custom Ford Ford Transit Transit Unter diesen zehn Herstellern sind Kooperationen gang und gäbe. Viele Modelle sind daher baugleich. dukten auszulasten. Als einziger Hersteller hat Ford seine gesamte Produktion in die Türkei verlagert, wodurch den Amerikanern bedeutende Kostenvorteile erwachsen. Marktpotenziale in den USA Erst seit wenigen Jahren wagen sich die europäischen Hersteller auf den Van- Markt USA. Hinderlich waren bislang nicht nur die Einfuhrzölle oder unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Motorisierungen. Auch das europäische Design war zu Anfang für viele USAmerikaner sehr gewöhnungsbedürftig. Letztlich sprechen sich mittlerweile aber die hohe Zuverlässigkeit und die attraktiven Unterhaltskosten (Total Costs of 31 18/2013

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MARKT 3 EUROPÄISCHE TRANSPORTERMODELLE IM USMARKT Ownership) herum. Immer mehr amerikanische Fuhrparkbetreiber und mittelständische Unternehmer wählen einen „European Van“. Der europäische Pionier in Sachen Erschließung des US-Transportermarktes war Daimler. Noch während der Zusammenarbeit mit Chrysler wurde 2007 der Sprinter als Freightliner sowie als Dodge Sprinter (bis 2009) eingeführt. Seit 2010 wird der Sprinter auch in den USA als Mercedes-Benz vermarktet.   Ford verkauft seit 2009 den Transit Connect in den Vereinigten  Staaten. Den Erfolg des Mercedes Sprinters vor Augen,   folgt ab Mitte 2014 auch der Ford Transit.   Sowohl Daimler als auch Ford exportieren ihre Nutzfahrzeuge übrigens in Einzelteilen in die USA, um sie dann dort zu montieren. Damit umgehen die Hersteller den Einfuhrzoll auf Nutzfahrzeuge in Höhe von 25 Prozent. Auch Fiat ist in die US-amerikanische Sprinterklasse eingestiegen, geht aber industriell einen anderen Weg: Auf Basis des Fiat Ducato wird in einem mexikanischen Chrysler-Werk der Ram Promaster gefertigt und seit diesem Jahr zollfrei in den USA vermarktet. Nissan bietet in den USA den in Mexiko montierten NV200 an. Außerdem wird General Motors das Fahrzeug ab 2014 auch als Chevrolet City Express anbieten. Und weitere Anbieter werden auf dem US-Markt voraussichtlich folgen (Abb. 4): So hat Volkswagen bereits kommuniziert, dass weiteres Wachstum seiner Nutzfahrzeugsparte auch durch den Einstieg in den US-Markt erfolgen kann. Ähnliche Überlegungen sind seitens General Motors für die zukünftigen Opel Vivaro und Movano denkbar. Mit GMC und Chevrolet kann General Motors in den USA auf ein starkes Händlernetz zurückgreifen, das für wachsende Absatzzahlen und Produktionsauslastung sorgen könnte. Aber auch in Europa stellt sich gerade ein neuer Spieler auf: Hyundai wird voraussichtlich im Herbst 2014 einen Transporter der Sprinter-Klasse vorstellen. Er wird wahrscheinlich in der Türkei für den europäischen Markt gebaut. CBU   3 EUROPÄISCHE TRANSPORTERMODELLE IM USMARKT Mercedes Sprinter     Mercedes Sprinter   Ford Transit     Connect Ford Transit   Ford Transit     Connect Fiat Ducato Ford  Transit   CBU = Completely Built Up   Fiat Ducato CBU = Completely Built Up Daimler, Ford und Fiat sind mit ihren europäischen Modellen bereits in den Vereinigten Staaten auf dem Markt, ...   Chrysler Mexiko   RAM ProMaster (seit 2013)   CBU CBU CBU CBU CBU CBU Mercedes  Sprinter FreightlinerSprinter (seit 2010) (seit 2001) Mercedes Sprinter Ford  Transit   Connect (seit 2009)   (seit 2010) Ford  Transit Ford   (ab Mitte 2014)     Connect (seit 2009) RAM ProMaster Ford  Transit (seit  2013)   (ab Mitte 2014) Freightliner Sprinter (seit 2001) Chrysler Mexiko   CBU 4 MÖGLICHE USEXPANSIONEN Volkswagen Caddy CBU 4 MÖGLICHE USEXPANSIONEN / VW Mexiko? Volkswagen Crafter   Volkswagen Caddy (neu ab 2016) Volkswagen Crafter   (neu ab 2016) Renault / Nissan CBU / VW Mexiko?   CBU / VW Mexiko?   Volkswagen Caddy?     Volkswagen Crafter?    Volkswagen Caddy? (neu ab 2016)      Volkswagen Crafter?   (neu ab 2016)   Nissan NV400?   CBU / VW Mexiko? CBU Renault / Nissan Opel / Vauxhall CBU CBU / GM Mexiko? Nissan  NV400? GMC Van?     Chevrolet City Express    GMC Van?  (ab  2014)   Chevrolet City Express   (ab  2014) Nissan NV200 Opel / Vauxhall CBU = Completely Built Up Nissan NV200 ... und es könnten weitere folgen. CBU = Completely Built Up   CBU /Mexiko GM Mexiko? Mexiko   Konsequenzen für den Vertrieb Die Kooperationsstrategien der Hersteller sorgen im Transportermarkt für die zunehmende Ähnlichkeit und damit auch Vergleichbarkeit der Produkte. Deshalb entscheidet sich der Erfolg einer Trans32 portermarke künftig vorrangig im Vertrieb. Hersteller wie Fiat, Volkswagen und Daimler bilden die Bedeutung des Transportergeschäfts organisatorisch bereits durch eigene Bereiche ab. Die Anfang September von Daimler kommunizierte Reorganisation im weltweiten Vertrieb unterstreicht die Notwendigkeit einer fokussierten Marktbearbeitung. In Zukunft berichten die lokalen Transporter-Verantwortlichen direkt an die Zentrale. Insgesamt ist absehbar, dass die wenigen Hersteller leichter Nutzfahrzeuge in den nächsten Jahren weitere Effizienzsteigerungen erzielen werden. Wesentliche Faktoren, die zur weiteren Optimierung der Auslastung von Produktionskapazitäten beitragen, werden sein der verstärkte Eintritt in neue Märkte wie die USA, ■ zunehmende industrielle Kooperationen sowie ■ die Verlegung der Produktion in LowCost-Länder. Die Vergleichbarkeit der Produkte aber wird durch diese Entwicklungen noch größer werden. Ein Schlüssel zum Erfolg liegt damit mehr denn je in der besseren Vertriebsorganisation. Diese Herausforderungen verlangen nach einer Organisationsstruktur, die einen klaren Fokus auf das Transportergeschäft ermöglicht. * Der Autor Thomas Hajek ist ehemaliger Nutzfahrzeugvorstand von Fiat Professional Europe. 18/2013

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HANDEL Mehr Segen als Fluch GASTKOMMENTAR – Für wen eignet sich der neue Branchenkontenrahmen SKR51 besonders und worin liegen seine Vorteile? Loco-Soft-Geschäftsführer Ralf Koke gibt Einblicke. er Kfz-Branchenkontenrahmen SKR51 ist weiter auf Erfolgskurs und hält in immer mehr Autohäusern Einzug. Diesen Trend erkennen wir bei unseren Loco-SoftAnwendern wieder. Annähernd 50 Prozent unserer Neukunden starten auch mit dem neuen Branchenkontenrahmen. Besonders für Betriebe mit mehreren Standorten und Marken ist dies ein Segen. Richteten die Buchhalter früher tagelang Buchungstabellen ein, greifen sie heute einfach auf die Standard-Steuerungen des SKR51 zurück. Es müssen lediglich einmal die betrieblichen Eckdaten in der Steuerung festgelegt werden, dann kann es losgehen. Ein Vorgang, der bislang in keinem Fall länger als zwei Stunden dauerte. Und dies bei Betrieben mit bis zu sieben Ralf Koke, Geschäftsführer Loco-Soft Standorten und acht Marken. fordern, bieten sie konsequenterweise auch Schulungen zur SKR51-Philosophie an. Haben die Autohaus-Mitarbeiter erst einmal die SKR51Hintergründe verstanden, überblicken sie auch die Zusammenstellung aus Betriebsstätte, Markenschlüssel, Sachkonto, Kostenstelle, Absatzkanal und Kostenträger. Dann bietet der SKR51 zahlreiche Analysemöglichkeiten, um den eigenen Betrieb zu durchleuchten. Genau dazu ist die Finanzbuchhaltung ja da. Sie soll den Unternehmen den rückwirkenden Blick auf ihre Geschäfte geben. Zeigen, wo sie Geld verdient und wo sie welches verbrannt haben. Daraus können Maßnahmen eingeleitet werden, um sich zu verbessern. So wird die Buchhaltung Vertriebs-GmbH: » Mit dem SKR51 vom notwendigen Übel zum Steuerungsinstruwird die Buchhaltung vom notwendiWichtig und günstig ment für eine erfolgreiche Zukunft. Da der gen Übel zum Steuerungsinstrument Zu Beginn der SKR51-Einführung stellten zu- für eine erfolgreiche Zukunft. SKR51 ein Standard ist, sind eigene Konto- oder « nächst die Buchhaltungs-Enthusiasten um. ZwiKostenstellenkreationen nur schwer möglich. schenzeitlich erkennen immer mehr Autohäuser, Hersteller und Hiermit taten sich anfangs einige Umsteller schwer. Doch bei der Importeure, wie wichtig und günstig es ist, einen einheitlichen kritischen Selbstbetrachtung stellten viele fest, dass nicht jeder Standard als Basis zu nutzen. Denn auch Betriebe mit einem Geschäftsvorfall bis ins Kleinste analysiert werden muss. Denn Standort und einer Marke genießen die Vorzüge des SKR51. Stanwelche unternehmerischen Schlüsse lassen sich daraus ziehen, dardisierte Datenübergaben erleichtern den Abgleich mit dem wie viele 6er Muttern verkauft wurden? Solche Zahlen liefert ja Steuerberater und den Herstellern. Manuelle Datenpflege entfällt, auch die Warenwirtschaft. In jedem Fall sagen wir: Umstellen und dies erspart viel Zeit und Geld. Ferner können besser Erfahlohnt sich! ■ rungen ausgetauscht und weitergegeben werden. Es ist eben immer einfacher, wenn man die gleiche Sprache spricht. Unterschätzen darf man die SKR51-Einführung freilich nicht. Da wir die SKR51-Funktionen unseren Anwendern ohne Mehrkosten zur Verfügung stellen, blicken wir bei den Sachkosten durch eine recht rosige Brille. An Schulung sollte hingegen nicht gespart werden. Wer zum ersten Mal mit einer Kostenstellenbuchhaltung zu tun hat, der muss zunächst den Unterschied zwischen Kostenstelle, Absatzkanal und Kostenträger erlernen. Einige Hersteller und Importeure unterstützen ihre Händler hierbei vorbildlich. Da sie von ihren Partnern den Einsatz des SKR51 DER GASTKOMMENTAR Branchenexperten und Repräsentanten des Kfz-Gewerbes nehmen im AUTOHAUS-Gastkommentar Stellung zu aktuellen Debatten in der Automobilwirtschaft. Heute zeigt Ralf Koke, Geschäftsführer der Loco-Soft Vertriebs GmbH auf, worauf bei der Umstellung auf den neuen Branchenkontenrahmen SKR51 zu achten ist und welche Vorteile ein Umstieg für das Autohaus mit sich bringt. Die Geschäfte im Blick Auch für Händler mit einem Standort und einer Marke interessant: Schon in der Kontenliste ist ersichtlich, auf welche Kostenrechnungsmerkmale sich ein Konto aufteilt. Auch fragwürdige Buchungen, wie in der letzten Zeile, fallen direkt ins Auge. 18/2013 Fotos: Loco-Soft

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Anzeige IFA Kongress 2013 www.ifa-info.de Keynote: Professor Rupert Stadler IFA-Kongress am 17. Oktober 2013 in Nürtingen rofessor Rupert Stadler, Vor­ standsvorsitzender der Audi AG, wird den 14. Tag der Auto­ mobilwirtschaft am 17. Oktober 2013 in Nürtingen mit seinem Gastvortrag zumThema: „Die Weltautomobilindus­ trie vor neuen Herausforderungen“ eröffnen. Weitere Schwerpunkte des IFA­Kongresses sind zwei hochkarätig besetzte Podiumsdiskussionen zu den Themen „Quo vadis Automobilhan­ del – Entwicklungslinien im Automo­ bilhandel“ sowie „Digital oder real – Vertrieb und Service im Jahr 2020“ . Hersteller­ und Händlervertreter so­ wie ausgewiesene Handels­ und Ver­ triebsexperten werden die Perspekti­ ven der Branche vor dem Hintergrund der neuen Herausforderungen des Marktes diskutieren. Der Erfolg der deutschen Automobil­ industrie war in den vergangenen Jahren insbesondere vom übersee­ ischen Auslandsgeschäft getragen, während der europäische Markt nur wenig Freude machte. „Die Absatzbi­ lanz vieler Hersteller ist daher im Hin­ blick auf die wichtigsten Absatzregi­ onen in eine Schieflage geraten. Mit­ tel­ und längerfristig müssen auch aus Europa und vor allem aus dem deutschen Markt wieder Impulse kommen, so Professor Dr. Willi Diez, “ der Initiator und Gastgeber des IFA­ Kongresses. Insofern steht die „Welt­ automobilindustrie vor neuen He­ rausforderungen“ – so auch der Titel des diesjährigen Keynote­Vortrages vom Vorstandsvorsitzenden der Audi AG, Professor Rupert Stadler. Neue Herausforderungen spruchsvolle Anforderungen und Standards der Hersteller. Das Hoffen auf bessere Zeiten ist keine Strategie, eigeninitiiertes Handeln ist gefragt“ , so Professor Dr. Stefan Reindl, der durch das Nachmittagsprogramm des Kongresses führt. Dr. Alexander Martinowsk y, Vor­ standsvorsitzender der österrei­ chischen Wiesenthal­Gruppe und Sprecher der europäischen Automo­ bilhändler, wird hierzu aufzeigen, wo er die Erfolgsfaktoren für den Auto­ mobilhandel der Zukunft sieht. Frank Brecht, Geschäftsführer der Hahn­ Gruppe zeigt ergänzend auf, wie eine traditionsreiche Automobilhandels­ gruppe durch ein konsequentes Re­ strukturierungsprogramm wieder auf die Überholspur gekommen ist. Und schließlich wird Dr. Guido Schacht, Senior Vice President der HypoVer­ einsbank, darstellen, wie eine große und bedeutende Bank die Branchen­ entwicklung in den nächsten Jahren einschätzt. Digital oder real Erfolgsfaktoren im Handel Nach zwei ausgesprochen guten Jah­ ren gerät der Automobilhandel wie­ der in schwierigeres Fahrwasser. „Rückläufige Absatzzahlen und hef­ tige Preiskämpfe machen den Händ­ lern ebenso zu schaffen wie an­ Erstmals beim „ Tag der Automobil­ wirtschaft“ ist Thomas­Werner Zahn dabei. Er ist seit dem 01. September 2012 verantwortlich für Vertrieb und Marketing von VW Deutschland. Er wird zeigen, welche Strategie der Marktführer in den nächsten Jahren verfolgt, um seine Spitzenstellung zu verteidigen und auszubauen. Tho­ mas­Werner Zahn kam 1997 zu Volks­ wagen. Nach Stationen im Control­ ling Shanghai Volkswagen und im Vertrieb Asien­Pazifik folgten ab 2002 zwei Jahre im Sales & Marketing bei FAW­Volkswagen in Changchun. Von 2004 bis 2010 war Zahn in verschie­ denen verantwortlichen Funktionen für die Volkswagen Vertriebsregion Nordwest­Europa im Einsatz. Bis zum 31. August 2012 war Zahn bei Shang­ hai Volkswagen als stellvertretender Managing Director tätig. Kundenzufriedenheit Das Internet dringt immer stärker in die Vertriebs­ und Serviceprozesse der Automobilwirtschaft ein. Viele Prognosen gehen davon aus, dass sich das Mediennutzungsverhalten der „Generation Facebook“ weiter zugunsten digitaler Medien verschie­ ben wird. Das heißt: Der Anteil inter­ netbasierte Kaufentscheidungen wird weiter zunehmen. Vor diesem Hinter­ grund widmet sich ein weiterer Kon­ gressschwerpunkt dem Themenkom­ plex: „Digital oder real: Die Zukunft von Automobilvertrieb und Automo­ bilservice“ Was bedeuten die neuen . Trends für den Automobilvertrieb und den Automobilservice der Zukunft? Wie müssen sich Hersteller und Händler auf diese Veränderungen vor­ bereiten? Und vor allem: Wie können sie den Wandel aktiv nutzen? Zu diesen Themen diskutieren beim 14. Tag der Automobilwirtschaft Rein­ hard Zillessen, Marketingdirektor von Ford Deutschland, Holger Suffel, Lei­ ter Global Service and Parts Opera­ tions bei der Daimler AG, Malte Krü­ ger, Geschäftsführer von mobile.de, Alberto Sanz de Lama, Geschäftsfüh­ rer von AutoScout24, sowie Jens Monsees, Automobilexperte bei Google. Exzellenz und Kompetenz Diese und weitere aktuelle Themen­ felder werden die Professoren Dr. Wil­ li Diez und Dr. Stefan Reindl vom Ins­ titut für Automobilwirtschaft (IFA) mit hochkarätigen Referenten analysie­ ren und diskutieren. Der IFA­Kongress mit jährlich mehr als 500 Teilnehmern dient nicht zuletzt der Vernetzung zwi­ schen akademischen Nachwuchs­ und Führungskräften mit der Bran­ chenpraxis. Sie sind eingeladen, aktiv daran teilzunehmen. Weiterführende Informationen und Anmeldung unter: www.ifa-info.de

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Anzeige www.ifa-info.de IFA Kongress 2013 Institut für Automobilwirtschaft (IFA) Weltautomobilindustrie vor neuen Herausforderungen Digital oder real – Zukunftsstrategien in Vertrieb und Service Frank Brecht Geschäftsführer Hahn Automobile GmbH + Co. KG Professor Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstands AUDI AG Keynote Malte Krüger Managing Director mobile.international GmbH Dr. Alexander Martinowsky Vorstand Wiesenthal & Co AG Jens Monsees Industry Leader Automotive Google Germany GmbH Alberto Sanz de Lama Geschäftsführer AutoScout24 GmbH Dr. Guido Schacht Senior Vice President HypoVereinsbank UniCredit Bank AG Holger Suffel Leiter Global Service and Parts Operations Daimler AG Thomas-Werner Zahn Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland Volkswagen AG Reinhard Zillessen Direktor Marketing Ford-Werke GmbH Vorabendveranstaltung Mittwoch, 16. Oktober 2013 ab 20:00 Uhr | Kreuzkirche | Nürtingen Networking | Business Talk Ihre Gastgeber: IFA business talk 14. Tag der Automobilwirtschaft Donnerstag, 17. Oktober 2013 09:00 bis 16:30 Uhr | K3N Kongresszentrum | Nürtingen Fachvorträge | Statements | Diskussionspanels Keynotes von: IFA Kongress Wolfgang Linsenmaier Geschäftsführer DEKRA Automobil GmbH Dr. Ralf Hofmann Vorsitzender der Geschäftsführung MHP GmbH Klaus Zellmer Vorsitzender der Geschäftsführung Porsche Deutschland GmbH Professor Rupert Stadler Vorsitzender des Vorstandes AUDI AG Thomas-Werner Zahn Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland Volkswagen AG Lounge-Musik und Unterhaltungsprogramm Flying Buffet auf schwäbische Art Ihre Gastgeber: Prof. Dr. Willi Diez | Prof. Dr. Stefan Reindl Anmeldung | weiterführende Informationen: www.ifa-info.de www.ifa-info.de 16. und 17. Oktober 2013

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FINANCIAL SERVICES Neue Leistungen mit – Der Finanzdienstleister ist 2013gehtdrei neuen Produkten an den Start gegangen. Es um AKF BANK Einkauf, Garantie und Factoring. VON DANIELA KOHNEN LESEN SIE HIER... ... was die neuen Leistungen für die Händler beinhalten und in welchen Bereichen der Finanzdienstleister neue Kooperationspartner sucht. achstum und Erweiterungen in Zeiten eines unruhigen Auto­ mobilmarktes: Der Wupper­ taler Finanzdienstleister hat seine Ziele für dieses Jahr in die Tat umgesetzt und seine Händlerunterstützung ausgebaut. So wurden die neuen auf den Markt gebrachten Dienstleistungen erst kürzlich auf der IAA vorgestellt. Dazu zählen nicht nur ein neues Einkaufsprodukt, sondern auch eine Gebrauchtwagen­Anschluss­ garantie und das Factoring. Insgesamt erleichtert die akf Bank den Händlern damit den Einkauf von Neu­ und Ge­ brauchtfahrzeugen, ermöglicht mit der Garantieleistung eine stärkere Bindung des Kunden an das Autohaus und trägt dazu bei, dass der Handel gestärkt aus dem Werkstattgeschäft hervorgehen und dieses intensivieren kann. „akf start“ ermöglicht eine Einkaufskre­ ditlinie bis zu einem Wert von 150.000 Euro mit einem ratingunabhängigen Fest­ zinssatz. Für die Bonitätsprüfung ist nach Angaben des Finanzdienstleisters ledig­ lich eine Bank­ sowie Creditreform­ auskunft notwendig. Laut Bickel gibt es vom Handel positive Signale zur neuen Einkaufskreditlinie. Das belegt nach Aussage des Leiters Ver­ trieb Kfz­Händlergeschäft auch die starke Nachfrage. So wird Bickel zufolge „akf start“ bereits von mehr als 30 Prozent der neu gewonnenen Händler genutzt. Der Handel habe zudem die Möglich­ keit, nach der sechsmonatigen Testphase mit dem Produkt zu wachsen und auf die klassischen Einkaufsfinanzierungspro­ dukte umzusteigen. Engerer Kundenkontakt Neue Einkaufskreditlinie „Die Einkaufsfinanzierung hat für uns seit jeher einen hohen Stellenwert. Mit der neuen Einkaufskredit­ linie ‚akf start‘, die seit Sommer auf dem Markt ist, wollen wir unsere Händler auch weiterhin zufrieden stellen“, sagt Rainer Bickel, Leiter Vertrieb Kfz­Händler­ geschäft der akf Bank. Diese sollen durch zu­ sätzliche Liquidität mehr Spielraum zum Handeln erhalten, ihre Wettbe­ werbsposition verbes­ sern und sich vor Risi­ ken schützen können. 36 Seit Herbst haben Händler zusätzlich die Möglichkeit, eine Anschlussgarantie für Gebrauchtwagen im Autohaus einzuset­ zen, um die Kundenbindung zu intensi­ vieren und den Autokäufern eine zusätz­ liche Sicherheit zu bieten. Die Garantie ist fünf Jahre gültig und umfasst eine GAP­ Versicherung für den finanziellen Schutz nach einem Diebstahl oder einem Total­ schaden des Fahrzeugs. der Ernst Factoring GmbH in Hamburg erweitert und sind mit dem neuen Toch­ terunternehmen in den Markt für Facto­ ring eingestiegen.“ Es ist geplant, zunächst mit einem Fac­ toringangebot zur zügigen Begleichung von Rechnungen für Unfallreparaturen zu starten. Damit soll künftig sichergestellt werden, dass Händler nicht mehr drei bis vier Wochen warten müssen, bis die finanziellen Rückflüsse durch die Versi­ cherung erfolgen, sondern nur noch 72 Stunden. Gerade in Zeiten, in denen der Branche nur begrenzt Kreditlinien einge­ räumt werden, rechnet der Finanzdienst­ leister dank Factoring mit weiteren gro­ ßen Chancen für den Handel. Neue Kooperationspartner Factoringleistung Eine komplett neue Leistung bietet der Fi­ nanzdienstleister dem Handel seit Anfang des Jahres mit dem Facto­ ring an. Bickel: „Wir haben unser Angebot durch die Übernahme Laut Rainer Bickel wird „akf start“ bereits von mehr als 30 Prozent der neu gewonnenen Händler genutzt. In den nächsten Jahren setzt man in Wup­ pertal neben den bestehenden exklusiven Partnerschaften mit den Premiumpart­ nern Aston Martin und McLaren auf weitere Kooperationen – nicht nur mit Importeuren, sondern auch mit Händler­ verbänden oder auf Produktebene. „Wir wollen künftig mit weiteren Part­ nern zusammenarbeiten und verhandeln derzeit mit verschiedenen Importeuren. Auch mit Händlerverbänden streben wir Kooperationen auf Augenhöhe an“, erklärt Bickel und ergänzt abschließend: „Auf Produktebene, wie beispielsweise bei Ver­ sicherungen, sind wir zudem ebenfalls an neuen Partnerschaften interessiert.“ ■ 18/2013 Foto: akf Bank; Fotolia/VRD

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DER MARKT FÜR SPOT REPAIR WÄCHST Werden Sie Partner von MPS Micropaint! Hohe Gewinnmargen, geringe Investitionskosten, eine MPS Micropaint. bessere Auslastung Ihres Betriebes - all das bietet Ihnen Als Spezialist für Spot-Repair an Fahrzeugen können Sie Sie unsere 20jährige Erfahrung für Lack-Reparatur. Das Sie Ihr neues, lukratives Geschäftsfeld auf. Wir beraten und unterstützen Sie bei der Errichtung Ihres neuen Promens. MPS Micropaint Verfahren ist weltweit anerkannt. Bauen als Lackierer, Auto-Händler, KfZ-Aufbereiter, Leasing Gesellschaft oder Flottenmanger profitieren: nutzen fitcenters oder bei der Gründung Ihres eigenen Unterneh- Ihre Vorteile als MPS Micropaint Partner: • Bessere Auslastung Ihres Unternehmens • Geringe Investitionskosten • Werden Sie Teil eines starken Netzwerkes • Schnell zusätzlichen Gewinn erwirtschaften n Sie uns an! Spreche inen ren wir e ern vereinba G rtermin nlosen Vorfüh koste ntrale. in unserer Ze MPS Micropaint Deutschland GmbH • Am Landhagen 16 • 59302 Oelde Nähere Infos unter Telefon: 02522 8309717 oder E-Mail: dpoettker@mpsmicropaint.com www.mpsmicropaint.com

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FINANCIAL SERVICES Zweimal auf dem Treppchen – Die Mercedes-Benz Bank konnte den Wettbewerb in den beiden Kategorien „Deutsche Premiumfabrikate“ SIEGERSERIE BANKENMONITOR 2013, TEIL 3 und „Nischenfabrikate“ für sich entscheiden. LESEN SIE HIER... ... welches die Stärken des Finanzdienstleisters sind und in welchen Bereichen sich dieser im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnte. VON DANIELA KOHNEN leich zwei Auszeichnungen konnte der Stuttgarter Finanzdienstleister beim diesjährigen AUTOHAUS-BankenMonitor mit nach Hause nehmen, denn die Mercedes-Benz Bank ging in den beiden Kategorien „Deutsche Premiumfabrikate“ und „Nischenfabrikate“ wie im Vorjahr als beste Autobank hervor. In der Gesamtwertung aller Autobanken kam der Finanzdienstleister auf die Plätze drei (Smart) und vier (Mercedes-Benz). Im Premiumsegment erhielt der Finanzdienstleister von den Händlern eine Gesamtbewertung von 1,97 und im Nischenbereich für die Marke Smart die Note 1,94. Damit schnitten die Stuttgarter im direkten Vergleich mit den PremiumKonkurrenten deutlich besser ab, denn BMW Financial Services kam lediglich auf eine Note von 2,16 und die Audi Bank auf eine 2,44. Betrachtet man die Zahlen aus dem vergangenen Jahr, wird deutlich, dass sich nur die Mercedes-Benz Bank auf dem hohen Niveau halten konnte (2012: Note 1,95): Für BMW Financial Services vergaben die Händler 2012 eine 2,09 und für die Audi Bank eine 2,17. Bei den Nischenfabrikaten holte der Konkurrent Land Rover mit einer Note von 2,13 als Einziger leicht auf, wurde den Stuttgartern aber nicht wirklich gefährlich. Zum ersten Mal war in der Kategorie zudem die Marke Porsche vertreten (Note: 2,25). Mini bewerteten die Händler mit einer 2,29. Im Vorjahr kam die MercedesBenz Bank für Smart auf eine 1,96, Land Rover auf eine 2,38 und Mini auf eine 2,06. Mit der Herstellerbank realisierten die Händler für die Marke Mercedes-Benz ein 38 Grund zur Freude: Die Mercedes-Benz Bank erzielte auch in diesem Jahr wieder Bestnoten in den Kategorien „Deutsche Premiumfabrikate“ und „Nischenfabrikate“. Im Bild (Mitte) Benedikt Schell, Mitglied der Geschäftsführung, Sales & Marketing. Finanzierungsvolumen von 81 Prozent und für die Marke Smart ein Volumen von 82 Prozent. die Schnelligkeit der Auszahlung (Note 1,58). Erfolge als Premiumfabrikat Erfolge als Nischenfabrikat Als Stärken in diesem Jahr erwiesen sich im Vergleich zu den anderen Herstellerbanken die Konditionen und Produktangebote bei der Einkaufsfinanzierung für Neuwagen. Diese wurden vom Handel mit einem Plus von 0,69 Notenpunkten bzw. einem Plus von 0,68 honoriert. Auch das Provisionssystem bei der Gebrauchtwagenfinanzierung verzeichnete positive Werte und kam im Vergleich zu den anderen Herstellerbanken auf ein Plus von 0,66 Notenpunkten. Fortschritte sahen die Händler im Vergleich zu 2012 besonders bei der Ankaufspolitik von Neuwagen (Plus von 0,44) sowie bei der Schnelligkeit der Anfragebearbeitung (Plus von 0,25). Die besten Noten gab es für die fachliche Kompetenz (Note 1,34), die Dauer der Auszahlung nach Vertragsabschluss (Note 1,51) und Als starke Bereiche identifizierte der Handel in diesem Jahr bei den Nischenfabrikaten die Konditionen der Einkaufsfinanzierung für Neu- (Plus von 0,78 Notenpunkten) und Gebrauchtwagen (Plus von 0,80), die Produktangebote beim Leasing (Plus von 0,77) und die Produktangebote bei der Absatzfinanzierung für Gebrauchtwagen (Plus von 0,76). Im Vergleich zum letzten Jahr stellten die Händler bei der Autobank besondere Fortschritte im Gebrauchtwagengeschäft bei den Konditionen der Absatzfinanzierung (Plus von 0,79) und bei der Ankaufspolitik (Plus von 0,64) fest. Die beste Note wurde für die Vertragsverwaltung vergeben, die eine Note von 1,53 erhielt. Ähnlich positive Werte erzielte der Finanzdienstleister für die Produktangebote beim Leasing (Note 1,60) und bei der Absatzfinanzierung für Neuwagen 18/2013 Fotos: Jörg Schwieder/AUTOHAUS; Grafiken: AUTOHAUS BankenMonitor 2013

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FINANCIAL SERVICES EINK AUFSFINANZIERUNG DEUTSCHER PREMIUMFABRIK ATE Wie zufrieden sind Sie bezüglich dieser Aspekte mit Ihrer Herstellerbank? Zufriedenheit mit der Herstellerbank im Bereich Einkaufsfinanzierung hinsichtlich… (Schulnotenskala: 1= sehr gut bis 6 = ungenügend) Marke Produkt­ Produkt­ Konditionen Konditionen Auszahlung angebote angebote NW GW EKF NW GW Mercedes­Benz (n=40) 1,71 1,91 2,09 2,33 1,58 BMW (n=40) 2,32 2,21 2,68 2,72 1,70 Audi (n=40) 2,39 2,65 2,67 2,84 2,15 MERCEDES-BENZ BANK 1. Sieger in der Kategorie „Deutsche Premi­ umfabrikate“ und „Nischenfabrikate“ 2. Stärken 2013 für Premiumfabrikat: Kon­ ditionen und Produktangebote bei der Einkaufsfinanzierung für Neuwagen und Provisionssystem bei der Gebrauchtwa­ genfinanzierung ditionen bei der Einkaufsfinanzierung für Neu­ und Gebrauchtwagen sowie Produkt­ angebote beim Leasing und bei der Ab­ satzfinanzierung für Gebrauchtwagen 3. Stärken 2013 für Nischenfabrikat: Kon­ EINK AUFSFINANZIERUNG NISCHENFABRIK ATE Wie zufrieden sind Sie bezüglich dieser Aspekte mit Ihrer Herstellerbank? Zufriedenheit mit der Herstellerbank im Bereich Einkaufsfinanzierung hinsichtlich… (Schulnotenskala: 1= sehr gut bis 6 = ungenügend) Marke Produkt­ Produkt­ Konditionen Konditionen Auszahlung angebote angebote NW GW EKF NW GW smart (n=15) 1,80 1,89 2,00 2,11 1,60 Land Rover* (n=12) 2,64 2,80 3,82 3,82 1,90 Porsche (n=15) * * * * * Mini (n=15) 1,91 1,67 2,25 2,27 2,00 * Niedrige Basis Gute Noten: Bei der Einkaufsfinanzierung konnte die Mercedes-Benz Bank mit ihrem Premiumfabrikat 2013 u. a. gute Noten bei den Produktangeboten und Konditionen für Neuwagen erzielen. In der Kategorie „Nischenfabrikate“ schnitt der Finanzdienstleister 2013 besonders bei den Konditionen für Neu- und Gebrauchtwagen gut ab. (Note 1,60) sowie bei der Schnelligkeit der Auszahlung (Note 1,60). Benedikt Schell, Mitglied der Geschäftsführung, Sales & Marketing, bei der Mercedes-Benz Bank, freute sich über die beiden Auszeichnungen: „Was uns umtreibt, ist quasi eine Händlerpartnerschaft 2.0 – wir wollen die Kompetenz und Tiefe unseres Außendienstes so beibehalten und neue Technologien nutzen, um dann mit dem Kunden kommunizieren zu können, wann er es wünscht.“ ■ G U T K A L K U L I E R E N U N D K R Ä F T I G P R O F I T I E R E N. Zusatzrendite ohne Zusatzaufwand: Sie wechseln – wir wuchten. Das Auswuchten der Kundenräder in unseren RäderHotels ist deutlich rentabler. Verkauf ohne Mühe: 9 von 10 Autofahrern begrüßen die kostenpflichtige Zusatzleistung Wuchten bei der Rädereinlagerung.* Autohäuser ohne Stress: Sie verkaufen Ihren Kunden gewuchtete Räder. Wir führen die Arbeiten im RäderHotel® aus. Sie bieten mehr Service bei weniger Belastung. *Aus unserer repräsentativen Befragung von 1.000 Autofahrern Wuchtens. Vom Wert des 4WHEELS® SERVICE + LOGISTIK GmbH Kaistraße 6 40221 Düsseldorf +49 (0) 211 - 90 60 90 info@4wheels.de www.4wheels-wuchten.de

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HANDEL Impulse von der Ostsee AUTOHAUS SOMMERAKADEMIE Die 22. Ausgabe der AUTOHAUS Sommer–traumhafter Kulisse boten die Referenten akademie fand in Travemünde statt. In wieder zahlreiche Impulse für den Handelsalltag. VON PROF. HANNES BRACHAT LESEN SIE HIER... ... welche die wichtigsten Thesen auf der AUTOHAUS Sommerakademie waren. ravemünde ist das älteste und traditionsreichste Seebad Deutschlands. Hier fand vom 28. bis 30. August im Hotel A-Rosa die AUTOHAUS SommerAkademie 2013 statt. Automobile Vertriebsszenarien, vor allem der Online-Neuwagenverkauf, Datenvernetzungen, Leadpotenziale, E-Commerce im GW-Markt, das Wirken von „autohaus24“, die GVO-Vertriebsveränderungen zum 1.6.2013, Mobilitätskonzepte, die Wandlungen im Aftermarket, speziell Zubehör, Reifen, Autowäsche, die Servicevermark- tung im Internet, Highlights aus Bilanzbesprechungen – das waren die thematischen Schwerpunkte des Branchenforums. Highlight der Abendveranstaltung im In-Lokal „Fischerman‘s“ zu Travemünde war die VIP-Rede von Siegfried Ernst, Ford-Händler, Top 50-Händler in Deutschland, zum Thema: „Wie? 140 Neuwagen an 2½ Tagen auf einer Regionalmesse verkaufen?!“ Wie gelingt das? Ernst: „Die Auto-Regionalmesse Freiburg existiert seit 28 Jahren. Sie ist für uns Ende Februar stets der Verkaufsmaßstab für das jeweilige Jahr. Auf 1.500 qm und mit 60 beteiligten Mitarbeitern, darunter 20 Auszubildenden, haben wir unseren Auftritt von Jahr zu Jahr professioneller entwi- ckelt. Heute stehen 20 voll ausgestattete Verkäuferarbeitsplätze auf dem Messestand zur Verfügung. Von den 140 verkauften Fahrzeugen 2013 waren 24 Nutzfahrzeuge.“ Wie kann man ein Branchenforum farbiger eröffnen als im „Schatten“ von Lübeck mit einer Marzipantorte edelster Art? Autoscout24 feiert 2013 sein 15-jähriges Firmenjubiläum. Deutschland-Chef Peter Lorenzen und AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat feierten dies mit den Forumsteilnehmern beim „Torten-Sharing“ am Eröffnungsabend. Ein Dank dem langjährigen Sponsor! Ein Blick in den großflächigen und top ausgestatteten Forumsraum gibt einen Eindruck der Live-Veranstaltung. 18/2013 Fotos: Brachat/AUTOHAUS 1 Ford-Händler Siegfried Ernst, der Deutsche Meister im regionalen Messeverkauf, bei seiner Rede im In-Lokal „Fischerman‘s“ zu Travemünde 2 Peter Lorenzen, Deutschland-Chef von Autoscout24 (r.), zusammen mit Prof. Hannes Brachat beim „Torten-Sharing“ anlässlich des 15-jährigen Firmenjubiläums 3 Ein Blick in den stilvollen und top ausgestatteten Forumsraum der AUTOHAUS Sommerakademie 4 Die Referenten, von rechts: Peter Lorenzen (Autoscout24), Gerd Heinemann (BBE), Klaus Jürgensen (TÜV Nord), Arne Bücher (abc 2.0), Barbara Lux-Krönig (RAW & Partner), Dr. Konrad Weßner (Puls Marktforschung), Prof. Dr. Wilfried Leven (leven). Nicht im Bild: Constanze Jakob (Autohaus24), Stefan N. Quary (Dürkop) und Prof. Hannes Brachat (AUTOHAUS).

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HANDEL Das Hotel A-Rosa in Travemünde im nächtlichen Charme Einige Referentenaussagen in Kürze: ■ Nach Meinung von Klaus Jürgensen, Bereichsleiter Vertrieb bei TÜV Nord Mobilität, tritt Autoscout24 mit den größten Chancen auf, sich als Standardportal für Werkstattleistungen zu platzieren. ■ Dr. Konrad Weßner, Inhaber und Geschäftsführer von Puls: „Machen Sie aus Ihrem Internetauftritt eine Internetmarke und bauen Sie Ihr Digitalgeschäft systematisch aus.“ ■ Peter Lorenzen, Deutschlandchef von Autoscout24, zum neuen „Sterne-Bewertungsportal“ von Scout: „Die 5 Ster- ne eines Hotels sind das eine. 5 Sterne bei Google etwas anderes. Der Kunde sucht Vertrauen, und das findet er dort. Und das wollen wir im Interesse des Gewerbes.“ Gerd Heinemann, Geschäftsführer BBE Automotive: „Bei einem Zubehörmarkt von jährlich 2,8 Mrd. Euro muss man die Frage stellen, weshalb im Gebrauchtwagenverkauf in 80 Prozent der Fälle keine Zubehörofferte angedient wird?“ Prof. Dr. Wilfried Leven zeigte am Beispiel von „ZertiCars“ Deutschlands erstes Online-Versandhaus auf. Stefan Quary, Sprecher der Geschäftsführung Dürkop Automobile, stellte beim Thema „Vernetztes Autohaus“ dar, wie das Nutzerverhalten des Kunden geschäftlich besser umgesetzt werden kann. Alle Macht den Daten! In der Hand des Handels. ■ Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei RAW & Partner präsentierte Highlights aus Bilanzbesprechungen. ■ Arne Bücher „Diebstahl im Autohaus“ und Constanze Jakob, Leitung Einkauf und Händlermanagement bei „Autohaus24“ stellte den Online-Neuwagenvertrieb aus dem Verbund Sixt und AutoBild vor. Dahinter stehen 500 Partnerhändler, markengebundene wie freie, auch Leasinggesellschaften u. a. Seit 2009 ist diese Börse am Markt und vermittelt pro Jahr 25.000 Einheiten. ■ AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat im Rahmen seiner ServiceAusführungen: „Sie werden bei keinem Händler im Internet eine werbliche Darstellung zum Thema Dialogannahme finden. Wie will man künftig Service-Preise online verkaufen, wenn man die zugehörige Leistung nicht angemessen darstellt?“ Das gute Wetter, die heile Welt im einmaligen Hotel A-Rosa, die großen Schiffe, die malerische Küstenlandschaft – einmalige Impressionen. Brachat dankte abschließend seinen Co-Referenten sowie den Sponsoren TÜV Nord, Autoscout24 und der Bank Deutsches Kfz-Gewerbe. Auf ein Wiedersehen 2014: Am Bodensee!? ■

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G R O S S K U N D E N Themen ❘ Aktuelle Entwicklungen und Trends im Großkundengeschäft ❘ Prozesse im Großkundengeschäft – das Netzwerk der F+SC ❘ Mit Strategie und Überzeugung erfolgreich akquirieren ❘ Ansprache von gewerblichen Kunden und Datenschutz ❘ Remarketing im Großkundengeschäft ❘ Fuhrparkmanagement-Unternehmen: Kooperieren oder ignorieren? ❘ Ansprüche der Flottenkunden an Handel und Hersteller ❘ Der Fuhrparkleiter im Fokus ❘ Green Fleets – Vertriebschance oder Modewort ❘ Ein Blick in die Zukunft – Großkundengeschäft 2015 Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung unter www.autohaus.de/akademie

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K O N G R E S S 2013 2. AUTOHAUS Großkundenkongress Strategien für ein erfolgreiches Großkundengeschäft Screen © vichie81 | Puzzle © vege | Auto © Kzenon Glühbirne © Sergey Nivens | fotolia.com Großkunden spielen im Autohaus eine immer bedeutendere Rolle. Die individuelle Betreuung von Flottenkunden, das Erkennen der besonderen Ansprüche von Großkunden sowie die optimale Erfüllung der Bedürfnisse sichern langfristig eine gute Geschäftsbeziehung. Der Kongress widmet sich den Trends, Entwicklungen und Besonderheiten des Großkundengeschäfts im Autohaus. Sie erfahren von Experten aus Industrie, Handel und Flotte, wie Sie Ihr Großkundengeschäft professionell und erfolgreich gestalten, damit Ihren Marktanteil ausbauen und so der Konkurrenz einen Schritt voraus sind! 7. November 2013, Hotel Dolce Bad Nauheim

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MARKT Erholungspause – Die Regenerierung des Neuwagenmarkts hat sich im August NEUZULASSUNGEN nicht fortgesetzt. Der Sommermonat schließt mit 12.000 Autos weniger als der Vorjahreszeitraum. VON RALPH M. MEUNZEL ass der August 2013 einen Arbeitstag weniger hatte als der im vergangenen Jahr, reicht als Begründung des Marktrückgangs leider nicht aus. Die Kunden sind anscheinend weiterhin verunsichert und halten sich bei neuen Autos zurück – was man bei den Secondhand-Fahrzeugen kumuliert glücklicherweise nicht sagen kann (+2,3 %). Der VDA sieht inzwischen Anzeichen einer Erholung, im Berichtsmonat war davon allerdings noch nichts zu spüren. Das Minus beträgt über fünf Prozent. Kumuliert fehlen jetzt knapp 140.000 Fahrzeuge (-6,6 %) zum Vorjahr. Während sich die taktischen Zulassungen (Handel, Hersteller und Rental) einiMODELLE: DIE TOP 50 IN DEUTSCHLAND Platzierung 2013 Aug 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Typ 8/2013 Einh. MA% 15.391 6.052 5.538 5.017 4.472 4.440 4.207 4.133 3.960 3.914 3.904 3.848 3.611 3.334 3.323 3.211 3.018 3.010 2.710 2.690 2.661 2.635 2.560 2.510 2.456 1-8/2013 Einh. MA% 7,74 1,98 2,38 2,34 1,76 1,78 1,72 2,47 1,81 1,64 1,63 1,52 1,66 1,74 1,42 1,48 1,33 1,94 1,55 1,00 1,21 1,45 1,40 1,04 1,56 Top Modell des Monats: Der Opel Corsa verpasst knapp die TopTen aller Modelle und schiebt sich von Platz 17 auf 11 (sieheTabelle unten). germaßen auf dem Niveau von 2012 bewegen, haben der Privatmarkt und das Geschäft mit den relevanten Flotten im August verloren (Zulassungen nach Sparten siehe Seite 47; alle Neuzulassungen nach Marken siehe Seite 46). Im deutschen Markenvergleich glänzen BMW (11,6 %) und Mini (32,2 %). Mercedes-Benz verbessert sich im August um 6,6 Prozent und liegt bei den Privatzulassungen auf Position 2 hinter Volkswagen, auf Platz 3 folgen Renault/Dacia. Ford legt um 4,3 Prozent zu. Der Branchenführer muss kräftig Federn lassen: Der Einbruch von 16,7 Prozent ist laut VW hauptsächlich dem schweren Hagelsturm in Wolfsburg Ende Juli geschuldet. Dabei wurden Tausende auslieferungsfertige Wagen beschädigt. Auch für Opel lief es wieder schlechter (-11,2 %). Bei Porsche liegt das Minus bei 13,9 Prozent. Der Audi-Absatz ist um 4,3 Prozent gesunken. Skoda (Importmarke Nummer eins) verzeichnet einen Rückgang von 2,3 Prozent. Bei Renault (plus 1,3 %) und Hyundai (plus 2,8 %) geht es leicht aufwärts. Seat legt weiter deutlich zu (plus 11,6 %). Besser als der Markt entwickelten sich die asiatischen Marken Toyota (plus 6,8 %) und Kia (plus 5,8 %). Die PSA-Marken Peugeot (minus 27 %) und Citroen (minus 25,7 %) verlieren hingegen deutlich. Dies ist teilweise auch einem Streik in Frankreich geschuldet. ■ Platzierung 2013 Aug 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 8/2013 Einh. MA% 2.450 2.387 2.376 2.242 2.109 1.841 1.803 1.750 1.743 1.736 1.672 1.666 1.656 1.598 1.556 1.531 1.488 1.461 1.442 1.426 1.415 1.403 1.394 1.331 1.329 1,14 1,12 1,11 1,05 0,99 0,86 0,84 0,82 0,81 0,81 0,78 0,78 0,77 0,75 0,73 0,72 0,70 0,68 0,67 0,67 0,66 0,66 0,65 0,62 0,62 1-8/2013 Einh. MA% 18.241 17.667 18.973 18.736 16.904 15.783 19.503 15.392 9.940 10.209 13.876 12.269 22.545 11.688 12.653 13.884 12.417 14.575 14.341 11.685 12.067 11.415 8.515 11.207 13.194 0,93 0,90 0,96 0,95 0,86 0,80 0,99 0,78 0,50 0,52 0,70 0,62 1,14 0,59 0,64 0,70 0,63 0,74 0,73 0,59 0,61 0,58 0,43 0,57 0,67 Jul kum. 1 1 VW Golf, Jetta 7 5 Audi A3 4 3 BMW 3er-Reihe 3 4 VW Polo 14 9 Mercedes A-Klasse 9 8 Mercedes C-Klasse 16 11 Audi A4 2 2 VW Passat 12 7 BMW 1er-Reihe 5 13 Mercedes E-Klasse 17 14 Opel Corsa 21 17 BMW 5er-Reihe 10 12 Mercedes B-Klasse 8 10 Opel Astra 15 20 Audi A6, A7 18 18 Skoda Octavia 23 22 Skoda Fabia 6 6 VW Tiguan 13 16 Ford Focus 25 26 Seat Altea, Toledo, Leon 22 23 Mini 19 19 Ford Fiesta 20 21 VW Up 28 25 Seat Ibiza, Cordoba 11 15 VW Touran 7,19 152.499 2,83 39.035 2,59 46.938 2,34 46.192 2,09 34.679 2,07 35.000 1,97 33.814 1,93 48.617 1,85 35.714 1,83 32.357 1,82 32.173 1,80 29.997 1,69 32.689 1,56 34.208 1,55 27.924 1,50 29.122 1,41 26.153 1,41 38.226 1,27 30.590 1,26 19.753 1,24 23.890 1,23 28.597 1,20 27.613 1,17 20.581 1,15 30.764 Jul kum. 30 30 Fiat 500 27 32 Audi Q3 24 28 VW Caddy 31 29 Audi A1 35 33 Nissan Qashqai 42 34 BMW X1 32 27 Hyundai I 30 34 35 Ford C-Max 64 62 Mazda CX-5 53 60 Hyundai I 20 68 43 Renault Clio 44 50 Dacia Sandero 29 24 VW Transporter, Caravelle 59 54 Toyota Auris 49 47 VW (New) Beetle 36 42 Renault Megane 54 49 Hyundai IX 35 33 37 Audi Q5 50 39 Skoda Yeti 37 55 Renault Scenic 43 52 Ford B-Max 70 56 Mercedes GLK-Klasse 63 70 Ford Transit 67 57 Peugeot 208 39 45 Toyota Yaris 18/2013 Foto: Opel

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MARKT NEUZULASSUNGSMARKT DEUTSCHLAND 2013 400 350 2012 300 250 200 150 Jan. 2013 192.090 2012 210.195 2011 211.056 2010 181.189 Feb. 200.683 224.318 224.426 194.846 März 339.123 327.921 294.375 April 274.066 266.251 259.414 Mai 261.316 289.977 304.543 249.708 Juni 296.722 288.382 289.259 Juli Aug. 214.044 250.082 280.689 259.748 259.529 258.253 256.775 259.846 269.144 262.262 204.331 244.501 230.371 237.561 200.885 Sept. Okt. Nov. Dez. gesamt 1.969.820 3.082.504 3.173.634 2.916.260 281.184 284.444 282.913 253.146 260.907 237.428 ◀ Jetzt sind die Ferien AUTOHAUS-Prognose für 9/2013 240.000 (-4,03 % ggü. Vorjahresmonat) in allen Bundesländern vorbei und die Familien – natürlich nicht nur diese – können wieder anfangen, Autos zu kaufen. Die Neuzulassungen liegen derzeit unter den Vorjahreswerten. 2011 2013 2010 ▼ Tops und Flops 247.860 226.455 -8,61% -10,54% -17,08% +3,79% -9,88% -4,65% +2,13% -5,48% Quelle: KBA Die horizontale Skala zeigt den Marktanteil der Marken im Jahr 2013, die vertikale Skala die Veränderung des Marktanteils im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gewinner sind Marken im oberen Bereich, Verlierer die Marken im unteren Feld. Zu Fiat, Lancia, Jeep und Chrysler s. S. 46 oben. MARKTANTEILE: GEWINNER UND VERLIERER JANUAR BIS AUGUST 2013 MARKTANTEILE: GEWINNER UND VERLIERER JANUAR BIS AUGUST 2013 2,82% 0,15% 30 % 1,55% 0,43% 1,61% 1,99% 3,38% 5,08% 9,65% 0,75% 7,95% 1,21% 8,72% 2,45% 0,21% 0,29% 0,81% 0,92% 0,90% 1,76% 0,92% 1,71% 1,87% 2,45% 3,34% 7,01% 6,62% 21,34% –5 % 0,03% –30 % 0,06% 0,02% 0,05% 0,73% 0,88% 0,12% 0,20 % 1,0 % 2,0 % 5,0 % 10,0 % 18/2013

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MARKT NEUZULASSUNGEN 2013 Zulassungszahlen: Abweichung in % zum Vorjahr August kum. Januar bis August -5,48% -6,59% -7,51% -8,17% -8,27% -4,94% Berechnung der Zulassungszahlen 2012/2013 für die Marken Fiat, Lancia, Jeep und Chrysler: Neuzulassungen Dieselfahrzeuge Allradfahrzeuge Fiat: enthält die klassischen Fiat-Modelle und das Modell Fiat Freemont (ehem. Dodge Journey) Lancia: enthält die klassischen Lancia-Modelle plus Lancia Thema (ehem. Chrysler 300C), Voyager und ggf. Flavia/Chrysler 200 (ehem. Sebring) Jeep: enthält alle ausgewiesenen Jeep-Modelle Chrysler: enthält Restauslieferungen der alten Modelle von Chrysler und Dodge sowie „Chrysler, Jeep / Sonstige Fahrzeuge“ NEUZULASSUNGEN HERSTELLER DEUTSCHLAND 2013 Platzierung Marke 8/13 1-8/13 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 1 2 3 4 5 6 7 9 8 10 11 12 13 15 17 14 18 16 19 22 24 23 26 20 21 25 27 29 28 30 31 32 33 35 34 38 36 39 41 37 40 42 43 44 45 47 48 46 50 51 VW Mercedes Audi BMW Opel Ford Skoda Renault Hyundai Seat Toyota Fiat Kia Nissan Dacia Peugeot Mazda Citroen Mini Chevrolet EU Honda Suzuki Mitsubishi Volvo Smart Porsche Land Rover Jeep Subaru Jaguar Alfa Romeo Lancia Lexus Lada GM Ssangyong Ferrari Iveco Bentley Infiniti Aston Martin Maserati Chrysler Lamborghini Morgan Lotus Wiesmann Rolls Royce Daihatsu Proton Sonstige Summe 8/2013 Einheiten MA % 39.923 18,65 22.543 10,53 21.623 10,10 17.777 8,31 13.839 6,47 13.490 6,30 10.802 5,05 7.686 3,59 7.440 3,48 6.602 3,08 5.786 2,70 4.962 2,32 4.873 2,28 4.270 1,99 4.176 1,95 3.972 1,86 3.680 1,72 3.557 1,66 2.661 1,24 2.186 1,02 2.002 0,94 1.982 0,93 1.430 0,67 1.409 0,66 1.181 0,55 1.087 0,51 643 0,30 603 0,28 397 0,19 323 0,15 291 0,14 130 0,06 117 0,05 88 0,04 64 0,03 64 0,03 44 0,02 42 0,02 35 0,02 27 0,01 26 0,01 26 0,01 17 0,01 11 0,01 9 0,00 8 0,00 3 0,00 2 0,00 0 0,00 0 0,00 135 0,06 214.044 100,00 August 8/2012 Einheiten MA % 47.931 21,17 21.140 9,34 22.605 9,98 15.932 7,04 15.582 6,88 12.937 5,71 11.051 4,88 7.589 3,35 7.237 3,20 5.918 2,61 5.420 2,39 5.009 2,21 4.606 2,03 4.658 2,06 4.618 2,04 5.444 2,40 2.804 1,24 4.787 2,11 2.013 0,89 2.446 1,08 2.625 1,16 2.648 1,17 1.803 0,80 1.955 0,86 2.058 0,91 1.262 0,56 880 0,39 515 0,23 1.180 0,52 173 0,08 486 0,21 193 0,09 213 0,09 137 0,06 61 0,03 43 0,02 51 0,02 46 0,02 35 0,02 48 0,02 29 0,01 22 0,01 35 0,02 3 0,00 15 0,01 5 0,00 12 0,01 6 0,00 83 0,04 0 0,00 106 0,05 226.455 100,00 Abw. in % MA % -16,71 -11,88 6,64 12,82 -4,34 1,20 11,58 18,05 -11,19 -6,04 4,27 10,32 -2,25 3,41 1,28 7,15 2,81 8,77 11,56 18,03 6,75 12,94 -0,94 4,81 5,80 11,93 -8,33 -3,01 -9,57 -4,33 -27,04 -22,81 31,24 38,85 -25,69 -21,39 32,19 39,86 -10,63 -5,45 -23,73 -19,31 -25,15 -20,81 -20,69 -16,09 -27,93 -23,75 -42,61 -39,29 -13,87 -8,87 -26,93 -22,70 17,09 23,88 -66,36 -64,41 86,71 97,53 -40,12 -36,65 -32,64 -28,74 -45,07 -41,89 -35,77 -32,04 4,92 11,00 48,84 57,47 -13,73 -8,72 -8,70 -3,40 0,00 5,80 -43,75 -40,49 -10,34 -5,15 18,18 25,03 -51,43 -48,61 266,67 287,93 -40,00 -36,52 60,00 69,28 -75,00 -73,55 -66,67 -64,73 -100,00 -100,00 0,00 0,00 29,81 37,33 -5,48 0 Januar–August 1-8/2013 1-8/2012 Einheiten MA% Einheiten MA % 420.396 21,34 463.662 190.069 9,65 189.628 171.686 8,72 181.941 156.509 7,95 161.399 138.017 7,01 150.949 130.379 6,62 142.673 100.095 5,08 98.460 65.765 3,34 72.093 66.559 3,38 67.635 55.459 2,82 43.788 48.346 2,45 53.747 48.210 2,45 51.697 39.210 1,99 37.495 34.736 1,76 43.848 31.777 1,61 30.587 36.779 1,87 51.694 30.621 1,55 28.578 33.779 1,71 44.158 23.890 1,21 24.387 17.768 0,90 20.029 15.954 0,81 17.602 17.280 0,88 21.684 14.329 0,73 16.531 18.174 0,92 22.026 18.032 0,92 20.236 14.757 0,75 14.635 8.437 0,43 7.540 4.188 0,21 4.517 5.671 0,29 6.195 2.894 0,15 2.059 2.404 0,12 5.580 1.185 0,06 2.345 1.001 0,05 1.946 674 0,03 986 701 0,04 818 403 0,02 366 575 0,03 629 353 0,02 433 289 0,01 283 406 0,02 730 297 0,02 267 200 0,01 173 172 0,01 299 100 0,01 89 77 0,00 90 43 0,00 44 40 0,00 75 48 0,00 38 2 0,00 800 1 0,00 0 1.083 0,05 1.252 1.969.820 100,00 2.108.716 21,99 8,99 8,63 7,65 7,16 6,77 4,67 3,42 3,21 2,08 2,55 2,45 1,78 2,08 1,45 2,45 1,36 2,09 1,16 0,95 0,83 1,03 0,78 1,04 0,96 0,69 0,36 0,21 0,29 0,10 0,26 0,11 0,09 0,05 0,04 0,02 0,03 0,02 0,01 0,03 0,01 0,01 0,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,04 0,00 0,06 100,00 Abw. in % MA % -9,33 0,23 -5,64 -3,03 -8,57 -8,62 1,66 -8,78 -1,59 26,65 -10,05 -6,75 4,57 -20,78 3,89 -28,85 7,15 -23,50 -2,04 -11,29 -9,36 -20,31 -13,32 -17,49 -10,89 0,83 11,90 -7,28 -8,46 40,55 -56,92 -49,47 -48,56 -31,64 -14,30 10,11 -8,59 -18,48 2,12 -44,38 11,24 15,61 -42,47 12,36 -14,44 -2,27 -46,67 26,32 -99,75 999,99 -11,80 -6,59 -2,94 7,30 1,02 3,81 -2,12 -2,17 8,83 -2,35 5,35 35,58 -3,71 -0,17 11,95 -15,19 11,22 -23,84 14,70 -18,11 4,87 -5,03 -2,97 -14,69 -7,21 -11,67 -4,61 7,94 19,79 -0,75 -2,00 50,46 -53,88 -45,90 -44,93 -26,82 -8,26 17,87 -2,14 -12,73 9,32 -40,46 19,08 23,76 -38,42 20,28 -8,41 4,62 -42,91 35,22 -99,73 999,99 -5,58 0 18/2013

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MARKT Zulassungen nach Sparten im August Dazu gehören u. a.: Bahn/Post, Baugewerbe/Bauhandwerk, Dienstleister, Einzelhandel, Energie/ Wasser, Großhandel, Autovermietungen u. v. m., außerdem Fahrzeuge mit besonderer Nutzung wie z. B. Wohnmobile, Krankenfahrzeuge oder Leichenwagen. Quelle aller Zahlen: KBA TOP 10 REL. FLOTTEN 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 8/2013 VW 8.876 Audi 6.054 BMW 5.717 MB 5.366 Ford 3.388 Opel 2.733 Skoda 2.181 Renault* 1.536 Seat 947 Toyota** 774 Summe 37.572 8/2012 VW 13.548 Audi 8.652 MB 5.690 BMW 5.229 Ford 3.180 Opel 2.909 Skoda 2.316 Renault* 2.011 Peugeot 862 Smart 739 45.136 * mit Dacia ** mit Lexus TOP 10 HANDEL 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 8/2013 VW 6.611 Opel 3.204 MB 3.091 Ford 2.901 Renault* 2.873 Hyundai 2.848 Skoda 2.508 Seat 2.077 Fiat 1.915 Kia 1.784 Summe 29.812 8/2012 Opel 4.952 Ford 3.312 VW 3.250 Skoda 3.049 Hyundai 2.823 Audi 2.626 MB 2.563 Renault* 2.445 BMW 1.953 Fiat 1.928 28.901 * mit Dacia TOP 10 PRIVAT 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 8/2013 VW 13.971 MB 9.695 Renault* 5.920 Audi 5.301 Skoda 5.175 Ford 4.907 BMW 4.805 Opel 3.991 Toyota** 3.476 Hyundai 3.394 Summe 60.635 8/2012 VW 17.641 MB 8.912 Renault* 6.526 Audi 6.232 Skoda 5.066 BMW 4.986 Toyota** 3.849 Hyundai 3.629 Opel 3.544 Seat 3.187 63.572 * mit Dacia ** mit Lexus TOP 10 HERSTELLER 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 8/2013 VW 7.271 Audi 4.829 BMW 2.562 MB 1.805 Opel 853 Skoda 391 Mini 252 Ford 225 Renault* 151 Porsche 136 Summe 18.475 8/2012 VW 7.600 Audi 2.722 MB 2.268 Opel 1.656 BMW 1.588 Ford 1.072 Porsche 188 Seat 162 Renault* 139 Suzuki 133 17.528 * mit Dacia Veränderungen in den Sparten im August: Relevanter Flottenmarkt: -7.823 (-14,92%) Händlerzulassungen: -563 (-1,26%) Vermietfahrzeuge: +832 (+3,64%) Privathalter: -5.824 (-6,61%) Herstellerzulassungen: +967 (+5,26%) ZULASSUNGEN DER HERSTELLER IN DEUTSCHLAND NACH SPARTEN AUGUST 2013 Hersteller Alfa Romeo Audi BMW Mini Chevrolet Jeep/Chrysler Citroen Fiat Ford Honda Hyundai Jaguar Kia Lada Lancia Land Rover Mazda Mercedes Mitsubishi Nissan/Infiniti Opel Peugeot Porsche Renault/Dacia Seat Skoda Smart Subaru Suzuki Toyota/Lexus Volvo Volkswagen Sonstige Gesamt Gesamt 8/2013 291 21.623 17.571 2.661 2.242 620 3.557 4.962 13.454 2.002 7.436 323 4.872 88 119 643 3.680 22.391 1.430 4.295 13.839 3.972 1.087 11.863 6.602 10.802 1.181 397 1.982 5.899 1.409 39.921 830 214.044 Gesamt 8/2012 486 22.605 15.932 2.013 2.444 550 4.787 5.009 12.937 2.625 7.237 173 4.606 137 193 880 2.804 21.140 1.803 4.706 15.582 5.444 1.262 12.207 5.918 11.051 2.058 1.180 2.648 5.633 1.955 47.931 519 226.455 Rel. Flotten 8/2013 19 6.054 5.717 660 134 151 610 504 3.388 131 547 77 483 3 34 196 728 5.366 168 497 2.733 739 349 1.536 947 2.181 259 36 191 774 392 8.876 128 44.608 Anteil in % 6,53 28,00 32,54 24,80 5,98 24,35 17,15 10,16 25,18 6,54 7,36 23,84 9,91 3,41 28,57 30,48 19,78 23,96 11,75 11,57 19,75 18,61 32,11 12,95 14,34 20,19 21,93 9,07 9,64 13,12 27,82 22,23 15,42 20,84 Rel. Anteil Rentals Rentals Hersteller Hersteller Handel Handel Flotten in % 8/2013 8/2012 8/2013 8/2012 8/2013 8/2012 8/2012 50 10,29 2 10 0 4 165 243 8.652 38,27 3.841 2.373 4.829 2.722 1.598 2.626 5.229 32,82 2.911 2.176 2.562 1.588 1.576 1.953 423 21,01 32 47 252 123 415 479 187 7,65 64 197 47 83 1.090 1.362 144 26,18 22 43 0 0 247 127 666 13,91 286 782 134 72 1.250 1.723 517 10,32 161 58 21 30 1.915 1.928 3.180 24,58 2.033 2.857 225 1.072 2.901 3.312 125 4,76 2 2 1 0 882 1.099 656 9,06 635 118 12 11 2.848 2.823 29 16,76 28 35 1 0 158 69 360 7,82 289 190 19 25 1.784 1.443 17 12,41 0 0 0 0 25 27 23 11,92 0 7 0 0 58 123 317 36,02 37 28 2 1 190 227 374 13,34 77 20 6 12 830 624 5.690 26,92 2.434 1.707 1.805 2.268 3.091 2.563 161 8,93 63 6 27 42 338 328 643 13,66 423 435 12 13 1.303 1.502 2.909 18,67 3.058 2.521 853 1.656 3.204 4.952 862 15,83 398 657 9 110 1.582 1.838 435 34,47 9 4 136 188 310 210 2.011 16,47 1.383 1.086 151 139 2.873 2.445 574 9,70 750 425 106 162 2.077 1.570 2.316 20,96 547 523 391 97 2.508 3.049 739 35,91 197 77 16 71 115 155 30 2,54 2 71 0 0 182 722 193 7,29 16 2 19 133 311 382 725 12,87 428 167 89 108 1.132 784 520 26,60 390 364 3 5 301 587 13.548 28,27 3.192 5.892 7.271 7.600 6.611 3.250 126 24,28 6 4 344 41 185 93 52.431 23,15 23.716 22.884 19.343 18.376 44.055 44.618 Privat 8/2013 105 5.301 4.805 1.302 907 200 1.277 2.361 4.907 986 3.394 59 2.297 60 27 218 2.039 9.695 834 2.060 3.991 1.244 283 5.920 2.722 5.175 594 177 1.445 3.476 323 13.971 167 82.322 Privat 8/2012 179 6.232 4.986 941 615 236 1.544 2.476 2.516 1.399 3.629 40 2.588 93 40 307 1.774 8.912 1.266 2.113 3.544 1.977 425 6.526 3.187 5.066 1.016 357 1.938 3.849 479 17.641 255 88.146 18/2013

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MARKT Zulassungen nach Sparten im Januar–August NEUZULASSUNGEN 2013 GESAMT NACH SPARTEN Marktanteile der Sparten (in Klammern: Vorjahreszeitraum) Relevanter Flottenmarkt 21,50% (22,25%) Privatmarkt 38,95% (39,14%) TOP 10 REL. FLOTTEN 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1-8/2013 VW 106.532 Audi 59.643 BMW 51.599 MB 42.935 Ford 28.103 Opel 23.937 Skoda 19.580 Renault* 14.059 Seat 7.364 Toyota** 6.644 Summe 360.396 1-8/2012 VW 121.456 Audi 68.472 BMW 51.207 MB 47.314 Ford 31.588 Opel 27.592 Skoda 22.597 Renault* 17.834 Peugeot 8.334 Volvo 7.097 403.491 * mit Dacia ** mit Lexus TOP 10 HANDEL 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1-8/2013 VW 49.051 Opel 40.315 MB 29.291 Hyundai 25.889 Renault* 22.661 Fiat 20.777 Skoda 20.536 Ford 19.188 BMW 17.913 Seat 17.526 Summe 263.147 1-8/2012 Opel 44.784 VW 38.325 Ford 35.551 Hyundai 27.728 MB 26.057 BMW 24.851 Skoda 20.773 Renault* 20.115 Fiat 19.767 Audi 18.573 276.524 * mit Dacia Rentals 10,37% (10,02%) TOP 10 PRIVAT Hersteller 8,87% (8,80%) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1-8/2013 VW 150.679 MB 79.948 Renault* 51.534 Skoda 50.645 Ford 50.405 Audi 46.271 BMW 45.543 Opel 41.095 Toyota** 29.294 Hyundai 28.010 Summe 573.424 1-8/2012 VW 172.439 MB 80.688 Renault* 55.652 Audi 52.413 Skoda 48.256 BMW 45.706 Opel 43.740 Ford 35.620 Toyota** 35.227 Hyundai 30.376 600.117 * mit Dacia ** mit Lexus TOP 10 HERSTELLER 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1-8/2013 VW 73.152 Audi 29.944 MB 18.403 BMW 17.134 Opel 11.095 Ford 6.684 Skoda 3.069 Mini 2.917 Porsche 2.799 Renault* 1.721 Summe 166.918 1-8/2012 VW 85.038 Audi 26.741 BMW 19.285 MB 17.408 Opel 13.060 Ford 9.305 Porsche 2.473 Skoda 2.067 Mini 2.021 Renault* 1.288 178.686 * mit Dacia Handel 20,32% (19,80%) ZULASSUNGEN DER HERSTELLER IN DEUTSCHLAND NACH SPARTEN JANUAR–AUGUST 2013 Hersteller Gesamt 1-8/13 2.404 171.686 154.748 23.890 18.202 4.360 33.779 48.208 130.044 15.954 66.536 2.894 39.203 674 1.077 8.437 30.621 189.227 14.329 35.047 138.017 36.779 14.757 97.398 55.459 100.095 18.032 5.649 17.280 49.286 18.174 420.362 7.212 1.969.820 Gesamt 1-8/12 5.580 181.941 161.399 24.387 20.008 4.816 44.158 51.695 142.671 17.602 67.635 2.059 37.495 986 2.345 7.540 28.578 189.628 16.531 44.578 150.949 51.694 14.635 102.680 43.788 98.460 20.236 6.195 21.684 55.693 22.026 463.623 5.421 2.108.716 Relevante Flotten 1-8/13 234 59.643 51.599 5.163 1.486 1.047 5.266 4.108 28.103 1.235 5.432 560 3.667 74 273 2.693 4.743 42.935 1.536 3.697 23.937 6.225 4.345 14.059 7.364 19.580 3.304 293 1.277 6.644 5.376 106.532 1.105 423.535 Anteil in % 9,73 34,74 33,34 21,61 8,16 24,01 15,59 8,52 21,61 7,74 8,16 19,35 9,35 10,98 25,35 31,92 15,49 22,69 10,72 10,55 17,34 16,93 29,44 14,43 13,28 19,56 18,32 5,19 7,39 13,48 29,58 25,34 15,32 21,50 ReleAnteil Rentals Rentals Hersteller Herstel- Handel Handel vante in % 2013 2012 2013 ler 2012 2013 2012 Flotten 1-8/12 629 11,27 220 354 22 32 1.115 2.243 68.472 37,63 18.352 15.742 29.944 26.741 17.476 18.573 51.207 31,73 22.559 20.350 17.134 19.285 17.913 24.851 5.084 20,85 1.418 1.611 2.917 2.021 4.237 4.459 1.777 8,88 593 2.546 355 399 8.909 9.171 1.304 27,08 174 205 1 8 1.791 1.278 5.362 12,14 3.047 6.143 1.105 922 13.263 17.056 4.883 9,45 2.792 2.764 335 390 20.777 19.767 31.588 22,14 25.664 30.607 6.684 9.305 19.188 35.551 983 5,58 30 86 44 10 5.699 6.524 5.461 8,07 7.111 3.960 94 110 25.889 27.728 488 23,70 648 282 5 1 1.204 871 3.414 9,11 1.718 1.084 115 81 13.427 13.481 95 9,63 0 0 3 1 123 228 421 17,95 22 128 7 6 534 1.079 2.632 34,91 519 256 26 22 2.570 1.775 3.020 10,57 1.076 1.204 92 42 9.623 8.987 47.314 24,95 18.650 18.161 18.403 17.408 29.291 26.057 1.817 10,99 349 140 246 204 4.532 3.589 4.533 10,17 5.081 6.123 109 111 12.763 12.789 27.592 18,28 21.575 21.773 11.095 13.060 40.315 44.784 8.334 16,12 4.380 7.042 160 1.159 13.973 15.052 4.987 34,08 56 62 2.799 2.473 2.679 2.323 17.834 17,37 7.423 7.791 1.721 1.288 22.661 20.115 5.548 12,67 5.205 2.952 1.187 1.089 17.526 14.842 22.597 22,95 6.265 4.767 3.069 2.067 20.536 20.773 3.647 18,02 1.550 2.059 435 630 1.261 1.609 264 4,26 359 779 4 5 2.443 2.943 1.472 6,79 117 85 225 408 3.535 4.078 6.628 11,90 2.379 2.386 495 701 10.474 10.751 7.097 32,22 3.937 3.350 44 59 3.906 4.664 121.456 26,20 40.948 46.365 73.152 85.038 49.051 38.325 1.269 23,41 95 53 2.601 506 1.510 1.125 469.209 22,25 204.312 211.210 174.628 185.582 400.194 417.441 Privat 2013 813 46.271 45.543 10.155 6.859 1.347 11.098 20.196 50.405 8.946 28.010 477 20.276 474 241 2.629 15.087 79.948 7.666 13.397 41.095 12.041 4.878 51.534 24.177 50.645 11.482 2.550 12.126 29.294 4.911 150.679 1.901 767.151 Privat 2012 2.322 52.413 45.706 11.212 6.115 2.021 14.675 23.891 35.620 9.999 30.376 417 19.435 662 711 2.855 15.325 80.688 10.781 21.022 43.740 20.107 4.790 55.652 19.357 48.256 12.291 2.204 15.641 35.227 6.856 172.439 2.468 825.274 Alfa Romeo Audi BMW Mini Chevrolet Jeep/Chrysler Citroen Fiat Ford Honda Hyundai Jaguar Kia Lada Lancia Land Rover Mazda Mercedes Mitsubishi Nissan/Infiniti Opel Peugeot Porsche Renault/Dacia Seat Skoda Smart Subaru Suzuki Toyota/Lexus Volvo Volkswagen Sonstige Gesamt 18/2013

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MARKT MARKTSEGMENTE IN DEUTSCHLAND Platzierung 8/13 1-8/13 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 2 3 4 5 2 1 3 5 4 6 7 8 10 9 1 2 4 3 5 6 11 7 9 10 1 2 4 3 5 6 7 8 12 10 2 3 4 1 5 6 9 7 8 10 1 2 3 4 5 6 11 8 7 9 2 1 6 3 4 Marke 8/13 Einh. MA % 2.661 14,70 2.560 14,15 2.450 13,54 1.226 6,77 1.181 6,53 1.174 6,49 1.073 5,93 1.019 5,63 718 3,97 693 3,83 3.342 18,47 18.097 100 5.017 15,59 3.904 12,13 3.018 9,38 2.635 8,19 2.510 7,80 2.242 6,96 1.736 5,39 1.672 5,19 1.666 5,18 1.331 4,13 6.459 20,07 32.190 100 15.391 29,94 6.052 11,77 4.472 8,70 3.960 7,70 3.334 6,49 2.710 5,27 2.690 5,23 1.803 3,51 1.598 3,11 1.556 3,03 7.841 15,25 51.407 100,00 5.538 18,76 4.440 15,04 4.207 14,25 4.133 14,00 3.211 10,88 1.301 4,41 1.035 3,51 1.022 3,46 859 2,91 764 2,59 3.016 10,21 29.526 100,00 3.914 31,48 3.848 30,95 3.323 26,73 873 7,02 230 1,85 197 1,58 20 0,16 15 0,12 4 0,03 3 0,02 6 0,05 12.433 100,00 481 26,14 347 18,86 300 16,30 222 12,07 201 10,92 289 15,71 1.840 100,00 August 8/12 Einh. MA % 2.013 10,84 3.432 18,49 1.430 7,70 0 0,00 2.058 11,09 1.298 6,99 1.121 6,04 911 4,91 1.178 6,35 780 4,20 4.343 23,39 18.564 100 5.248 14,97 4.806 13,71 2.834 8,08 2.625 7,49 2.390 6,82 2.490 7,10 1.627 4,64 1.971 5,62 1.183 3,37 1.553 4,43 8.339 23,78 35.066 100 18.111 37,97 3.597 7,54 1.147 2,40 3.457 7,25 4.577 9,60 2.737 5,74 2.076 4,35 1.570 3,29 912 1,91 1.218 2,55 8.292 17,39 47.694 100,00 3.548 10,67 5.621 16,91 5.994 18,03 5.928 17,83 3.293 9,90 1.640 4,93 0 0,00 1.486 4,47 1.338 4,02 386 1,16 4.014 12,07 33.248 100,00 3.064 23,74 3.724 28,86 4.359 33,78 1.193 9,24 354 2,74 109 0,84 5 0,04 40 0,31 33 0,26 7 0,05 17 0,13 12.905 100,00 236 12,86 315 17,17 228 12,43 255 13,90 373 20,33 428 23,32 1.835 100,00 Abw. in % 32,19 -25,41 71,33 – -42,61 -9,55 -4,28 11,86 -39,05 -11,15 -23,05 -2,52 -4,40 -18,77 6,49 0,38 5,02 -9,96 6,70 -15,17 40,83 -14,29 -22,54 -8,20 -15,02 68,25 289,89 14,55 -27,16 -0,99 29,58 14,84 75,22 27,75 -5,44 7,79 56,09 -21,01 -29,81 -30,28 -2,49 -20,67 – -31,22 -35,80 97,93 -24,86 -11,19 27,74 3,33 -23,77 -26,82 -35,03 80,73 300,00 -62,50 -87,88 -57,14 -64,71 -3,66 103,81 10,16 31,58 -12,94 -46,11 -32,48 0,27 Januar bis August 1–8/13 1–8/12 Einh. MA % Einh. MA % 23.890 13,30 24.387 14,39 27.613 15,38 27.643 16,32 18.241 10,16 12.627 7,45 14.128 7,87 0 0,00 18.032 10,04 20.236 11,94 13.952 7,77 14.150 8,35 9.915 5,52 9.770 5,77 9.581 5,34 3.794 2,24 6.621 3,69 10.440 6,16 7.486 4,17 3.333 1,97 30.125 16,77 43.043 25,41 179.584 100 169.423 100 46.192 16,49 55.353 17,11 32.173 11,48 37.883 11,71 26.153 9,34 28.399 8,78 28.597 10,21 33.237 10,27 20.581 7,35 19.508 6,03 18.736 6,69 20.534 6,35 10.209 3,64 10.913 3,37 13.876 4,95 14.994 4,63 12.269 4,38 9.213 2,85 11.207 4,00 6.210 1,92 60.153 21,47 87.320 26,99 280.146 100 323.564 100 152.499 33,03 165.291 36,58 39.035 8,45 30.819 6,82 34.679 7,51 16.546 3,66 35.714 7,74 36.819 8,15 34.208 7,41 47.950 10,61 30.590 6,63 33.742 7,47 19.753 4,28 13.125 2,90 19.503 4,22 20.016 4,43 11.688 2,53 7.523 1,66 12.653 2,74 5.288 1,17 71.395 15,46 74.774 16,55 461.717 100,00 451.893 100,00 46.938 17,47 41.278 13,27 35.000 13,03 48.803 15,69 33.814 12,59 36.563 11,75 48.617 18,10 60.559 19,47 29.122 10,84 32.175 10,34 11.800 4,39 16.109 5,18 7.553 2,81 0 0,00 10.674 3,97 15.346 4,93 8.800 3,28 13.838 4,45 6.390 2,38 3.531 1,14 29.906 11,13 42.870 13,78 268.614 100,00 311.072 100,00 32.357 30,83 32.308 27,03 29.997 28,58 31.435 26,30 27.924 26,61 39.229 32,82 9.042 8,62 10.569 8,84 3.148 3,00 3.571 2,99 1.931 1,84 1.464 1,22 34 0,03 96 0,08 153 0,15 256 0,21 159 0,15 250 0,21 82 0,08 140 0,12 118 0,11 208 0,17 104.945 100,00 119.526 100,00 2.277 14,15 2.396 14,02 4.021 24,99 2.716 15,89 1.754 10,90 2.595 15,18 2.099 13,04 2.144 12,54 2.026 12,59 2.385 13,95 3.914 24,32 4.855 28,41 16.091 100,00 17.091 100,00 Abw. in % -2,04 -0,11 44,46 – -10,89 -1,40 1,48 152,53 -36,58 124,60 -30,01 6,00 -16,55 -15,07 -7,91 -13,96 5,50 -8,76 -6,45 -7,46 33,17 80,47 -31,11 -13,42 -7,74 26,66 109,59 -3,00 -28,66 -9,34 50,50 -2,56 55,36 139,28 -4,52 2,17 13,71 -28,28 -7,52 -19,72 -9,49 -26,75 – -30,44 -36,41 80,97 -30,24 -13,65 0,15 -4,57 -28,82 -14,45 -11,85 31,90 -64,58 -40,23 -36,40 -41,43 -43,27 -12,20 -4,97 48,05 -32,41 -2,10 -15,05 -19,38 -5,85 Anteil des Segments am Gesamtmarkt: 9,12 % (Vorjahr: 8,03 %) Anteil des Segments am Gesamtmarkt: 14,22 % (Vorjahr: 15,34 %) Anteil des Segments am Gesamtmarkt: 23,44 % (Vorjahr: 21,43 %) Anteil des Segments am Gesamtmarkt: 13,64% (Vorjahr: 14,75 %) Anteil des Segments am Gesamtmarkt: 5,33 % (Vorjahr: 5,67 %) Anteil des Segments am Gesamtmarkt: 0,82 % (Vorjahr: 0,81 %) OBERKLASSE Mini VW Up Fiat 500 Opel Adam Smart ForTwo Renault Twingo Hyundai I 10 Skoda Citigo Fiat Panda Seat Mii Sonstige Typen Summe VW Polo Opel Corsa Skoda Fabia Ford Fiesta Seat Ibiza, Cordoba Audi A1 Hyundai I 20 Renault Clio Dacia Sandero Peugeot 208 Sonstige Typen Summe VW Golf, Jetta Audi A3 Mercedes A-Klasse BMW 1er-Reihe Opel Astra Ford Focus Seat Alt., Toledo, Leon Hyundai I 30 Toyota Auris VW (New) Beetle Sonstige Typen Summe BMW 3er-Reihe Mercedes C-Klasse Audi A4 VW Passat Skoda Octavia Audi A5 Mercedes CLA-Klasse Opel Insignia Ford Mondeo Mazda 6 Sonstige Typen Summe Mercedes E-Klasse BMW 5er-Reihe Audi A6, A7 Skoda Superb Volvo C / V 70 Jaguar XF Renault Latitude Lexus GS Volvo S80 Infiniti M Sonstige Typen Summe Mercedes S-Klasse Mercedes CLS-Klasse Porsche Panamera BMW 6er-Reihe BMW 7er-Reihe Sonstige Typen Summe OBERE MITTELKLASSE MITTELKLASSE UNTERE MITTELKLASSE KLEINWAGEN KLEINSTWAGEN 18/2013

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Mittendrin statt nur dabei SERVICEBÖRSEN Kunden –Alltag ist, vergleichen Werkstätten im Internet. Was in anderen Branchen längst wird auch für Automobil-Werkstätten Realität. Zeit, die Skepsis abzulegen und die Chancen zu nutzen. VON ANTJE SOCHER* LESEN SIE HIER... ... wie Sie Werkstattportale gewinnbringend in Ihre Marketingstrategie integrieren können. erkstattportale wie Autoscout24, Drivelog oder Autoplenum.de werden von vielen Werkstätten und Autohäusern noch mit Vorsicht betrachtet. Zusätzliche Zeit zur Pflege der Profile, direkte Preisvergleiche, negative und unfaire Bewertungen von Kunden – das sind nur einige Argumente, mit denen die Portale im Bereich Werkstatt heute vielfach abgelehnt werden. Ganz anders sehen das die Konsumenten: Das Kauf- und Informationsverhalten verlagert sich immer mehr ins Internet – nicht nur beim Fahrzeugkauf, sondern auch im Aftersales. Heute haben laut einer Erhebung von Roland Berger bereits 35 Prozent der bis 29-jährigen Autofahrer schon einmal Autoteile/Zubehör im Internet gekauft, der DAT-Report 2013 zeigt, 50 Chancen der Werkstattportale Fakt ist: wer online nicht präsent ist, verliert wertvolles Potenzial. Vergleichsportale sollten deshalb fester Bestandteil jeder Marketingstrategie sein. 18/2013 Fotos: imago/shutterstock/AUTOHAUS Montage; Socher dass 46 Prozent der Fahrzeughalter, die im Internet nach Werkstätten recherchiert haben, auch auf Werkstattportalen waren. Und: Soziale Netze spielen zunehmend eine Rolle bei der Entscheidung für einen Händler. Positive Einträge beeinflussen zu 59 Prozent den Kauf, negative zu 54 Prozent (Quelle: Capgemini Consulting). Eine Zunahme dieser Werte ist insbesondere bei jüngeren Autofahrern zu erwarten. Zum Vergleich: Laut der Gesellschaft für Konsumforschung nutzen 57 Prozent der Deutschen für die Entscheidungsfindung bei Reisen und Versicherungen Vergleichsportale, 15 Prozent fragen Bekannte und Freunde, die solche Portale nutzen. Nur 6 Prozent der „Nichtnutzer“ fehlt das Vertrauen in diese Informationen. Welche Chancen bieten die Vergleichsportale den Werkstätten? ■ Neben Preis und Leistung geben sie den  Konsumenten eine vertrauenswürdige Einschätzung der Qualität und des Kundenservices. Diese Mund-zuMund-Propaganda kann gezielt als Marketinginstrument eingesetzt werden, da sie die Entscheidung von Konsumenten beeinflussen kann. ■ Die Nutzung des Werkstattservice bleibt Vertrauenssache und ein regionales Geschäft. Der Kunde ist nicht bereit, mehr als 30 km zur nächsten Werkstatt zu fahren. Der Wettbewerb zwischen den Werkstätten findet also im regionalen Bereich statt. Ein direkter Vergleich kann auch von Nutzen für die Werkstatt sein, um sich im Leistungsprofil und der Positionierung vom Wettbewerb abzugrenzen. ■ Die Kontaktaufnahme ist für den Konsumenten wesentlich einfacher und bequemer als über Anzeigen und Prospek-

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HANDEL Anzeige te. Ein Klick, und der Termin ist vereinbart, die Anfrage abgesendet. Die Kontaktwahrscheinlichkeit und -häufigkeit der Konsumenten wird steigen. Und somit die Chancen der Werkstatt, einen Kunden zu erobern. Google nutzt die Einträge auf den Bewertungsportalen für die Platzierung in den Suchergebnissen. Wer präsent ist, verbessert seine Auffindbarkeit. Zusätzlich geht Google dazu über, die Profile und Bewertungen auf den Vergleichsportalen bereits in den Suchergebnissen direkt abzubilden. Positive Bewertungen beeinflussen den Konsumenten also schon recht frühzeitig. scheidet selbst über die Qualität der täglichen Arbeit und damit auch über die negativen Bewertungen. 2. Ziel: Kundeneroberung Nutzen: neue Werkstattkunden gewinnen Maßnahmen: ■ Die standardisierten Angebote der Portale erfüllen nicht jeden Anspruch. Deshalb sollte immer auf die eigene Website verlinkt werden, auf der weiterführende Serviceangebote stehen. Zusätzlich sollten eine Online-Terminvereinbarung und die Einholung von Kostenvoranschlägen über die Website möglich sein. ■ Mund-zu-Mund-Propaganda: Positive Bewertungen in den Portalen sollten auch auf der Website abgebildet werden. So sehen es auch Konsumenten, die direkt auf die Website kommen, sowie die Bestandskunden. ■ Einige Portale bieten auch Werbeformate, wie Drivelog mit der Möglichkeit von Premiumplatzierungen. Über die Klickrate auf diese Werbung und die Besucherzahlen auf der eigenen Website kann jede Werkstatt den Nutzen individuell abwägen. AUTOHAUS Planungskongress Jürgen Tauscher, Vorsitzender des Vorstands, Fahrzeug-Werke Lueg AG … … spricht auf dem 3. AUTOHAUS Planungskongress am 30. 9 und 1.10. 2013 über die Autohaus-Planung 2014 und zeigt auf, worauf es im Planungsprozess besonders ankommt. Neben Tauscher geben weitere hochkarätige Branchenexperten Impulse für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 im Autohandel. Integration ins Marketing Wie kann eine Integration der Werkstattportale in die Marketingstrategie aussehen? Dazu drei Marketingziele und -ideen: 1. Ziel: Imagesteigerung der Werkstatt Nutzen: Transparenz der Kompetenz und Leistung gegenüber Konsumenten, Vorbeugung eines „Niedrigpreis-Images“ Maßnahmen: ■ Die Werkstattportale bieten die Möglichkeit, neben Preis und Leistung auch ein Imageprofil anzulegen. Hier können Kompetenzen, Wettbewerbsvorteile 3. Ziel: Absatzaktionen und Ansprechpartner eingestellt wer- Nutzen: kurzfristige Werkstattauslastung den. Diese sollten genauso hochwertig erhöhen und informativ sein wie auf der Website Maßnahmen: oder in der Imagebroschüre. ■ Die Portale können genutzt werden, um die Auslastung in der Werkstatt über ■ Zufriedene Kunden sollten auch darüber reden. Dazu kann man Kunden einen attraktiven Preis oder ein Sonderaktiv auffordern, eine Bewertung abangebot kurzfristig zu steigern. Aber zugeben, am besten gleich noch im Achtung: Langfristig ist es keine wirtAutohaus/der Werkstatt. Einfach einen schaftlich sinnvolle Strategie. Kunden, PC zur Verfügung stellen und den Kundie über den Preis kaufen, sind in der den direkt darum bitten. Der Vorteil: Regel weniger loyal und gefährden auf Wenn der Kunde unzufrieden ist, kann Dauer die Rentabilität. man direkt reagieren. ■ Um diesen Kunden die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Werkstatt zu de■ Unzufriedenheit darf nicht ignoriert werden. Einige Portale bieten die Mögmonstrieren, sollten sie in ein Kundenlichkeit, Stellung zu beziehen. Das sollbindungsprogramm integriert werden. te man tun. Aber nicht mit Rechtferti- ■ Übrigens: Auch Bestandskunden vergungen, sondern mit Bedauern, dass gleichen die Preise im Internet. Eine der Kunde unzufrieden ist, und der dauerhafte Preisstrategie wird nicht nur Bitte, dass dieser sich in der Werkstatt einen Einfluss auf die Rentabilität der meldet, um konkrete Verbesserungspo- 2 Neukunden haben, sondern auch der tenziale zu besprechen. Bestandskunden. ■ Und: keine Angst vor negativen Bewertungen. Diese zeigen auf, wo Qualität, Tauscher.indd Entweder ganz oder gar nicht 2 Kompetenz und Service der Werkstatt Voraussetzung für die erfolgreiche Nutnicht stimmen. Zielgenauer kann man zung der Vergleichsportale ist es, die notVerbesserungen im eigenen Unterneh- wendigen Ressourcen in Form von Zeit men nicht angehen. Jede Werkstatt ent- zur Verfügung zu stellen. Wie auch bei 18/2013 Alle Informationen zum Planungskongress unter www.autohaus.de/akademie Facebook, Newsletter und anderen Marketingmaßnahmen gilt: entweder richtig machen oder gar nicht. Fakt ist aber, dass Werkstattportale und das Internet insgesamt für den Konsumenten weiter an Bedeutung gewinnen werden. Jede Werkstatt, jedes Autohaus, das sich damit nicht adäquat auseinandersetzt, verschenkt wertvolles Marktpotenzial. ■ ONLINE-BEFRAGUNG Das Institut für automobiles Marketing führt aktuell eine Online-Befragung zum Qualifizierungsbedarf im Bereich Marketing im Automobilhandel durch. Zielstellung: Entwicklung eines individuellen Marketing-Qualifizierungsprogramms für den Automobilhandel. Wir bitten Geschäftsführer, Verkaufs- und Serviceleiter sowie Marketingverantwortliche um Teilnahme. Die Umfrage ist anonym und dauert ca. 5 Minuten. Den direkten Link finden Sie auf der Startseite unserer Website: www.automobiles-marketing.de * Die Autorin Antje Socher ist Mitarbeiterin am Institut für automobiles Marketing. www.automobiles-marketing.de

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D ANZEIGE Partnerschaft mit Erfolgs-Aussichten Citroën Deutschland bietet neuen Händlern attraktive Konditionen. ls André Citroën 1919 die französische Automarke Citroën gründete, setzte er nachhaltige Zeichen. Vom ersten VolumenAuto Citroën Typ A über die – zum Markenlogo gewordene – Doppelverzahnung von Zahnrädern, die Hydropneumatik-Federung bis hin zum Dieselhybrid und reinem Elektro-Antrieb reicht die Entwicklungsgeschichte. Citroën Traction Avant, 2CV, DS oder SM wurden Ikonen der Marke und der Auto-Geschichte. Mit den aktuellen DS-Modellen setzt Citroën diesen Trend fort. Zukunftsweisend ist die modulare PSA-Konzernplattform EMP 2, die beim neuen C4 Picasso und Grand C4 Picasso zum Einsatz kommt und signifikante Gewichtseinsparungen ermöglicht. Höchst innovativ und von der Fachwelt mit großem Interesse verfolgt, zeigt die „Hybrid Air“-Technologie, wodurch ab 2016 erhebliche Einsparungen in Verbrauch und CO2-Ausstoß durch die Koppelung von effizientem Verbren- nungsmotor mit einem Hydraulikmotor, der durch einen Druckluftspeicher gespeist wird, möglich werden. Drei Trümpfe auf der Hand Partnern und Investoren hat die Marke viel zu bieten. Die breite Pkw-Palette vom Kleinwagen C1 bis zum C5 in der oberen Mittelklasse sowie Vans und SUV umfasst 15 Citroën-, vier DS-Modelle und vier NutzfahrzeugReihen. Anspruchsvolle Kunden mit einem Faible für Exklusivität spricht die Form- und Stil-betonte DS-Linie an, die jetzt auch in den ersten „DSSalons“ präsentiert wird. Auch für gewerbliche Kunden hat Citroën mit Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen viel zu bieten. Aus- und Umbaulösungen gibt es als fertige Module oder als Umbauten auf Kundenwunsch. Die Citroën Business-Center profitieren von einem hohen Servicebedarf in der Branche und attraktiven B2B-Unterstützungs-Programmen. zielle Startprogramme. Ein Coach begleitet beim Start den neuen Partner, um ihn in Abläufe und Systeme einzuweisen und zu unterstützen. Der neue, hochwertige Markenauftritt mit viel Licht im Innenraum wurde vor drei Jahren eingeführt, und seit Ende 2012 sind alle Citroën-Betriebe darauf umgestellt. Starke Präsenz Neue Modelle und Entwicklungen zeigt Citroën hierzulande regelmäßig auf den Automobil-Salons in Frankfurt und Hannover, aber auch auf lokalen Messen. Die DS-Roadshow im Sommer 2013 mit Einbindung der lokalen Händler sorgte in 15 Städten mit Präsentation, Aktion und Probefahrten für Aufsehen. In Berlin bringt Citroën im Mobilitätsprojekt „Multicity“ neue Zielgruppen in die über 350 C-Zero als urbane Carsharing-Elektro-Autos. Anforderungen an Händler Gute Aussichten Ihr Ansprechpartner Moritz Lindner Email: moritz.lindner@mpsa.com Telefon: +49 (0) 2203 2972 5420 Aktuell will Citroën neue Händler gewinnen, Schwerpunkt sind Teilmärkte von Großstädten und Ballungsgebieten, aber auch regionale Zentren. Auf die neuen Partner warten dabei Support-Pakete, ein breit aufgestellter Außendienst und finan- Moritz Lindner, Leiter Vertriebsnetzentwicklung bei Citroën Deutschland, erklärt: „Wir legen besonderen Wert auf innovativen Unternehmergeist gepaart mit einer klaren Zielvorstellung: Sehr zufriedene Kunden und bestmögliche Ausschöpfung des Neuwagen- und Servicepotentials im Gebiet. “ Foto: Citroën

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HANDEL GW-Weltpremiere In Rekordzeit hat sein weltweit erstes reines – München eröffnet.Audi Betrieb setzt in Sachen Gebrauchtwagen-Zentrum bei Der AUDI GW:PLUS ZENTRUM Verkauf und Service neue Maßstäbe. VON JOHANNA AUGUSTE KOCH LESEN SIE HIER... ... wie das neue Audi Gebrauchtwagen:plus Zentrum in Eching Service und Verkauf für den Kunden revolutioniert. in Bau der Extraklasse: In nur 18 Monaten hat Audi in Eching-Ost bei München seinen weltweit größten Gebrauchtwagen-Standort errichtet. Vorgestern wurde das neue Flaggschiff eröffnet. „Man fühlt sich ein bisschen wie bei einer Expedition“, gesteht Geschäftsführer Hans - Jo a ch i m R a d d e. „ Im Au d i Gebrauchtwagen:plus Zentrum München ist ausschließlich der Verkauf von Gebrauchten vorgesehen, das hat es bei Audi so noch nie gegeben.“ Die Kosten für das 45.000 Quadratmeter große Areal an der Autobahn 9 Richtung Nürnberg beliefen sich auf 54 Millionen Euro. abläufe sowie die Personalqualifikation. „Unsere Kunden sollen in Eching zu 100 Prozent die Marke Audi erleben, wir bieten ihnen hier ein vergleichbares Gefühl wie im Neuwagenverkauf “, erklärt Radde. Bis zu 100 Mitarbeiter sollen im neuen Zentrum beschäftigt sein. 1.000 junge Gebrauchtwagen, Werksdienstwagen und Jahreswagen (vom A1 bis zum R8) sollen dort in Zukunft zu kaufen sein. 550 davon kommen alleine in der Ausstellungshalle und dem Terminal-Bau unter, der in Eching als GW-Terminal genutzt wird. Alle Fahrzeuge werden nach dem Audi Gebrauchtwagen:plus Programm zertifiziert. Die in Eching ausgestellten Gebrauchtwagen werden in der Mehrzahl Leasingrückläufer, Werksdienstwagen und hochwertig ausgestattete Managementfahrzeuge der Audi AG sein. Bild oben: Das neue Audi GW:plus Zentrum an der A9 Bild links: Geschäftsführer HansJoachim Radde Service par excellence Neue Maßstäbe Für den neuen Betrieb wurden dementsprechend auch ganz neue Standards definiert. Zum Beispiel für die Ausstellungshallengröße, ihr Innenleben, die Betriebs18/2013 Ein Plus an Service sollen auch die Leistungen sowie die erweiterten Öffnungszeiten bieten. An Wochentagen werden dem Kunden im Zweischichtbetrieb zwischen 5:30 Uhr und 21 Uhr die Werkstatt mit 13 Hebebühnen, modernster Diagno- setechnik, Karosserieabteilung und eigener Lackiererei zu Diensten sein. Darüber hinaus stehen den Kunden ein Airport Shuttle sowie ein 24-Stunden-Notdienst zur Verfügung. Und es wird noch besser: Wenn Kunden nach Feierabend eine persönliche Beratung zu einem Fahrzeug wünschen, sollen ihnen die Verkäufer des Zentrums wochentags bis 22 Uhr zusätzlich per Videochat zur Verfügung stehen. „So könnten Fahrzeuge bequem von zuhause aus besichtigt werden“, sagt Radde. ■ 53 Fotos: Audi

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HANDEL Sportabzeichen SCHWACKE-BLICKPUNKT AUGUST 2013 Sportcoupés? – Wie begehrt sind gebrauchte as Segment der Sportcoupés ist nicht gerade für Verkaufsschlager bekannt. Und auch die Marktentwicklung verursacht bei den Herstellern nicht unbedingt großen Jubel. Ein Minus von zehn Prozent im ersten Halbjahr 2013, insgesamt rund 24.000 verkaufte Fahrzeuge – das schafft die Kompaktklasse in zehn Tagen. Dennoch ist der Imagegewinn für die Hersteller nicht zu unterschätzen. So weitgefächert wie das Angebot, ist es auch um den Erfolg gebrauchter Sportcoupés bestellt. Insgesamt zeigt das Segment einen relativ hohen Werterhalt, aber bei weitem nicht für jedes Modell. So sieht Schwacke den außergewöhnlich designten Honda CR-Z mit einem Restwert von weniger als 40 Prozent für einen Dreijährigen stark im Minus, während der Audi TT die Phalanx der bewerteten Modelle anführt (Grafik 1). Interessant ist auch der Vergleich zwischen Toyota GT86 und Subaru BRZ. Obwohl es sich im Grunde um dasselbe Auto handelt, überflügelt der Toyota den Subaru sowohl beim Werterhalt als auch in Sachen schneller Abverkauf – und zwar deutlich. Besonders viel Geduld brauchen Händler allerdings beim Hyundai Veloster (Grafik 2). Findet trotz hoher Restwerte schnell einen neuen Besitzer: Der Toyota GT86 ist gebraucht äußerst beliebt. RESTWERTPROGNOSE SPORTCOUPÉS NACH BAUREIHE Alter: 36 Monate Kilometer: 60.000 km Stand: 09/2013 80 Restwert in % 60 40 20 0 Alfa Audi TT Honda Hyundai Hyundai Nissan Peugeot Subaru Toyota VW Sportcoupés Romeo (ab ‘06) CR-Z Veloster Genesis 370 Z zu gering (Standtage nichtGT86 Scirocco BRZ RCZ * = Besitzumschreibungen repräsentativ) 4C (ab ‘13) (ab ‘10) (ab ‘11) (ab ‘10) (ab ‘09) (ab ‘10) (ab ‘12) (ab ‘12) (ab ‘08) 53,04 49,80 55,61 39,11 46,15 48,51 49,26 52,93 44,37 52,58 51,56 Grafik 1: Audi TT erweisen sich unter den Sportcoupés als besonders wertstabil. STANDTAGE SPORTCOUPÉS NACH BAUREIHE ÜBER SCHWACKE Schwacke ist Schwestergesellschaft der EurotaxGlass’s Gruppe. Das Unternehmen wurde 1957 von Hanns W. Schwacke als Verlag gegründet und konnte bald darauf den Klas­ siker SchwackeListe für Pkw als Standard bei der Ermittlung von Gebrauchtwagenpreisen etablieren. Heute bietet der unabhängige Dienstleister automobile Marktdaten, Analysen und Softwarelösungen mit den Schwerpunk­ ten Restwertermittlung und ­management sowie Schadenkalkulation an. Für weitere Informationen besuchen Sie die Website www.schwackepro.de 180 150 Standtage 120 90 60 30 0 Sportcoupés Audi TT (ab ‘06) Honda CR-Z (ab ‘10) Hyundai Veloster (ab ‘11) Nissan 370 Z (ab ‘09) Nissan GT-R (ab ‘10) Peugeot RCZ (ab ‘10) Subaru BRZ (ab ‘12) Toyota GT86 (ab ‘12) VW Scirocco (ab ‘08) 117 115 134 107 86 104 103 65 Foto: Toyota; Quelle Grafiken: Schwacke 172 135 Grafik 2: Langsteher sind der Hyundai Veloster, der Honda CR­Z, aber auch der VW Scirocco. 18/2013

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MARKT Änderungen in % zum Vorjahresmonat +10,93 +3,26 kumulierte Werte 2012 Januar bis April: 3,67 % GEBRAUCHTWAGENGESCHÄFT AUGUST 2013 +0,24 +1,42 Wir machen Urlaub Für den Urlaubsmonat August registrierte das KBA 602.920 Besitzumschreibungen. Mit knapp 8.900 Halterwechseln weniger als 2012 war es der dritte Monat in diesem Jahr, in dem die GW-Verkäufe unter den Vorjahreswert sanken. Kumuliert liegt der GWMarkt weiter im Plus. Aktuell summieren sich die Umschreibungen auf 4.834.508 und +2,8 Prozent. Bleibt zu hoffen, dass die Verkäufe nach dem Ferienende wieder anziehen. kh BESITZUMSCHREIBUNGEN DEUTSCHLAND in 1.000 Einheiten 600 550 2013 500 2012 450 400 Jan. 2013 2012 AUTOHAUS-Prognose für September 2013 bezogen auf den Vorjahresmonat 575.000 (+5,6%) Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. gesamt 4.834.508 574.066 507.594 609.994 656.513 625.257 592.347 665.817 602.920 534.457 525.672 666.005 588.307 589.518 576.811 608.675 611.795 544.550 620.349 574.175 443.184 6.883.498 Änderungen in % zum Vorjahresmonat +11,6 +7,4 +6,1 -3,4 -8,4 kumulierte Werte 2013 Januar bis August: +2,8 % +9,4 +2,7 -1,5 KONSTANT IN DEN HERBST Siegfried Trede Leiter Produktlinie Fahrzeugbewertung DAT Group Insgesamt stellen wir bei der DAT eine weitere Stabilisierung des aktuell niedrigen Gebrauchtfahrzeugpreisniveaus fest. Automobile aus Vorbesitz sind zurzeit günstig zu erwerben – ein klarer Vorteil für den Kunden, ein klarer Nachteil für den Handel. Es ist allerdings zu hoffen, dass durch die IAA eine Belebung des Autokaufs erfolgt, denn Impulse einer Neuwagenmesse können sich durchaus auch positiv auf das Gebrauchtfahrzeuggeschäft auswirken. Wird das Geschäft angekurbelt, erhöht dies die Nachfrage, das Angebot an Gebrauchtfahrzeugen wird knapper, und die Preise würden steigen. Die Aussagen zu den weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen sind derzeit sehr unterschiedlich, im allgemeinen Trend dürften aber die positiven Informationen den Markt beflügeln. Allerdings haben wir nach wie vor sehr viele Flottenfahrzeuge, die nach drei oder vier Jahren in hohen Stückzahlen vom Markt aufgenommen werden müssen. Dies führt dazu, dass auch langfristig das Preisniveau von Gebrauchtfahrzeugen niedrig sein wird und mit zunehmendem Flottenanteil bei den Neufahrzeugverkäufen sogar noch weiter sinken kann. Kalendarisch betrachtet gehen wir auf das Jahresende zu, das tendenziell durch leicht fallende Gebrauchtfahrzeugwerte gekennzeichnet ist. Die DAT hat für Oktober 2013 diesen Trend noch nicht eingeläutet und hält die Werte in SilverDAT stabil. Der Gebrauchtwagenmarkt war im August 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Mit 602.920 PkwBesitzumschreibungen lag diese Zahl um 1,5 Prozent unter dem August-Wert des Vorjahres. Kumuliert wurden von Januar bis August 2013 insgesamt über 4.834.508 Besitzumschreibungen registriert, 2,8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nun ist der August traditionell ein Ferienmonat, in dem tendenziell weniger Fahrzeuge verkauft werden. Dies belegt auch der starke Rückgang zum Vormonat (-15 Prozent), wohingegen der Rückgang zum Vorjahresmonat nur 1,5 Prozent betrug. Ausführliches und weiterführendes Zahlenmaterial erhalten Sie im Fachmagazin GW-trends. Dort lesen Sie alle drei Monate eine detaillierte Analyse der Besitzumschreibungen inklusive der bundesweiten und regionalen Entwicklungen der Marken, Modelle und Segmente. Die nächste GW-trends erhalten AUTOHAUS-Abonnenten mit der Ausgabe 22/2013! Weitere Informationen unter www.gw-trends.de/gw/jahresabo 18/2013

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HANDEL Frühzeitig planen – Die Umstellung auf den SKR 51 sollte sorgfältig und mit einem Projektteam geplant werden. EINHEITLICHER BRANCHENKONTENRAHMEN VON KAROLINA ORDYNIEC einanderzusetzen. Diese Auffassung teilt Mathias Alpers, Steuerberater bei der A & A Steuerberatungsgesellschaft KG. Im Team mit zwei Steuerberatern betreut er insgesamt 25 Autohäuser. Erst kürzlich begleitete er die Umstellung auf den SKR 51 bei zwei größeren Renault Betrieben und gibt im Gespräch mit AUTOHAUS Aufschluss darüber, worauf Händler vor der Umstellung achten sollten. AH: Herr Alpers, warum macht es für ein Autohaus Sinn, jetzt schon umzustellen, auch wenn der Hersteller/Importeur es noch nicht zwingend fordert? M. Alpers: So kann das Autohaus die Sache ganz in Ruhe angehen. Tatsache ist, dass gerade die Vorbereitungszeit schon etwas Zeit in Anspruch nimmt und die Mitarbeit der Schlüsselpositionen im Betrieb erfordert, also auch einen nicht zu verachtenden Zeitaufwand darstellt. Passieren die Vorbereitungen mit zeitlichem Vorlauf zum Umstellungstermin, der idealerweise zum Beginn eines Wirtschaftsjahres gewählt werden sollte, können sich alle Beteiligten in Ruhe darauf vorbereiten. Peilt man also den 01. Januar an, wäre es gut, drei Monate vorher zu beginnen. Es lohnt, ein Projektteam ins Leben zu rufen. In dem sollten Personen aus den Betriebsbereichen vertreten sein, die von der Umstellung betroffen sind. Dazu zähle ich natürlich den Geschäftsführer, einen EDV-Verantwortlichen, Buchhalter, Steuerberater, aber auch Serviceleiter. AH: Zu welchen ersten Schritten raten Sie einem Autohaus, das den Entschluss gefasst hat, auf den neuen Kontenrahmen umzustellen? M. Alpers: Ich würde jedem Unternehmen dazu raten, zunächst das Dealer Management System auf den Prüfstand zu stellen. Das System muss zum einen in der LESEN SIE HIER... ... wie eine ideale Umstellung auf den SKR 51 aussehen sollte. Lage sein, den neuen Kontenrahmen abzubilden, und zum anderen muss es mit der Finanzbuchhaltungssoftware kompatibel sein. Ich arbeite mit der Fibu der DATEV, und das klappt sehr gut, was ja schon historisch bedingt ist: die DATEV hat zusammen mit Kfz-Herstellern und Importeuren den markenübergreifenden Kontenrahmen SKR 51 entwickelt. AH: Wie geht es dann weiter? M. Alpers: Schulungen sind jetzt ein entscheidender Punkt, besonders für diejenigen, die zum ersten Mal mit einer Kostenstellenbuchhaltung zu tun haben. Diese werden entweder von den Herstellern/ Importeuren angeboten, die die Umstellung unterstützen, oder aber vom DMS/ Fibu-Anbieter. Der spannendste Schritt ist die eigentliche Umleitung vom alten Kontenrahmen zum neuen. Hierfür kann eine vom Hersteller erarbeitete Überleitungstabelle in die DATEV eingepflegt werden. Vor der Umstellung sollte sich der betreuende Steuerberater auf jeden Fall mit dem SKR 51 vertraut machen. Zum Umstellungszeitpunkt werden die alten Konten dann mit Hilfe einer Überleitungstabelle auf die neuen SKR 51 Konten überführt. AH: Sind Ihrer Erfahrung nach die meisten Betriebe mit dem SKR 51 zufrieden? M. Alpers: Absolut. Durch die Kostenrechnung wird die Buchhaltung wesentlich aussagekräftiger und detaillierte Betriebsvergleiche bis ins kleinste Detail sind möglich. AH: Herr Alpers, vielen Dank für das Gespräch. 57 Foto: Alpers Mathias Alpers, Steuerberater bei der A & A Steuerberatungsgesellschaft KG ie Umstellung vieler Betriebe auf den neuen Branchenkontenrahmen SKR 51 schreitet immer weiter voran. Teilweise muss sie das auch, denn zum 1. Januar 2013 haben einige Her steller und Importeure wie Audi, Honda, Hyundai, Seat, Skoda und VW die Pflege der bisherigen Kontenrahmen eingestellt. Wird ein Hersteller-/Importeurskontenrahmen nicht mehr gepflegt, bedeutet dies, dass fachspezifische und auch handels- sowie steuerrechtlich notwendige Änderungen an diesen Kontenrahmen nicht mehr vorgenommen werden. In der Vergangenheit hatten sich die jeweiligen Hersteller/Importeure in Zusammenarbeit mit der DATEV der Pflege angenommen. Aber auch für Händler von Herstellern/Importeuren, die eine Umstellung jetzt noch nicht zwingend vorschreiben, macht es Sinn, sich schon jetzt damit aus18/2013

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HANDEL Ein System für alle Fälle Müller wählte für die – Automobile der Procar Informatik Marken Seat, Skoda und BMW die Software Ecaros AG. VON KAROLINA ORDYNIEC LESEN SIE HIER... ... was das Dealer Management System Ecaros ausmacht und warum Automobile Müller-Geschäftsführer Frank Müller sich dazu entschied, Pilothändler für die BMW-Markenintegration bei der Procar Informatik AG zu werden. rank Müller blickt auf eine stolze Firmengeschichte zurück. Im Jahr 1964 gründete sein Vater Rolf in Leipzig eine Karosseriewerkstatt, die sich über die Jahre und besonders nach der Wende zu einem großen Autohandelsunternehmen mit über 175 Mitarbeitern an insgesamt sieben Standorten entwickelte. „Mit den Marken Skoda, Seat und BMW sind wir in und um Leipzig gut positioniert, seit 2002 sind wir zudem autorisierter BMW Motorrad-Händler und seit 2008 Mini Service Betrieb in Leipzig und Eilenburg“, sagt der Geschäftsführer. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen 500 BMW, 420 Skodas, 220 Seat-Fahrzeuge und 1.000 Gebrauchte verkaufen. Das gute Ergebnis sei insbesondere der motivierten Verkaufs- und Aftersales-Mannschaft zu ver- danken, ist Müller sich sicher. Und damit diese möglichst ungestört ihrer Aufgabe nachgehen kann, entschied sich die Geschäftsführung vor zwei Jahren für ein neues Dealer Management System (DMS). „Das alte System, das wir seit der Wende im Einsatz hatten, war zwar im Großen und Ganzen gut, aber letztlich doch in die Jahre gekommen. Und als der DMS-Anbieter dann keine Skoda-Unterstützung mehr anbot, war für uns klar, dass eine neue Software her muss. Also schauten wir uns auf dem Markt um, welche DMS für uns in Frage kamen“, begründet Frank Müller den Wechsel. Das neue DMS sollte gleich mehrere Voraussetzungen erfüllen. Zum einen sollte es in der Lage sein, alle Marken gleich tief abzubilden, zum anderen auch bei rechtlich selbständigen Firmen wie hier der Fall einen einheitlichen Überblick über alle Betriebe ermöglichen. Zu guter Letzt musste es auch flexibel genug sein, um sich den spezifischen Gegebenheiten der einzelnen Betriebe anpassen zu können. So kam der Kontakt zu dem Systemdienstleister Procar Informatik AG zustande. BMW-Zertifizierung läuft Seit 1998 führen Volker Holthaus und Karl-Heinz Schlapp das Systemhaus in Weiterstadt und bieten dort unter anderem das Mehrmarkensystem Ecaros an. Das DMS wurde 2006 von Volkswagen zertifiziert und für den Einsatz bei VW und Audi Vertragspartnern freigegeben. Darüber hinaus existieren bereits seit 2004 Zertifizierungen für Skoda und Seat. Seit 2011 läuft zusätzlich die Entwicklung und Zertifizierung der Schnittstellen für Ford und BMW. Die Procar Informatik AG hat sich Automobile Müller bewusst als Pilothändler für die BMW-Markenabbildung bei Ecaros ausgesucht. „Das war für uns eine sehr gute Kombination. Für Skoda und Seat konnten wir das neue DMS schon vor zwei Jahren implementieren. Das klappte auch sehr gut, schließlich haben wir hier über die Jahre schon viele Erfahrungen sammeln können und letztlich ähneln sich die Herstelleranforderungen schon“, sagt Volker Holthaus. „Wir sind dabei, die Schnittstellenanforderungen Schritt für Schritt zu erfüllen, und fahren derzeit Tests, so dass wir davon Mit dem Servicemodul (links) erhält der Servicemitarbeiter einen Überblick über freie Werkstattkapazitäten sowie eine Übersicht über die verfügbaren Ersatzfahrzeuge. Rechts: Über das CRM-Modul können alle aktiven Vertriebsprojekte überwacht, angelegt und bearbeitet werden. 18/2013

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HANDEL Bild oben: Das Familienunternehmen entwickelte sich nach der Wende zu einer großen Gruppe mit sieben Standorten. Hier: der Standort Leipzig. Bild links: (v. l.) Frank Müller (Geschäftsführer Automobile Müller), Volker Holthaus (Vorstand Procar Informatik) und Stephan Zanlonghi (Projektleiter Procar Informatik) ausgehen, dass wir im Oktober bei Automobile Müller live gehen können“, erklärt er weiter. Richtige Entscheidung An der Entscheidung für Ecaros hat Frank Müller bis heute nicht gezweifelt, auch wenn es auf dem DMS-Markt ein System gibt, das bereits BMW zertifiziert ist und empfohlen wird. Warum sich die Geschäftsführung bei Automobile Müller gegen die „BMW-erprobte“ Software entschied, erklärt Frank Müller in wenigen Sätzen: „Sicherlich wäre das von BMW empfohlene System eine einfache Wahl gewesen, allerdings handelt es sich dabei um eine sehr teure und pflegeintensive Software. Und: Die Integration konzernfremder Marken wäre schwierig geworden. „Weil wir hier bei Ecaros Pilothändler sind, haben wir jede Menge Möglichkeiten, auf den Entwicklungsprozess einzuwirken, und haben außerdem den Vorteil, dass unsere bestehenden Fremdsysteme gleich eingebunden werden und mit dem Livestart sofort zur Verfügung stehen.“ Dazu zählt er die Anbindungen an das Controllingsystem Corporate Pla18/2013 ner und das Archivsystem. „Wie wir ja bereits bei unseren Marken Skoda und Seat sehen, gibt es nun viel mehr Automatismen in dem System. Überhaupt ist die Markenintegration viel tiefer, als sie jemals in unserem alten System war. Mussten wir vorher mehrere Schritte gehen, reicht jetzt nur noch ein Mausklick aus dem neuen DMS heraus“, betont Müller. onen ist dank einheitlichem Kundenund Fahrzeugstamm wesentlich effizienter geworden, wie Müller erklärt: „Marketingaktionen wurden früher bei uns sehr hausbacken angegangen. Es gab Excellisten, nach denen Adressen quasi per Hand selektiert wurden und Kunden angeschrieben wurden. Kontrollmaßnahmen hatten wir kaum. Die Kundenansprache verlief mehr oder weniger willkürlich, ohne einen großen Plan dahinter.“ Das habe sich nun geändert. Mit wenigen Mausklicks lassen sich Kundengruppen festlegen, Maßnahmen definieren und Mailings erstellen. „Dass dies den Verkäufern und Servicemitarbeitern viel Zeit spart und sie sich intensiver um ihr Tagesgeschäft kümmern können, liegt auf der Hand“, erläutert Müller. Mobile Direktannahme möglich Prozesse fließen besser Doch nicht allein die Automatismen begeistern Frank Müller, es sind insbesondere die zahlreichen neuen Funktionen, die an den Standorten der Autohandelsgruppe für schlankere Prozesse sorgen. „Wir haben jetzt eine einheitliche Buchhaltung für all unsere Standorte und ein einheitliches Controlling-System. Konkret heißt das, dass wir Transparenz in jede Aktion in unseren Autohäusern haben. Und auch der Betriebsvergleich ist dank der Einführung des einheitlichen neuen Branchenkontenrahmens SKR 51 viel einfacher“, unterstreicht Frank Müller. Die Buchhaltung arbeitet in Echtzeit, und auch das Planen von Marketingakti- Auch die neuen Kommunikationswege über Apps auf Smartphones und TabletPC haben bei Ecaros ihren Platz. Über eine Dialogannahme-App mit direkter Verbindung zur Auftragsannahme soll die Fahrzeugbegutachtung den Servicemitarbeitern so einfach wie möglich gemacht werden. Bilder von Fahrzeugen können automatisch zur richtigen Marke im richtigen Auftrag abgelegt werden. Der Auftrag kann dann komplett über das mobile Endgerät mit dem Kunden am Fahrzeug abgeschlossen werden. Zunächst aber erwartet Frank Müller mit Spannung den Livestart von Ecaros im Herbst. „Nachdem es bei Skoda und Seat vor zwei Jahren bereits reibungslos verlief, bin ich mir sicher, dass es auch mit BMW gut klappen wird“, sagt der Geschäftsführer abschließend. ■ 59 Fotos: Ordyniec/AUTOHAUS

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HANDEL „Wir treffen den Nerv“ Neuwagenvertrieb im Internet nimmt Fahrt – DerKunden ins Netz zieht, erklärt MeinAuto.deauf. Warum es dafür immer mehr NEUWAGENVERMITTLER Geschäftsführer Alexander Bugge. VON KAROLINA ORDYNIEC LESEN SIE HIER... ... wie sich die Online-Neuwagenplattform Meinauto.de entwickelt hat und was es mit dem integrierten Bedarfskonfigurator auf sich hat. eit sechs Jahren beschäftigt sich der Internetvermittler MeinAuto.de mit dem Neuwagenvertrieb über das Internet. Die Anzahl an Anfragen, die Neuwagenkäufer jährlich über diese Plattform stellen, hat sich seit 2007 auf Kundenseite mehr als verdreißigfacht: von 5.584 Kaufanfragen im ersten Jahr auf rund 170.000 Anfragen in 2012. Die Besucherzahlen von MeinAuto.de zeigen eine ähnliche Entwicklung von 291.324 Besuchern in 2007 auf mehr als sieben Millionen Besucher allein in den ersten sieben Monaten von 2013. Waren es im vergangenen Jahr 15.000 Fahrzeugvermittlungen, werden bis zum Ende des Jahres rund 20.000 anvisiert. Alexander Bugge, Geschäftsführer der Online-Vermittlungsplattform, erklärt im Gespräch mit Autohaus, warum der Kunde den Neuwagenkauf im Internet nicht scheut. AH: Herr Bugge, warum zieht es immer mehr Kunden zum Neuwagenkauf ins Internet? A. Bugge: Wir stellen fest, dass es immer mehr Kunden gibt, die eine markenübergreifende Auswahl wollen, Preistransparenz suchen und bedarfsorientierte Beratung wünschen. All das in Kombination können wir als Neuwagen-Vermittler im Netz bieten. AH: Worauf stützen Sie diese Aussagen? A. Bugge: Wir führen immer wieder Kundenbefragungen durch und geben Studien in Auftrag, die dies bestätigen. 60 AH: Hersteller und Importeure argumentieren mit Emotionalität, um Kunden lange an ihre Marke zu binden. Das widerspricht aber Ihren Erkenntnissen, wonach der Kunde bedarfsorientiert sucht. A. Bugge: Aus unseren Studien konnten wir sechs verschiedene Käufertypen definieren. Darunter findet sich zum einen der „Markenhedonist“, wie wir ihn nennen. Dieser Käufertyp ist ganz stark fixiert auf die Marke, er kauft in erster Linie beim Händler vor Ort und für ihn kommt auch kein anderer Hersteller in Frage. Dieser Käufertyp ist zu 21 Prozent im Gesamt- markt vertreten und sucht nur zu einem Prozent auf unserem Onlineportal. Auf der anderen Seite gibt es aber auch den Typ „Beratungssuchender“. Er braucht Orientierung beim Kauf und ist nicht so sehr auf die Marke, als vielmehr auf bestimmte Ausstattungsmerkmale fixiert und sucht die ausgiebige Beratung. Dieser Typus macht 30 Prozent vom Gesamtmarkt aus. 19 Prozent davon suchen ihr Auto bei uns. AH: Und für diese Kundengruppe entwickelten Sie den Bedarfskonfigurator auf Ihrer Internetseite ... A. Bugge: Genau. Die Anzahl an Modellen und Fahrzeugvarianten ist in den letzten Jahren explodiert und die Kunden wünschen einfach zu bedienende Hilfswerkzeuge, um das zu ihren Bedürfnissen passende Angebot zu finden. Der Konfigurator soll Orientierung verschaffen. Und ich glaube, damit treffen wir den Nerv unserer Kunden. AH: Wie funktioniert der Bedarfskonfigurator? A. Bugge: Interessierte Kunden wählen zunächst aus derzeit 13 Bedarfskategorien ihre Kaufkriterien aus: Anstelle von Marke und Modell stehen Kriterien wie Fahrzeugtyp, Budget, Verbrauch, CO CO₂-Effizienzklasse, Antriebsart, Kraftstoffart, Leistung, Getriebeart, Ausstattungsmerkmale/ Extras oder die Anzahl der Sitze und Türen im Mittelpunkt der Konfiguration. Der Suchalgorithmus des Bedarfskonfigurators ermittelt je nach Kriterienauswahl aus einer Datenbank von fast 10.000 Modellvarianten endpreisbasiert passende Fahrzeuge. Kunden können so Alexander Bugge, Geschäftsführer Meinauto.de 18/2013 Foto: Meinauto.de

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HANDEL ANFRAGENENTWICKLUNG BEIM NEUWAGENVERK AUF 200.000 175.000 150.000 150.000 125.000 100.000 75.000 50.000 0 22.670 2008 2009 2010 2011 2012 58.498 75.619 105.888 168.974 5.584 2007 Quelle: MeinAuto.de Der Bedarfskonfigurator soll markenübergreifende Auswahl, Preistransparenz und bedürfnisorientierte Beratung bieten. Die Anzahl der Neuwagenkäuferanfragen, die jährlich Meinauto.de gestellt werden, hat sich seit 2007 auf Kundenseite mehr als verdreißigfacht. beispielsweise einfach und schnell herausfinden, welche Fahrzeuge mit mehr als sechs Sitzen und Schiebetür bei einem Budget von maximal 20.000 Euro erhältlich sind. Dabei listet der Konfigurator auch Modelle von Marken auf, die nicht über MeinAuto.de bestellt werden können. AH: Wo ist da der Benefit für Sie, wenn Fahrzeuge angezeigt werden, die aber nicht über Ihr Portal zu bestellen sind? A. Bugge: Das Portal soll ja aufklären, welche Modelle in Frage kommen. Der Konfigurator zeigt aber ähnliche Modelle anderer Marken an, und eventuell sind diese dann eine gute Alternative für den Kunden. AH: Wie lange dauerte die Entwicklung des Tools? A. Bugge: Von der ersten Idee bis zur aktuellen Beta-Liveversion sind insgesamt neun Monate vergangen. Damit ist das System aber noch nicht fertig: wir planen Weiterentwicklungen für den Bedarfskonfigurator sowie u. a. die Integration von Lagerwagen und Finanzierungsmöglichkeiten in das Filterset. AH: Neuwagenportale wie Ihres werden in der Händlerschaft nach wie vor nicht gern gesehen ... A. Bugge: Tatsache ist, dass immer mehr Händler auf uns zukommen und mit uns zusammenarbeiten wollen. Wir sehen damit eine Annäherung der Branche an diesen zusätzlichen Vertriebsweg. Allerdings gibt es immer noch Händler, die eine Kollegenschelte fürchten und deswegen von einer Zusammenarbeit absehen. Ich sehe uns nicht als Institution, welche die Rabattspirale vorantreibt, sondern Preise für Neuwagen im Internet transparent macht. Aber für viele ist das ein Dorn im Auge. AH: ... so wie für den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)? A. Bugge: Ja, zum Beispiel. Aber ich möchte sagen, dass unsere Zusammenarbeit mit dem ZDK konstruktiver geworden ist. Es gibt beim ZDK verschiedene Experten, die meiner Meinung nach ein gutes Bild gewonnen haben über die Notwendigkeit des Handels, sich mit dem Internet auf neue Art und Weise zu beschäftigen. Es freut mich, dass diese Entwicklung nun auch bei einigen Herstellern ankommt und sich BMW und Mercedes dem OnlineKanal öffnen. Diese Hersteller wissen um die Tatsache, dass immer mehr Kaufentscheidungen im Internet fallen. Von daher ist der Schritt, sich im Markt des OnlineNeuwagenvertriebs weiterzuentwickeln, wichtig, richtig und kundenorientiert. AH: Herr Bugge, herzlichen Dank für das Gespräch. AUF JEDE HERAUSFORDERUNG DIE PASSENDE ANTWORT Als Premium-Dienstleister im Bereich Fahrzeugpflege, -aufbereitung und -logistik entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden individuelle Lösungen rund ums Automobil – zuverlässig und professionell. Profitieren Sie von unserer über 35-jährigen Erfahrung am Markt. Wir beraten Sie gerne: 0 89 / 90 900-10 www.arwe-service.de

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Details, Anmeldung und weitere Veranstaltungen unter www.autohaus.de/akademie Der heiße Prozess sind sexy. – ProzesseHändler an:Denn wer sie nicht im Griff hat, hat verloren. Das GW-Forum leitete zu höherer SANTANDER/DEKRA GW-FORUM 2013 Professionalität und mehr Profit beim GW-Prozess. VON JOHANNA AUGUSTE KOCH Foto links: Aufmerksame Teilnehmer. Foto rechts: Moderator Michael Drumm (r.) und Björn Heilmann (l.), Bereichsleiter Verkauf bei der Auer Gruppe. LESEN SIE HIER... ... warum sich die Teilnahme am Santander/ Dekra GW-Forum für Händler absolut gelohnt hat. ter der AUTOHAUS Akademie-Veranstaltung richtete das Seminar entlang des gesamten GW-Prozesses aus. Horrorszenario Standzeit ebrauchtwagen-Prozesse: ein alter Hut? Weit gefehlt! Denn der Markt hat sich in den letzten zehn Jahren verändert. Durch das Internet hat sich die Markttransparenz erhöht. Und der GW-Kunde von heute ist oft der Neuwagen-Kunde von gestern. Er schlägt also mit wesentlich höheren Erwartungen beim Händler auf als früher. Was bedeutet das für den Handel und seine Prozesse? „Wir brauchen heute eine andere Professionalität“, beschwor Trainer Michael Drumm, Management Development, die teilnehmenden GW-Händler auf dem Auftaktseminar der diesjährigen Santander/Dekra GW-ForumsVeranstaltungsreihe in Offenbach am Main. Der Moderator und fachliche Lei62 „Wir wollen und müssen Geld verdienen“, heizte Drumm die Händler an. Doch das gehe heute mit anderen Mitteln. „Das dynamische Preismanagement ist tot“, warnte er. Die Fahrzeuge sollten von Anfang an marktgerecht und nicht mit einem Phantasiepreis angeboten werden. Ein Kernthema der Veranstaltung war zudem die ehrliche Betrachtung des betriebswirtschaftlichen Schadens durch Standzeiten und durch Preisnachlässe. die Theorie in der Praxis handhabt. Entsprechend offen gestaltete sich auch die Diskussion der Händler untereinander. Die Veranstaltung folgte zudem keinem festen Zeitplan. Entsprechend des Wissensbedürfnisses der Teilnehmer wurde ein Thema mehr oder weniger ausführlich behandelt. Schaden oder Gebrauchsspur? Frontal war gestern Besonders begeisterte die Teilnehmer auch der interaktiv gestaltete Ablauf der Veranstaltung. Drumm hatte sich Verstärkung aus der Praxis geholt. Björn Heilmann, Bereichsleiter Verkauf bei der Auer Gruppe, berichtete zu jedem Themenpunkt, wie sein 1.200 GW-starker Betrieb Vogelkot und Bremsbeläge: Was ist eigentlich ein Schaden? Was eine Gebrauchsspur? Gleich der erste Punkt des GWProzesses, die Bewertung, interessierte die Teilnehmer brennend. Dekra-Referent Klaus Groß-Selbeck antwortete auf zahlreiche Fragen und wies beim Fahrzeugrücknahme-Prozess auf Fallstricke hin. Er plädierte für eine objektive Bewertung. Die Bewertung durch Autohausmitarbeiter berge aufgrund von Interessenskonflikten hingegen erhebliche Risiken. Jan Dieter Janzen, Key Account Manager der Santander Bank, untermauerte die steigende Bedeutung des Gebrauchtwa18/2013 Fotos: Johanna Auguste Koch/AUTOHAUS

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HANDEL gen-Geschäfts für Banken. Und auch für Händler eröffne sich dadurch eine ganz neue Verdienstmöglichkeit: Durch den Verkauf von GW-Finanzierungen könnten lukrative zusätzliche Provisionserträge generiert werden. Zusatzprodukte erhöhten zudem die Kundenbindung. „Erfolg durch Lust am Querdenken!“ Abteilungsübergreifend zusammenarbeiten, mit der richtigen EDV. Das Risiko absichern Die Bedeutung von Versicherungen für den Gebrauchtwagen-Prozess arbeitete Grit Sonntag von der Nürnberger heraus. Denn Versicherungen beträfen Händler aus zweierlei Gründen: Erstens könnten sie als Kundenbindungsinstrument und zur Erhöhung der Werkstattauslastung genutzt werden. Zweitens aber beträfe das Thema die Betriebe selbst. Schließlich gehe das Risiko, also der Gebrauchtwagen, erst auf den Kunden über, wenn dieser bereits verkauft sei. Während der Aufbereitung, der Lagerung und der Probezeit hafte aber der Händler. Ebenfalls nicht wegzudenken aus dem heutigen Gebrauchtwagen-Prozess sind die GW-Börsen. Frederick Altrock, Manager Strategic Sales von Mobile.de, versuchte im Gespräch mit den Händlern herauszufinden, an welchen Stellen sich seine Börse noch verbessern könnte. Mehr als 15 Fotos pro Inserat forderte aber kein Händler. Insbesondere die Tools zur Marktbeobachtung weckten das Interesse der Teilnehmer. KfzPilot® - Das DealerManagement-System (DMS) bietet erfolgreichen Autohäusern: • OneTouchMarketing (OTM) zur autom. Aktionserstellung. • Reifeneinlagerung, Zeiterfassung, Werkstatt- und Personalplanung, Dokumentenmanagement und Archivierung. Internetpräsenz aus der Praxis Einen wertvollen Praxisbericht über professionellen Internetvertrieb und Nutzen neuer Medien lieferte Nadine Schlink, Marketing der Senger Gruppe. Sie plädierte für die richtige Positionierung des GWBestands bei Google durch Adwords oder Suchmaschinenoptimierung (SEO). „Wir erstellen für jedes Fahrzeug eine eigene Seite, die daher bei Google auffindbar ist“, erklärte Schlink. Von fortgeschritteneren Technologien wie der Videotelefonie, wenn ein Kunde die Internetseite ansteuert, riet sie hingegen ab. Nach einer Testphase hatte die Senger Gruppe feststellen müssen: „Unsere Kunden sind noch nicht so weit.“ Darüber hinaus warnte sie vor rechtlichen Fallstricken beim Vertragsabschluss am Telefon. ■ Die Referenten: 1 Jan Dieter Janzen, Santander Consumer Bank 2 Klaus Groß-Selbeck, Dekra 3 Grit Sonntag, Nürnberger Versicherung 4 Frederick Altrock, Mobile.de 5 Nadine Schlink, Senger Gruppe • Steuerung und Überwachung von „verdeckten Herstellerrückrufaktionen“, Verkaufshilfen, Prämienverwaltung, Wiedervorlagen. Mehrmarkenfähig flexibel modernste Technologien 18/2013 attRiBut® GmbH Theodor-Storm-Str.8 22941 Bargteheide Tel.: 04532 2702-0 info@attribut.de www.attribut.de

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HANDEL Noch mehr Fotos gibt´s auf AUTOHAUS Facebook. Durch die Wiege Europas AUTOHAUS Motorrad– Die internationaleTeilnehmern eine faszitour führte dieses Jahr nach Griechenland und bot den AUTOHAUS GOES HELLAS 2013 nierende Mischung aus Geschichte, Geographie und Lokalkolorit. ie Region Ipiros im Nordwesten Griechenlands lädt geradezu ein, auf zwei motorisierten Rädern entdeckt zu werden. Wenig Tourismus, der Pindos Nationalpark mit unberührten Wäldern, schmale kurvige Straßen und zwischendrin malerische Dörfer vermitteln einen Eindruck vom ursprünglichen Griechenland. Nach der Überfahrt mit der Fähre vom italienischen Ancona führte die erste Etappe der Tour AUTOHAUS goes Hellas 2013 durch die Bergwelt unweit der albanischen Grenze in die Provinzhauptstadt Ioannina. Vom 29. August bis 6. September standen sieben Touren von jeweils 200 bis 300 km Länge auf dem Programm. Zu den Höhepunkten auf Hellas zählten u. a. die Meteora-Klöster, die Vikos-Schlucht als tiefste Schlucht der Welt und der höchste griechische Berg und Sitz der antiken Götter, der Olymp. AH 1 Auf kurviger Strecke ging es vom Ionischen Meer auf 1.800 Meter Höhe Richtung Olymp. 2 Hatten sichtlich Spaß auf der Tour (v. l.): Dieter Hauser, Olivia Abagiu, Thomas Witzemann, Konstantin Mentis, Birgit Lange, Ralph M. Meunzel, Clemens und Linda Betzemeier, Rainer Lange. 3 Audi unterstützte mit einem Begleitfahrzeug und einem Standplatz für die Transportfahrzeuge in Ancona. 4+5 Land und Leute und jede Menge Vierbeiner. 6 Ankunft auf griechischem Boden: Das Abenteuer beginnt. 7 Eines der 24 Meteora-Klöster. 8 Wohlverdiente Pause in einer typischen Taverne. 18/2013 Fotos: Jolanta Sulowski/AUTOHAUS

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KFZGEWERBE Taube Ohren – Die Händler beschweren sich massiv darüber, dass Importeur und Hersteller ihre Anregungen und Kritik ignorieren. MITSUBISHI VON DORIS PLATE Der wieder gewählte Vorstand des Mitsubishi Partnerverbands (hinten v.r.): Sprecher Guido Riemann, Gaby Breitenwischer, Jörg Lessing, Jörg Lenz; (vorne v. r.): Geschäftsführer Georg Hilgers und Roland Erndle. Auf dem Foto fehlt Peter Kranich, der wegen Krankheit nicht an der Versammlung teilnehmen konnte. dieses Modell bald schon einiges an Kreativität erfordern würde. „Kein Gehör für die Basis“ arte Zeiten für die MitsubishiHändler: Per Ende August lagen die Neuzulassungen ihrer Marke auf dem deutschen Automobilmarkt bei 14.329 Einheiten und damit nochmals 13,3 Prozent unter Vorjahr. Aber die mangelnden Verkäufe sind noch nicht einmal der größte Aufreger in der Händlerschaft: Am meisten ärgert sie, dass ihr Importeur auf Anregungen und Kritik von ihrer Seite nicht angemessen reagiert. Dabei ist natürlich gerade die treue Händlerschaft daran interessiert, dass ihre Marke erfolgreich ist: „Wir sind keine Meckerköppe, wir wollen die Marke Mitsubishi in Deutschland erfolgreich machen“, brachte es der Sprecher des Vorstandes des Mitsubishi-Vertragspartnerverbandes Guido Riemann Mitte September bei der Mitgliederversammlung in Flörsheim auf den Punkt. 18/2013 Seit Oktober 2012 habe es keine Sitzungen des Arbeitskreises Vertrieb mehr gegeben. „Das zeigt, wie großen Wert man auf die Zusammenarbeit mit dem Handel legt“, erläuterte der Sprecher. Auch ein Schreiben an die Zentrale in Japan habe keine Änderung gebracht. Zwar sei man auf die Änderungswünsche in Sachen Preis bei der Einführung des Space Star noch eingegangen. Einführungspreis ist jetzt 8.990 Euro statt der geplanten 10.000. Jetzt habe man aber kein Geld mehr für weitere Unterstützungsmaßnahmen, hieß es vom Importeur. Die Händler meinen aber, ohne weitere Verkaufshilfen im harten Markt nicht erfolgreich sein zu können. Aber das sind nur Detail-Probleme. Was den Partnern richtig auf der Seele liegt ist, dass sie keine Informationen zur Zukunft ihrer Marke hierzulande haben. „Ich würde mir mehr Kommunikation mit dem Handel darüber wünschen, was Mitsubishi in Zukunft vorhat“, sagte Riemann. Arbeitskreissprecher Roland Erndle zeigte sich enttäuscht davon, dass man im Servicebereich „kein Gehör für die Basis“ habe. So habe man zunächst gegen den Willen der Partner das Austauschteileprogramm abgeschafft, um es dann, nachdem man bemerkt hatte, dass das Neuteilegeschäft dadurch nicht besser wurde, mit vergünstigten Neuteilen für diesen Bereich wieder zu beleben. Die Auditierung im Garantiebereich bedeute, dass der Händler auf der Anklagebank sitze und seine Unschuld beweisen müsse. Dabei könne die Vergütung allenfalls eine Entschädigung für die Arbeit sein. Von einer „Ausschüttung“, wie es im Sprachgebrauch von MMD hieße, könne nicht die Rede sein. Auch das Thema Werkstattportal, das MMD jetzt gemeinsam mit Autoscout24 bei den Händlern pilotieren will, wurde von den Händlern auf breiter Front abgelehnt. „Bei den Werkstattportalen zahlt der Händler Geld dafür, dass seine Rendite sinkt“, fasste ein Teilnehmer zusammen. Bei den Wahlen zeigte sich, dass die Mitglieder zu 100 Prozent hinter ihrem Verband stehen: Alle sechs Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt: Guido Riemann, Jörg Lessing, Gaby Breitenwischer, Peter Kranich, Jörg Lenz und Roland Erndle bleiben für weitere zwei Jahre im Amt. ■ ■ ■ ■ ■ HIER BRENNT‘S Verkäufe per Ende August 13,3 Prozent unter Vorjahr Händlerkritik stößt beim Importeur auf taube Ohren Ersatzteilversorgung läßt zu wünschen übrig Foto: Plate Probleme im Ersatzteilwesen Auch im Ersatzteilbereich gab es viele Beschwerden. Die Händler machen sich Sorgen, dass nach der Einstellung der Produktion des Colt in den Niederlanden Ende 2012 die Ersatzteilversorgung für Pläne von MMD für ein Werkstattportal mit AutoScout24 werden skeptisch gesehen.

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RECHT + STEUERN Nicht zwingend schriftlich – Auch die mündliche Bestätigung der Fahrzeugbestellung besitzt Gültigkeit. KAUFVERTRAG AUTOHAUS-JURISTEN RECHTSANWÄLTE G. HAUG & PARTNER Obwohl laut einer aktuellen BGH-Entscheidung auch eine mündliche Bestätigung der Fahrzeugbestellung wirksam ist, empfiehlt sich dennoch die sofortige Annahmeerklärung per Unterschrift. So wird im eventuellen Streitfall der nötige Nachweis erleichtert. ie Verwendung der sowohl im Neu- wie auch im Gebrauchtwagenhandel üblichen Bestellformulare ist neben den gewünschten Vorteilen mit der Gefahr verbunden, dass im Einzelfall die erforderliche Bestätigung der Fahrzeugbestellung unterbleibt. Ist die Abwicklung des Geschäfts noch nicht erfolgt, kann beim Kunden im Konfliktfall nach Ablauf der Bindungsfrist dann weder die Abnahme des Fahrzeuges noch die Bezahlung erfolgversprechend durchgesetzt werden. Dies gilt im Übrigen auch, wenn der Zugang der Bestätigung im Streitfall nicht nachgewiesen werden kann. 66 In einem solchen Streitfall hat der BGH mit einer Entscheidung vom 12.03.2013 (Aktenzeichen VIII ZR 179/12) aktuell zugunsten der Händler klargestellt, dass auch eine mündliche Bestätigung der Fahrzeugbestellung Gültigkeit besitzt, selbst wenn die AGBs hierfür die Schriftform vorsehen. KURZFASSUNG 1. Die in den Neu- und Gebrauchtwagenver- kaufsbedingungen vorgesehene schriftliche Bestätigung der Fahrzeugbestellung dient lediglich Beweiszwecken. Die Einhaltung der Schriftform ist nicht zwingend Voraussetzung für einen wirksamen Kaufvertragsabschluss. Fahrzeugbestellung ist wirksam. 2. Auch eine mündliche Bestätigung der 3. Beweispflichtig für die fristgerecht erfolgFoto: Jupiterimages/photos.com Der Fall Es ging um die Bestellung eines Reisemobiles zum Preis von 126.626 Euro. Der Kunde hatte beim Händler ein entsprechendes Bestellformular unterzeichnet. Beim Kaufpreis war vermerkt „Barzahlung eventuell Leasing“. Bestandteil der te Annahmeerklärung und ihren Zugang ist der Händler. Stellt der Kunde trotz Nachweis der Absendung den Zugang einer Faxbestätigung in Abrede, kann ihm die Vorlage der Eingangsprotokolle auferlegt werden. 18/2013

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RECHT + STEUERN Bestellung waren die üblichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wonach der Kunde an sein Vertragsangebot drei Wochen gebunden ist und der Kaufvertrag zustande kommt, wenn der Händler innerhalb dieser Frist die Bestellung schriftlich bestätigt oder die Lieferung ausführt. Nach Unterzeichnung der Bestellung gratulierte der Händler dem Kunden, und die beiden gingen gemeinsam essen. Der Kunde leistete in der Folge eine Anzahlung in Höhe von 10.000 Euro. Später teilte er mit, dass ein Kauf nicht möglich ist und eine Übernahme nur über Leasing erfolgen kann, um welches sich der Kunde auch bemühte. Letztlich wollte der Kunde das Reisemobil nicht mehr abnehmen, und der Händler musste auf Zahlung des restlichen Kaufpreises klagen. Da der Kunde den Zugang einer schriftlichen Bestätigung der Bestellung durch Brief und Fax bestreiten ließ, berief sich der Verkäufer zum Nachweis des wirksam abgeschlossenen Kaufvertrages zusätzlich auf eine bereits bei Unterzeichnung der Bestellung mündlich erklärte Annahme und bot hierfür Zeugenbeweis an. in Anbetracht der Behauptung des Kunden, an ihn adressierte Faxe seien bereits mehrfach nicht in den Speicher seines Faxgerätes gelangt und hätten deshalb auch nicht ausgedruckt werden können. Zu der behaupteten mündlichen Annahmeerklärung sei nicht konkret genug vorgetragen worden. Im Übrigen sei sie unwahrscheinlich, weil sie den schriftlichen Vertragsunterlagen widerspreche. KOMMENTAR Robert Glocker Rechtsanwalt Der BGH Die Instanzgerichte Das Landgericht und das Oberlandesgericht Stuttgart wiesen die Klage ab und sprachen dem Kunden auf Widerklage die Rückzahlung der geleisteten 10.000 Euro zu. Der Händler habe den Abschluss eines wirksamen Kaufvertrages nicht nachgewiesen. Aus dem vorgelegten Schriftverkehr ergäbe sich nicht eindeutig, dass der Kunde vom Bestehen eines wirksamen Vertrages ausgegangen sei. Den Zugang seiner Briefsendung konnte der Händler nicht beweisen. Das vorgelegte Faxprotokoll mit dem Sendevermerk „o.k.“ sei für einen Zugangsnachweis nicht ausreichend Der 8. Senat verwies den Fall mit deutlichen Worten an das OLG zurück mit der Vorgabe, über die behauptete mündliche Annahme der Bestellung Beweis zu erheben und darüber hinaus der Frage nachzugehen, ob der Kunde für sein Faxgerät ein Empfangsjournal vorlegen kann. Unter Bezugnahme auf eine frühere Entscheidung aus dem Jahre 2008 im Bereich des Mietrechts (BGH XII ZR H 66/06) führen die Entscheidungsgründe aus, dass vorliegend der vertraglich für die Bestätigung vereinbarten Schriftform nur Beweisfunktion zukommt und die Wirksamkeit des Vertrages nicht zwingend von ihrer Einhaltung abhängig ist. Unterbleibt die schriftliche Bestätigung, ist die Auslegungsregel des § 154 Abs. 2 BGB anzuwenden, wonach nur „im Zweifel“ kein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen ist. Von einem solchen Zweifelsfall kann aber nicht ausgegangen werden, solange der vom Händler angebotene Beweis zur mündlichen Vertragsbestätigung nicht erhoben wurde, denn eine solche Annahmeerklärung hätte den wirksamen Vertragsabschluss herbeigeführt. Wahrscheinlichkeitsüberlegungen der Instanzgerichte wurde hier eine klare Absage erteilt mit dem zusätzlich Hinweis, dass bereits die bloße Behauptung der Annahmeerklärung die Beweiserhebung veran- Das Modell, statt der sofortigen beiderseitigen Unterzeichnung eines Kaufvertrages zunächst die verbindliche Bestellung des Kunden entgegenzunehmen und diese in der zeitlichen Folge gesondert zu bestätigen, ist jedenfalls dann sinnvoll, wenn Liefer- oder Beschaffungsmöglichkeiten abgeklärt oder innerbetriebliche Organisationsstrukturen eingehalten werden müssen. Steht die Lieferbarkeit des Fahrzeuges fest, empfiehlt sich die sofortige Bestätigung, die zu Nachweiszwecken auch unmittelbar durch entsprechenden Vermerk auf dem Bestellformular mit Unterschrift erfolgen kann. Damit wird nicht nur die Briefmarke gespart, sondern auch die Frage des Zugangsnachweises unmittelbar gelöst, ohne den redlichen Kunden mit Einschreibebriefen zu irritieren. Falls aber erforderlich, sollte die Annahmeerklärung mit Einwurfeinschreiben versandt werden, da bei Nichtabholung eines Einschreibens mit Rückschein die Erklärung nicht zugegangen und die DreiWochen-Frist schnell abgelaufen ist. lasste, ohne dass von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden musste, vom Händler einen detaillierteren Sachvortrag zu den genauen Gesprächsinhalten bei der Fahrzeugbestellung einzufordern. ■ Rechtsanwalt Robert Glocker kanzlei@raehaug-partner.de www.haug-partner.de Experten für den Automobilhandel Autohaus Beratung Händlernetzentwicklung, Autohaus Management, Autohaus IT Absatzmanagement Neuwagen, Gebrauchtwagen, AfterSales Restrukturierung, Sanierung, Performance Management, Recruiting & HR Services ------------------------------------------------------München, Hamburg, Düsseldorf – www.brandt-partners.com/Kompetenzen

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RECHT + STEUERN Wucherzinsen STEUERPFLICHT VON ERSTATTUNGSZINSEN RATH, ANDERS, DR. WANNER & PARTNER WPG – Der Fiskus kassiert doppelt. KOMMENTAR Horst Neubacher Wirtschaftsprüfer, Steuerberater www.raw-partner.de Trotz zur Zeit niedriger Leitzinsen hält der Bundesfinanzhof eine Verzinsung von Steuernachzahlungen mit 6 Prozent für verfassungsgemäß. Noch ärgerlicher ist die Tatsache, dass der Fiskus bei Erstattungszinsen für Steuerrückzahlungen noch einmal zur Kasse bittet. er Bundesfinanzhof (BFH), Deutschlands oberstes Steuergericht, hält die Zinsen auf Steuern in Höhe von 6 Prozent für verfassungsgemäß. Klagen von Steuerbürgern gegen die Höhe von 6 Prozent Zinsen bei Steuernachzahlungen sind wieder einmal gescheitert. Vor allem fühlen sich Steuerzahler deshalb völlig ungerecht und verfassungswidrig behandelt, weil normale Geldanlagen derzeit allenfalls 1 bis 2 Prozent Zinsertrag bringen. Nach Abzug der Inflation bleibt kein Ertrag mehr übrig, vielmehr bedeuten Steuern und Inflation sogar eine jährliche Geldvernichtung. 68 Gerechter Ausgleich? Wie die mehrjährige Kalkulation von Nachzahlungs- und Erstattungszinsen zeigt, ist zwar der Nominalzins mit 6 Prozent zu heutigen Zeiten niedriger Zinsen sehr hoch, der Effektivzins unter Berücksichtigung der gesamten Laufzeit des Vor- oder Nachteils jedoch viel niedriger. Ein erhebliches Ärgernis verbleibt jedoch in den Fällen, in denen jahrelange Rechtsbehelfe Unsicherheit über die fälligen Steuern bringen und dann möglicherweise nach Jahren oder Jahrzehnten Steuerzahlungen fällig werden, die mit 6 Prozent pro Jahr zu verzinsen sind. In solchen Fällen ist es oftmals einfacher und auch legitim, selber keine Aussetzung der Vollziehung von Steuerbescheiden zu beantragen, sondern lieber gleich die Steuern zu bezahlen. Haben die Rechtsbehelfe dann Erfolg, erhält man 6 Prozent Nachzahlungszinsen, verliert man seine Rechtsbehelfe, muss man wenigstens keine Nachzahlungszinsen aufwenden. Dies setzt allerdings voraus, dass man über genug liquide Mittel verfügt, um streitige Steuern vorzuleisten. Es sind sowohl Einkommensteuererstattungen wie auch Einkommensteuernachzahlungen, die später als 15 Monate nach Ende des Steuerjahres anfallen, für die anschließenden Zeiträume zu verzinsen. Also muss auch der Fiskus Zinsen zahlen, falls eine Steuerrückerstattung an den Bürger erfolgt. Gleiches gilt z. B. auch für die Körperschaftsteuer. Da auch in beiden Fällen – sowohl Erstattungen als auch Nachzahlungen – der Höhe nach mit 6 Prozent pro Jahr Zinsen anfallen, kann man dies durchaus für gerecht halten, auch wenn der Zinssatz zurzeit „utopisch“ KURZFASSUNG 1. Der Bundesfinanzhof hat in einem neue- ren Urteil auch zu Zeiten niedriger Zinsen die Höhe der steuerlichen Nachzahlungszinsen für verfassungsgemäß erachtet. gebnis orientieren und soweit wie möglich versuchen, solche Nachzahlungszinsen zu vermeiden. den, dass der Fiskus für Erstattungszinsen von Steuerrückzahlungen diese Zinsen wiederum als steuerpflichtige Einnahmen ansieht. 2. Die Steuerzahler sollten sich an diesem Er- 3. Als völlig ungerecht wird jedoch empfun- 18/2013 Fotos: Sergey Nivens/Fotolia, Archiv

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RECHT + STEUERN zu hoch ist. Vor allem kann in den meisten Fällen durchaus der Steuerbürger selbst Vorsorge dafür treffen, dass es möglichst nicht zu Steuernachzahlungen kommt. Neben dieser noch als „gerecht“ zu bezeichnenden Gleichheit der Verzinsung stößt aber die weitere Behandlung der Zinsen durch den Gesetzgeber – den Fiskus – beim Bürger auf völliges Unverständnis. Trotzdem hat der BFH nun auch für jüngere Zeiten niedrigerer Zinsen – nämlich für Zinszahlungszeiträume ab 2009 – die gesetzliche Zinsregelung als verfassungsgemäß angesehen. künfte anzusehen, so wollen es jedenfalls der Gesetzgeber und die Steuerverwaltung, und dies mit Absegnung durch die Gerichte! So scheint nunmehr durch den BFH das letzte Wort gesprochen, es ist auch nicht zu erwarten, dass im Falle einer Verfassungsbeschwerde das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber diesen Spielraum bei der Abfassung des Gesetzes nicht zubilligen würde. Richtig kalkulieren Doppelte Belastung Während die Zinsen, die ein Unternehmen oder der Bürger auf Steuernachzahlungen zu leisten hat, nicht als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben bei der Berechnung der Steuer abgesetzt werden können, verlangt der Fiskus auf Steuererstattungszinsen, die der Bürger erhält, grundsätzlich wiederum Steuern: Denn Erstattungszinsen sind grundsätzlich als steuerpflichtige Ein- Berücksichtigt man alle Faktoren, die für die Verzinsung sowohl von Nachzahlungen als auch von Rückzahlungen von Steuern eine Rolle spielen, dann ist solch eine vom Gesetzgeber angedachte pauschale Verzinsung als Ausgleich für Vorteile im Regelfall wirtschaftlich begründbar. Beträgt der Zinslauf z. B. bereits zwei Jahre, dann ist der Zins bereits ein Ausgleich für eine Kapitalnutzung von rund vier Jahren: Der Vorteil beginnt nämlich schon im laufenden Steuerjahr, sodann in den 15 Monaten nach Ablauf des Steuerjahres, in denen noch keine Zinsen fällig werden, und dann folgen die oben genannten zwei Jahre des Zinslaufes. Somit aber würde die Verzinsung im Schnitt nur rund 3 Prozent betragen. Wäre der Zinslauf nur 1 Jahr, würden nur 6 Prozent Zinsen für eine Laufzeit des Vorteils der Kapitalnutzung von gemittelt rund 2 ¾ Jahren anfallen, der „Effektivzins“ beträgt dann nur gut 2 Prozent p. a. Dauert also die endgültige höhere Steuerfestsetzung nach einer Betriebsprüfung z. B. 5 Jahre nach Beginn des Zinslaufes, werden 30 Prozent Zinsen für knapp 7 Jahre „Vorteil“ fällig, der Effektivzinssatz läge dann schon bei über 4 Prozent p. a. Als echtes Ärgernis verbleibt jedoch die Steuerpflicht von Erstattungszinsen. Dies mag man in jedem Fall als ungerecht empfinden. Festzuhalten bleibt, sich über Nachzahlungszinsen aufzuregen scheint ebenso sinnlos wie die Anfechtung von Zinsbescheiden. Jedenfalls beim BFH holt man sich lediglich eine „blutige Nase“. Michael Böhlk-Lankes Rechtsanwalt, Steuerberater muc@raw-partner.de Unser Produkt- und Dienstleistungs-Portfolio automatisiert Ihre Serviceabläufe, optimiert Ihre Prozesse und steigert die Erträge im Autohaus. Neben wachsender Effizienz blühen auch Kundenzufriedenheit und -bindung auf... Mehr über unsere charmanten Software-Lösungen finden Sie auf www.soft-nrg.de

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SZENE GW-Bestseller Die Statistiken von mobile.de verraten, was Gebrauchtwagenkäufer wirklich suchen. Eine exklusive Marktübersicht in 10 Folgen. Neue Deutschlandzentrale Nur ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich haben die beiden Automobilunternehmen Peugeot Deutschland GmbH und Citroen Deutschland GmbH eine neue, gemeinsame Deutschlandzentrale im Airport Businesspark in Köln-Gremberghoven bezogen. Zur offiziellen Eröffnung des Neubaus empfing der französische Mutterkonzern PSA Peugeot Citroen am 6. September zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, allen voran die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Köln, Jürgen Roters. Der Einzug in das neue Gebäude markiert für die beiden Automobilmarken Peugeot und Citroen den Beginn eines neuen Kapitels. Erstmals arbeiten die beiden Marken unter einem Dach. Im Zuge der Zusammenlegung der beiden früheren Standorte in Köln und Saarbrücken konnten 150 Mitarbeiter abgebaut werden. „Die damit einhergehenden Einsparungen waren dringend nötig“, erläuterte SUCHE NACH ALTER Erstzulassung ab 2000 2009-2011 2006-2008 2003-2005 2000-2002 26,4% 22,6% 17,3% 12,1% Prozent* Mit hochrangigen Gästen, darunter NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (Mitte), eröffnete PSA seine neue Deutschlandzentrale in Köln. Erstzulassung von 1900- 2000 Prozent* 2000-2009 Quelle: mobile.de, August 2013 60,8% 11,4% 1990-1999 1980-1989 5,5% 1970-1979 4,2% 1900-1969 0,4% *66,5 Prozent der Pkw-Suchenden haben ihre Suche auf mobile.de nach „Fahrzeugalter“ eingeschränkt. Christof Blank, der Leiter des Zentralbereichs. Jetzt arbeiten 289 im markenübergreifenden Zentralbereich und für die beiden Marken jeweils 100. Sowohl Citroen als auch Peugeot hoffen darauf, unter den neuen Arbeitsbedingungen wieder mehr Fahrzeuge hierzulande absetzen zu können. Und: Die Importeurs-Zentrale entspricht nun endlich auch dem Standard, den die Marken schon lange von ihren Händlern erwarten. dp AUTO-KENNZEICHEN Folge 7 Fahrzeugalter Neben Marke und Modell ist das Fahrzeugalter das dritthäufigste Kriterium, nach dem Pkw-Suchende ihre Recherche auf Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt mobile.de einschränken. Etwa zwei Drittel (66,5 Prozent) von ihnen nehmen diese Auswahl vor, um unter den mehr als 1,4 Millionen Fahrzeugangeboten ihren Favoriten zu finden. Mehr als die Hälfte aller Kaufinteressierten (60,8 Prozent), die ihren Suchauftrag entsprechend eingrenzen, schauen nach Modellen, die zwischen 2000 und 2009 zugelassen wurden. Doch auch die Klassiker sind weiterhin begehrt. Egal ob Young- oder Oldtimer: Etwa jeder Zehnte (10,1 Prozent) sucht nach einem Modell mit einer Erstzulassung vor 1990. Besonders hoch im Kurs stehen allerdings die jüngeren Gebrauchten. Mehr als jeder Vierte (26,4 Prozent) interessiert sich bei seiner Suche für einen Pkw mit Erstzulassungsdatum zwischen 2009 und 2011. Viele dieser Fahrzeuge zeichnen sich durch ihre hochwertige Ausstattung und geringen Kilometerstand aus. Kunden wünschen Individualität Der Zulassungsdienst und Kennzeichenproduzent Kroschke Signs & Services hat es nun fundiert feststellen lassen: 53,6 Prozent der Autofahrer, also jeder zweite, fahren mit einem Wunschkennzeichen, wobei in 30 Prozent die Initialen des eigenen Namens aufgelegt werden. Mit weitem Abstand folgt das eigene Geburtstdatum bzw. Initialen von Familienmitgliedern. So stellte das die GfK im Auftrag der Christoph Kroschke GmbH fest (s. Grafik). „Es ist auf den ersten Blick erstaunlich, wie hoch der Anteil der Wunschkennzeichen in Deutschland ist“, so Philipp Kroschke, Geschäftsführer der Christoph Kroschke GmbH. „Auf den zweiten Blick ist es dagegen nachvollziehbar: Über die individuellen Kürzel schaffen die Autobesitzer einen zusätzlichen persönlichen Bezug zu ihrem Fahrzeug, bringen es – wenn auch auf meist nicht offensichtliche Art – mit sich in Verbindung. Wer für Kunden ein WunschWUNSCHKENNZEICHEN Welche Botschaft verbirgt sich hinter Ihrem Kfz-Kennzeichen? (TOP 5) Kfz-Kennzeichen? (TOP 5) Welche Botschaft verbirgt scih hinter Ihrem maximal zwei Nennungen möglich maximal zwei Nennungen möglich 35 % 30,80 % 30 % 25 % 20 % 15 % 10 % 5% 0 Initialen eigener Name Eigenes Initialen Geburtsdatum Geburtsdatum eines Familien- eines Familienmitglieds mitglieds 12,50 % 10,20 % 5,80 % 4,50 % kennzeichen reservieren möchte, kann dies unter www.kroschke.de für alle Zulassungsbezirke deutschlandweit tun. Die Kennzeichen lassen sich in den bundesweit 430 Filialen erwerben oder gleich mit der Zulassung über die Kroschke Zulassungsdienste beziehungsweise als Teil des Online-Zulassungsservices bestellen. hb 18/2013 Quelle: GfK Datum eines besonderen Tages Foto: Plate

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Foto: Hahn-Gruppe HAHN-GRUPPE Ausbildungsstart Anfang September haben 64 junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ausbildung bei der Hahn-Gruppe am Firmensitz des Unternehmens in Fellbach begonnen. Im gewerblichen Bereich werden die Berufe Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und Fahrzeuglackierer ausgebildet. Im kaufmännischen Bereich bildet die Hahn-Gruppe Automobilkaufleute sowie Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Insgesamt sind derzeit rund 190 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt. Geschäftsführer Steffen Hahn: „Für mich ist der Empfang unserer Lehrlinge ein ganz besonderer Tag in meinem Jahreskalender. Daher freue ich mich sehr, in diesem Jahr wieder eine so große Anzahl Auszubildender mit deren Eltern begrüßen zu dürfen.“ Ein besonderer Schwerpunkt der Ausbildung liegt bei der Hahn-Gruppe in der konsequenten Betreuung der Lehrlinge. So werden detaillierte Ausbildungspläne erarbeitet sowie Weiterbildungsmaßnahmen in der Firmenzentrale in Fellbach und externe Schulungen durchgeführt. „Zahlreiche ehemalige ‚Hahn-Lehrlinge‘ haben sich in den letzten Jahren zu erfolgreichen Führungskräften unseres Unternehmens weiterentwickelt“, sagt Steffen Hahn. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die Hahn Akademie gegründet und damit das Ausbildungsengagement weiter verbessert. ok e re it s R Y – b c s -W ä s c h e n e GSS TO E R F O L a u ft e S h in eT D IE rk M io . v e 2 ,5 Autowäsche mit „Repair-Effekt“ Für eine herausragende Waschleistung zahlen Autofahrer gerne etwas mehr. Bieten Sie Ihren Kunden deshalb mit ShineTecs® ein Top-Waschprogramm im oberen Preissegment. Dank ShineTecs® wird die Lackschicht bei jeder Wäsche nicht nur versiegelt, sondern auch aufbereitet. Die Vorteile: Optimaler Lackschutz für Ihre Kunden – neue Umsatzchancen für Sie. Mehr Informationen für ein besseres Waschgeschäft unter: www.auwa.de/shinetecs AUWA-Chemie GmbH · Argonstr. 7 · 86153 Augsburg Harald Grohn zum 70. Geburtstag Wem aus der Erinnerung die Mineralölmarke „Veedol“ in den Sinn kommt, der wird konstatieren, dass es die beliebteste Mineralölmarke in der deutschen Händlerschaft war. Durch die Konzentrationsbewegungen der Mineralölindustrie ging Veedol 1999 bei Aral „unter“. Hermann Eden, Veedol-Geschäftsführer, hatte ursächlich in sehr engem Verbund mit dem ZDK – Fritz Haberl – für die Marktdurchdringung von Veedol die grundsätzlichen Weichen gestellt. Hierzu gehörte u. a. das Sponsoring der ersten automobilen Stiftungsprofessur in Bamberg. Hierzu gehörten die ersten Branchen-Studien, die Veedol gemeinsam mit AUTOHAUS initiierte. Harald Grohn hatte hierzu als Nachfolger von Hermann Eden von 1989 bis 1999 ganz wesentlich mitgewirkt und Zeichen gesetzt. Was Öl bis heute alles so möglich macht! Jede neue „Sorte“, man denke an die Einführung von Synthetiköl, wurde zum 18/2013 „Event der neuen Welt“ erhoben. Der Veedol-Stand auf der Automechanika beeindruckend, vor allem abends die unvergesslichen Veedol-Messeabende im „Hessischen Hof “. Das war stets der beliebteste Stand auf der Automechanika, zu dem Harald Grohn als Gastgeber einlud. Da schlug das Herz jedes Automobilisten höher. Und Grohn verkörperte das. Er machte ursächlich seine Ausbildung bei Mercedes-Benz, machte einen Ausflug in die kaufmännische Leitung bei einem MANVertreter in Bergheim und Düsseldorf, bevor er 1978 zu Veedol wechselte und dort bis 1989 als Verkaufsleiter für Nord-RheinWestfalen wirkte. Bis zum Jahr 2004 wurde dann die Veedol- bzw. die Aral-Zentrale in Hamburg-Bochum seine Wirkungsstätte. AUTOHAUS dankt dem Jubilar für eine vorbildliche, langjährige Zusammenarbeit! Herzliche Gratulation zum Jubeltag am 2. Oktober 2013! Prof. Hannes Brachat JUBILÄUM Harald Grohn Foto: Brachat

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SZENE BRANCHENTREFF „Das Beste oder nichts“ Im Alter kehrt der Elefant an seinen Ursprung zurück, sagt man. Eckhard Pankas (68) zehnter Umzug in seinem Leben hat aber eine tiefgründigere Bewandtnis. Er musste in jungen Jahren seine Heimat, in Grünheide i.d.M., am Peetzsee gelegen, verlassen und hatte nun die Möglichkeit, seinen heimatlichen Urgrund zurückzuerwerben. Wer Panka aus seiner aktiven Zeit als Deutschlandchef von Mercedes Benz (MB) kennt, weiß um seine besondere Ader zur Perfektion. „Das Beste oder nichts“ zelebrierte er nun zusammen mit seiner Frau Karin mit einer „HerzensParty“ und lud dazu u. a. langjährige berufliche Wegbegleiter an seinen sehr stilvoll gestalteten Alterssitz ein. AUTOHAUS hielt zu ihm aufgrund des Verlagsstandorts München, als er dort die „Region Süd“ leitete, schon sehr frühe Kontakte. Panka hatte unter der Ära des MBVorstandsvorsitzenden Helmut Werner den Konzern auf dem deutschen Markt 1992 ff. aus seiner größten Krise herausgeführt. Von 1995 bis zum Jahre 2000 hatte MB die Produktion weltweit auf 1,1 Millionen Einheiten verdoppelt und auf dem deutschen Markt Opel in der Zulassungsstatistik vom zweiten Platz verdrängt. In Pankas Wirkzeit fiel 1992 die Gründung der DCVD, 1998 deren Umzug von Stuttgart nach Berlin. Ab 1997 führte Panka unter maßgeblicher Mitwirkung von Walter Missing, der für die Netzentwicklung in Pankas Geschäftsführungsteam verantwortlich war, die Netzbereinigung auf damals 96 MB-Vertreter durch. Ein Kraftakt, für den heute viele dankbar sind, der aber Siegbert Zeh (v. l. n. r.), Ulrich Kowalewski, Dr. Tonio Kröger, Bernd Wöllenstein, Peter Subotic, Eckhard Panka, Sir Günther Stöckert, Walter Müller, Dr. Jürgen Fahr, Helmut Mink, Günther Egle, Manfred Merkel, Thomas Holtgräfe. Walter Missing konnte urlaubsbedingt nicht anwesend sein. auch beim einen und anderen Partner Betroffenheit auslöste. 1998 kamen bei der DCVD die Marken Chrysler, Jeep, Dodge und Smart hinzu. Später die Indirektverantwortung für Mitsubishi (MMC). Die Ära Schrempp & Cordes – ab 1996 und die folgenden Jahre – sollte vieles wandeln. Die Korruptionsaffäre um TopManager des DaimlerChrysler-Konzerns zog weite Kreise. Nicht nur Panka wurde am Nikolaustag 2004 demissioniert. Es sollte in Folge auch bei der DCVD die größte Wandlung folgen. Panka hat 12 Jahre dieses Gigantenschiff DCVD als genialer Kapitän gesteuert. Unglaublich, welches Pensum, welche Komplexität – Nutzfahrzeuge inklusive – dieser Mann Jahr für Jahr mit seinem Team zu schultern hatte. Jedes Interview mit ihm geriet zu einem Feuerwerk. Panka ist ein wandelndes Lexikon mit außergewöhnlichem Detailwissen. Er selbst hat gerade das verkäuferische Handwerk von der Pike auf gelernt und wo er ging und stand die Mar- ke „Daimler“ in allen Facetten gelebt, verkörpert und sich damit bei seinen Partnern eine einmalige Reputation geschaffen. Er gehörte zu jenen Managern, die ihre Partner zu schätzen wussten. Panka hatte in der DCVD 16.000 Verkäufer zu steuern. Und er ging als erster Verkäufer der gesamten Organisation mit großer Vorbildfunktion voran. Jedes Partnertreffen inszenierte er zu einem gigantischen Event. Seine Ansprachen, auch auf dem 6. Tag der Automobilwirtschaft in Geislingen, hatten stets branchenprägendes Format. Er konnte begeistern, mitreißen, Orientierung geben. Ja, es gab nur Daimler, sonst lange nichts. Sie waren als Team einfach die Besten. Eckhard L. Panka hat den Besten seiner Zeit Genüge getan! Dass er sich seit seinem Ausscheiden automobilistisch mit Bravour zurückhält, spricht nur für ihn. Wir durften ihn in seinem neuen Domizil einmal mehr in seiner einmaligen Klasse live erleben. Ein Wiedersehen von ganz besonderer Wertigkeit! Prof. Hannes Brachat Pro Garant ist zertifiziert Der Gebrauchtwagen-Garantieanbieter Pro Garant ist am 8. August von der Creditreform mit dem „Crefozert“ zertifiziert worden. Das Bonitätszertifikat wird laut Pro Garant von der Creditreform an Unternehmen vergeben, die mit Blick auf die Liquidität und den Fortbestand in ihrer aktuellen betrieblichen Situation und ihrer Zukunftsperspektiven keine maßgeblichen Bonitätsrisiken erkennen lassen. Damit gehöre Pro Garant zu den 1,7 Prozent der deutschen Unternehmen, denen eine außergewöhnlich gute Bonität bescheinigt werde. Foto: Pro Garant GUTE BONITÄT „Wir sind stolz auf dieses Gütesiegel. Es zeigt, dass Pro Garant auch in Zukunft ein verlässlicher und vertrauensvoller Partner für seine Kunden ist“, sagte Geschäftsführer Werner Langner. jko Marvin Lange (Creditreform) überreichte Pro Garant Geschäftsführer Werner Langner, Innendienstleiterin Kai Risse und Vertriebsleiter Jörg Henning das Gütesiegel. 18/2013 Foto: Brachat

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Mit der GTÜ auf Erfolgskurs SONDERTEIL IN AUTOHAUS 18/2013 WWW.GTUE.DE

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D SONDERPUBLIKATION Auf dem richtigen Kurs In den vergangenen Jahren hat die GTÜ viel erreicht. Sie ist für ihre 800 Vertragspartnerbüros und immer mehr Autohäuser ein zuverlässiger und kompetenter Partner. Geschäftsführer Rainer de Biasi über die Gründe des Erfolgs. ainer de Biasi ist zufrieden. Der Geschäftsführer der GTÜ kann schon jetzt absehen, dass das Jahr 2013 für die Gesellschaft ein weiteres erfolgreiches werden wird. Die gute Stellung am Markt führt er vor allem auf eines zurück: Die GTÜ ist die etwas andere Prüforganisation. AH: Die GTÜ war im Jahr 2012 sehr erfolgreich unterwegs. Wie sieht die bisherige Entwicklung für 2013 aus? R. de Biasi: Wir sind mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres sehr zufrieden, und es ist in derTat so, dass wir bei den Hauptuntersuchungen weiter zulegen konnten. Unsere rund 2.000 Prüfingenieure nahmen in diesem Zeitraum in Autohäusern, Kfz-Werkstätten und eigenen Prüfstellen 2,2 Millionen Fahrzeuge unter die Lupe und steigerten damit unseren Marktanteil, der aktuell bei annähernd 15 Prozent liegt. Bis Jahresende rechnen wir mit insgesamt vier Millionen Hauptuntersuchungen. In einem zwar stabilen, aber kaum mehr wachsenden Markt weitere Marktanteile zu erobern, heißt, dass wir mit unseren Partnern vor Ort den richtigen Kurs fahren. Dies belegt nicht zuletzt auch die jährliche Kundenzufriedenheitsstudie des Deutschen Kundenmonitors, bei der die GTÜ in den Kategorien Service und Leistung in Folge jeweils den ersten Platz belegt. ist unser Prüfer zur Stelle. Beispielsweise bei einem Fahrzeug, das am Samstag noch eine Hauptuntersuchung braucht, weil es verkauft werden soll. Letztlich sind es also unsere Partner, die die Anforderung der Kunden verstehen und die tagtäglich beweisen, dass Kundenorientierung in unserer Branche möglich ist. Wir in der Stuttgarter Zentrale geben unseren Partnern die Werkzeuge an die Hand, um die Kunden effizient bedienen zu können. namhafte Hersteller wie Daimler, Iveco, BMW, VW oder KTM. Seit Juni dieses Jahres ist die GTÜ an dem Homologationsdienstleister ATEEL in Luxemburg beteiligt. Großkunden wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW als auch viele mittelständische Unternehmen der Kfz-Branche profitieren von dem umfangreichen Dienstleistungsprogramm beider Unternehmen. AH: Worauf führen Sie die Erfolgsserie R. de Biasi: Der Erfolg unserer Organisation ist eindeutig auf die Servicebereitschaft und die Kundenorientierung unserer Partner zurückzuführen. Das beginnt damit, dass die Prüfstellen nicht stur an Öffnungszeiten festhalten, sondern sich flexibel nach Kundenbedürfnissen richten. Aber auch wenn die Werkstatt ein dringendes Problem hat, der GTÜ zurück? AH: Sie sind auch mit Serviceleis­ tungen wie dem Technischen Dienst auf Erfolgskurs. Sind hier weitere Akti­ vitäten oder Beteiligungen geplant? R. de Biasi: Der Technische Dienst der GTÜ hat sich seit unserem Markteinstieg im Jahr 2009 sehr dynamisch entwickelt. Wir agieren erfolgreich auf Augenhöhe mit den Alt-Organisationen und sind bei den Freiberuflern an der Spitze. Neben Einzel-Genehmigungsprüfungen führen wir mit unseren Partnern Genehmigungsprüfungen bei den großen Automobilherstellern durch. Zu den Kunden zählen AH: Mit wie vielen Partnerbüros und Autohäusern arbeiten Sie zusam­ men? R. de Biasi: Die GTÜ als größte Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger in Deutschland ist mit 800 Vertragspartnern flächendeckend präsent. Unsere hauptberuflich tätigen Sachverständigen und deren Mitarbeiter prüfen in über 18.000 Prüfstützpunkten sowie in eigenen Prüfstellen. Etwa drei Viertel aller Hauptuntersuchungen führen unsere Partner in den Prüfstützpunkten, also den Autohäusern und Kfz-Werkstätten durch. Wir bekennen uns an dieser Stelle zum seit vielen Jahrzehnten bes18/2013 800 Vertragspartnerbüros Fotos: GTÜ

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tens bewährten dualen System, also der klarenTrennung von Fahrzeuguntersuchung und Reparatur. Wir wollen auch keine Preispolitik, die zu Lasten des Kfz-Handwerks geht und lehnen deshalb Preisdumping zum Nachteil der Kfz-Betriebe ab. Wir unterscheiden auch nicht im Entgelt. Der Kunde zahlt in der Prüfstelle den gleichen Betrag wie in der Werkstatt. AH: Welche ihrer Dienstleistungen sind für Autohäuser besonders wichtig? R. de Biasi: Neben der amtlichen Hauptuntersuchung bieten wir mit unseren Sachverständigenbüros für Autohäuser eine breite Palette an bedarfsgerechten Dienstleistungen an, nisation ist eindeutig auf die Servicebereitschaft und die Kundenorientierung unserer Partner zurückzuführen. » Der Erfolg unserer Orga« G TÜ G e s ch ä fts f ü h re r R a i n e r d e B i a s i s i e h t d i e P rü fo rga n i s a ti o n da nk i hrer ho h e n F l e x i b i l i tä t f ü r Ve rä n d e ru n ge n a m Ma rk t g u t ge rü s tet . die in ihrer Qualität, ihrem Umfang und vor allem im Service begeistern und einen echten Mehrwert bringen – von der Arbeitssicherheit bis zur Zertifizierung. Unser umfangreiches Werkstattportal beispielsweise bietet praktische Unterstützung im Arbeitsalltag. Das Angebot reicht von der Umrüstdatenbank, dem Reifenfinder, dem Nachdruck von Untersuchungsberichten, technischen Informationen, der aktuellen Rechtssprechung und Gutachten bis hin zu Reifen und Produkttests rund ums Auto. Unser einzigartiges Oldtimerarchiv liefert zudem Datenblätter undTestberichte zu nahezu allen Fahrzeugen. R. de Biasi: Wir unterstützen die Händler in allen Belangen, die nicht zu deren Kernkompetenz gehören – von der Wertermittlung bis hin zur Erstellung eines Siegels für die Gebrauchtwagen. Starkes Interesse besteht vor allem auch bei der Berechnung von Minderwerten für Leasingrückläufer. Dies steigert die Akzeptanz beim Kunden und nimmt den Verkäufer aus der Schusslinie, wenn ein neutraler Gutachter das Fahrzeug im Autohaus bewertet. AH: Professionelles Gebrauchtwagen­ management ist ein wichtiges Thema in den Autohäusern. Welche Leistungen fragen die Händler nach? AH: Ist die GTÜ für künftige Herausfor­ derungen im Automobilhandel gut gerüstet? R. de Biasi: Wir beobachten den Markt sehr genau, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Ich bin überzeugt davon, dass sich die GTÜ durch hohe Flexibilität und Servicebereitschaft ihrer Partner und die Bereitstellung innovativer Dienstleistungen gut auf Veränderungen am Markt einstellen kann. Unseren Kurs wollen wir daher auch beibehalten und in den kommenden Jahren unseren Marktanteil gemeinsam mit unseren Partnern auf 20 Prozent ausbauen. AH: Herr de Biasi, vielen Dank für das Gespräch. Ziel: 20 Prozent Marktanteil IMPRESSUM eine Sonderpublikation der GTÜ erscheint als Verlagsbeilage mit AUTOHAUS 18/2013 Koordination/Redaktion: Kerstin Hadrath Sondergeschäft: Petra Willmeroth (Ltg.) Herstellung: Maren Krapp (Ltg.) Layout: Dierk Naumann Fotos: GTÜ Druck: Stürtz GmbH, 97080 Würzburg Verlag: Springer Fachmedien München GmbH, Springer Automotive Media, Aschauer Straße 30, 81549 München, 089/20 30 43 -11 36, www.autohaus.de 18/2013

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D SONDERPUBLIKATION Mit Aha-Effekt Die GTÜ bietet Autohäusern ein umfangreiches Portfolio an Dienstleistungen. Ob Fahrzeugüberwachung, Oldtimerbewertung oder Gebrauchtwagenmanagement – die GTÜ Sachverständigen unterstützen freundlich und kompetent. ebrauchtwagenmanagement, Schadengutachten, Quality Checks und Zertifizierungen – das Leistungsspektrum der GTÜ umfasst viel mehr als nur die wiederkehrende Hauptuntersuchung. Und dennoch bilden die Prüf- und Überwachungsservices nach wie vor das Kerngeschäft des Unternehmens aus Stuttgart. Oldtimer Amtliche Fahrzeugüberwachung Die GTÜ Prüfingenieure bieten für Autohäuser, Werkstätten und deren Kunden ein umfangreiches Angebot an amtlichen Fahrzeuguntersuchungen nach StVZO. Ob die wiederkehrende Hauptuntersuchung ansteht, ein stillgelegtes Fahrzeug wieder zugelassen werden soll oder eine Änderungsabnahme nach einem Umbau des Fahrzeugs nötig ist – die Prüfingenieure sind zur Stelle und stehen den Kfz-Betrieben mit Rat, Tat und Fachkompetenz zur Seite. Immer mehr Kfz-Betriebe generieren zusätzliche Aufträge und Umsätze mit älteren Fahrzeugen. Die Besitzer von Old- und Youngtimern sind eine attraktive, aber auch anspruchsvolle Zielgruppe. Sie legen großen Wert auf kompetente Beratung und geben ihr Schätzchen nur in fachkundige Hände. Auch in diesem Bereich unterstützt die GTÜ Werkstätten mit passenden Dienstleistungen und hilft ihnen so, sich als Partner mit Expertise zu profilieren. Die Leistungen umfassen u.a. die Prüfung nach §23 StVZO, die zur Erlangung des Oldtimerstatus und damit eines H-Kennzeichens erforderlich ist. Den meisten GTÜ Sachverständigen liegen Old- und Youngtimer ganz besonders am Herzen. Viele fahren auch privat ein Auto mit Patina und verfügen über ein umfangreiches Wissen zu Modellhistorie und technischen Spezifikationen. Auch wenn es im nichtamtlichen Bereich um die Bewertung des Erhaltungszustands geht oder Fragen rund um die Fahrzeugrestaurierung zu klären sind, können Werkstätten und Oldtimerliebhaber auf die GTÜ Sachverständigen zählen. Schadengutachten Schadengutachten nach dem System GTÜ bieten die Vertragspartner der GTÜ selbstverständlich für Fahrzeuge aller Baujahre an. Diese haben klare Vorteile im Gegensatz zum Kostenvoranschlag durch das Autohaus. Hier wird häufig übersehen, dass die Betriebe beim Haftpflichtschaden dadurch das Prognoserisiko übernehmen und auf merkantile Minderwerte verzichten. Die Aufnahme aller Kosten in das Gutachten senkt für Werkstätten und deren Kunden das Risiko einer Fehlk alkulation und hilft, berechtigte Ansprüche gegenüber Versicherungen durchzusetzen. Das 18/2013 Fotos: GTÜ

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V i e l e G T Ü S a ch ve rs tä n d i ge sind E x p e rte n i n S a ch e n O l d ti m e r. Fahrzeugprüfungen Hoheitliche Prüfungen an Fahrzeugen: ■ Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO ■ Hauptuntersuchung inkl. „AU“ nach § 29 StVZO ■ Änderungsabnahmen nach § 19.3 StVZO ■ Einstufung eines Fahrzeuges als Oldtimer nach § 23 StVZO ■ Gutachten gemäß § 5 FZV (Mängelbericht/Mängelkarte) ■ Untersuchungen nach § 41, §§ 42 (2) bzw. 42 (1) BOKraft ■ Untersuchungen nach § 13 FZV ■ Tempo-100-Untersuchungen ■ Verlängerung von ADR-Bescheinigungen ■ Untersuchungen nach der Int. KfzVO ■ Daten für den Import/Reimport von Fahrzeugen ■ Verlängerung von CEMT-Bescheinigungen ■ Nachdruck von Untersuchungsberichten und Änderungsabnahmen ■ ECE-Exportgutachten (Dati Tecnici) ■ Gutachten gemäß § 13 EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung GTÜ Schadengutachten sorgt für eine rechtskonforme und objektive Abrechnung. Gebrauchtwagenmanagement Von neutralen Sachverständigen erstellte Gutachten spielen auch im Gebrauchtwagengeschäft eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn schnell reißen falsch bewertete Inzahlungnahmen eine Lücke in die Kalkulation. Ein erfolgreiches Gebrauchtwagenmanagement umfasst aber noch deutlich mehr und reicht vom Ankauf über die Aufbereitung bis zum Wiederverkauf. In den meisten Autohäusern trägt der GW-Bereich einen großen Teil zu Umsatz und Gewinn bei. Die GTÜ Exper- ten helfen Betrieben, dieses Geschäftsfeld erfolgreich zu bearbeiten und zu optimieren. Ob Hereinnahmebewertung, GTÜ Gebrauchtwagen-Siegel, technische Zustandsberichte oder EDVSystem – jeder Betrieb wählt aus der modular aufgebauten Produktpalette die Bausteine, die zu ihm passen. Damit spiegelt das GW-Management die Philosophie der GTÜ wider: ein vielfältiges Angebot an Serviceleistungen zu bieten, aus dem Autohäuser und Werkstätten das jeweils benötigte auswählen. Egal, wie umfangreich die Zusammenarbeit im Einzelnen ausfällt, die GTÜ Experten sind zur Stelle – zum Wohl und Nutzen für Werkstatt und Endkunden. GTÜ Oldtimer-Ratgeber Die GTÜ ergänzt ihre breite Palette an Dienstleistungen für Old- und Youngtimer um einen praktischen Oldtimer-Ratgeber. Die Broschüre enthält auf 32 Seiten viele Ratschläge zu Kauf, zu Wertermittlung, zu Zulassung und Versicherung. GTÜ Oldtimer-Experten beschreiben außerdem, worauf bei An- und Umbauten zu achten ist. Werkstätten können den neuen Oldtimer-Ratgeber für ihre Kunden in gedruckter Form kostenlos bestellen oder als PDF herunterladen: ■ Download: www.gtue.de/oldtimerratgeber ■ gedruckte Broschüre: bei den GTÜ Partnern vor Ort oder über die GTÜ Zentrale in Stuttgart, http://presse.gtue.de D i e a mt lichen Prüf ungen an Fahr zeugen bi l de n d e n Ke rn d e r GTÜ Die nst leistungen f ür Autohäus er und de re n Ku n d e n . 18/2013

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D SONDERPUBLIKATION Ressourcen schonen Arbeitssicherheit und Umweltschutz binden viele Ressourcen. Die GTÜ nimmt Betrieben diese umfangreichen Aufgaben ab und sorgt so für motivierte Mitarbeiter, zufriedene Kunden und einen im Alltag praktizierten Umweltschutz. icht erst seit dem zunehmenden Mangel an Fachkräften sind qualifizierte Mitarbeiter das wertvollste Kapital eines Unternehmens. Jeder Arbeitgeber ist laut Gesetz für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter verantwortlich. Die GTÜ unterstützt Kfz-Betriebe dabei, ihrer Verpflichtung zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften (UVV) nachzukommen. Die GTÜ Sachverständigen beraten Autohäuser und Werkstätten auf Basis des neuesten Wissenstands zu Fragen des Arbeitsschutzes und der Betriebs- und Anlagensicherheit, zu Prüfintervallen und zu prüfenden Einrichtungen. Das GTÜ Umweltsiegel In Zeiten schwindender Ressourcen und steigender Energiekosten sollte Umweltschutz für keinen Betrieb ein Fremdwort sein. Neben der Kostenersparnis durch reduzierten Energieverbrauch, weniger Abfälle und geringeren Einsatz von Betriebsmitteln sichern sich Unternehmer auch einen Imagegewinn. Immer mehr Kunden achten auf praktizierten Umweltschutz und beziehen grünes Engagement in ihre Entscheidungsfindung ein. Das GTÜ Umweltsiegel dokumentiert gelebten Umweltschutz im Unternehmen. Es schließt die Bereiche Wasser/Abwasser, Energie, Betriebs- und Gefahrenstoffe, Abfälle, Emissionen und Bodenschutz ein. Ein Audit durch einen GTÜ Gutachter bietet diverse Vorteile: l Kostenminderung: geringere Ausgaben für Energie, Abfälle und Betriebsmittel l Wettbewerbsvorteil: Imagegewinn und zusätzliches Verkaufsargument l Rechtssicherheit: Prüfung der Ein- haltung der gesetzlichen Umweltschutzanforderungen l Funktionierendes Umweltschutzsystem: bei der Lagerung von Gefahrstoffen, Mülltrennung und Entsorgung Die ISO-Zertifizierung Eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 ist mittlerweile in vielen Unternehmen Standard und wird von Herstellern und Kunden zunehmend erwartet. Mit einem ISO-Zertifikat wird das betriebsinterne Qualitätsmanagement wirkungsvoll belegt. Die GTÜ bietet mit ihren bundesweit freiberuflichen Auditoren eine kompetente Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 an. Neben dem Umweltsiegel ist die ISO-Zertifizierung eine weitere wichtige Investition in das Vertrauen der Kunden und Geschäftspartner. 18/2013 Fotos: GTÜ

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GTÜ digital Das GTÜ Werkstattportal ist eine wahre Fundgrube. Leicht durchsuchbare Datenbanken, aktuelle Fachinformationen und Tipps für erfolgreiches Marketing erleichtern Werkstätten den Arbeitsalltag. ei allen Fragen stets zur Stelle. Wie ließe sich dieses Motto besser in die Praxis umsetzen als über ein Internetportal, das rund um die Uhr und von jedem Ort aus erreichbar ist? Mit dem GTÜ Werkstattportal steht Autohäusern und Werkstätten unter www.gtue-werkstattportal.de eine beeindruckende Sammlung an Fachinformationen, Datenbanken, Tipps und Hilfen für den Werkstattalltag zur Verfügung. Umfangreiche Datenbanken Das zeitraubende Blättern in unübersichtlichen Katalogen war gestern. Im Datenbankbereich des Werkstattportals sind technische Informationen zu folgenden Themengebieten nur wenige Klicks entfernt: l Reifenfinder Pkw und Krad: Reifenund Räderfreigaben sowie -dimensionen für alle Modelle l Finder für Gebrauchtfahrzeugwerte: einfache Wertermittlung für Verkäufer und Kaufinteressenten l Rückrufdatenbank: alle Rückrufaktionen der Hersteller und Importeure l UB-Onlinesuche: gültige GTÜ Fahrzeuguntersuchungen l Internetkompass: Links zu Herstellern und Werkstattausrüstern l GTÜ Oldtimerdatenbank: technische Datenblätter und Abbildungen der Originalmodelle seit 1945, Herstellernachweise seit 1886, Marktwertanalysen für rund 9.000 Modelle, Adressen von Oldtimerexperten und Ersatzteillieferanten Das G TÜ We rk s ta ttp o rta l b ü n d e l t ü b e rs i ch tl i ch h i l f re i ch e I n fo rm a t ione n. men leicht verständlich auf. GTÜ informativ widmet sich aktuellen Aspekten der amtlichen Fahrzeugüberwachung und ermöglicht die schnelle Umsetzung von Änderungen in Verordnungen und Gesetzgebung in den Kfz-Betrieben. Eine Sammlung von Rechtsurteilen und Branchentipps zu Themen wie Ausbildung, Datenschutz oder Reifenlabel sowie die Rubrik Technik im Fahrzeug runden das Informationsangebot ab. Hilfreiche Fachinformationen Im Bereich „Kfz-Fachinformationen“ haben Autohäuser und Werkstätten Zugriff auf die Publikationen der GTÜ, die aktuelle Informationen, Tipps und Hinweise übersichtlich bündeln. So berichtet der GTÜ Expert Service vielfältig über die Kfz-Branche. Die GTÜ Ratgeberreihe bereitet spezielle The- Tue Gutes und rede darüber. Um KfzBetriebe beim wirkungsvollen Marketing zu unterstützen, hat die GTÜ im Werkstattportal hilfreiche Marketingtipps zusammengestellt und gibt Anregungen, wie sich die eigenen Internetseiten mit Videos aus dem GTÜ YouTube-Kanal aufwerten lassen. Die Überwachungsorganisation Marketingunterstützung ist außerdem in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Xing präsent. Alle Interessierten, die auch unterwegs informiert bleiben wollen, finden kos tenlose Apps im iTunes Store und Google Play Store. Da trotz moderner Kommunikationsmittel der gedruckte Flyer noch lang nicht ausgedient hat, stellt das Werkstattportal Grafiken, Logos, Fotos und Vorlagen z.B. für ein HU-Erinnerungsmailing kostenlos zum Download und als Printprodukte bereit. Linktipps l www.gtue-werkstattportal.de l www.gtue-oldtimerservice.de l www.gtue.de/rettungskarte l www.feinstaub.gtue.de l http://ub-suche.gtue.de l www.autorechtaktuell.de 18/2013

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Jetzt fPrü GTÜ- unkt p stütz en! werd www.gtue-werkstattportal.de Die GTÜ-Prüfingenieure verbinden umfassende Fachkompetenz und ausgeprägte Dienstleistungsorientierung. Von uns bekommen Sie daher einen perfekten Prüfservice für Ihre Werkstattkunden. Darauf können Sie sich verlassen. Stephan Roth Prüfingenieur Schneller als erwartet … … ist Ihr GTÜ-Prüfingenieur für Sie da. Ein Anruf genügt! GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH · Fon: 0711 97676-0 · www.gtue.de

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SERVICEWELT KOMMENTAR Störungssicher bedienen Einer aktuellen Umfrage des Elektronikverbands Bitkom zufolge nutzen nahezu drei Viertel der Autofahrer in Deutschland ein Navigationssystem. Dabei sind im Auto fest eingebaute Geräte genauso beliebt wie mobile Navis. Mehr als jeder fünfte Fahrer nutzt ein Smartphone mit Navi-Funktion als mobilen Lotsen. Bemerkenswert ist die Zunahme im Vergleich zur letzten Bitkom-Umfrage. 2011 navigierten lediglich 16 Prozent per Mobiltelefon. Die kleinen Helferlein müssen während der Fahrt natürlich ordnungsgemäß fixiert sein. Wie das Telefonieren ist auch das Betätigen des Smartphones zu Navigationszwecken aus Sicherheitsgründen untersagt. Ein Blick in das Kundenfahrzeug kann Zusatzgeschäft bedeuten: Wenn Kundenfahrzeuge über keine Halterungssysteme verfügen, dann sollte das Serviceberater und Serviceverkäufer auf den Plan rufen. Ein schlechtes Gewissen muss dabei kein Autohaus-Mitarbeiter haben. Diese Empfehlungen können Leben retten: Untersuchungen der Versicherungsgesellschaften oder jüngst des ACE Auto Club Europas zufolge lassen sich zahlreiche Unfälle auf Ablenkung am Steuer zurückführen. Ein sauber montiertes Navigationsgerät allein bedeutet aber noch keinen Zuwachs an Verkehrssicherheit: Die manuelle Zieleingabe während der Fahrt ist zwar verboten, wird jedoch häufig durchgeführt. Laut der in Kooperation mit der Universität Salzburg durchgeführten ACE-Studie resultierten aus dieser Bedienmethode bis zu vier von der Fahrbahn abgelenkte Blickfolgen von jeweils mehr als zwei Sekunden Dauer. Das geringste Ablenkungspotenzial hat die Sprachsteuerung. Diese ist aber laut ACE in den getesteten Fahrzeugen noch verbesserungswürdig. Sie klinge unnatürlich und abgehackt, hieß es. Technik-Redakteur Martin Schachtner Die DAT-Zahl Die Zufriedenheit deutscher Autofahrer mit dem Marken-Kundendienst ist auf hohem Niveau: 81,8 Prozent der Befragten hat daran nichts zu kritisieren, meldete die Deutsche Automobil Treuhand in ihrem letztjährigen Report. Genauer aufgeschlüsselt ergeben sich die folgenden Zufriedenheitsgrade: Außerordentlich zufrieden zeigten sich 17,1 Prozent der Umfrageteilnehmer. Mit dem Prädikat „Sehr zufrieden“ antworteten 40,4 Prozent. 24,3 Prozent waren zufrieden mit dem Markenservice. Lediglich 2,7 Prozent bzw. 1,8 Prozent gaben an, „weniger zufrieden“ respektive „gar nicht zufrieden“ zu sein. Noch keine Erfahrung mit Vertragswerkstätten haben 11,8 Prozent gemacht. msh Erleichterter Batterietausch Das Unternehmen Banner bringt ein eigenes Batteriewechselsystem für Servicebetriebe auf den Markt. Mit dem so genannten „Battery Service Tool“ soll der Batteriewechsel bei modernen Fahrzeugen mit integrierten Batteriemanagement-Systemen ermöglicht werden, ohne dass die Werkstätte in eine umfassende Diagnose-Station investieren muss, hieß es in einer Mitteilung. Das Problem: Integrierte Batteriemanagement-Systeme überwachen mittels Sensoren permanent die Fahrzeugbatterie und melden Daten zu Ladezustand, Funktion und Alter des Energiespeichers an den Bordcomputer. Um diese Funktionen auch nach dem Wechsel wieder ordnungsgemäß nutzen zu können, müssen Werkstatt-Mitarbeiter das Handgerät an die OBD-Schnittstelle anschließen. Im Anschluss werden herstellerspezifische Fehlercodes in Verbindung mit der Fahrzeugbatterie ausgelesen und alle vorhandenen Fehlercodes gelöscht. Der AnwendungsSchwerpunkt liegt bei den deutschen Marken Audi, BMW, Mercedes und VW. Wird das Gerät online registriert, stehen dem Nutzer ein Jahr lang alle Aktualisierungen von Kfz-Modellen und Zuordnungsinformationen für Ersatzbatterien kostenlos zur Verfügung, hieß es. msh Fotos: Cirquedesprit/Fotolia; Banner Battery Service Tool von Banner 18/2013

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SERVICE Münchener Runde AUTOHAUS SERVICE-SYMPOSIUM – Eigene Stärken ausspielen und so die Preise verteidigen – auf diese Weise können sich Vertragspartner dem Preiskampf widersetzen. Vertreter des Markenservice tauschten sich auf Einladung von AUTOHAUS zu aktuellen Herausforderungen aus. VON MARTIN SCHACHTNER LESEN SIE HIER... ... welche Unterstützungsleistungen und Angebote Markenbetriebe von Seiten der Servicezentralen erhalten. AUTOHAUS lud Vertreter zum Branchen-Austausch nach München. eschicktes Servicemarketing nimmt im deutschen AftersalesMarkt stetig an Bedeutung zu. Einer hochprozentigen Loyalitätsrate im Segment I steht eine mehr oder weniger hohe Absprungrate ab einem Fahrzeugalter von vier, fünf Jahren entgegen. Je nach 82 18/2013 Bilder Pro Motor, Schachtner Marke, selbstverständlich. Insbesondere im Volumenbereich nehmen Partnerbetriebe häufig und gern Hilfestellungen aus der Kundendienstzentrale von Hersteller/ Importeur in Anspruch. Die Unternehmer versprechen sich durch Weiterbildungssowie Marketingmaßnahmen einen Qualitäts- bzw. Wahrnehmungsvorsprung gegenüber den freien Betrieben, um Werkstattdurchgänge und Kundenzufriedenheit hoch zu halten. Eine Herausforderung sehen Markenbetriebe in der wachsenden Beliebtheit so genannter Servicebörsen (vgl. Beitrag auf Seite 50) bei deutschen Fahrzeughaltern. Ein Thema, das auf Einladung von AUTOHAUS beim Rahmen des Service-Symposiums diskutiert wurde. Hochkarätige Gesprächsrunde Daneben tauschten sich die geladenen Serviceleiter in München unter anderem zu den Themen Internetmarketing, Netzqualifizierung, Werkstatttests sowie Garantieanschlussversicherung bzw. Serviceverträge aus. Die Teilnehmer des Gesprächskreises waren Arno Bernardi (Vertrieb) und Aad van Dijk (Direktor After-

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SERVICE sales) von Nissan, Karl Hell (Director Aftersales Hyundai), Kristian Kremer (Leiter Vertrieb Service bei Seat), Andreas Schmidt (Mazda Direktor Service), Daglef Seeck (Direktor Parts & Service von Fiat) sowie Franz Thurner (Leiter BMW- und Mini-Aftersales). Zudem war Prof. Dr. Stefan Reindl im Verlagsgebäude von Springer Fachmedien München zu Gast. Im Gepäck hatte der stellvertretende Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) als Diskussionsbeitrag seine druckfrische Studie „Automobilservice 2025“ (Herausgegeben von AUTOHAUS und Shell Helix) zu den Entwicklungslinien im Servicegeschäft der Zukunft. Prof. Hannes Brachat (Herausgeber AUTOHAUS) und Ralph M. Meunzel (Chefredakteur AUTOHAUS) komplettierten und moderierten die Münchener Runde. Servicebörsen, wie sie beispielsweise Autoscout24, Fairgarage.de und Autoreparaturen.de aktuell anbieten, werden zwar zur Stunde nicht von vielen Autohaltern zur Werkstattsuche verwendet. Noch nicht, wie Ralph M. Meunzel zu bedenken gab. Zwar war sich die Runde einig, dass sich die Ausgangslage von Servicebörsen in einem wichtigen Punkt von den Fahrzeugbörsen unterscheidet: Der Siegeszug von Mobile.de, Autoscout24 und Gebrauchtwagen.de ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich beim günstigen Gebrauchtwagenkauf auch eine weite Anreise lohnt – für die Fahrzeugreparatur ziehen die meisten Autobesitzer allerdings nur regionale Anbieter in die nähere Auswahl. Trotzdem finden sich alle wesentlichen Vorteile der Gebrauchtwagenportale auch im Servicebereich: Die Börsen schaffen aus Kundensicht Markttransparenz und bieten Preisvorteile, betonte Prof. Reindl. Daher könnten Autohäuser und Werkstätten die Portale nur schwerlich ausblenden. Franz Thurners Empfehlung an die BMW-Partnern lautet entsprechend: „Servicebörsen sollten frühzeitig ernst genommen und beobachtet werden – manche Innovationen zünden schließlich erst mit zeitlicher Verzögerung.“ Einem Preiswettkampf möchte der BMW Aftersales-Chef aber nicht das Wort reden: Vielmehr setze man in der Serviceorganisation auf vernünftige Komplettpreise. Die Gespächsrunde (von links): Ralph M. Meunzel (Springer Fachmedien München - SFM), Tanja Heyn (SFM), Franz Thurner (BMW), Prof. Dr. Stefan Reindl (Institut für Automobilwirtschaft), Aad van Dijk (Nissan), Karl Hell (Hyundai), Bernd Reich (SFM), Daglef Seeck (Fiat), Arno Bernardi (Nissan), Prof. Hannes Brachat (AUTOHAUS-Herausgeber), Andreas Schmidt (Mazda), Kristian Kremer (Seat), Petra Willmeroth (SFM) lassen sich klar und nutzenorientiert kommunizieren. Auch Karl Hell lehnt den aggressiven und letztlich ruinösen Preiswettbewerb ab: „Es gibt immer einen Billigeren“, mahnte der Hyundai-Serviceleiter. Zwar komme man insbesondere bei der Neukundenakquise nur schwerlich am Servicemarketing über digitale Kanäle vorbei, dennoch sollten Kfz-Unternehmer darüber die Kundenbindung nicht vergessen. Und eine Verbesserung der Kundenbeziehung laufe am erfolgversprechendsten und in bewährter Weise analog ab. Entwarnung gab es von Seat: Serviceleiter Kristian Kremer sieht Servicebörsen uneingeschränkt als Chance für die Werkstätten. „Die Preisunterschiede zwischen Markenbetrieben und freien Werkstätten sind nicht so groß“, zeigte er sich überzeugt. Eine Einschätzung, der sich Weitere aus der Runde anschlossen. Es ist an den Serviceberatern, die Preisdifferenz zu  verargumentieren, so Prof. Hannes Brachat. Kristian Kremer zufolge sind Kunden zu Mehrausgaben von bis zu 15 Prozent bereit. Wenn sich Preisvergleichsportale im Internet durchsetzen und zunehmend von Kunden konsultiert werden, dann müssen sich die meisten Betriebe beteiligen. Stefan Reindl argumentierte, dass eine Scheuklappen-Strategie nicht viel bringe. „Internet-affine Kunden, die sich auch bei der Werkstattsuche im Netz informieren, Vertrauen auf Qualität Die Pakete umfassen Einbau- und Produktpreise sowie Garantieleistung. Der Vorteil: Sie sind wenig irreführend und 18/2013 Neukundenakquise geschieht im Netz, Kundensicherung vor allem durch Qualität in der Werkstatt

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SERVICE nehmen zu.“ Seit den Anfängen der Online-Bewertungsportale Autoplenum.de und Autoaid.de sowie der Handwerkerbörse „My-Hammer“ ist einige Zeit ins Land gegangen. Sowohl Nutzer als auch Portalbetreiber haben die Suche bzw. das Angebot mittlerweile professionalisiert. Darüber hinaus haben sich viele Kfz-Unternehmer weiterentwickelt und ihre Hausaufgaben gemacht. Konsequenterweise gehen diese dem Internetmarketing nicht mehr halbherzig nach, sondern haben es entweder zur Chefsache erklärt oder Kommunikations-Fachleute eingestellt, die zeitnah auf Anfragen reagieren, Angebote pflegen sowie ganz allgemein die eigene Online-Auffindbarkeit erhöhen. „Wenn der Betrieb das Thema Internet richtig anpackt“, betonte Daglef Seeck von Fiat, „dann muss er nicht zwangsläufig bei den Servicebörsen mit ihren eigenen Regeln und Risiken mitmachen.“ Mit einer intelligenten und aktiven Nutzung der Sozialen Medien sowie der herstellergenerierten Owner‘s sites könnten Autohäuser das Thema Lead Management im Aftersales voranbringen. diesem Dilemma könnte im Aufbau einer eigenen Community liegen. Hersteller und Importeure bauen teilweise ServiceCommunities mit dem Ziel auf, die Kundenbindung zu stärken. Neuwagen- und Gebrauchtwagenkäufer sollen zusammen mit Markenfans auf den Portalen mit Informationen rund um ihr Fahrzeug versorgt werden. Fahrzeughalter können sich beispielsweise bei MyOpelService.de mit Name, Adresse sowie Fahrzeugdaten anmelden. Unternehmensangaben zufolge profitiere der Kunde von Angeboten, die speziell auf ihn und sein Fahrzeug abgestimmt sind. Zudem gebe es regelmäßige Hinweise zu Sonderaktionen, Rabatte und Tipps, vermeldeten die Rüsselsheimer im Juni. Auch mit Informationen zu Rückrufen möchte die Opel-Serviceorganisation aufwarten. Auch in Brühl arbeitet man offenbar an einer eigenen Internetgemeinde: Im Rahmen des Rundum-Sorglos-Pakets „Nissan4You“ sei der Aufbau und die Pflege eines Austausch- und Informationsportals geplant, erklärten Aad van Dijk und Arno Bernardi. Vorstellbar sei in diesem Zusammenhang eine Erweiterung zur eigenen Servicebörse. Mehr Raum nehmen bei Nissan augenscheinlich Überlegungen zum Thema Serviceverträge ein: „Wir sehen beim Verkauf von Serviceverträgen Vorteile sowohl für unsere Servicepartner als auch für die Nissan-Fahrer“, so Arno Bernardi. „Wenn der Kunde beim Autokauf den Service bereits zu einem Teil mitgezahlt hat, dann begibt er sich nicht im Internet auf die Suche nach einer Servicealternative“, fügte er hinzu. Wenngleich in veränderter Ausgestaltung, so setzt man auch in München auf diese Art der Kundenbindung, um Halter älterer Fahrzeuge im Markennetz zu halten. Bei BMW heißt das „Treue-Service“ und bei Mini „Friendship-Service“. Programminhalt sind günstige Konditionen, die erwähnten Komplettpreise sowie eine von der Zentrale organisierte Suchmaschinenoptimierung, damit Internetnutzer auf der BMW- bzw. MiniMetaseite landen. Von dort führen Links zu den teilnehmenden Partnerbetrieben. 1 Zentralen bieten Schulungsprogramme für alternative Antriebe 2 Volle Auslastung durch Onlinemarketing – Serviceorganisationen unterstützen Betriebe Netzqualifizierung Service-Community Das Thema Soziale Medien und Bewertungsplattformen erfordert nach Meinung des Fiat-Direktors für Parts & Service allerdings entsprechende Ressourcen im Handel: Von der kapazitätsbedingten Vernachlässigung des Firmen-Facebook-Accounts oder der Autoaid-Präsenz bis zum außer Kontrolle geratenen Kritikmanagement sei es nicht weit. Ein daraus resultierender Imageschaden sei nur schwer wettzumachen. Ein möglicher Ausweg aus 84 Ralph M. Meunzel erkundigte sich bei Franz Thurner im Zuge der Diskussion zum BMW-eigenen Bewertungssystem. Thurner zufolge habe man eine repräsentative Zahl von BMW- und Mini-Kunden telefonisch bzw. online nach ihrer Zufriedenheit befragt. Im Nachgang sei ein öffentlich einsehbares Ranking entstanden. Die Partnerbetriebe führen seither bis zu fünf Sterne. Als Motivation gab der Aftersales-Leiter eine Steigerung des internen Wettbewerbs an. Mazda wird laut Andreas Schmidt noch in diesem Jahr in Deutschland ein ähnliches Bewertungsportal einführen. Er fügte jedoch hinzu, dass das Ranking nur innerhalb der Unternehmensgruppe einsehbar sei, da es in erster Linie darum gehe, dass der Mazda-Händler mittels sogenannter „Hot-Alerts“ in der Lage ist, aus einem möglichen unzufriedenen Kunden einen zufriedenen zu machen. Auch Seat hat ein entsprechendes Pilotprojekt in England gestartet. Das „5-Star-Rating“ getaufte Programm soll demnächst in Deutschland eingeführt werden. Im Unterschied zu Mazda ist es ebenfalls als öffentliche Rangliste geplant, wie bei BMW. ■ 18/2013

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SERVICE Turboschutz – Findiger Kfz-Unternehmer entwickelt Filtersystem zum Schutz von Turboladern. AUTOHAUS LOTT VON MARTIN SCHACHTNER LESEN SIE HIER... ... wie ein Autohaus-Unternehmer sein jahrelang erworbenes Kfz-Know-how zur Problemlösung nutzt. Sein Nachrüstsatz „Turboprotect“ kann das Turbolader-Leben verlängern. den Werken vorgeschriebenen Serviceaktionen bringen meist nicht den erhofften Erfolg, da verunreinigtes Öl das serienmäßig verbaute Ölsieb verstopft.“ Erfindergeist as Problem erkennen und selbständig beheben, dachte sich KfzMeister Friedbert Lott und entwickelte das Produkt „Turboprotect“, um den häufigen Turboladerschäden bei Kundenfahrzeugen der Marken Peugeot, Citroen, Mazda, Ford etc. abzuhelfen. Allen betroffenen Fahrzeugen gemein ist der 1,6-Liter-Turbodiesel von PSA. Bei diesem Aggregat kommt es seinen Angaben zufolge häufig zu Problemen aufgrund von zu wenig oder verunreinigtem Öl. Das Ärgerliche: Die Komponenten fallen beim gleichen Fahrzeug trotz Austausch wiederholt und in immer kürzeren Abständen aus, beschrieb der Unternehmer. Der Grund: Zahlreiche Servicebetriebe missverstehen die Ursachen des Defekts. Eine Nachfrage beim Hersteller Motair, dem das Problem bekannt ist, fördert folgende fatale Vorgehensweise der Werkstätten zutage: „Der original verbaute Turbolader fällt je nach Einsatz des Fahrzeugs ab ca. 80.000 Kilometer Laufleistung aus. Die Werkstatt stellt fest, dass sich an dem Lader die Wellenmutter gelöst hat, und glaubt, die Ursache für den Ausfall gefunden zu haben. Der nun verbaute Lader fällt nach einer Laufleistung von unter 10.000 Kilometer aus. Da sich häufig die Wellenmutter wieder gelöst hat und wegen der niedrigen Laufleistung seit Einbau, wird dieser Turbolader beim Lieferanten zur Reklamation eingereicht. Der nun verbaute Lader fällt dann häufig schon auf der Probefahrt oder nach wenigen 100 Kilometern aus. Spätestens jetzt wird durch die Werkstatt die Qualität der gelieferten Turbolader stark angezweifelt.“ Friedhelm Lott ergänzte: „Selbst die von 18/2013 Konsequenterweise fertigte er einen eigenen Ölfilter: Das Turboprotect Filtergehäuse besteht aus Edelstahl und beinhaltet einen speziellen Filtereinsatz. „Der Anschluss besteht aus einer sogenannten Schraubringverschraubung, mit der das Versorgungsrohr befestigt wird“, erklärte der Kfz-Profi. Der Filtereinsatz könne jederzeit gereinigt, häufiger benutzt oder unkompliziert durch einen neuen ausgetauscht werden. Friedbert Lott ist Inhaber eines Ford-Betriebs in Neudenau bei Heilbronn (www.autohaus-lott.de). Seit vergangenem Jahr gehört sein Unternehmen überdies dem freien Werkstattsystem Das Turboprotect Filtergehäuse aus Edelstahl enthält einen wechselbaren Filtereinsatz. „Meisterhaft“ an. Aktuell beschäftigt er 24 Mitarbeiter. Neben seiner Arbeit als Unternehmer und Serviceprofi erwarb er sich seine motortechnische Expertise in der Audi-Motorenentwicklung. Mehr als zehn Jahre arbeitete er für die Ingolstädter, bevor er sich im Juni 1985 mit einem Ford-Autohaus selbständig machte. ■ BLICK IN DEN MARKT Anzeigen Aczent Lagertechnik GmbH & Co. KG Telefon: +49 (0) 55 31 / 704 56 96 www.aczent-lagertechnik.de ■ Räder-/Reifenregale ■ Lagerregale ■ mehrgeschossige Regalanlagen ■ Reifencontainer ■ Reifenlagerhallen Keine Experimente bei Reifenregalen! Stabile Qualität • gerundete Kanten zur schonenden Lagerung • höhenverstellbar im Raster von 25 mm zur optimalen Raumausnutzung • auch in der Höhe aufstockbar • preiswert • TÜV-geprüft • ab Lager Bild: Autohaus Lott

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SERVICE Zweinzigartig Auto Service Feser – Die für Porschefahrer. GmbH bietet in Nürnberg seit August einen Markenservice FESER & GRAF-GRUPPE VON MARTIN SCHACHTNER LESEN SIE HIER... Im Frankenland hat im September der zweite reine Porsche Service geöffnet. Mit ihrem neuen Standort unter dem Fernsehturm will die Feser & Graf-Gruppe hoch hinaus. u den Standorten der Feser & Graf Gruppe im Nürnberger Südwesten kam in diesem Jahr eine weitere Filiale: Auf dem ehemaligen Besucherparkplatz des Nürnberger Fernsehturms eröffnete das Unternehmen Ende Juli einen Volkswagen Direkt Express für preissensible Fahrer älterer Modelle. Direkt daneben öffnete im September ein Porsche-Service-Betrieb seine Pforten. Die VW-Betriebsstätte gehört zum Auto Zen86 trum Nürnberg - Feser GmbH unter Leitung von Geschäftsführer Markus Kugler und dem Technischen Leiter Klaus Lämmermann. Der Porsche-Servicepartner stellt als rechtlich unabhängige GmbH den insgesamt 28. Betrieb der Feser & Graf-Gruppe dar. Die unternehmerische Nähe zum Auto Zentrum Nürnberg - Feser GmbH zeigt ein Blick auf die Geschäftsführung: Markus Kugler und Klaus Lämmermann verantworten in Personalunion auch den Porsche-Service-Standort. Der jüngste Neubau bietet auf einer Innenfläche von rund 550 Quadratmetern im Werkstattbereich sieben Hebebühnen, an denen 15 Kfz-Profis den erwarteten Porsche-Premiumservice bieten sollen, hieß es. Inklusive des Direkt Express Nürnberg umfasst der neue Standort eine Fläche von insgesamt 5.100 Quadratmetern. Zwar unterscheiden sich die beiden Betriebsstätten in puncto Zielpublikum erheblich voneinander. Für die Verantwortlichen ist die räumliche Nähe von Ober- und Volumenklasse aber kein Widerspruch. Schließlich sei die Volkswagen-Gruppe auf Angebote für unterschiedlichste Ansprüche spezialisiert. Als Volkswagen-Partner offeriert das Auto Zentrum Produkte und Dienstleistungen von bzw. für einen Großteil der Angebotspalette. In der Nopitschstraße erfolgen Verkauf und Service der Marke Audi. Zudem erwarten vier Neuwagen vom Typ Lamborghini Gallardo in unterschiedlicher Motorisierung und Ausstattung ihre 18/2013 Bild: Auto Zentrum Nürnberg - Feser

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SERVICE Käufer in einem separaten Bereich mit Bar und in Lounge-Atmosphäre. Den Service für die Luxus-Sportler führt das Partnerunternehmen Feser GmbH in Schwabach durch. Am Hauptstandort in der Heisterstraße verkaufen und reparieren die Mitarbeiter Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge, Skoda, Seat sowie Suzuki. Die Porsche-Werkstatt komplettiert das Reparatur- und Wartungsangebot im Nürnberger Südwesten in Richtung Oberklasse. Die Unterschiede in Anspruch, Kundschaft und Produktportfolio zum Volkswagen Direkt Express erkennt von außen nur, wer genau hinsieht: links die wertige Porsche-Präsenz, auf der rechten Seite der pragmatische Direkt-Express-Auftritt. Der Kontrast tritt vor allem im Innenbereich zutage: Helle und hohe Direktannahme, exquisit-geräumige Servicetheke, unaufgeregte Polster im angrenzenden Wartebereich bei Porsche. Dazu gibt es einen „Shop-in-Shop“ für Kunden mit Sinn für Devotionalien: Porschefahrer können Fahrzeugabholung bzw. -abgabe mit dem Kauf von Kleidung, Accessoires, Literatur und Miniatur-Modellen verbinden. Der Direkt Express zeigt sich dagegen funktionaler. Die äußere Glasfassade und Fensterfronten zwischen den Räumen sorgen bei beiden Betriebsstätten für Übersicht und Transparenz – der ServiceBereich ist gut einsehbar. Zweiter Porsche-Service Der neue Betrieb ist in doppelter Hinsicht besonders. So handelt es sich um den zweiten reinen Servicebetrieb der Marke Porsche hierzulande. Bislang gab es nur im Allgäu einen Betrieb, der sich zwar Wartung und Reparatur widmet, den Verkauf aber anderen überlässt. Überlassen muss, sollte man sagen. Denn die Porsche AG sichert den eigenen Handelspartnern Exklusivität zu. Im Stadtgebiet Nürnberg kümmert sich das Porsche-Zentrum im Nordosten um den Neuwagenhandel. Dieser Betrieb gehört zum Autohaus Scholz in Bamberg, das neben den Daimler-Marken auch Volkswagen, Audi sowie Porsche (Porsche-Zentren Bamberg und Nürnberg) vertreibt. „Im Service gibt es allerdings keinen Gebietsschutz“, weiß Markus Kugler. Analysen hätten ergeben, dass Nürnberg einen zweiten Porsche-Service aufnehmen kann, ergänzte Klaus Lämmermann. Zumal sich das Einzugsgebiet vom Süden der Frankenmetropole bis weit ins Umland erstrecke. Von der Antragsstellung bei der Porsche AG in Stuttgart bis zum Bau und der obligatorischen Auditierung durch die Serviceorganisation vergingen rund 15 Monate. Erst nach dem Bestehen durfte die Porsche-Signalisation angebracht werden. Die offizielle Eröffnung fand zum 20. September statt. Seither können Porsche-Kunden auf Leistungen der Feser & Graf-Familie zurückgreifen: So besteht beispielsweise die Möglichkeit, Reifen am Hauptsitz des Auto Zentrum Nürnberg einlagern zu lassen. „Im Räderzentrum finden bis zu 14.000 Räder Platz“, erklärte Markus Kugler. Zudem greift der PorscheBetrieb auf das hauseigene und im dreiSchicht-Betrieb arbeitende Lackierzentrum zurück. „Der Kunde steht im Mittelpunkt des Geschehens“, heißt es in der Firmenbroschüre auf den Seiten des Auto Zentrum Nürnberg - Feser. Ein Selbstverständnis, das Kunden nicht nur im Premium-Bereich begegnet: Am Hauptsitz erwartet die Kunden eine Dialogannahme der Extra- REGIONALER MARKTFÜHRER Die Feser & Graf-Gruppe verfügt in Mittelfranken über Autohäuser der Marken Audi, Lamborghini, Skoda, Seat, Suzuki, Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge. Die einzelnen Betriebe der Holding wirtschaften selbstständig und verkaufen zusammengenommen rund 50.000 Fahrzeuge pro Jahr. Das Markenzeichen, ein grünes Kleeblatt, prangt auf Betriebsstätten in Ansbach, Nürnberg, Fürth, Erlangen und Forchheim (Feser & Biemann), Schwabach, Heideck, Roth (Feser & Joachim), Lauf an der Pegnitz (Feser & Rechter) sowie Höchstadt. Über die Metropolregion hinaus verfügt die Gruppe über einen Partnerbetrieb in Sachsen-Anhalt (Feser & Wittig in Bernburg/Saale). Die Wurzeln der Familienunternehmen reichen bis in die Jahre 1929 (Feser) bzw. 1947 (Graf) zurück. Mittlerweile beschäftigt das Handelshaus über 1.500 Mitarbeiter. klasse. Das zwölf Meter hohe Hauptgebäude, in dem Kunden eigentlich den Schauraum erwarten, sind zehn Hebebühnen im Halbkreis angeordnet. Auf halber Höhe zwischen Verwaltungs- und Service-Arbeitsplätzen prangen das Feser & Graf-Kleeblatt sowie die Markenlogos. Unten stehen bis zu 13 Serviceberater und Zubehör-Fachberater zur Stelle, die mit den Haltern über Fahrzeugzustand und Reparaturbedarf sprechen. ■ Bild: Auto Zentrum Nürnberg - Feser Hinter der wertigen Außenfassade stehen sieben Arbeitsplätze bereit. Die Dialogannahme am Unternehmenssitz heißt Kunden willkommen. 18/2013 Bild: Schachtner Bild: Schachtner

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SERVICE Ganzheitlicher Ansatz Der deutsche Kundendienst der Marken Toyota und Lexus –Umbruchphase. Kundendienstleiter Georg Lintel-Höping befindet sich in einer MARKENSERVICE erklärt, wohin er den Service für beide Marken entwickeln will. VON PETER DIEHL Toyota und Lexus überzeugen in Pannenstatistik, Werkstatttests sowie Umfragen zu Kunden- und Händlerzufriedenheit. LESEN SIE HIER... ... in unserer Reihe „Aftersales-Porträts“, wie Toyota den Kundendienst organisiert. Im Fokus steht die Vorgabe, das Nachfragegeschäft in ein Angebotsgeschäft zu verwandeln. er hätte zu Beginn der 1970er Jahre gedacht, dass hinter der für den deutschen Markt neuen und zudem exotischen Marke langfristig der weltweit größte Automobilhersteller stehen würde? Erste Toyota-Fahrzeuge wurden in Deutschland im Jahr 1970 zugelassen – Grauimporte, denn sie kamen über Belgien ins Land, wohin die Japaner bereits seit 1963 lieferten. Erster offizieller deutscher Importeur war ab Oktober 1970 die Deutsche Toyota-Vertrieb GmbH, die in einem angemieteten Kölner Autohaus Quartier bezog. Erstes offiziell importiertes Fahrzeug war ein Corolla Coupé KE 25, verkauft Anfang 1971. Wenig später zog der Importeur nach Königsdorf um, und aus den zunächst zehn wurden bis 88 Ende 1972 über 80 Mitarbeiter, die für gut 330 Händler tätig waren. Als das Unternehmen 1974 von Toyota Motor Sales übernommen wurde, zählte man bereits rund 130 Mitarbeiter und 500 Händler. Ein weiterer Umzug im Jahr 1979 begründet den aktuellen Standort Marsdorf. Lexus-Modelle ab 1989 Ein für Toyota sehr wichtiges Jahr war 1989, als der Verkauf von Fahrzeugen der Marke Lexus startete. Positioniert in den Segmenten obere Mittelklasse, Luxusklasse und SUV, verzeichnet die Marke seither vor allem in den USA beachtlichen Erfolg. Derzeit beschäftigt Toyota in Deutschland rund 330 Mitarbeiter, die, Lexus eingeschlossen, 706 Handels- und Servicepartner betreuen. Zu den Besonderheiten der Marken Toyota und Lexus zählen das dauerhaft gute Abschneiden bei Pannenstatistik sowie bei Kunden- und Händlerzufriedenheit. Während Letzteres auch und vor allem ein Verdienst des Importeurs ist, lassen sich die beiden anderen Effekte am Toyota-eigenen Produktionskonzept festmachen, das hohe Produktivität mit ebensolcher Qualität und pünktlicher Lieferung in Einklang bringt. Es wurde komplett oder in Details wie Kaizen (= kontinuierlicher Verbesserungsprozess) auch von anderen Unternehmen übernommen. Womöglich liegt in diesem Konzept auch ein Schlüssel für die geringere Abwanderung in den freien Servicemarkt, die man Toyota-Kunden, auch solchen mit älteren Fahrzeugen, nachsagt. Um diese hohe Kundenbindung weiterhin sicherzustellen, vollziehen sich aktuell in der Kundendienstorganisation des deutschen Importeurs Veränderungen, die Abteilungsleiter Georg Lintel-Höping so beschreibt: „Wir müssen das bisherige Nachfragegeschäft zum Angebotsgeschäft entwickeln. Das heißt, wir müssen das Aftersales-Geschäft aktiv gestalten, wozu es neben dem Produkt auch eines attraktiven Preises und Kommunikation, nicht nur in Richtung Handel, sondern auch in Richtung Autofahrer, bedarf. Besonders Kunden in den Segmenten II und III, die weniger intensive Bindungen an Automarken haben, können wir damit in unseren Betrieben halten. Mit einem ‚Donothing‘-Szenario würden wir jährlich 1,5 bis zwei Prozent dieser Kundschaft verlieren.“ Dass hierbei Importeur und Händlerschaft gleichermaßen gefordert sind, versteht sich von selbst. „Fragen wie diese müssen gestellt und beantwortet werden: Welche Kontaktarbeit leistet der Händler bezüglich Inspektion, Hauptuntersuchung und saisonalem Räderwechsel? Gerade der Räderwechsel ist ein optimales Instrument, Kunden regelmäßig in die Werkstatt zu bringen. Die hierzu nützliche Telefonakquise kann aber nicht von jedem Markenpartner geleistet werden. Kleinere Betriebe, die hierfür keine Ressourcen haben, muss man mit einem Callcenter unterstützen, worüber wir in Köln gerade nachdenken. Bei Toyota in Spanien gibt es 18/2013 Fotos: Diehl; Toyota

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SERVICE das bereits, und zwar mit großem Erfolg“, boten. „Die Qualität dieser Ersatzteile ist so Georg Lintel-Höping weiter, der zugrundsätzlich die gleiche wie bei unseren gleich betont: „Man muss darauf achten, anderen Ersatzteilen. Allerdings können bei der Akquise nicht zu überdrehen. Es wir Optifit-Ersatzteile derzeit noch nicht geht nicht darum, einem Kunden irgendfür sämtliche Toyota-Baureihen anbieten. etwas zu verkaufen, sondern darum, seiUnser Hauptaugenmerk liegt auf den Vonen Bedarf festzustellen und diesen zu lumenmodellen“, so Georg Lintel-Höping. befriedigen. Alles andere würde nur kurzfristigen Erfolg versprechen. Ein anderes Wachsendes Taxi-Geschäft Beispiel: Die Direktannahme dient dazu, Nicht Diesel-, sondern Hybrid-Pkw führServiceleistungen zu verkaufen. Geschieht ten bei Toyota zum Wachstum des Taxidas mit Druck, kehrt sich der angestrebte Geschäfts, vor allem in großen Städten. Effekt ins Gegenteil. Dennoch sehe ich Gut möglich, dass der Importeur dieses hier ein großes Potenzial, denken wir nur Geschäft in den relevanten Regionen bald an so banale Ersatzteile wie Wischblätter, mit einem Rund-um-die-Uhr-Service Innenraumluftfilter oder auch Motorenöl, professionalisiert. In einer anderen Nidie fahrzeugnah zu präsentieren sind, um sche, dem Bereich Klassik, verlässt man sie erfolgreich vermarkten zu können.“ sich auf spezialisierte Partnerbetriebe, wie Diesen Zusammenhang kennt man auch die Autohäuser Engel in Wunsiedel oder von Tuningteilen, bei denen Toyota und Pichert in Passau, Letzteres mit dem Lexus bislang nicht wirklich gut aufgestellt „1. Deutschen Toyota-Museum“. Beim Anzahl der Pkw-Bestand Durchschnittsalter Pkw-Bestand waren. Der Kundendienst-Chef aktuaImporteur in pro sitzt zwar kein ausgeKöln Servicepartner Servicepartner (ø ) Pkw-Bestand der Marke lisiert: „Mittlerweile sind wir hier ein wiesener Klassikerexperte, jedoch helfen ganzes Pfund weiter, indem wir für den Mitarbeiter mit langjähriger ZugehörigToyota GT 86 erstmals Zubehörteile von keit und entsprechender Erfahrung bei 1.912 1,35 Toyota Racing Development anbieten.“ der Suche nach Teilen und Informationen. 8,4 Pkw Millionen 706 Für den Kundenkreis in den SegmenDas derzeit größte Wachstumsfeld der Jahre Partten II und III sind preisgünstige ErsatzteiMarken Toyota und Lexus zum Schluss: ner le von besonderer Bedeutung. Bei Toyota Hybrid-Pkw. Beginnend im Jahr 1997 mit wird die zweite der Marke Pkw-NeuzulassungenTeilelinie „Optifit“ ge- der Händler mit After - der ersten Generation, Zufriedenheit dem Toyota Prius nannt und nur für die Hauptmarke ange- zufrieden, 6 = unzufrieden) 2011 und 2012 (KBA) sales (1 = sehr der ab 2000 auch in Deutschland ver2012 2013 Das Team um Customer ServiceLeiter Georg LintelHöping kümmert sich um insgesamt 706 Betriebe – davon 97 Lexus-Partner. marktet wurde, entwickelte der Hersteller diese Antriebstechnik konsequent weiter und bietet hier zu Lande inzwischen insgesamt zehn Hybrid-Baureihen an: Yaris Hybrid, Auris Hybrid, Prius, Prius Plug-in Hybrid und Prius+ von Toyota sowie CT 200h, GS 450h, LS 600h/hL, RX 450h und demnächst IS 300h von Lexus. In den letzten 13 Jahren haben alle Partnerbetriebe mindestens einen Mitarbeiter zur Hochvolt-Fortbildung nach Köln geschickt. Aktuell sind vier von 32 Schulungstagen der DiagnosetechnikerAusbildung dem Thema gewidmet. Auch werden so genannte E-Learnings angeboten. Lintel-Höping: „Um der Gruppenfreistellungsverordnung zu entsprechen, bieten wir unsere Weiterbildungen, das Thema Hochvolt/Hybrid eingeschlossen, auch nicht markengebundenen Betrieben an. Allerdings nahm bislang kein einziger freier Betrieb diese Gelegenheit wahr.“ ■ Lexus 80.470 + 0,6 % 80.969 2,45 2,59 Toyota SERVICE-BAUSTEINE Häufigkeit Teilebelieferung Zweite Teileschiene Flatrate Aftersales Finanzprodukte Afters. Schulungsstätten Pkw-Bestand der Marke Durchschnittsalter Pkw-Bestand 1-mal täglich Optifit Toyota Komplett: Service nach Bordbuch Reparatur, Zubehör 1 Anzahl der Servicepartner Pkw-Bestand pro Servicepartner (ø ) SERVICE-BAUSTEINE Häufigkeit Teilebelieferung Zweite Teileschiene Flatrate Aftersales Finanzprodukte Aftersales Schulungsstätten Pkw-Bestand der Marke Durchschnittsalter Pkw-Bestand 1-mal täglich Nein Nein Reparatur-, Zubehörfinanzierung 1 Anzahl der Servicepartner Pkw-Bestand pro Servicepartner (ø) Quellen: Hersteller/Importeure, eigene Berechnung, KBA, SchwackeMarkenMonitor 2013 24.698 7 Jahre 1,35 Millionen 97 Partner 255 8,4 Jahre 706 Partner 1.912 Pkw Pkw-Neuzulassungen der Marke 2011 und 2012 (KBA) Zufriedenheit der Händler mit After sales (1 = sehr zufrieden, 6 = unzufrieden) * 2012 2013 Pkw-Neuzulassungen der Marke 2011 und 2012 (KBA) Zufriedenheit der Händler mit After sales (1 = sehr zufrieden, 6 = unzufrieden) 2012 2013 + 4,57 % 2.734 2.859 2,49 2,55 80.470 + 0,6 % 80.969 2,45 2,59 18/2013

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SERVICE Wie eine Pizza Startup – Das Investor,Mycleaner.com könnte bald die AufbereitungsBranche aufmischen. Der die Scout24-Gruppe, hat den Handel im Visier. AUFBEREITUNG VON JOHANNA AUGUSTE KOCH Die Cleaner in Aktion: Wasserlos und ökologisch abbaubar werden die Fahrzeuge einfach an irgendeinem Standort aufbereitet. LESEN SIE HIER... ... wie das Startup Mycleaner.com geboren wurde und welche Aufbereitungs-Leistungen die Jungunternehmer dem Handel bieten. ur Fahrzeugreinigung in die Waschanlage fahren? Das ist für Endkunden nicht mehr zeitgemäß, denken sich die Gründer des neuen Aufbereitungs-Startups Mycleaner.com. Warum? Zeit ist ein wertvolles Gut. Und die Fahrzeugwäsche für viele Menschen reine Zeitverschwendung. Aber eine mobile Reinigung, die wie eine Pizza mit verschiedenen Features im Internet buchbar ist und anschließend zu einem frei wählbaren Zeitpunkt und an einem ausgesuchten Ort ausgeführt wird – das erscheint dem damaligen Masterstudenten der Medizintechnik Abdula Ha90 med und dem Unternehmensberater Slawa Kister den modernen Lebensumständen entsprechend. Sie lernen sich 2011 zufällig bei der Mitfahrzentrale kennen und sprechen über mögliche Geschäftsideen als Schritt in die Selbständigkeit. „Mobile Fahrzeugreinigung gab es in Deutschland bis dahin noch nicht“, erinnert sich Abdula Hamed, heute Geschäftsführer Vertrieb bei Mycleaner.com. Die Marktlücke ist gefunden. Das Aufbereitungs-Startup geboren. VW an der Angel Nur das Putzmittel fehlt noch. Zusammen mit einem Reinigungshersteller entwickeln die Jungunternehmer biologisch abbaubare Produkte, mit denen Fahrzeuge wasserlos gereinigt werden können. Dann geht es los. Die Dienstleistung kommt auf den Markt. Schnell nehmen die Aufträge zu. Hameds Bruder und Kisters Ehefrau steigen in den Betrieb mit ein. Ein Programmierer stößt hinzu. Die Buchungs-Webseite Mycleaner. com entsteht. Und sie führt zum Durchbruch. „Unsere Internetseite war erst eine Woche lang online, als sich Volkswagen mit seinem Carsharing-Angebot Quicar bei uns meldete und wollte, dass wir die Bestandspflege von 300 Fahrzeugen übernehmen“, sagt Hamed. Seither reinigt Mycleaner in Hannover drei Mal pro Woche alle Quicar-Fahrzeuge und führt technische Checks wie Luftdruck- oder Telematikprüfung durch. Mit Caddys fahren die Cleaner mobil von Straße zu Straße die Carsharing-Fahrzeuge an, je nachdem, wo diese gerade geparkt sind. Eine App weist ihnen den Weg. Bei der Reinigung benötigen die Cleaner keinen Stromanschluss, sie rücken mit 18/2013 Fotos: Johanna Auguste Koch/AUTOHAUS

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SERVICE einem Generator an, durch den der Staubsauger betrieben wird. Durch die wasserlose Reinigung hinterlassen die Cleaner kein verunreinigtes Wasser auf der Straße. Daher gibt es trotz Fahrzeugreinigung auf offener Straße keinen Ärger mit der Polizei, erklärt der Gründer. Was die Aufbereiter einnehmen, reinvestieren sie. So bezahlen sie in den ersten eineinhalb Jahren nach Unternehmensgründung alles aus eigener Tasche. Ziehen den Laden hoch. Hamed: „Wir haben vom ersten Tag an Erträge erwirtschaftet, weil wir ergebnisorientiert und auf den tatsächlichen Kundenbedarf fokussiert waren und sind.“ Den Handel im Visier Was als reiner Endkundenservice startete, wird mittlerweile auch dem Autohandel als Aufbereitungs-Dienstleistung angeboten. „Unsere Aufbereitung ist zwar bisher noch nicht ganz das, was der Handel unter einer professionellen Aufbereitung versteht, weil wir noch kein Smart-Repair anbieten“, klärt Hamed auf. „Aber auch damit wollen wir dieses Jahr noch starten.“ Das junge Unternehmen bietet dem Handel vor allem Bestandspflege von Gebrauchtwagen an. Darüber hinaus decken die Cleaner auch Spitzen bei der Aufbereitung ab. Auf ihrer Internetseite können Kunden sekundenschnell die Verfügbarkeit von Aufbereitern prüfen. „Wir sind schnell und flexibel“, wirbt der 26-Jährige. Auch die Fixkosten für Angestellte sowie durch die wasserlose Aufbereitung die Investition in eine Waschanlage entfielen für den Handel. Die Gründer von Mycleaner.com (v. l.): Abdula Hamed, Dmitry Klimensky, Slawa Kister, Natalia Kister, Mohamed Hamed und Stefan Lemper (Leiter des Inkubators „You is now“). gen. „Ich kann mit Sicherheit sagen, dass wir preislich sehr konkurrenzfähig mit anderen professionellen Aufbereitern sind“, betont der Jungunternehmer. Ebenfalls denkbar seien Kooperationen mit Autohäusern. Diese könnten an ihre Kunden Gutscheine für mobile Reinigungen ausgeben. Nach dem Motto: Damit Ihr Auto auch morgen noch wie ein Neuwagen aussieht. Und wenn Mycleaner in Kürze die ganze Palette der Aufbereitung inklusive Smart-Repair anbietet, will der Newcomer voll in den Markt der professionellen Kfz-Aufbereitung einsteigen. auch Know-how und Reichweite. Autoscout24 war dafür der perfekte Partner“, resümiert Hamed. Verfügbarkeit wächst Polster im Nacken Die Menge macht‘s Kostenpunkt? Für den Handel derzeit Verhandlungssache. Daher sollten interessierte Händler nicht auf der Plattform buchen, sondern erst eine unverbindliche Anfrage bei Mycleaner stellen. Zur preislichen Orientierung: Endkunden zahlen für eine Außenreinigung etwa 20 Euro für einen Kleinwagen. 70 Euro fallen für einen Mittelklasse-Wagen bei Innen- und Außenreinigung an. „Für Autohäuser ist es aber natürlich günstiger“, beschwichtigt Hamed. Dem Handel könne man heute bereits einen Firmenaccount anbieten mit individuell hinterlegten Preisen und monatlicher, detaillierter Sammelabrechnung. Der Preis orientiere sich an der Menge der Fahrzeuge und an den Anforderun18/2013 Träumerei? Das wird sich zeigen. Mycleaner hat mit der Scout24-Gruppe als Investor, zu der auch die GebrauchtwagenPlattform Autoscout24 gehört, jedenfalls seit kurzem starke Schützenhilfe bekommen. „Wir haben uns auf einer Investorenkonferenz kennengelernt, wo auf der einen Seite Investoren Startups suchen und Startups nach Investoren suchen“, erklärt Stefan Lemper, Leiter des Inkubators „You is now“ der Scout24-Gruppe, über den Scout24 Startups unterstützt. „Und Mycleaner passte zu Autoscout24. Für uns als Investor war es neben dem strategischen Fit auch beeindruckend, dass ein Startup aus eigenen Mitteln ein derart großes Wachstum hinlegt hat. Das sieht man selten.“ Und auch aus Sicht von Mycleaner ist die Zusammenarbeit eine Bereicherung. Das Startup benötigte Kapital. „Wir brauchten aber Die Cleaner sind bei der Mycleaner GmbH fest angestellt und derzeit mit mindestens 1.700 Euro monatlichem Bruttogehalt entlohnt. Für Endkunden ist der Aufbereitungs-Service bisher in neun Städten aktiv: Hannover, Marburg, Kassel, Gießen, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart und München. „Unser Plan ist es, in diesen Städten stark zu wachsen und die Marktführerschaft zu übernehmen“, sagt Hamed. Und wenn ein Händler seinen Betrieb außerhalb der Stadt hat, in der Mycleaner seinen Service anbietet? Dann fahren die Cleaner an einem Tag bis zu zwanzig Kilometer aus dem Zentrum raus. Voraussetzung: Eine ReinigungsBestellmenge ab zehn Autos. „Bei einer größeren Entfernung müsste vorab eine Anfahrtspauschale kalkuliert werden“, sagt Hamed. Auf Autoscout24 integriert Auf der Gebrauchtwagen-Börse ist die Dienstleistung von Mycleaner schon heute integriert. Sie befindet sich aber noch in der Testphase. Kontextspezifisch wird Webseiten-Nutzern der Hinweis auf den Service ausgespielt und auch im Newsletter der GW-Börse wird Mycleaner beworben, wie eine Sprecherin von Autoscout24 auf Nachfrage von AUTOHAUS bestätigte: „Mycleaner ist unser Partner.“ ■ 91

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D STELLENANGEBOTE Der größte Stellenmarkt der Branche AZ-45X45 :. 25.01.2008 10:32 U Als international tätiges Unternehmen mit Sitz in Wolfsburg, arbeiten wir im Auftrag eines führenden Automobilherstellers in den Bereichen Training, Beratung und Coaching. Wir vergrößern unser Team und suchen zur Verstärkung bundesweit: Vertriebscoach (m/w) Automobilhandel für Einzel-/Groß-/Gewerbekunden Ihre Aufgaben:  Unterstützung der Vertriebsleistung durch Prozessgestaltung am POS in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller.  Coaching der Verkaufsleiter/innen zur Führung, Steuerung und Kontrolle des Verkaufspersonals.  Unterstützung bei der Evaluierung und Implementierung von Verkaufsprozessen mit dem besonderen Fokus auf Absatz und Kundenzufriedenheit.  Coaching des Verkaufspersonals zur Umsetzung des qualitativen Verkaufsprozesses am POS. Öffne deine Augen für meine Welt. Werde Pate! schland.de www.plan-deut Ihre Zielgruppe im Automobilhandel sind:  Geschäftsführung, Verkaufsleiter/innen und Verkaufspersonal. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Hermann Hesse Ihr Profil:  Fundierte Ausbildung sowie mehrjährige Tätigkeit im Automobilverkauf im Bereich Einzel-/ Groß- oder Gewerbekunden in einer Führungsposition.  Systematische Arbeitsweise.  Hohe Kundenorientierung und Dienstleistungsmentalität.  Ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten.  Flexibilität und hohe Reisebereitschaft.  Gutes EDV-Verständnis und sicherer Umgang mit Microsoft-Office-Anwendungen.  Idealerweise praktische Erfahrung in der Durchführung von Coachings am POS. Helfen Sie notleidenden Kindern in Europa, Afrika, Asien und Amerika. Unterstützen Sie die SOS-Kinderdörfer. Unser Angebot:     Eine fundierte Einarbeitung und Ausbildung mit einem festen Platz in unserem etablierten Team. Eine Tätigkeit mit eigener Verantwortung und Selbständigkeit. Interne Weiterqualifizierungen mit Fachexperten. Ein Dienstwagen, der Ihnen auch zur privaten Nutzung zur Verfügung steht. Sie fühlen sich angesprochen? Dann freuen wir uns auf Ihre aussagefähige, Bewerbung mit Angabe des möglichen Eintrittstermins und Gehaltswunsches an: SCREEN GmbH, Training-Beratung, Manuela Schleth, Porschestr. 1, 38440 Wolfsburg, E-Mail: Manuela.Schleth@screengmbh.de Internet: www.screengmbh.de Tel.: 0800/50 30 300 (gebührenfrei) Spendenkonto: 22222 00000 BLZ: 430 609 67, GLS-Bank www.sos-kinderdoerfer.de SOSKD_Anzeige_IM2_Pusteblume_44x120_sw_RZ.indd 1 10:34 09.04.13 + + + O n l i n e + + + N e w s l e t t e r + + + Tagesaktuelle Informationen für die Praxis von der Praxis. Kostenlos auf www.autohaus.de anmelden! 18/2013

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D STELLENANGEBOTE Der größte Stellenmarkt der Branche Tesla Motors expandiert in Deutschland! Über Tesla Tesla Motors mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien, nutzt firmeneigene Technologie, Design auf Weltniveau und hochmoderne Produktionsprozesse für die Entwicklung einer neuen Generation von, für Autobahnen geeigneten, Elektrofahrzeugen. Wir verwenden ein innovatives Vertriebsmodell, das auf unternehmenseigenen Vertriebs- und Servicezentren basiert. Durch diesen Ansatz können wir bestmögliche Kundenerfahrungen bieten und profitieren von kurzen Feedback-Loops unserer Kunden, um sicherzustellen, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Wir sind davon überzeugt, dass uns unsere betriebliche Infrastruktur einen Wettbewerbsvorteil gegenüber traditionellen Automobilherstellern verschafft. Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München, Stuttgart, Berlin Werkstattleiter/in: Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit wird das Führen der Mitarbeiter in der Werkstatt sein – mit dem Ziel, einen reibungslosen Ablauf aller Werkstatt-Leistungen zu gewährleisten. Des weiteren kümmern Sie sich um die termingerechte und qualitativ hochwertigen Reparatur- und Wartungsleistung der Werkstatt. Sprechen Sie verhandlungssicheres Englisch und möchten Sie unsere neue Filiale mitgestalten, eröffnen und leiten? Serviceberater/in: Haben Sie eine ausgeprägte Leistungs- und Einsatzbereitschaft sowie hohe Belastbarkeit und fundierte Branchen- und Berufserfahrung? Absolute Kundenorientierung und eine flexible Arbeitsweise sind Grundvorraussetzung für diese Position. Kfz-Mechatroniker/in: Sind Sie flexibel, zuverlässig und angagiert? Haben Sie eine abgeschlossene Ausbildung in Kfz-Bereich und bereits einige Jahre Berufserfahrung? Wir setzen kompetentes, freundliches und verbindliches Auftreten ebenso voraus, wie eine selbständige und motivierte Arbeitsweise. Fahrzeugaufbereiter/in: Ihre Aufgaben beinhalten die Autopflege, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Hierzu gehört u. a. die Kontrolle der Fahrzeuge auf Schäden und eine reibungslose Übergabe an den Kunden. Zuverlässigkeit, Flexibilität, Sorgfalt sowie kompetentes Auftreten und Teamarbeit setzen wir voraus. Unser Verkaufsteam expandiert. Wir suchen nach erfahrenen Verkaufsberater/innen für Berlin, Düsseldorf, Dortmund, Köln, Nürnberg, Frankfurt und Stuttgart! Bei Interesse freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Bitte senden Sie Ihre Unterlagen direkt an unser Rekrutierungs-Team. E-Mail: (dachrecruitment@teslamotors.com) / Betreff: Service 18/2013

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D STELLENANGEBOTE Der größte Stellenmarkt der Branche Die Günther Graf von Hardenberg Stiftung ist mit 30 Autohäusern eine der größten Automobilhandelsgruppen in Südwestdeutschland. Wir vertreten die Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat, Ford und Porsche. Art Your Life – Art Your Job. Eines der führenden Kunsthäuser in Europa sucht Sie. Für unser Porsche Zentrum Offenburg suchen wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine/n Sie sollten über eine mehrjährige Erfahrung im automobilen Premiumsegment verfügen. Idealerweise sind Sie bereits heute in einem PorscheZentrum in dieser Position tätig. Wenn Sie Ihre Zukunft bei einer leistungsfähigen Gruppe und einer emotionalen Marke sehen, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Günther Graf von Hardenberg Stiftung Herrn Thomas Seifried Ostendstraße 12 76131 Karlsruhe Tel. 0721/3840-222 www.grafhardenberg.de thomas.seifried@grafhardenberg.de Geschäftsführer/in Für die Beratung und den direkten Verkauf suchen wir erfahrene und engagierte Verkäufer (m/w) München · Berlin · Hamburg · Sylt · Köln · Hamm kaufmännische Ausbildung auch Verkaufsspezialisten ohne Branchenerfahrung Kunst ist Lifestyle. Dank Ihnen finden unsere Kunden das passende Werk für ihre eigenen vier Wände. Dieses Kunststück gelingt Ihnen mit Charisma und Erfahrung, einer treffsicheren Intuition und Verhandlungsgeschick. So können Sie auch zum Filialleiter werden. Lotsen Sie Ihr Verkaufstalent zu neuen Ufern – wir finden sicher einen gemeinsamen Weg. GALERIE MENSING, Frau Tanja Geisen Ostendorfstraße 2 – 8, 59069 Hamm-Rhynern T 02385 5018, info@galerie-mensing.de el. www.galerie-mensing.de Porsche Zentrum Offenburg Dr. Kirrily de Polnay behandelt den dreijährigen Yaseen im Flüchtlingscamp Jamam, Südsudan. © Robin Meldrum/msf Leben retten ist unser Dauerauftrag: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich, weltweit. Um in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen schnell handeln zu können, brauchen wir Ihre Hilfe. Unterstützen Sie uns langfristig. Werden Sie Dauerspender. Hamm • Hamburg • Hannover Düsseldorf • München • Berlin • Konstanz • Sylt • Palma www.aerzte-ohne-grenzen.de/dauerspende DAUERSPENDE 5,– im Monat Spendenkonto 97 0 97 Bank für Sozialwirtschaft blz 370 205 00 AUTOHAUS FAX 089 20 30 43 - 12 40 DORIS KESTER Egal ob...  Stellenangebote/-gesuche  An-/Verkäufe oder Immobilienanzeigen  Geschäftsverbindungen oder  Gebrauchtwagen-Börse Mein Text: Meine Anschrift: In unseren verschiedenen Rubriken nehmen wir Ihre Texte und Motive gerne auf und gestalten Ihre Anzeige – natürlich gratis! Doris Kester berät Sie gerne! Tel. 089 20 30 43 - 11 33 18/2013

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D STELLENANGEBOTE Der größte Stellenmarkt der Branche Controller / Analyst (m/w) Unsere Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Südwestdeutschland vertritt neben Mercedes-Benz weitere Premiummarken. Mit unseren 13 Standorten sind wir regionaler Marktführer im Bereich Pkw und Nfz. Aufgrund unserer hervorragenden Kapitalausstattung sind wir in der Lage, unsere Marktposition auszubauen und durch strategische Investitionen zukünftig weiter zu wachsen. Wir setzen dabei auf ein dynamisches Team von mehr als 500 Mitarbeitern, die ständig versuchen, die Effizienz zu steigen und unsere Ziele zu erreichen. Ihre Aufgaben: • • • • Entwicklung, Verbesserung und Pflege der Controllinginstrumente Erstellung und Auswertung des internen und externen Berichtswesens Optimierung und Betreuung des Kennzahlensystems Leitung des Risiko- und Prozessmanagements Menschen verwirklichen Strategien Die CONSENSUS Consulting GmbH wurde 1994 gegründet. Wir entdecken und entwickeln Potenziale in Unternehmen und tragen mit unseren Fähigkeiten, Erfahrungen und Methoden zum Erfolg unserer Kunden bei. In unserem Branchenportfolio ist die Automobilbranche ein Schwerpunkt. Wir sind Partner von Importeuren und unterstützen sie in verschiedenen Prozessen und Projekten in der Entwicklung ihrer Vertragspartner. Wir suchen ab sofort für eine der größten und erfolgreichsten Importmarken in Deutschland eine/n engagierte/n Berater/in Betriebswirtschaft und After Sales für den Automobilhandel Diplom-Kfm., Diplom-Betriebswirt Ihr Einsatzgebiet ist Deutschland. Ihr Wohnsitz ist vorzugsweise im Rhein-Main Gebiet. Ihre Aufgaben: • Sie beraten und coachen Inhaber, Geschäftsführer, Serviceleiter und Serviceberater im Autohaus in allen betriebswirtschaftlichen und After Sales Themen. • Sie nutzen betriebswirtschaftliche Controlling-Instrumente, entwickeln mit Ihren Gesprächspartnern Maßnahmen zur Verbesserung der Rentabilität, Prozessqualität und Kundenzufriedenheit. • Sie erstellen zielorientierte Maßnahmenpläne und unterstützen bedarfsorientiert bei deren Umsetzung. Ihr Profil: • Sie verfügen über mehrjährige Erfahrungen in der Beratung und im Coaching von General Management- und After Sales-Themen im Automobileinzelhandel auf Geschäftsführungsebene. • Sie verfügen über ein breites und tiefes Prozess-Know-how im Service und beherrschen die Servicekernprozesse. • Sie verfügen über ein profundes betriebswirtschaftliches Know-how, können alle betriebswirtschaftlichen Instrumente, z. B. BWA, Betriebsvergleiche, Serviceanalysen anwenden und kennen die wichtigsten Kennzahlen zur Steuerung eines Autohauses. Auf Grund Ihrer Erfahrung und Ihres Auftretens sind Sie akzeptierter Gesprächspartner. Ihre persönliche Arbeitsweise zeichnet sich durch Eigeninitiative, Gestaltungswille, Überzeugungsfähigkeit, Durchhaltevermögen und ein gutes Zeit- und Selbstmanagement aus. Reisebereitschaft ist Voraussetzung. Sie arbeiten in den Autohäusern vor Ort und im Office. Sie sind sicher im Umgang mit MS-Word, -Excel, -PowerPoint, -Outlook. Ihr Profil: • • • Sie verfügen über ein abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches oder mathematisches Studium Sie haben ausgezeichnete EDV-Kenntnisse (insbes. MS-Office) Sie besitzen mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in den o.g. Bereichen oder möchten aus der Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung in den Automobilhandel wechseln • Flexibilität, Begeisterung für Teamarbeit, Eigeninitiative und Durchsetzungsvermögen zeichnen Ihre Persönlichkeit und Arbeitsweise aus. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Ideen durch unmittelbare Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung umzusetzen und in eine leitende Position hineinzuwachsen. Wir honorieren Ihre Leistung durch ein attraktives Vergütungspaket. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Zuschriften unter Chiffre-Nr. 455 20 1391 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München. • • • • Wir suchen ab sofort eine freiberufliche Unterstützung mit der Perspektive einer Festanstellung. Sie erhalten eine systematische Einarbeitung und wir bieten die Entwicklungsmöglichkeiten eines Beratungsunternehmens. Kundenzufriedenheit ist unser Kapital, deshalb erwarten wir Leistungsbereitschaft, Engagement, hohe Professionalität und den Willen zu exzellenter Qualität. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an: bewerbung@consensusconsulting.com CONSENSUS Consulting GmbH, Katharina-Paulus-Str. 8, 65824 Schwalbach,Tel. 06196/4738-0 www.autohaus.de 18/2013

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D STELLENGESUCHE Der größte Stellenmarkt der Branche NICHT QUAKEN -- MACHEN ! Mehr als 30 Jahre, davon 15 Jahre erfolgreich als Geschäftsführer, im Autohaus tätig. Zielorientiert, ausdauernd, Marketing erfahren, erfolgreicher Ausbilder, Vertriebsprofi für alle Sparten ums Autohaus, seriöser und durchsetzungsstarker Repräsentant, geschieden, ungebunden, lebt Menschen, Maschinen und die vollkommende Kundenzufriedenheit. Ich suche neue Führungsaufgabe als Geschäftsführer, Filialleiter oder Hersteller Außendienst ab dem 01.08.2013 oder später. Zuschriften bitte unter Chiffre-Nr. 3420 0249 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München. Endlich mal ein Profi! Vertriebsstarker Geschäftsführer/Niederlassungsleiter Führungserfahren und motiviert, gute kaufmännisch + technische Ausbildung. Erfahrung im Aufbau von GW-Centern, hervorragende Handelsbeziehungen im In- und Ausland, ungekündigt, sucht neuen Wirkungskreis im süddeutschen Raum. Auch A/CH. Zuschriften bitte unter Chiffre-Nr. 3420 0302 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München. Strategischer Zukäufer Gebrauchtwagen Über 35 Jahre Vertriebserfahrung, erfolgreicher Verkaufs-, Filialleiter, Zukäufer bei Premiummarken, Zukauf bei Versteigerungen, Leasinggesellschaften, Autovermietungen, Niederlassungen, Internet, extrem erfolgsorientiert, innovativ und ideenreich, suche eine neue Herausforderung, auch evtl. zum Aufbau einer solchen Abteilung. Zuschriften bitte unter Nr. 3420 0936 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabteilung, Aschauer Str. 30, 81549 München. Hier könnte Ihre Anzeige stehen! Ihre Ansprechpartnerin: Doris Kester • Tel. 0 89 20 30 43-11 33 Wir freuen uns auf Ihre Nachricht. D GW-BÖRSE WIR KAUFEN IHREN GEBRAUCHTWAGENBESTAND! Alle Marken. Einzel- / Paketabnahme. Bundesweite Abholung. Sofortige Kaufentscheidung. Schnelle und seriöse Abwicklung garantiert. Autohaus Yvel Köln GmbH & Co. KG Liebigstr. 201-203 . 50823 Köln . T. 0221.179000 M. 0173.7339944 . E-Mail: ankauf@yvel.de JA! DA BIST DU JA! Meron, 5 Jahre Viele Kinder wie Meron suchen Hilfe. WERDE PATE! WORLDVISION.DE Top Secret...! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir vom Gesetzgeber verpflichtet sind, keinerlei Auskunft über die Inserenten (z.B. Name, Region, Herstellermarken...) von Chiffre-Anzeigen zu geben. Ersparen Sie sich deshalb die Zeit eines Telefonanrufes und adressieren Sie Ihre Antwort oder Ihre Fragen direkt an den Inserenten unter: Fachmagazin AUTOHAUS, Chiffre-Nr. xxxx xxxx, Anzeigenabteilung, Aschauer Str. 30, 81549 München. Gerne können Sie uns Ihre Zuschrift (ohne Anhang) auch per E-Mail (kontakt.anzeigen@springer.com) oder per Fax (089 4372-1240) senden. Wir leiten Ihre Post schnellstens (in der Regel täglich) weiter. Vergessen Sie nicht, die acht- bis neunstellige Chiffre-Nummer im Adressfeld anzugeben. 18/2013

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DSTELLENGESUCHE ANKÄUFE / VERKÄUFE Immobilien Sonstiges Der größte Stellenmarkt •der Branche bab aktuell • bab aktuell Autohaus Immobilie im Märkischen Kreis (NRW) mit Ausstellung, Werkstatt, Lager, Dialogannahme, usw., inkl. Inventar, Lager und Werkzeug zu verkaufen. Mitarbeiter und Markenverträge können ggf. übernommen werden. Zuschriften bitte unter Chiffre-Nr. 3420 0934 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München VERKAUF oder VERPACHTUNG? K AU F o d e r PAC H T ? Sie sollten uns fragen! Unsere jahrzehntelange Er fahrung und persönliche Beziehungen sowie der Bekanntheitsgrad öffnen uns die entsprechenden Türen bei aller Diskretion. 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Kreisstadt zu verkaufen Autohaus mit Ausstellung / Lager / Werkstatt / Direktannahme in guter Lage als Nachfolgeregelung mit Inventar / Lager / Werkzeuge Mitarbeiter / Markenvertrag kann übernommen werden Zuschriften bitte unter Chiffre-Nr. 3420 1452 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München Autohaus am unterem Niederrhein zur Zeit mit zwei Marken Verträgen, dritte Marke ist stark interessiert und kann ggf. übernommen werden. Grundstück ca. 4800 qm 2 getrennte Ausstellungsräume, große Werkstatt, großer Gebrauchtwagenplatz. Zuschriften unter Chiffre-Nr. 3420 1389 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München. Zu verkaufen oder verpachten! www.autohaus.de Profi-Werkzeug Etabliertes, familiengeführtes www.hazet-freak.de Autohaus mit koreanischer Premiummarke in Südbayern zu verpachten. Zuschriften unter Chiffre-Nr. 3420 1042 an Fachmagazin AUTOHAUS, Anzeigenabt., Aschauer Str. 30, 81549 München. AUTOHAUS ISSN Nr. 0171-9807 57. Jahrgang Anschrift von Verlag und Redaktion Springer Automotive Media Springer Fachmedien München GmbH, Aschauer Straße 30, 81549 München, Tel. (089) 20 30 43-0, www.autohaus.de Springer Fachmedien München GmbH ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media. Herausgeber Prof. Hannes Brachat (hb) Redaktion Fax 0 89 20 30 43-12 05 Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Ralph M. Meunzel (rm) Tel. 0 89 20 30 43-12 03 Leitung Redaktionsprojekte Dieter Radl (ra) Tel. 0 89 20 30 43-11 38 Redaktion (Print und Online) Kerstin Hadrath (kh) Tel. 0 89 20 30 43-11 27 Johanna Koch (jko) Tel. 089 20 30 43-22 74 Daniela Kohnen (dk) Tel. 0 89 20 30 43-11 21 Christian Frederik Merten (cfm) Tel. 0 89 20 30 43-12 06 Karolina Ordyniec (ok) Tel. 0 89 20 30 43-11 20 Ralf Padrtka (rp) Tel. 0 89 20 30 43-12 84 Doris Plate (dp) (Leitung Fabrikate) Tel. 0 89 813 00 741 Frank Selzle (se) Tel. 0 89 20 30 43-11 08 Martin Schachtner (msh) Tel. 0 89 20 30 43-11 09 E-Mail Online: presse.dienste@springer.com Redaktionsassistenz Fax 0 89 20 30 43-12 05 Susanne Schwarzenböck Tel. 0 89 20 30 43-11 36 Juliane Schleicher Tel. 0 89 20 30 43-11 41 AUTOHAUS Corporate Publishing Manuel Eder (Leiter) Franziska Ziegler (fz) Tel. 0 89 20 30 43-11 19 Tel. 0 89 20 30 43-11 15 E-Mail jeweils: vorname.name@springer.com Ständige Mitarbeiter Hans-Günther Barth, Michael Böhlk-Lankes, RA Rainer Bopp, Bernd Dohrmann, Prof. Anita Friedel-Beitz, RA Robert Glocker, RA Gernot M. Haug, Martin D. Herke, , Prof. Dr. Ralf Mertens, Walter K. Pfauntsch, RA Walter Sattler, Annemarie Schneider, Eva Stadler, Wolf R. Ussler AUTOHAUS Online Stefan Griessmann (Leiter Portale) Tel. 0 89 20 30 43-11 57 Ute Sauermann Tel. 0 89 20 30 43-22 18 AUTOHAUS Akademie Petra Steinkohl Tel. 0 89 20 30 43-12 12 autojob.de Doris Kester-Frey Tel. 0 89 20 30 43-11 33 Marc Wesner Tel. 0 89 20 30 43-11 99 Leitung Herstellung Maren Krapp Tel. 0 89 20 30 43-14 18 Grafik/Layout Fax 0 89 20 30 43-12 01 Gertrude Dorn, Diane Laudien, Sabine Winzer Verlag Geschäftsführer Joachim Krieger Tel. 0 89 20 30 43-27 29 Verlagsleiter Springer Automotive Media Ralph M. Meunzel (rm) Tel. 0 89 20 30 43-12 03 Anzeigenleitung Michael Harms Tel. 0 89 20 30 43-12 42 michael.harms@springer.com Gültig ist die Anzeigen-Preisliste vom 1.10.2012 Anzeigenverkauf Fax 0 89 20 30 43-12 40 Doris Aschenbrenner Tel. 0 89 20 30 43-12 20 Tanja Heyn Tel. 0 89 20 30 43-12 45 Sanja Limbacher Tel. 0 89 20 30 43-12 24 Anna Pauckstadt Tel. 0 89 20 30 43-11 40 Petra Willmeroth Tel. 0 89 20 30 43-11 42 Birgit Zipfel Tel. 0 89 20 30 43-11 91 kontakt.anzeigen@springer.com Personal- und Marktanzeigen Fax 0 89 20 30 43-12 40 Doris Kester-Frey Tel. 0 89 20 30 43-11 33 Anzeigenverwaltung Fax 0 89 20 30 43-21 00 Silvia Bauer Tel. 0 89 20 30 43-2294 Marketingleitung Fax 0 89 20 30 43-11 02 Tanja Bensel Tel. 0 89 20 30 43-12 39 Leitung Vertriebskoordination Tatjana Sachenbacher Abo-Service Service-Tel. 0 89 20 30 43-1500 Fax 0 89 20 30 43-2100 vertriebsservice@springer.com Erscheinungsweise Zweimal monatlich, 21 Ausgaben pro Jahr (3 Doppelnummern). 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Bei Springer Automotive Media erscheinen auch die Zeitschriften asp Auto Service Praxis, Autoflotte, GW-trends und tankstellen markt. § 29 18/2013 Master 97 3

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LESERBRIEFE ZU FOLGENDEN THEMEN HABEN UNS GESCHRIEBEN: AH 17/2013 MOGLER UND MOGELPACKUNGEN Parallelimporte, Tageszulassungen und Internethandel seien ausschließlich preisgetrieben, schreiben Sie. Und wer sind die dahinter stehenden Preistreiber? Beim Parallelimport sind es die Überproduktionen der Hersteller und Importeure, die dann über deren Importgesellschaften in großem Stil über markante freie Händler ins deutsche Teuerland zurückgeliefert werden. Wer pulvert pro Tageszulassung pro Fahrzeug 1.500 Euro und mehr ins Netz? Die Hersteller und Importeure. Und wer steht bei den Neuwagen-Börsenvermittlern als Einheitenvermittler dahinter? Nicht nur begrenzte Autohändler, sondern freie Händler, freie Leasinggesellschaften u. a. Und von wem werden sie beliefert? Das ist doch eine schamlose Preisvernichtung auf dem Buckel derer, die man mit Standards lähmt und mit System in eine Statistenrolle mit Untergangsstimmung drängt. Es kann nicht sein, dass ein Händler eine Durchschnittsmarge von 16 Prozent hat und dass im Internet „Mogelpackungen“ für dasselbe Produkt von 35 Prozent auftauchen. Da machen ein paar Wenige ihr Geschäft. Paul Krämer BRIEFE AN DEN HERAUSGEBER Springer Fachmedien München GmbH Redaktion AUTOHAUS Aschauer Straße 30 81549 München Leserbriefe äußern die Meinung des jeweiligen Verfassers, die nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen muss. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen. E-Mail: redaktion.autohaus@springer.com AH 17/2013 VIERTE AUTOWELTKÖNIG GERETTET Das hört sich sehr optimistisch an. Wie viele Betriebe der Autowelt König warten noch auf Rettung? Was war dieser Betrieb vor der Insolvenz wert und zu welchem Preis ging er nach der Konkurseröffnung über den Tresen? Wer trägt diese Millionenverluste? Wer hat Königs Weg über Jahre ak- AH 17/2013 INFINITI Glaubt jemand ernsthaft an den Erfolg von Premiumluxusmarken wie Infiniti, Lexus u. a. auf dem deutschen Markt? Toyota hat Daihatsu vom Markt genommen. Lexus noch nicht. Glaubt man wirklich, mit 25 Händlern dieses sinkende Schiff retten zu können? Von der Auslastung mit einem gigantischen Servicevertrag ganz zu schweigen. Das ist doch falsch verstandene Imagedenke. Jochen Greiber tiv unterstützt? Das würde ich gerne erfahren. Dieter Franke AUTOHAUS veröffentlicht regelmäßig sämtliche im Verkehrsblatt abgedruckten Mitteilungen des Bundesministers für Verkehr, so weit diese für §29 StVZO relevant sind. AUTOHAUSAbonnenten verfügen damit über die im Sinne der AU-Anerkennungsrichtlinie erforderlichen Informationen und sind somit vom Bezug des ansonsten vorgeschriebenen Verkehrsblattes befreit. § 29 Meinungen auf autohaus.de VW-Chef: Wertewandel setzt Autobauern zu (10.9.2013) Nutzer „Rene Zimmermann“ kommentiert: „Der europäische Markt ist gesättigt. Der Euro hat ein Übriges getan – bei den Autopreisen ist er mitgewachsen und bei den Einkommen ist er stehengeblieben. So einfach erklärt sich die Abwendung des Kunden vom Automobil. Und an die Hersteller: Die Produktvielfalt ist nicht mehr nachzuvollziehen! Weniger wäre mehr ...“ Vertriebsstrategien: Super-Store statt Autohaus (6.9.2013) Nutzer „H. Paprocki“ kommentiert: „Wenn wir die bestehenden Vertriebskanäle nicht dem sich ändernden Kaufverhalten unserer potentiellen Kunden anpassen, werden wir sehr bald mit ganz neuen Vertriebskanälen konfrontiert, die wir nicht mehr oder nur deutlich schwieriger beeinflussen können. Ich sehe das Gesamtbild allerdings nicht ganz so düster. Zwar wird mit zunehmender Etablierung der Car-Sharing-Modelle der Retailmarkt weiter zurückgehen, dafür wird aber der Flottenmarkt weiter ansteigen.“ Neulich besuchte ich Tobias Tierhold in Augsburg. Die Familie wirkt dort als erfolgreicher Mehrmarkenhändler (Mazda, Volvo, Kia). Nachdem er Geislingen als Absolvent mit dem ZDK-Preis als gelehriger Student verließ, kamen wir auf die Examensfeier zu sprechen. Dabei erinnerten wir uns eines unvergesslichen Skatabends im Keller vom Kornspeicher zu Geislingen. Mit im Boot sein Studienfreund, Toni Gruber, 4 x Mazda-Händler aus Wasserburg & Co. Und jetzt das Besondere. Seit Abschluss des Studiums – 2002 – traf sich der TierholdZirkel Jahr um Jahr. Erst mit ihren Freundinnen, dann mit ihren Frauen und jetzt zusammen mit dem Nachwuchs. Sie sehen, die „Buben“ haben damals schon im „studium generale“ zu Geislingen die ganzheitliche Betrachtung der Lebensdinge erfahren. Wunderbar! Prof. Hannes Brachat 18/2013

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So steigern Sie Ihr Servicegeschäft! Erwin Wagner, Hannes Brachat Servicezentrum Dialogannahme planen, bauen, profitieren Das Herzstück des Servicegeschäftes ist die Dialogannahme. Hier entscheidet sich, ob der Kunde wiederkommen wird – oder nicht. Denn die Direkt- oder Dialogannahme ist nicht nur der Ort, an dem die Technik erklärt wird, hier muss die Kommunikation mit dem Kunden gelebt werden. In unserer Neuerscheinung „Servicezentrum Dialogannahme“, erklären Ihnen Erwin Wagner und Hannes Brachat, wie Sie das System Dialogannahme im eigenen Betrieb umsetzen und es gewinnbringend nutzen können. Erfahren Sie alles über die richtige Strategie und den richtigen Platz bei der Planung einer Dialogannahme, die verschiedenen Dialogannahmekonzepte, die Ausstattung und den Serviceberater-Arbeitsplatz sowie die Anforderungen an die Mitarbeiter und die finanziellen Aspekte. Hilfreiche Beispiele aus der Praxis zeigen Ihnen, wie Sie wirkungsvoll für Ihre Dialogannahme-Prozesse werben können, damit die Vorteile des Systems auch für Ihre Kunden sichtbar werden. „Ein guter Service ist der wichtigste Differenzierungsfaktor im Autohaus. Und dazu gehört eine strukturierte, professionelle, durch einen kompetenten Mitarbeiter durchgeführte Dialogannahme. Denn hier entscheidet sich, ob der Kunde wiederkommen wird – oder nicht!“ Hannes Brachat Softcover | 272 Seiten | 1. Auflage 2013 | Bestell-Nr.: 177 € 79,00 zzgl. MwSt. und Versand Faxbestellnummer: 089/20 30 43 - 2100 Service-Telefon: 089/20 30 43 - 1900 eMail: vertriebsservice@springer.com eShop: www.springer-automotive-shop.de © Karin & Uwe Annas - Fotolia.com

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Michael W. Thiede, AHC Gruppe, Chemnitz „Weniger Langsteher, mehr Bruttoertrag. SchwackeNet hat uns rundum überzeugt.“ NEU! Exklusive Kooperation mit Audatex: AudaSchwacke Die leistungsstarke, onlinebasierte GW-ManagementSoftware von Schwacke – jetzt exklusiv im Paket mit der führenden Audatex Schadenkalkulation: • mit bewährter, aktueller Datentiefe von Audatex • mit Berücksichtigung der Herstellerund AZT-Lackierung • mit Mehrfachauswahl für die sofortige, grafische Schadenerfassung beschädigter Teile 9% weniger Langsteher mit SchwackeNet – testen Sie es aus! Die Zahlen sprechen für sich. Und für SchwackeNet. Eine Analyse des SchwackeNet Erfolgs* ergab, dass die Software bereits vier Monate nach Implementierung den GW-Bestand größer 180 Tage durchschnittlich um 9 % senkt. Auch die Standzeiten jüngerer Bestandsfahrzeuge werden reduziert und der Bruttoertrag deutlich erhöht. Kein Wunder, dass SchwackeNet beim Dealer’s Choice Wettbewerb 2013 der Zeitschrift „Gebrauchtwagen Praxis“ als hervorragendes Software-Tool mit integrierter Fahrzeugbewertung prämiert wurde. Zahlen. Daten. Schwacke. Bestellen Sie jetzt Ihr ausgezeichnetes AudaSchwacke oder SchwackeNet unter: +49 6181 405-255 erfolg@schwacke.de www.schwackepro.de/erfolg *Berücksichtigt wurden Händler der Marke Toyota, die SchwackeNet aktiv nutzen, d.h. die mindestens 100 Kunden betreuen, im Mittel mindestens 50 Bestandsfahrzeuge verwalten und im Durchschnitt 1 bis 5 GW-Bewertungen je Bestandsfahrzeug berechnen. QR code generated on http://qrcode.littleidiot.be

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SCHADEN-BUSINESS Weniger ist nicht mehr Unzureichende Profiltiefe, falsche Fahrzeugbereifung –auch in der aktuellen Mängelbilanzund schadhafteweiter ganz oben. rangieren 2013 der KÜS REIFEN VON SEBASTIAN SCHINHAMMER LESEN SIE HIER... ... über die „Wash & Check“-Aktion, bei der sich die KÜS in Sachen Reifensicherheit engagiert. enn die Hauptuntersuchung ansteht, sehen die Prüfingenieure der KÜS auch bei den Reifen genau hin. Dabei geht es dann um Schäden an den Reifen, die Profiltiefe, oder ob auch der richtige Reifen montiert ist. Nach wie vor wird er nämlich sehr stiefmütterlich behandelt, so die Prüforganisation. Das zeigt die Mängelbilanz aus den Hauptuntersuchungen des ersten Halbjahres 2013. Nicht zuletzt deshalb unterstützt die KÜS die Aktion „Wash & Check“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. Breite Palette von 1.606.341 Mängeln In den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 rollten über 1,4 Millionen Fahrzeuge zur Hauptuntersuchung in die Prüfhallen der KÜS und KÜS-Prüfstützpunkte in den Werkstätten. Dabei wurden insgesamt 1.606.341 Mängel an Fahrzeugen dokumentiert, die Palette reichte von „geringem Mangel“ bis zu „verkehrsunsicher“. Bei der Fahrzeugbereifung dokumentierten die Prüfingenieure der KÜS im 1. Halbjahr 2013 alleine bereits 50.863 Mängel. Dabei wurden im Prüfbericht 7.717 Mal Alterungsrisse bemängelt und 3.598 Mal beschädigte Reifen. 4.176 Mal wurden andere Beschädigungen oder Mängel an den Pneus bescheinigt. Eine stattliche Zahl in der Mängelbilanz ist auch die Sparte „Größe-Bauart-Kennzeichnung“. Laufflächen- und Karkassenschäden, Falschbereifung und Unterschreitung der Mindestprofiltiefe (1,6 mm) dominieren auch 2013 die KÜS-Mängelbilanz. AUTOHAUS 18/2013 SBH3n71-2 -KÜSWKP-j.indd 16 9/10/2013 1:59:23 PM Fotos: KÜS

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Profiltiefe 15.631 Mal unterschritten Hier geht es in der Hauptsache um Reifen, die für das Fahrzeug, auf dem sie montiert sind, nicht zugelassen wurden. Den höchsten Anteil innerhalb der Reifenmängel stellt nach wie vor die Profiltiefe: 15.631 Mal war die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von 1,6 Millimetern nicht mehr vorhanden. Auch ein Überbleibsel aus der Winterzeit fand noch Eingang in die Bilanz der KÜS zum Thema Reifenmängel. Winterreifen haben einen geringeren Geschwindigkeitsindex als Sommerreifen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird mit einem kleinen Aufkleber im Sichtbereich des Fahrers angezeigt. Fehlt dieser, ist dies ebenfalls ein Mangel. 6.980 Mal fanden die KÜS-Prüfingenieure den Aufkleber nicht. Bild oben: Bei der Aktion „Wash & Check“ überprüfen KÜS-Prüfingenieure Pneus nach dem Durchlauf einer Waschanlage. An über 170 Tankstellen wird auf die Wichtigkeit intakter Reifen hingewiesen. Bild rechts: Solch ein Reifenschaden gilt ganz klar als „erheblicher Mangel“, weswegen die HU-Prüfplakette im Sinne der Verkehrssicherheit auch verweigert wird. kehrssicherheit“, so KÜS-Bundesgeschäftsführer Dipl.-Ing. Peter Schuler. „Wash & Check“-Aktion Plakette wird bei erheblichen Mängeln verweigert Alle Mängel an den Reifen werden als „erhebliche Mängel“ eingestuft. Das heißt, die Plakette wird verweigert und das Fahrzeug muss noch einmal mit mängelfreier Bereifung vorgeführt werden. „Diese Mängeleinstufung zeigt deutlich die Wichtigkeit intakter Reifen für die Ver18/2013 Die Erkenntnisse aus den Hauptuntersuchungen, vor allem die hohe Anzahl der Reifen mit zu geringer Profiltiefe, sind der Hauptgrund für das Engagement der KÜS in Sachen Reifensicherheit. In der „Initiative Reifenqualität“ ist die KÜS von Anfang an engagiert. Die Initiative des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR) führt auch in diesem Jahr vom 16. bis zum 28. September die Aktion „Wash & Check“ durch. An über 170 Tankstellen und Waschstraßen in ganz Deutschland wird auf die Wichtigkeit intakter Reifen hingewiesen. Die KÜS unterstützt die Aktion, gemeinsam mit Continental und dem Automobilclub ACV. ■ AUTOHAUS 17 SBH3n71-2 -KÜSWKP-j.indd 17 9/10/2013 1:59:26 PM

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SCHADEN-BUSINESS SSH GMBH Neue Doppelspitze Die SSH-GmbH, eine der größten und traditionsreichsten Sachverständigenorganisationen in Deutschland, erweitert ihre Geschäftsführung: Thomas Pürthner (37) übernimmt ab 1. Oktober 2013 die Leitung des Bereichs Kundenbetreuung, Marketing und Vertrieb sowie die Position des zweiten Geschäftsführers. Der bereits im April an die Spitze des Unternehmens berufene Technische Leiter der SSH, Michael Jänchen, wird den Bereich Technik, Produktentwicklung und Partnerbetreuung fortführen. Dazu gehören vor allem die operative Umsetzung sowie die Betreuung der Dienstleister und SSH-Partner. Vor seinem Wechsel zur SSH arbeitete Pürthner zehn Jahre lang in verschiedenen leitenden Positionen beim TÜV SÜD. Hier gestaltete er an der Spitze den Großkundenbereich (ICR), der heute nach wie vor erfolgreich am Markt agiert. Danach war der 37-Jährige Geschäftsführer bei der DEKRA Automobil GmbH Kfz-Meister und IfS-zertifizierter Kfz-Sachverständiger. Pürthner selbst ist überzeugt, dass die Gutachterbranche in Zukunft stark umkämpft sein wird, gleichsam aber der SSH auch große Chancen bietet. Die als Doppelspitze antretende neue Geschäftsführung will mit innovativer Unternehmensausrichtung und neuen Produkten die SSH weiterhin erfolgreich auf Neue Doppelspitze bei der SSH: Thomas Pürthner (Kundendem Sachverständigenmarkt pobetreuung, Marketing und Vertrieb) und Michael Jänchen sitionieren. (Technik, Produktentwicklung und Partnerbetreuung, r.) Die SSH-GmbH ist mit rund 1.500 Mitarbeitern ein deutschin Verantwortung für die Tochtergesell- landweit in dieser Form einzigartiges und schaft GKK und in dieser Funktion für flächendeckendes Netzwerk von rund 250 den Produktionsbereich mit bundesweit freien und unabhängigen Kfz-Sachverstänrund 200 Mitarbeitern verantwortlich. digenbüros. Im Jahr 1971 wurde die SVDer Diplom-Ingenieur für Maschinenbau Organisation gegründet und ist heute auch und diplomierte Betriebswirt absolvierte im europäischen Ausland mit weiteren vor seinem Studium eine Ausbildung als Partnerorganisationen gut vertreten. lk 3C DEUTSCHLAND GMBH Produktmanagement unter neuer Leitung Die 3C Deutschland GmbH hat ihr Führungsteam verstärkt: Dr. Christoph Hirnle hat im April dieses Jahres die Leitung Produktmanagement des Software-Entwicklers mit Hauptsitz in Heilbronn übernommen. Der promovierte Wirtschaftsinformatiker kommt von der Unternehmensberatung „Boston Consulting Group“, wo er in den vergangenen sieben Jahren für verschiedene Versicherungs- und Hightech-Unternehmen tätig war. „Die 3C ist ein einzigartiges Unternehmen“, erklärt Hirnle gegenüber AUTOHAUS, „da sie die Digitalisierung gleich mehrerer Branchen vorantreibt.“ Zudem stelle der Dienstleister durch seine Unabhängigkeit und seine Positionierung als Mittler zwischen allen am Schaden Beteiligten sicher, dass auch sämtliche Parteien einen Nutzen aus dem System ziehen könnten. „Aus meiner Sicht eine Grund18 sieht der Zusammenarbeit optimistisch entgegen: „Mein Geschäftsführungskollege Uwe Mengs und ich freuen uns sehr, mit Christoph Hirnle jetzt einen starken Manager mit Erfahrung im Versicherungssowie im Softwarebereich mit an Bord zu haben. Neben dem weiteren Ausbau unseres Geschäfts wollen wir gemeinsam auch das Thema Nachhaltigkeit in der Geschäftsführung festigen.“ Als innovativer Dienstleister in der Automatisierung von Schadenprozessen ist 3C insbesondere auf Kfz- und Sach-Schadenmanagement spezialisiert. Die Transparenz von Kosten und Qualität stehen seit der Unternehmensgründung im Jahre 2006 klar im Zentrum der Dr. Christoph Hirnle (l.) leitet den Bereich Produktmanagevon 3C angebotenen Produkte ment und arbeitet eng mit Dietmar Hartinger (r.), dem Gründer und GF der 3C Deutschland GmbH, zusammen. und Dienstleistungen. sh voraussetzung für das Gelingen unternehmensübergreifender Systeme – und diese Rolle gilt es in Zukunft weiter zu stärken“, so der Leiter Produktmanagement. Dietmar Hartinger, Gründer und Geschäftsführer der 3C Deutschland GmbH, 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n81-NEWS-Personen 2-SHWKP -j.indd 18 9/10/2013 10:12:43 AM Fotos: Presse+PR Pfauntsch

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epariert. arglass® r C usCht aus. arglass® ta C ezeiChnet. wird ausg Carglass® e www.carglass.d SB13H3n81-NEWS-Personen 2-SHWKP -j.indd 19 Carglass® und das Logo sind registrierte Marken der Belron S.A. und ihrer Konzerngesellschaften. 9/10/2013 10:12:44 AM

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SCHADEN-BUSINESS VOLVO Eine Million Autos mit Notbremse Der Verkauf von einer Million Volvo-Modellen mit automatischer Notbremsfunktion ist ein prägnanter Meilenstein für den schwedischen Premiumhersteller. Seine Weltpremiere feierte das City Safety System 2008 im Volvo XC60. Der zusätzliche Notbremsassistent wurde erstmals im Volvo S60 und V60 im Jahr 2010 vorgestellt. Dabei verfügen verschiedene Volvo-Automobile über die automatische Notbremsfunktion: In allen Pkw (außer Volvo XC90) ist das City Safety System, das bis 50 km/h arbeitet, serienmäßig. Optional lieferbar ist das aktive Abstands- und Geschwindigkeitsregelsystem mit Bremsassistent Pro, inklusive dem Notbremsassistenten mit automatischer Fußgänger- und Fahrradfahrer-Erkennung. In Deutschland entscheiden sich rund 20 Prozent der Kunden für dieses Sicherheitssystem – mit steigender Tendenz. he In den letzten fünf Jahren wurden bereits eine Million Volvos mit der Notbremsfunktion „City Safety System“ ausgerüstet. SUCHMASCHINE Immer den Überblick behalten Der Webdienstleister pdr24 ermöglicht die einfache Kontaktaufnahme mit Dienstleistern rund um das lackschadenfreie Ausbeulen. Mit wenigen Klicks können Autohäuser, Werkstätten, Versicherungen und Sachverständige dort gelistete Dellendrücker geografisch eingrenzen und gleichzeitig per Mail benachrichtigen. Die Kontakt- und Kommunikationsdrehscheibe bietet auch eine mögliche Verlinkung mit allen etablierten sozialen Medien wie Facebook, Twitter etc. Diese Instrumente sind aus der Internetwelt nicht mehr wegzudenken und besonders in dieser äußerst mobilen Berufsgattung sinnvoll. Derzeit enthält pdr24 die Namen und Kontaktdaten von über 700 Dellendienstleistern mit dem Fokus auf Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Datenvolumen, um einen qualifizierten und verfügbaren Ausbeulspezialisten im gewünschten Umfeld zu finden. Neben Hageldrückern gibt es auch Verzeichnisse von Sachverständigen, Werkzeug- und Schulungsanbietern. Zudem sorgen News-, Bild- und Videoblogs für Aktualität. Zusatzangebote wie ein Veranstaltungs- und Hagelkalender sowie Kalkulationstabellen runden das Informationsangebot ab. Interessant ist die Plattform nicht nur für Dellendienstleister. Letztere können aber durch ihre Präsenz die Akquise ankurbeln und damit auch gezielt interessierten Kunden ihre Tätigkeiten offerieren. he Über www.pdr24.org kann in kurzer Zeit eine regionale Auswahl von Dellendienstleistern getroffen und danach direkt Kontakt mit diesen aufgenommen werden. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n82-NewsHEWKP-j.indd 20 9/10/2013 10:20:28 AM Fotos: Volvo, pdr24

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SCHADEN-BUSINESS BVDP Netzwerken pur Der Termin steht! Am 26. Februar 2014 findet die zweite BVdPNetzwerkstatt in Offenbach statt. Nach dem erfolgreichen Start der neuen Kommunikationsplattform im Atrium des Hotels Achat Plaza im Februar dieses Jahres gibt es eine Fortsetzung an gleicher Stelle. So steht auch im kommenden Jahr wieder der Erfahrungsaustausch sowohl der Partnerbetriebe untereinander als auch mit ausgewählten Vertretern von Schadensteuerern und Dienstleistern im Mittelpunkt. Mit dieser einmaligen Veranstaltung soll vor allem der kooperative Umgang zwischen den Vertragsparteien weiter gefestigt werden. Also, schon jetzt den Termin rot im Kalender anstreichen! he AkTuell. PRäzISe. PReISWeRT. Austausch auf Augenhöhe: Am 26. Februar 2014 trifft sich der Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) zur zweiten Netzwerkstatt. DAS PROFeSSIONelle DATeN- uND INFORmATIONSSySTem JUNITED AUTOGLAS 8. Jahrestreffen Bereits zum achten Mal lud junited AUTOGLAS die NetzwerkPartner zur Jahrestagung ein. Die Geschäftsführer André Herbrand und Tobias Plester konnten über 240 Teilnehmer in Potsdam begrüßen. Namhafte Kunden und die Industrie begleiteten die wichtigste Veranstaltung der Autoglas-Kooperation. Im Fokus stand unter anderem die neu begonnene Kooperation mit pitstop. Deren Geschäftsführer Stefan Kulas schwor die junited-Partner mit Charme und Witz auf die künftige Zusammenarbeit ein. Mit der guten Nachricht über die geplante Partnerschaft mit Deutschlands großem Kraftfahrzeug-Versicherer HUK-Coburg im Gepäck, traten die Teilnehmer die Rückreise an, verbunden mit der Vorfreude auf die kommende Jahrestagung im April 2014. Das Unternehmen junited AUTOGLAS wird dann gebührend seinen 10. Geburtstag feiern! he 18/2013 Fahrzeugidentifikation über die Fahrgestellnummer (VIN-Abfragen) Reparaturkostenkalkulationen Gebrauchtfahrzeugbewertungen Restwertprognosen für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge Online verfügbar Datenaustausch z. B. über DAT-Net und Webservice SilverDAT ® bietet Ihnen alle Informationen aus einer Hand und ist damit ein unentbehrliches Hilfsmittel zum traditionell günstigen Preis. DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH Hellmuth-Hirth-Str. 1 · 73760 Ostfildern · www.dat.de SB13h3n83-News_junAutoglasWKP-j.indd 21 9/11/2013 2:42:51 PM

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SCHADENBUSINESS Freud und Leid Hagelunwetter Ende Juli bereiten den – Diebei den Dellendrückern für viel Arbeit. Versicherern Kopfschmerzen und sorgten UNWETTERSCHÄDEN VON SEBASTIAN SCHINHAMMER Für viele Versicherungen war der 28. Juli dieses Jahres ein rabenschwarzer Tag. Ein starkes Unwetter verhagelte vielen Assekuranzen die Bilanz. wird die kombinierte Schaden-Kostenquote bei den Autoversicherern im Schnitt um zwölf Prozentpunkte verschlechtern“, so Siems weiter. „Die lang erwartete positive Trendwende im Kfz-Geschäft, die erst vor kurzem begonnen hat, wird damit unterbrochen. Erstversicherer werden darüber nachdenken, verstärkt Rückversicherungsschutz einzukaufen. Mit der Nachfrage steigt auch der Preis.“ Hageldienstleister freuen sich über ein „starkes Jahr“ LESEN SIE HIER... ... über die Auswirkungen der Hagelereignisse Ende Juli: Dellendrücker sind für das ganze Jahr mit Arbeit versorgt. en 28. Juli dieses Jahres werden sich viele Versicherungsunternehmen dunkelrot anstreichen: An diesem Tag verursachten schwere Unwetter in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt große Verwüstungen. Besonders Autos und Gebäude waren von Starkregen und Hagelschauern betroffen. Wurden die Schäden anfänglich auf rund 600 Millionen Euro taxiert, haben viele Assekuranzen ihre Aufwendungen deutlich nach oben korrigiert: Derzeit rechnet man mit einem Gesamtschaden von mindestens 1,2 Milliarden Euro. Die Dimension der Schäden ist noch nicht vollends abzusehen. Denn: Aufgrund der Sommerferien trudeln noch immer Schadensmeldungen bei den Versicherern ein. Von 1,2 Milliarden Euro muss nach aktuellem Stand die SV SparkassenVersicherung rund die Hälfte verkraften. „Einen 22 Elementarschaden dieser Größenordnung haben wir noch nicht erlebt“, sagt SV-Vorstandschef Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. Er gehe mittlerweile von einer durchschnittlichen Schadenhöhe von 8.000 Euro aus, was deutlich über den langjährigen Erfahrungswerten seines Unternehmens für Hagelschäden liege. Aber auch die Allianz, WGV und Württembergische müssen dreistellige Millionenbeträge verbuchen. Der blaue Riese aus München rechnet mit 200 Millionen Euro, die WGV prognostiziert 100 Millionen Euro, und die Württembergische geht von 90 bis 130 Millionen Euro Schadenzahlungen an ihre Kunden aus. 12 Prozent Verschlechterung der Kfz-Schaden-Kostenquote in 2013! Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) schätzte am 22. August den versicherten Gesamtschaden aus dem Tiefdruckgebiet „Andreas“ von Ende Juli auf rund 1,5 Milliarden Euro. MSK-Geschäftsführer Onnen Siems verdeutlicht auch die Auswirkungen für die Kfz-Policen: „Alleine die Kaskoschäden aus Flut und Hagel in der Autoversicherung betragen seit Jahresbeginn bereits 1,1 Milliarden Euro. Das Während die Assekuranzen Trauer tragen, ist bei den Hageldienstleistern gute Laune angesagt: „Alle haben Arbeit bis nächstes Jahr“, sagt Dr. Wolf-Henning Hammer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Ausbeultechnik und Hagelinstandsetzung e.V. (BVAT). Allein bei Volkswagen sind derzeit mehrere hundert Delleninstandsetzer im Einsatz, denn 17.000 Neuwagen wurden im Stammwerk Wolfsburg durch Hagel in Mitleidenschaft gezogen. Der größte Versicherer Niedersachens, die VGH, spricht vom größten „Hagelereignis in der Geschichte“. Wie viele Autos letztlich repariert werden müssen sei noch offen, so ein Volkswagen-Sprecher. Ein Problem der Branche bleibt nach wie vor: Aufgrund des generell großen Angebots an Hagelschäden würden sich genügend „schwarze Schafe“ einfinden. „Mit überzogenen Rabatten wird versucht, die Konkurrenz zu verdrängen. Die vorher gegebenen Nachlässe werden dann durch zu hohe Kalkulationen wieder reingeholt“, konstatiert Hammer. Ob die diesjährige Hagelsaison das bisherige Rekordjahr von 2008 überragen wird, bleibe noch abzuwarten. Bis dato könne festgehalten werden: „2013 ist ein starkes Jahr“, sagt der BVAT-Geschäftsführer. Hageldienstleister Rolf Douteil pflichtet bei: Er hat aufgrund der großen Nachfrage nach Reparaturen 50 neue Leute eingestellt und seinen Fuhr18/2013 Fotos: fotolia - Chris White; Presse+PR Pfauntsch Karo Steh Am D-24 Tel.: Fax: SEH Inn AUTOHAUS Ver Pro Ent 753 SB13H3n9- HagelWKP-j.indd 22 9/10/2013 1:23:53 PM

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SCHADENBUSINESS Unter anderem mit solchen Dellenwerkzeugen werden Blechschäden, die zum Beispiel durch Hagel verursacht wurden, an Fahrzeugen instandgesetzt. park um 50 Fahrzeuge erhöht, die als Leihfahrzeuge zur Verfügung stehen. Dennoch verbleibt ein Wermutstropfen: Häufig waren die Hageleinschläge auf den Autos so heftig, dass die Versicherungen die fiktive oder Abrechnung auf Totalscha- denbasis mit anschließender Vermarktung über die Restwertbörsen wählen. Die in der Regel stark beschädigten Autos bieten die Börsen auf ihrer jeweiligen Plattform in- und ausländischen Aufkäufern zur weiteren Vermarktung, also einer Instandsetzung oder auch endgültigen Verwertung, an. Ferdinand Moers, Geschäftsführer bei AUTOonline und Audatex, sagt zu den aktuellen Ereignissen: „In den letzten drei Jahren haben wir die elektronische Vernetzung der Prozesse zwischen Versicherungen und Sachverständigen derart optimiert, dass in Hagel- und Unwetterzeiten eine Durchsatzsteigerung von bis zu 30 Prozent erreicht werden konnte.“ Darüber hinaus gewährleiste das große Käufernetzwerk von AUTOonline auch bei sehr vielen Hagel-Totalschäden beste Restwerte. „Unsere Kunden können sich auf uns also auch in stürmischen Zeiten verlassen.“ Die Restwertbörse car.tv sieht ein ähnlich gutes Jahr: „Im Jahr 2013 hatten wir, gemessen an den Gesamteinstellungen der Vorjahre, einen höheren Anteil an Elementarschäden.“ Jedes Unwetterereignis sei isoliert betrachtet außergewöhnlich und verbinde damit „die Emotionen und Schicksale der Versicherungsnehmer, der Fahrzeugeigentümer sowie Haus- und Grundbesitzer in den Hagelgebieten“, so Geschäftsführer Bernd Strunz. Umfassender Service Mit ihrer Dienstleistung, der Terminierung von Hagelschäden im car.tv-Terminportal, könne das Unternehmen auch in der Saison 2013 den regulierenden Versicherungen helfen, die bundesweiten Kumulschadenereignisse zu organisieren, zu strukturieren und Sammelbesichtigungen zu terminieren. Strunz zu den Vorzügen: „Das führt nicht nur zu einem hohen Maß an Unterstützung für unsere Kunden und die Assekuranz, sondern inkludiert auch einen schnellen und umfassenden Service für die betroffenen Versicherungsnehmer in Zeiten außergewöhnlicher Ereignisse.“ ■ zukunftssicher · servicetreu · umweltbewusst Wir arbeiten mit SEHON ... ZUFRIEDENHEIT Auch bei der Kundenzufriedenheit belegen SEHON innovative Lackieranlagen und –Technik einen absoluten Spitzenplatz. Größtmögliche Kundenorientierung in Beratung, Planung, Technologie, Umsetzung und Service garantieren für SEHON-Kunden maximalen Erfolg, hohe Rentabilität und absolute Zufriedenheit. Auch nach Jahren. - Premium-Lackieranlagen und –Technik für jedes Budget Karosserie- und Lackierzentrum Kiel Stehning GmbH Am Kielkanal 3 D-24106 Kiel Tel.: 0431 - 26 04 01 72 Fax: 0431 - 26 04 01 80 „... weil wir in Bezug auf Qualität, Know-how und Service keine Kompromisse machen.” Christian Weßler, Geschäftsführer - Bedarfsgerechte Ausstattungen für jede Betriebsgröße - Ausgezeichnetes Kosten-Nutzen-Verhältnis - Eigener Kundendienst und Service – auch nach dem Kauf - Energieoptimierte, umweltfreundliche Technologie - Zukunftssichere Neuanlagen, Umbau und Nachrüstung SEHON Innovative Lackieranlagen GmbH Verwaltung: Herdweg 3 Produktion: Herdweg 8 Entwicklung: Porschestr. 5 75391 Gechingen SB13H3n9- HagelWKP-j.indd 23 Telefon: 0 70 56 - 9 39 55-0 Telefax: 0 70 56 - 9 39 55-17 e-mail: info@sehon.de www.sehon-lackieranlagen.de 9/10/2013 1:23:57 PM

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Das Tätigkeitsprofil eines Sachverständigen ist umfangreich und verlangt eine ständige Weiterbildung, um up to date zu sein. Neutrale Kontrolle QUALITÄTSSICHERUNG VON DR.-ING. HOLGER ENGE Überprüfung von Kfz-Sachverständigen – Die fachlichefür die Anerkennung durch ZAK-Zert. und deren Leistungen ist Voraussetzung AUTOHAUS-SchadenBusiness sprach mit dessen Geschäftsführer Andreas Peters. LESEN SIE HIER... ... welche Anstrengungen ZAK-Zert unternimmt, um die Qualitätssicherung im KfzSachverständigenwesen weiter voranzutreiben. raurig, aber wahr: Ein einheitliches Berufsbild von Kfz-Sachverständigen ist immer noch nicht in Sicht. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die in der Branche tätigen Gutachter nach festgelegten Regeln neutral, sauber und transparent ihre Dienstleistungen erbringen. Diesem Ziel hat sich seit vielen Jahren der Verband „Zertifizierte und Anerkannte hauptberufliche Kfz-Sachverständige e.V.“ (ZAK) verschrieben. Im Rahmen der Bemühungen um eine festgeschriebene Qualitätssicherung dieses Berufsstands unterhält die Interessenvertretung auch eine eigenständige Zertifizierungsstelle, die ZAK-Zert GmbH. forderliche Minimum an fachspezifischem Wissen geschlossen werden. Voraussetzung einer Erstzertifizierung ist demzufolge eine dreiteilige Kompetenzprüfung. So erfolgt ein echter Sachkundenachweis. Bisher haben sich in Deutschland von den ca. 12.000 tätigen Kfz-Sachverständigen etwa 1.550 zertifizieren lassen. Etwa 850 sind durch die IHK bestellt und vereidigt. Es besteht also ein Qualitätsdefizit zwischen den SV, die sich freiwillig einer regelmäßigen Kontrolle unterwerfen, und denen, die sich nicht zertifizieren lassen. Ein Teil dieser SV hat offensichtlich kein weiteres Interesse an einer neutralen Überprüfung ihrer beruflichen Tätigkeiten durch Dritte. möglich, die immer weiter steigenden Anforderungen im Kfz-Sachverständigenwesen zu erfüllen. AUTOHAUS-SchadenBusiness hat mit Andreas Peters, selbst Inhaber eines Sachverständigenbüros in Trier, über die Arbeit von ZAK-Zert gesprochen. Peters ist zudem auch Leiter der ZAK-Zertifizierungsstelle. AH: Herr Peters, Sie haben vor gut zwei Jahren die Geschäftsführung bei der ZAKZert GmbH von Christian Haffert übernommen. Welche waren in dieser Zeit die größten Herausforderungen? A. Peters: Da ich ja bereits seit vielen Jahren, zuletzt als stellvertretender Vorsitzender im Prüfungsausschuss tätig war, kannte ich natürlich die grundlegenden Abläufe in der Geschäftsstelle. Auch bin ich durch den eigenen Betrieb die Führung eines Unternehmens gewöhnt. Dennoch stellen die Betriebswirtschaft und Bürokratie allgemein immer eine Herausforderung für einen „Eigentlich-Techniker“ dar. Als größte Herausforderung würde ich die Umsetzung der Anforderungen 18/2013 Qualitätssicherung unabdingbar Voraussetzung: Sachkundenachweis Bei den im Markt tätigen Sachverständigen (SV) kann nicht ohne Weiteres auf das er24 Hier wird die ZAK-Zert GmbH aktiv. Durch die erfolgreiche Akkreditierung des Unternehmens kann sie selbst Kfz-Sachverständige überprüfen und zertifizieren. Diese besondere Form der Qualitätssicherung, quasi unter Fachkollegen, ermöglicht die optimale Kontrolle der notwendigen Voraussetzungen. Nur so ist es dauerhaft AUTOHAUS SB13H3n10_ZAK-ZertWKP-j.indd 24 9/11/2013 2:04:13 PM

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SCHADEN-BUSINESS durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) für ZAK-Zert sehen. Die damit verbundenen notwendigen Umstrukturierungen, insbesondere unter Berücksichtigung der finanziellen Gegebenheiten der ZAK-Zert GmbH, waren enorm. Diese stellten mich, aber auch alle anderen Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und im Prüfungsausschuss, vor komplexe Aufgaben. Aber spätestens nach den letzten, äußerst positiven Audits durch die DAkkS weiß ich, dass sich die Arbeit gelohnt hat. AH: Welche Prioritäten setzen Sie bei der inhaltlichen Ausrichtung von ZAK-Zert? A. Peters: Die Entwicklungen in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Instandsetzungsmöglichkeiten, Schadenanalyse etc. schreiten immer schneller voran. Die Einbindung dieser Neuerungen in das Zertifizierungsprogramm ist hier einer der wichtigsten Punkte. Man kann sich darauf verlassen, dass ZAK-zertifizierte Sachverständige den aktuellen Wissensstand besitzen. Ein Beispiel ist die aufgrund ihrer Komplexität notwendige Ausgliederung von Bereichen. Bei uns ist die Fahrzeugelektronik bereits ein eigenes Fachgebiet. schränkt umsetzbar ist, liegt auf der Hand. Der Sachverständige muss auf ein Netzwerk von Spezialisten zurückgreifen können, um immer komplexer werdende Aufgabenstellungen zu lösen. Weiterhin sind die seit Jahren vorangetriebenen Änderungen und Neuerungen im Bereich der Schadenabwicklung und Schadensteuerung unverkennbar. Persönlich glaube ich, dass sich auf Dauer nur diejenigen Sachverständigen behaupten werden, die sich durch Spezialisierung, Zusammenarbeit und Erweiterung ihres Leistungsspektrums diesen Gegebenheiten anpassen. AH: Warum ist eine einheitliche Zertifizierung für die Sachverständigen so wichtig? A. Peters: Der zertifizierte Sachverständige erfüllt auch gewisse persönliche Voraussetzungen. Er besitzt die entsprechende Vorbildung und Erfahrung. Bei uns hat er durch die bestandene Prüfung seinen Wissensstand nachgewiesen. Durch die Qualitätssicherung werden die ausreichende Weiterbildung sowie die Wertigkeit der Leistungen gewährleistet. Reklamationen werden zentral durch die Zertifizierungsstelle bearbeitet und neutral bewertet. Der Auftraggeber kann sich so auf die Kompetenz des Sachverständigen sowie die Qualität, Objektivität und Rechtskonformität der Sachverständigenleistung verlassen. Dieses Vorteilspaket bietet in unserer Branche nur der zertifizierte Sachverständige. Andreas Peters, Geschäftsfürher der ZAK-Zert GmbH, engagiert sich zusammen mit seinen Verbandskollegen für die Zertifizierung von KfzSachverständigen, um ein einheitliches Niveau sowie eine Qualitätssicherung zu etablieren. AH: Hat sich die Arbeit des Verbandes in den vergangenen beiden Jahren verändert? Wenn ja, warum? A. Peters: In der ersten Zeit ging es, wie bereits erwähnt, im Wesentlichen um die Umsetzungen der Vorgaben der DAkkS und die Optimierung der internen Abläufe. AH: Kommen Sie in Ihren Bemühungen um Jetzt liegt der Fokus mehr darauf, unser von ein einheitliches Berufsbild voran? Sachverständigen A. Peters: Man für Sachverstänmuss sich wohl Man kann sich darauf ver- damit abfinden, dige geschaffenes, gut funktionielassen, dass ZAK-zertifizierte dass sich die Entrendes Zertifiziescheidungsträger rungsprogramm Sachverständige den aktuellen andere Prioritäten anderen Marktals die Schaffung Wissensstand besitzen. teilnehmern näeines Berufsbildes Andreas Peters, her zu bringen. für SachverständiGF ZAK-Zert GmbH Insbesondere ange gesetzt haben. dere Verbände Dennoch zeigt die und Organisationen, aber auch die Versi- Resonanz einiger Ministerien, aber auch cherungswirtschaft und Justiz müssen über der Justiz und Versicherungswirtschaft, die Vorteile einer ZAK-Zertifizierung dass es hier Schritt für Schritt weitergeht – kompetent informiert werden. leider aber viel zu langsam. Hemmnis darstellen. Die Akzeptanz von selbstständigen – bei einer Versicherung angestellten oder einer Organisation angehörenden – Sachverständigen untereinander lässt oftmals noch zu wünschen übrig. Nur eine Zusammenarbeit aller Beteiligten im Sinne einer klaren Regelung des Berufsbildes wird letztendlich zum Erfolg führen. AH: Wird sich die extrem schnell fortschreitende Entwicklung elektronischer Medien auch auf die Ausbildung und Zertifizierung von Sachverständigen auswirken? A. Peters: Der ZAK e.V. hat schon früh die Bedeutung der Integration elektronischer Medien erkannt. Bereits vor Jahren gab es den ZAK-Trainer als CD-Version, mit der es möglich war, weit über 1.000 Fragen aus den verschiedenen Fachgebieten zu beantworten. Heute stellt der ZAKTrainer als Online-Version mit mehr als 1.800 Fragen und diversen Erläuterungen ein einzigartiges Werkzeug zur Prüfungsvorbereitung, aber auch zur Aus- und Weiterbildung dar. Ab Ende des Jahres können ZAK-Trainer-Anwender einen Teil der geforderten jährlichen Weiterbildung im sogenannten „e-learning-Verfahren“ absolvieren, also online von zu Hause aus. Natürlich werden Teile der Zertifizierungsprüfung, die Auswertung eingereichter Gutachten und vieles mehr bei ZAK-Zert online durchgeführt. AH: Vielen Dank für das Gespräch! 18/2013 AH: Wie schätzen Sie die Entwicklung des Sachverständigenwesens in Zukunft ein? A. Peters: Man sagt, alle fünf Jahre verdoppelt sich das notwendige Wissen eines Sachverständigen. Dass dies nur einge26 AH: Was sind die größten Hemmnisse? A. Peters: Ich persönlich glaube, dass hier die zum Teil historisch bedingten Differenzen zwischen verschiedenen Organisationen und Verbänden mit das größte AUTOHAUS SB13H3n10_ZAK-ZertWKP-j.indd 26 9/11/2013 2:04:15 PM

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Im Juli hat Carglass das „Service Center der Zukunft“ in München eröffnet. Neues Flaggschiff Carglass –München hat seinen deutschlandweit „größten und modernsten“ Stützpunkt in eröffnet. Gut 10.000 Kunden pro Jahr sollen alleine AUTOGLAS an diesem Standort künftig betreut werden. LESEN SIE HIER... ... wie Carglass mit dem „Service Center der Zukunft“ Kunden begeistern und Prozesse weiter optimieren will. VON WALTER K. PFAUNTSCH Ingolstädter Straße (als Verlängerung der Münchner Leopoldstraße) galt ihnen die bisherige Ansiedlung als „zu versteckt“ und zu verbaut. Charivari von der Eröffnungsfeier nahm es denn nicht wunder, dass das Gelände innerhalb kürzester Zeit mit geschätzt mehr als 1.000 Menschen gefüllt war. Nachhaltige Präsenz in München eit über tausend Menschen strömten Mitte Juli in den Münchner Euro-Industriepark zur Eröffnungsfeier des neuen Carglass Service Centers. Die neue Niederlassung in der Maria-Probst-Straße 10 in München ist auf einer Grundstücksfläche von 3.000 Quadratmetern ideal und verkehrsgünstig gelegen im Münchener Norden. Und obgleich Carglass bisher in dieser Ecke Münchens bereits unweit vom neuen Standort an der Ingolstädter Straße angesiedelt war, zeigten sich CarglassDeutschland-Chef Jean-Pierre Filippini, Vertriebsdirektor Matthias Rolinski und Rafael Apélian, Director Operations & Supply Chain, über den neuen Standort doch wesentlich „glücklicher“. Denn trotz der exponierten vorherigen Lage an der 28 Unbenommen davon ist Carglass in der bayerischen Landeshauptstadt mit sechs weiteren Service Centern und einer – ebenfalls in der Landsberger Straße im Westen von München – neu eröffneten „Mobil-Range“ sehr stark vertreten. Perfekte Organisation Kunden und Partner gratulieren Zur Eröffnung des nach eigenem Bekunden „bisher größten und modernsten“ Service Centers mit „den längsten Öffnungszeiten, die wir deutschlandweit anbieten“, waren zunächst in erster Linie die Repräsentanten der Großkunden aus der Versicherungswirtschaft, von Flotten, Leasinggesellschaften und Mietwagenunternehmen geladen. Zwei Stunden später war die neue Carglass Location dann auch für die Bevölkerung geöffnet. Aufgrund einer Live-Übertragung des Lokalsenders Radio Die Organisatoren waren auf den Ansturm gut vorbereitet, sowohl in Bezug auf die Verköstigung als auch „programmtechnisch“. Für die Kinder war mit einem breit gefächerten Unterhaltungs- und Spielprogramm gesorgt, die Erwachsenen fanden vielfältige Informationen im Eingangs- und Shopbereich der Kundenzone, im Werkstatt- und im Außenbereich vor: Verschiedene Stationen waren zudem aufgebaut, um über Carglass-Spezifika wie etwa „Glas-Medic“, ferner über Elektronik, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen, die Stiftung „Giving Back“ und vieles mehr zu informieren. Demonstriert wurden des Weiteren Glas-Reparaturarbeiten sowie der professionelle Austausch von Windschutzscheiben an Pkw und auch einem Linienbus der Münchner Verkehrsbetriebe. 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n11-CarglassWKP-j.indd 28 9/11/2013 2:06:17 PM Fotos: Walter K. Pfauntsch

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SCHADEN-BUSINESS Bundesweit 260 Service Center Insgesamt 260 Service Center unterhalte man aktuell in Deutschland, berichtete Carglass-Geschäftsführer Jean-Pierre Filippini eingangs in seiner Begrüßungsansprache gegenüber den gewerblichen Kunden. „Wir können natürlich noch nicht überall dieses neue Konzept anbieten, sind aber auf diesem neuen Weg gut unterwegs“, führte er weiter aus. Den neu eröffneten Betrieb im Münchner Norden nannte Filippini wörtlich ein „Flaggschiff “ – und von denen wolle man künftig noch viele in deutschen Städten errichten. Dass darin auch modernste Informations- und Internettechnologien integriert sind, machte am Rande der Veranstaltung Vertriebs- und Marketing-Direktor Matthias Rolinski gegenüber AUTOHAUS deutlich. „Reparatur vor Tausch“ Den Grund für die neue Flaggschiff-Ausrichtung nannte Filippini unumwunden: „Wir wollen unsere Kunden begeistern und dadurch die natürliche erste Wahl für KfzVerglasung und Spezialfahrzeuge werden bzw. bleiben.“ In Deutschland sei man bereits die „Nummer Eins auf dem Gebiet der Fahrzeugverglasung“. Diesen Vorsprung gelte es, zu erhalten und weiter auszubauen. Dafür stecke das Unternehmen „sehr viel Zeit“ in die Schulung seiner Monteure und Mitarbeiter. Was Filippini ebenfalls wichtig erschien, war die Aussage, „zu 100 Prozent compliant“ zu sein. Die Reparatur von Windschutzscheiben habe vor dem Austausch für ihn absolute Priorität, da man den Kunden „keine unnötigen Kosten verursachen möchte“. Als in gewisser Weise mit „ethischen“ Werten und Zielsetzungen versah Filippini sein Vorhaben, „eine absolut umweltfreundliche Firma“ sein zu wollen, die „künftig noch weniger CO2 produziert“. Auch dafür werden nach seinen Worten in die Carglass Service Center der Zukunft nach dem Beispiel des Standortes MariaProbst-Straße „ganz neue Methoden und Techniken integriert“. neuen und modernen Maßnahmen sowie Methoden nicht zuletzt die Durchschnittspreise reduzieren: „Hier denken wir besonders auch an unsere Großkunden.“ Rafael Apélian, zuständig für das operative Geschäft und das Versorgungskettenmanagement, hob vor allem auf die Konzeption des „Service Centers der Zukunft“ ab: Transparent und „architektonisch sehr modern“ bezeichnete er das neue Konzept, durch das man „sehr anspruchsvoll die Kundenwünsche erfüllen und noch weiter übertreffen“ möchte. Kunden begeistern könne man „in diesem Umfeld natürlich noch besser“ als beispielsweise an dem bisherigen Standort in der Ingolstädter Straße, der aktuell ersetzt wurde. In dem bundesweit jetzt größten deutschen Standort in der Münchner Maria-Probst-Straße will man rund 10.000 Kunden pro Jahr mit Reparatur und Austausch von Fahrzeugverglasungen betreuen. Arbeitsplätzen und zwei weiteren Reparaturarbeitsplätzen – könne der Autofahrer „tatsächlich erleben, wie die CarglassMitarbeiter die Fahrzeuge reparieren und wie Austauscharbeiten mit modernen Methodiken und Werkzeugen an seinem Fahrzeug durchgeführt werden“, so Apélian. Damit ist im besten Wortsinn in München eine „gläserne“ Autoglas-Reparatur Realität geworden. Mobiler Service und lange Öffnungszeiten „Gläserne“ Autoglas-Reparatur In einem modernen 125 Quadratmeter großen Kundenwartebereich können Serviceberater zusammen mit dem jeweiligen Kunden die Ausführung der Arbeit besprechen und sich im Shopbereich aufhalten. Über die offen gestaltete Verglasung zum 440 Quadratmeter großen Werkstattbereich – ausgestattet mit acht Unter Einbeziehung des zusätzlich vorgehaltenen mobilen Service sei es außerdem möglich, „größere Kundenaufkommen äußerst flexibel“ abzuarbeiten. Besonders hob Rafael Apélian „die längsten und kundenfreundlichsten Öffnungszeiten in ganz Deutschland“ hervor, welche Carglass im Euro-Industriepark zu München anbiete: werktags von 7.30 Uhr bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 18 Uhr. Apélian dankte abschließend dem gesamten Team des neuen Service Centers, den Organisatoren aus dem eigenen Unternehmen sowie den Dienstleistern und Geschäftspartnern, welche trotz einer vergleichsweise kurzen Bauzeit (Beginn war im Februar 2013) bei gleichzeitig „langem und hartem Winter“ den Eröffnungstermin Juli 2013 mit möglich gemacht hatten. ■ Nachhaltigkeit im Fokus Durchschnittspreise reduzieren Neben der Kundenbegeisterung, einer bestmöglichen Technik, Arbeitsqualität, Umweltfreundlichkeit und Professionalität in allen Prozessen will Jean-Pierre Filippini nach eigenem Bekunden mit Hilfe aller 18/2013 Carglass-Prominenz in München (v. l.): Werner Braun und Peter Keimer (beide Regional Sales Manager), Deutschland-Geschäftsführer Jean-Pierre Filippini, Conny Fehr (Regional Sales Manager), Patrick Henry (Regionalmanager), Daniela Remagen (Product Managerin), Peter Sonntag (District Manager), Linda Mehlitz (PR Managerin), Helmut Brummer (Leiter des neuen Service Center München), Rafael Apélian (Director Operations & Supply Chain), Lucio Paolo Torroni (Personalchef) und Matthias Rolinski (Director Sales & Marketing). 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SCHADEN-BUSINESS 11 12 7 Das Team des neuen Service Center in München zusammen mit seinem Leiter Helmut Brummer (3. v. l.) 8 Klaus Müller, Key Account Manager Insurance im Carglass-Vertrieb Deutschland 9 Kristina Mäurer (Rechtsabteilung von Group Legal Counsel BELRON®) mit Mirko Schüssler (Referent Employer Branding & Personalwesen) 10 Regionale Verantwortungsträger für die Bereiche Lease, Fleet und Rental: Werner Braun und Iris Tomei 11 Die noch junge Carglass-Stiftung „Giving Back“ profitierte ebenfalls: Erlöse aus der Veranstaltung kamen ihr direkt zugute. 12 Sorgte für Traffic: der Münchner Lokalsender „Radio Charivari“, der live von der Eröffnungsfeier berichtete. 13 „Wollen 100 Prozent Compliance in einem sauberen Unternehmen“: CarglassDeutschland-Chef Jean-Pierre Filippini (l.) und Vertriebsdirektor Matthias Rolinski repräsentieren den Fahrzeugglas-Spezialisten in der Öffentlichkeit nachhaltig. 14 Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Schätzungsweise mehr als 1.000 Gäste zog Carglass mit seinem neuen Service Center in seinen Bann. 1 Zahlreiche Repräsentanten aus der Versicherungswirtschaft und anderen Großkundenbereichen waren zur offiziellen Eröffnungsfeier gekommen. So zum Beispiel RA Benjamin Goschzik (2. v. r.), Abteilungsleiter Fachbereich Schaden und Dienstleister-Management bei der Allianz Versicherungs-AG, mit seiner u. a. für die Regulierung von Glasschäden verantwortlichen neuen Kollegin Anna-Viktoria Stephan. 2 Demonstration eines Windschutzscheiben-Austauschs bei einem Pkw 3 Das neue Service Center umfasst eine Gesamtfläche von 3.000 Quadratmetern und ist mit modernster Technik ausgestattet. 440 Quadratmeter Fläche entfallen allein auf den Werkstattbereich. 4 Dr. Christoph Lauterwasser, Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik (AZT), im Gespräch mit Carglass-PR-Managerin Linda Mehlitz 5 Herzlicher Empfang für die Repräsentantinnen des Replacement-Geschäftsbereiches von Mietwagen-Marktführer Sixt – Sabrina Wissel und Nicole Amann (vorne v. l.) – durch Carsten Möller (National Sales Manager), Kristina Mäurer (Group Legal Counsel BELRON®, Rechtsabteilung), Natascha Klingel (Key Account Manager Insurance) und Marco Heistermann (Key Account Manager) (v. l.). 6 Großflächige Scheiben, zum Beispiel an diesem Münchner Stadtbus, werden unter Zuhilfenahme moderner Maschinen ersetzt. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n11-CarglassWKP-j.indd 30 9/11/2013 2:07:12 PM

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SCHADEN-BUSINESS Zwischenspurt WACHSTUM – Die DAT hat in den vergangenen Monaten kräftig expandiert. Geschäftsführer Jens Nietzschmann erklärt im Interview die Hintergründe. VON SEBASTIAN SCHINHAMMER LESEN SIE HIER... ... über die neue Software „SilverDAT myClaim“, die auf der diesjährigen IAA in Frankfurt Premiere feierte. ie Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat in diesem Jahr bereits eine Menge auf den Weg gebracht: Neue Zweigstellen wurden im europäischen Ausland etabliert und eine neue Schadenmanagement-Software namens „SilverDAT myClaim“ vorgestellt. Im Interview mit AUTOHAUS-SchadenBusiness geht Geschäftsführer Jens Nietzschmann auf die jüngsten Entwicklungen ein. AH: Herr Nietzschmann, es ist bemerkenswert, dass die DAT aktuell so stark expandiert. Allein in diesem Jahr wurden Dependancen in den Niederlanden, Polen und Ungarn eröffnet. Ist 2013 der Startschuss für eine weitreichende europäische Offensive? J. Nietzschmann: Eher ein Zwischenspurt. Wir waren ja auch schon vor 2013 in 15 europäischen Ländern mit Tochterund Beteiligungsunternehmen bzw. mit Vertriebskooperationen aktiv. Was sich geändert hat, ist, dass wir Markteintritte noch qualifizierter vorbereiten als früher, fundiertere Markt- und Wettbewerbsanalysen vornehmen und uns dann entscheiden, wohin sprichwörtlich die Reise geht. Dies kann, wie im laufenden Jahr, auch mal mehrere Länder gleichzeitig betreffen, wird aber sicher nicht automatisch jedes Jahr in diesem Umfang der Fall sein können. Möglich wurde die Optimierung unserer Vorgehensweise durch den Eintritt meines Geschäftsführerkollegen Herrn Helmut Eifert im vergangenen Jahr. Er verfügt über weitreichende Erfahrung im internationalen Business, die uns jetzt spürbar zugute kommt. 32 Die Führungsriege der DAT: Geschäftsführer Inland und Sprecher der DAT-Geschäftsleitung Jens Nietzschmann (l.), Geschäftsführer Dr. Thilo Wagner (m.), zuständig für DAT-Produkte, und Helmut Eifert, DAT-Geschäftsführer Auslandsmärkte. AH: Ist die Internationalisierung der DAT die Leitlinie für die kommenden Jahre? J. Nietzschmann: Das Wort „Deutsche“ in unserem Firmennamen verleitet manche Branchenvertreter dazu, zu glauben, dass wir uns vornehmlich auf den Inlandsmarkt konzentrieren. Aber glauben Sie mir, wenn dies der Fall wäre, hätten wir längst Akzeptanzprobleme, die sich auch auf den deutschen Markt auswirken würden. Denn unsere Kunden unter den großen Unternehmen dieser Branche würden mit uns kaum zusammenarbeiten, wenn wir nicht auch deren Bedürfnisse außerhalb Deutschlands abdecken könnten. Als „Leitlinie für die kommenden Jahre“ würde ich die Internationalisierung dennoch nicht bezeichnen, da wir sehr genau wissen und berücksichtigen, woher wir kommen und wo die Mehrzahl unserer Kunden ansässig ist. Unser Kernmarkt ist Deutschland, weshalb wir uns auch weiterhin mit großem Engagement auf die Belange unserer inländischen Kunden konzentrieren. AH: Werden demnächst noch weitere Standorte in Europa oder der Welt folgen? J. Nietzschmann: Ich werde Ihnen an dieser Stelle sicher nicht die DAT-Strategie offenbaren, aber im Hinblick auf unsere einschlägigen Wettbewerber kann ich Ihnen sagen, dass diese in den nächsten Jahren noch viel von der DAT in den Medien lesen werden. Das betrifft die europäischen Märkte und auch weitere Standorte weltweit. Die Kunden werden das insbesondere dort merken, wo unsere Wettbewerber bislang mehr oder minder als Monopolisten agierten und deshalb zum Teil exorbitante Preise für ihre Produkte durchsetzen konnten. Meistens wirkt sich ein Markteintritt der DAT in anderen Ländern schon dadurch positiv aus, dass unsere Wettbewerber ihre Preise quasi in vorauseilendem Gehorsam senken. Manch potenzieller Kunde in anderen Ländern glaubt uns am Anfang gar nicht, dass eine vergleichbare Leistung tatsächlich zu deutlich niedrigeren Preisen zu haben ist. In internen 18/2013 AUTOHAUS SBH3n12 - NietzschmannWKP-j.indd 32 9/10/2013 3:26:52 PM Foto: DAT

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SCHADEN-BUSINESS Runden haben wir schon häufig darüber spekuliert, welches Preisgefüge heute womöglich im deutschen Markt Standard wäre, hätte es die DAT nicht gegeben. AH: Welche Herausforderungen muss die DAT in diesen neuen Märkten im Vergleich zum deutschen Markt meistern? J. Nietzschmann: Eine große Herausforderung ist zunächst einmal, dass die DAT in anderen Märkten nicht über den in Deutschland üblichen Bekanntheitsgrad verfügt und Herr Eifert sowie die Kollegen im Ausland den Interessenten nicht nur die DAT-Produkte, sondern auch die Marke unseres Hauses näherbringen müssen. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Ausgestaltung unserer Produkte, die wir naturgemäß den landesspezifischen Marktgegebenheiten anpassen müssen. Die Prozesse im Gebrauchtfahrzeughandel oder bei der Reparatur unterscheiden sich zum Teil schon gravierend von jenen in Deutschland. Um hier marktgerechte Produkte anbieten zu können, müssen diese auf die Belange unserer ausländischen Kunden angepasst oder völlig neu konzipiert werden. Zum Beispiel halten wir in Deutschland standhaft die Fahne der OEMs bezüglich der Verwendung von Originalersatzteilen in unseren Kalkulationsergebnissen hoch, in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Polen, gehört es bei unseren Wettbewerbern zum Standard, dass neben OE-Teilen auch die entsprechenden Angebote des Aftermarktes ausgewählt werden können. AH: Mit dem neuen Software-Tool „SilverDAT myClaim“ startet die DAT im Bereich Schadenmanagement. Was war der Antrieb, für diesen hart umkämpften Markt eine neue Lösung anzubieten? J. Nietzschmann: Tut mir leid, aber einen hart umkämpften Markt sehe ich im Bereich Schadenmanagement heute nicht. Höchstens einen mehrheitlich interessengesteuerten. Solange dabei die Vorstellungen der Marktteilnehmer im Einklang stehen, was bei einigen wenigen Konzepten der Fall zu sein scheint, dann ist daran auch nichts auszusetzen. Aber der Anteil an Fällen, die heute auf elektronischem Weg, also kostendämpfend für alle Beteiligten abgehandelt werden, liegt bei wohlwollendster Betrachtung bei maximal 30 Prozent und damit – gemessen am absoluten Volumen des jährlichen Schaden18/2013 AH: War denn SilverDAT myClaim auf der IAA zu sehen? J. Nietzschmann: Na klar! Und zwar nicht nur als Prototyp, sondern bereits als Produktivsystem. SilverDAT myClaim wird ja bereits in anderen Ländern eingesetzt. In jüngster Zeit haben wir es auf die Belange des deutschen Marktes angepasst und konnten damit auch in Frankfurt eine wirklich positive Resonanz der unterschiedlichsten Branchenvertreter verzeichnen. Kein Wunder, denn mit dem System können sowohl Werkstätten als auch Sachverständige, Flottenbetreiber, Versicherungen und nicht zuletzt die Prüfdienstleister etwas anfangen. Aber SilverDAT myClaim war nicht das einzige neue DAT-Produkt, welches wir AH: Was kann denn SilverDAT myClaim, auf der IAA gezeigt haben. Mein zweiter was andere Schadenmanagementsysteme Kollege im Kreise der DAT-Geschäftsnicht können? führung, Herr Dr. Thilo Wagner, und die J. Nietzschmann: SilverDAT myClaim von ihm im letzten Jahr organisatorisch steht ganz klar für Kommunikation statt neu geschaffenen Produktlinien haben ein Konfrontation. Mit diesem System gelingt wahres Feuerwerk an Neuheiten und es, eine Verbindung zwischen allen Markt- Innovationen gezündet. Ich darf die DAT beteiligten in Echtzeit herzustellen. Das ja nun schon eine Zeit lang auf Messen bebedeutet, dass alle Teilnehmer am Scha- gleiten, aber so etwas habe ich bislang noch denprozess auf ein und derselben Platt- nicht erlebt. Ob das unser neues System form an der nur einmal vorhandenen, SilverDAT webScan zur Abfrage der Geelektronischen Schadenakte arbeiten, aber brauchtfahrzeugbörsen ist, der Marktspiedennoch jedem für sich die Möglichkeit gel als eBook auf dem iPad, der schnelle gegeben ist, die Anwendung so zu konfi- Zugriff auf die Rettungsdatenblätter über gurieren, wie es die eigenen Anforde- SilverDAT FRS oder das Nachfolgeprodukt rungen an den Schadenabwicklungspro- SilverDAT calculatePro, das aus der Reparaturkostenkalkulation aus der SilverDAT zess notwendig machen. Wir zwingen also II hervorging: All niemanden, sich das waren Neuden funktionalen Mancher Kunde glaubt uns heiten und denGegebenheiten am Anfang gar nicht, dass eine noch nur ein Teil unterschiedlicher dessen, was wir Systeme unterzu- vergleichbare Leistung tatsächaktuell so auf der ordnen, sondern lich zu deutlich niedrigeren Pfanne haben. überlassen es ihm, Preisen zu haben ist. Pünktlich zur sich die Felder Messe hat beiund Funktionen Jens Nietzschmann, spielsweise der in SilverDAT myDAT-Geschäftsführer Inland Geschäftsbereich Claim so zu gevon Herrn Dr. Wagner die iPad-Version stalten, wie er es für richtig hält. Durch unseren grafischen Formel generator für die Reparaturkostenkalkulation fertigfunktioniert dies ohne komplizierte Pro- gestellt, die das Potenzial hat, die Direktgrammierung. Bei Produktpräsentationen annahme in den Automobilbetrieben gelingt es uns regelmäßig, die Beteiligten wirksam zu unterstützen. Deshalb war die ob der Vielfältigkeit der Gestaltungsmög- IAA für uns – auch dank des tollen Feedlichkeiten zu verblüffen. Gott sei Dank backs – eine wirklich sehr erfreuliche Mesbleibt es dabei nicht, sondern einige, da- se. Und wir hoffen natürlich, dass wir darunter ein deutscher Marktführer unter mit eine neue Ära in der Produktentwickden Automobilherstellern, haben sich be- lung der DAT starten konnten. reits dafür entschieden, das System in ihrer jeweiligen Organisation einzusetzen. AH: Vielen Dank für das Gespräch! aufkommens in Deutschland – auf einem noch relativ niedrigen Niveau. Aus unserer Sicht liegt das daran, dass es zu viele verschiedene Beteiligte, Schadenvarianten und Kooperationsmodelle gibt, die dann auch noch über unterschiedlichste Portale, Kommunikationswege und Systeme abgebildet werden, als dass die Mehrheit der Anwender – ob in den Werkstätten, Sachverständigenbüros, bei Flottenbetreibern oder bei Versicherungen – noch durchblicken. Trotz der durchaus respektablen Bemühungen der Gewerbeverbände, der Hersteller und Importeure sowie natürlich der Versicherungsunternehmen, wird mehrheitlich im Ergebnis immer noch manuell gearbeitet. 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SCHADEN-BUSINESS Aluminium neu entdecken 9. AUTOHAUS-SCHADENFORUM VON LEIF KNIT TEL Carbon GmbH – Der Workshop derzu vermeiden. zeigt Teilnehmern neue Möglichkeiten auf, viel Metallschrott Carbon war bisher auf allen AUTOHAUS-Schadenforen vertreten (v. l.): Vertriebs- und Marketingchef Siegbert Müller und Wolfgang Schüssler (Key Account Manager OEM-Programme und Export) werden auf dem 9. AUTOHAUS-Schadenforum einen Workshop leiten. Stephan Paschke (Vertriebsleiter international) und Manfred Bäurer (r.), Geschäftsführer Wieländer+ Schill, sind als weitere Experten mit dabei. u den Highlights im prall gefüllten Veranstaltungskalender der Carbon GmbH zählt auch in diesem Jahr das AUTOHAUS-Schadenforum in Potsdam, das nun schon in die neunte Runde geht. Schon von der ersten Veranstaltung an sind die Karosserie-Spezialisten vom Bodensee mit dabei, die das führende Branchen-Event nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch durch Fachbeiträge und Vorführungen ihre Erfahrungen aus der Reparaturpraxis den teilnehmenden Betrieben und Experten weitergeben. LESEN SIE HIER... ... über den Aluminium-Workshop auf dem 9. AUTOHAUS-Schadenforum, den Wolfgang Schüssler von Carbon leiten wird. Umweltverschmutzung à la Alu Wolfgang Schüssler, Key Account Manager bei der Carbon GmbH, freut sich bereits sehr auf die diesjährige Veranstaltung: „Das Schadenforum ist eine herausragende Plattform, um Kontakte mit kompetenten Gesprächspartnern aus K&L Betrieben, von Herstellern und der Versi34 AUTOHAUS 18/2013 SB13n13-Carbon_neuWKP-j.indd 34 9/11/2013 12:47:03 PM Fotos: Presse + PR Pfauntsch; Kaupp; Carbon Herausragende Plattform cherungswirtschaft zu knüpfen. Das Programm ist bepackt mit wichtigen Infos, bietet aber auch genügend Raum zum Fachsimpeln und Netzwerken. Unser Fokus liegt aktuell eindeutig auf der Aluminiumreparatur. Der Anteil der Fahrzeuge mit Alu-Bauteilen wächst beständig und es ist an der Zeit, auch hier das Thema Instandsetzen vor Erneuern endlich voranzubringen.“ Andernorts, so Schüssler, der für die Carbon GmbH auch im Export tätig ist, habe man das Potenzial der Aluminiumreparatur längst erkannt. Selbst in China konnte Carbon bereits mehrere Hundert AluRepair Arbeitsplätze installieren, so Schüssler. In Deutschland hingegen, so Schüssler, landen jeden Tag unzählige, teure Aluminiumbauteile unnötig im Schrott. Als Gründe hierfür sieht er bei Betrieben wie bei Sachverständigen mangelnde Kompetenz und Unwissenheit, was aktuell im Bereich Aluminiumreparatur grundsätzlich möglich sei. Die Grenzen des Machbaren hätten sich in den vergangenen fünf Jahren mit der Einführung der Bit-Technologie in der Aluminiumreparatur deutlich nach oben verschoben. Schäden, die lange als irreparabel galten, könnten heute mit Hilfe der Klebetechnik und dem patentierten AluRepair-System hochwertig und sehr wirtschaftlich instandgesetzt werden. Die Versicherer seien wegen der hohen Fallkosten bei Fahrzeugen mit Aluminiumanteil bereits stark sensibilisiert. Um bei den Betrieben, Serviceleitern und Sachverständigen einen Sinnes-

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SCHADEN-BUSINESS Ganz oben: 150 Mitarbeiter umfasst die Unternehmensgruppe Kaupp. Hier der Stammsitz in Schramberg. Links oben: Die Kaupp Unternehmensgruppe ist von den Vorteilen des Miracle-Systems überzeugt. Es wird bereits an drei Standorten eingesetzt. Rechts oben: Matthias Kaupp, Geschäftsführer der Kaupp Unternehmensgruppe, wird sich beim Workshop der Carbon GmbH auf dem 9. AUTOHAUS-Schadenforum über die Aluminiumreparatur informieren. spüre dort immer wieder den Puls der Zeit. Auf aktuelle Trends und Herausforderungen des Marktes, wie zum Beispiel die Schadensteuerung, könne man mit den detaillierten Informationen „einfach besser und aktiv reagieren“. Von besonderem Interesse sei für ihn persönlich dieses Jahr der Vortrag über die Instandsetzung von Bauteilen aus Karbon und der Miracle-AluRepair-Workshop – schließlich setzt Kaupp das Miracle-System der Carbon GmbH seit Jahren an drei Standorten erfolgreich ein. „Die Aluminiumreparatur hat in den letzten beiden Jahren für uns an Bedeutung gewonnen. Es kommen einfach auch mehr Fahrzeuge mit Bauteilen aus Alu in die Werkstatt – manchmal stellen wir oder der Sachverständige dabei erst auf den zweiten Blick fest, dass es sich bei gewissen Anbauteilen gar nicht um Stahlblech, sondern Alu handelt.“ Insbesondere für die Besitzer älterer Fahrzeuge mit Alu-Anteil oder bei selbstverursachten Schäden biete die Reparatur der meist sehr teuren Teile eine willkommene Alternative. „Für uns wäre die Erweiterung um das AluRepair-System die logische Konsequenz aus den sehr positiven Erfahrungen, die wir mit Miracle bei der Reparatur von Stahlkarosserien gemacht haben“, erläutert Matthias Kaupp. Er wolle aber den Besuch der Fachausstellung und des Workshops nutzen, um sich ein abschließendes Bild zu machen. wandel zu erreichen, müsse deshalb konsequent informiert werden. Die richtige Kalkulationsgrundlage Den Kosten- und Ertragsvergleich zwischen Teiletausch und Reparatur sieht Schüssler als optimalen Einstieg in den Workshop „Innovative Karosserie-Instandsetzung“ beim 9. AUTOHAUS-Schadenforum, um im Anschluss daran die korrekte Kalkulation von Instandsetzungen mittels der Ausbeulformel des AZT auch bei Aluminiumschäden zu erläutern. Die Betriebe und leider auch viele Sachverständige seien insbesondere im Aluminiumbereich häufig überfordert, da es ihnen noch an Anhaltspunkten und Erfahrungswerten fehle. Die richtige Kalkulationsgrundlage, betont der Carbon-Manager, sei aber unabdingbar, um nachhaltig erfolgreich zu arbeiten und in Verhandlungen zwischen Betrieb, Sachverständigen und 18/2013 Versicherern bestehen zu können. Während des Workshops stehe, so Schüssler, auch ausreichend Zeit für Diskussionen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern sowie für erste praktische „Gehversuche“ der Interessenten bei der Aluminiumreparatur zur Verfügung. Modernes Kompetenzzentrum Immer wieder profitiert Der hohe Praxisbezug und die Themenvielfalt sind auch für Matthias Kaupp, Geschäftsführer der Kaupp Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Schramberg, mit ein Grund für die Teilnahme am AUTOHAUS-Schadenforum. „Wir waren schon mehrmals in Potsdam dabei und haben bisher immer von den Vorträgen, vom Marktplatz und den Branchen-Infos aus erster Hand profitiert“, so Matthias Kaupp, der gemeinsam mit seinem Bruder Joachim das gleichnamige Unternehmen mit aktuell über 150 Mitarbeitern leitet. Man Eine professionelle Aluminiumreparatur, erläutert Schüssler, sei nur mit der Kombination von Alu-Bits, Bolzen und Klebetechnik sowie entsprechendem Knowhow machbar. Die Qualifikation der Mitarbeiter ist aus der langjährigen Erfahrung heraus der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Um den hohen Bedarf seitens der Kunden und Sachverständigen nach Einsteigerseminaren und Aufbauschulungen gerecht zu werden, hat die Carbon GmbH deshalb vor kurzem ein modernes Karosserie- und Kompetenzzentrum eingerichtet. Der Workshop für das Miracle-System beim Schadenforum bietet für alle Interessierten eine gute Möglichkeit, mit eigenen Augen und Händen zu erleben, was die innovative Technik leisten kann. Potsdam und das Schadenforum sind definitiv eine Reise wert, verspricht Schüssler – die Zeit sei „allemal gut investiert“. ■ AUTOHAUS 35 SB13n13-Carbon_neuWKP-j.indd 35 9/11/2013 12:47:09 PM

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SCHADEN-BUSINESS KENNZEICHNUNG Generationswechsel Daimlers bisheriger Vertriebs- und Marketingchef Dr. Joachim Schmidt verlässt das Unternehmen. Schmidt habe sich entschieden, seine Aufgabe mit Vollendung des 65. Lebensjahres „in jüngere Hände“ zu geben und in den Ruhestand zu gehen, teilte der Dax-Konzern mit. Sein Nachfolger ist Ola Källenius, bisheriger Chef der Performance-Tochter Mercedes-AMG. Der 44-Jährige soll das Amt ab Oktober übernehmen. Schmidt wurde am 7. September 65 Jahre alt und war insgesamt 34 Jahre bei dem schwäbischen Konzern. Der gebürtige Sindelfinger studierte Mathematik an der Universität Stuttgart, wo er 1976 promovierte. Als Hauptgruppenleiter in der Pkw-Entwicklung stieg er 1979 in die damalige Daimler-Benz AG ein. Seit Oktober 2009 ist er Mitglied der Geschäftsführung Mercedes-Benz Cars, Vertrieb und Marketing. Erst Anfang 2012 hatte Daimler den Vertrag von Schmidt bis zum 30. September 2015 verlängert. Ende Juli kündigte Schmidt eine neue Vertriebsstrategie an, mit der Daimler die Rivalen Audi und BMW überflügeln will. Deren Umsetzung liegt nun in den Händen von Källenius. Der gebürtige Schwede kennt die Konzernstrukturen genau. Seine Daimler-Laufbahn startete 1993 und führte ihn unter anderem in die USA (Werkleiter in Tuscaloosa) und nach Großbritannien (Mercedes-Benz High Performance Engines). Auch bei McLaren Automotive war er tätig. In der Stuttgarter Zentrale war Källenius unter anderem Bereichsleiter des Powertrain-Einkaufs. Öko-Label wirkungslos Nach dem Auto Club Europa (ACE) stellt nun auch die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach das Pkw-Label in Frage. Die vor zwei Jahren eingeführte Umweltkennzeichnung für Autos hat einer aktuellen Befragung zufolge bislang kaum Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher. Nur ein Drittel der befragten Autokäufer haben das gezeigte Öko-Label überhaupt im Zusammenhang mit einem Pkw gesehen, so die Erkenntnis. Das Öko-Label werde besonders von Autohäusern und Herstellern noch unterschätzt. Studienautor Stefan Bratzel führt das auf Einführungsprobleme zurück. „Allerdings suchen viele Konsumenten verlässliche Orientierungs- Das 2011 eingeführte Öko-Label beeinflusst die Kaufentscheidung für einen Neuwagen kaum. Das sagt nach dem Auto Club Europa nun auch die FH der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. hilfen bei der Kaufentscheidung gerade auch in punkto Energie und Umwelt“, so Bratzel. Für Autokäufer sei das Öko-Label laut ACE nicht richtungsweisend und daher wirkungslos. ses FLOTTEN Nord-Süd-Gefälle in Europa Die Pkw-Neuzulassungen land blieb der relevante in den relevanten FlottenFlottenmarkt mit minus 4,2 Prozent zum Vormärkten der EU-5-Länder jahresmonat weiter rück(Deutschland, Frankreich, läufig, wobei der RückItalien, Spanien und Vereigang im Vergleich zu den nigtes Königreich) hielten Vormonaten geringer aussich im Juli 2013 – bei fiel. In diesem schwierigen leichtem Rückgang um 0,7 Marktumfeld gelang es Prozent – stabil. Dabei gab den Marken Seat und Skoes in den fünf europäischen da, ihre Vorjahreswerte in Ländern mit den größten den Flottenmärkten aller Flottenmärkten große Un- In Europa fallen die Neuzulasfünf Länder zu übertrefterschiede. Während die sungen im Flottenmarkt höchst fen. Seat konnte bei allen Neuzulassungen auf Flot- unterschiedlich aus: in GroßbriModellen der aktuellen ten im Vereinigten König- tannien plus, in Italien minus. Palette zulegen und so die reich um 13,1 Prozent stiegen, gingen sie beim Wachstumsschluss- Verluste durch die Einstellung des Exeo licht Italien um 19,8 Prozent zurück. Hohe mehr als kompensieren. Bei Skoda wurde das Wachstum zum einem vom Yeti und steuerliche Zusatzbelastungen, verbunden mit der Rezession und der unsicheren zum anderen von den neuen Modellen Lage in Politik und Finanzmärkten, haben Citigo und Rapid getragen. Die Marke den Unternehmen dort laut Dataforce vor- Mazda konnte in vier der untersuchten erst die Kauflust genommen. In Deutsch- Märkte wachsen. ses 18/2013 Daimlers bisheriger Vertriebs- und Marketingchef, Dr. Joachim Schmidt, hat seinen Ruhestand angetreten. AUTOHAUS SB13H3n14-FlottennewsWKP-j.indd 36 9/10/2013 10:00:18 AM Fotos: fotolia - zentilla; fotolia - nevermore; Mercedes

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K O N G R E S S 9. AUTOHAUS-Schadenforum Digitales Schadenmanagement und SVS Instandsetzung der Zukunftswerkstoffe Schadenslenkung, Prävention und FAS 21. bis 22. Oktober 2013 in Potsdam Kongress-Moderation und fachliche Leitung: Ihre Topthemen ❘ Captives & Versicherungen im Autohaus – wie geht dieses Geschäft? Rahmenbedingungen, Mehrwerte, Telematik, Versicherungs- & Mobilitätsprodukte ❘ Lohnt die Arbeit für Schadenslenker? Grenzen des Stundenverrechnungssatzes, Fixkostendegression ❘ Karbon: Wie repariert man den Karosserie-Werkstoff der Zukunft? Das Reparaturkonzept für den BMW i3 – CFK, Aluminium und Hochvoltbatterie ❘ Instandsetzung von Aluminium- und Verbundwerkstoffen Regulierungsprozesse mit SV und Versicherungen, Qualifizierung, Ertragschancen Walter K. Pfauntsch Geschäftsführer PRESSE + PR PFAUNTSCH und Chefredakteur der AUTOHAUS-Medienfamilie SchadenBusiness © jd-photodesign | fotolia.com Schadenforum 13 | Beilage AH 17/13 ❘ Elektronische Werkstattkommunikation aus Sicht der HUK-COBURG Strukturierter Datenaustausch mit eAuftrag und eRechnung in schlanker eZukunft ❘ Digitale Schadenwelt – vernetzt durch ControlExpert als Prozessmanager Aktuelles zu: Stundenverrechnungssätzen, Glas, allgemeinen Reparaturen, SV-Gebühren, eKommunikation & Digitalisierung, Datenaustausch & Automatisierung ❘ Präventiver Fußgängerschutz, Fahrerassistenz und aktive Sicherheit Möglichkeiten und Herausforderungen aus Sicht eines Premiumherstellers, digitale Komplettvernetzung von Fahrzeugen mit ihrer Umwelt, Vision „Zero“ ❘ Schadenservice für Autoversicherungen und Flotten Neue Geschäfts-/Partnerkonzepte im Markt, Vorbedingungen und Nutzen ❘ Schadensteuerung zwischen Konkurrenz & Kooperation Autohaus vs. Mehrmarken-Werkstatt sowie Versicherung: Zentraler vs. lokaler Vertrieb Herausgeber Fachmagazin AUTOHAUS Prof. Hannes Brachat ❘ Schadenmanagement und Werkstattnetze Abwicklung via Cloud sowie Betriebe im Bundes- und Regionalvergleich Strecke_Schadenforum_13.indd 2 Schadensforum_SB.indd 37 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4114:39

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9. A U T O H A U S - © jd-photodesign | fotolia.com DER KONGRESS Termin & Ort 21. bis 22. Oktober 2013 Dorint Hotel Sanssouci Berlin/Potsdam, Jägerallee 20, 14469 Potsdam Eröffnung am 21. Oktober um 08:00 Uhr mit der Fachausstellung, Kongressbeginn um 08:50 Uhr, Ende am 22. Oktober um 15:00 Uhr Die technologische Aufrüstung von Kraftfahrzeugen schreitet mit atemberaubender Geschwindigkeit voran. Hochintelligente Fahrerassistenzsysteme, eine zunehmende Vernetzung des Automobils mit seiner gesamten Umwelt, neue Werkstoffe und Fügetechniken: Das sind die großen Herausforderungen der Zukunft. Sie treiben gleichzeitig die Kosten für notwendige Schulungsmaßnahmen. Damit wiederum wächst der Druck auf den Stundenverrechnungssatz und auf SV-Honorare. Schadenabwicklung ist längst zu einer Aufgabe des Führungsmanagements geworden – bei Automobilherstellern und Versicherungen ebenso wie bei Autohäusern und K&L-Fachbetrieben, bei Flotten und Fuhrparks, Autovermietern, Prüf- und SV-Organisationen, Anwälten und allen weiteren „Playern“ im Markt. Überall haben Qualität und Kundenzufriedenheit heute oberste Priorität. Doch wie bleibt im Zeitalter von eSchadenmanagement 2.0 das Geschäft rentabel? Welche wirklich tauglichen (Partner-)Konzepte bieten Captives, Versicherer und Schadenslenker an? Wo liegt die „Schmerzgrenze“ beim Stundenverrechnungssatz? Wie geht man professionell – und rentabel! – mit Aluminiumbauteilen und Verbundwerkstoffen um? Was muss man wissen, damit FAS nach einer Reparatur wieder so funktionieren wie vor dem Unfall? Und wie repariert man den viel gepriesenen Zukunftswerkstoff Karbon, der aktuell in der Großserie der BMW i-Baureihe Einzug hält? Das 9. AUTOHAUS-Schadenforum greift all diese und viele weitere brennende Fragen wieder mit Topfachleuten der Branche auf. In Einzelvorträgen und erstmals auch begleitenden Fachforen. Zudem bietet eine umfassende Fachausstellung wie immer breit gefächertes Branchen- und Dienstleisterwissen an. Marktführende Unternehmen haben für Sie ein vielfältiges Themenspektrum zusammengestellt. Kongress-Moderation und fachliche Leitung: ❘ Walter K. Pfauntsch Geschäftsführer PRESSE + PR PFAUNTSCH und Chefredakteur der AUTOHAUS-Medienfamilie SchadenBusiness ❘ Prof. Hannes Brachat Herausgeber Fachmagazin AUTOHAUS Teilnahmegebühr Die Teilnahmegebühr von 1.067,43 Euro brutto (netto 897,00 Euro zzgl. 170,43 Euro MwSt.) verringert sich für den zweiten und jeden weiteren Teilnehmer desselben Unternehmens auf brutto 948,43 Euro (netto 797,00 Euro zzgl. 151,43 Euro MwSt.). Preise inklusive Mittag- und Abendessen am 21. Oktober 2013, Mittagessen am 22. Oktober 2013, Tagungsgetränken, Kaffeepausen und Tagungsunterlagen. Moderatoren der Fachforen: Dr.-Ing. Holger Enge Leiter wissenschaftl. Redaktion, PRESSE + PR PFAUNTSCH, AUTOHAUS-Medienfamilie SchadenBusiness Forum 4: Innovative Instandsetzung Forum 8: Digitale Daten & Prozesse Simone Hein Redaktion, PRESSE + PR PFAUNTSCH, AUTOHAUS-Medienfamilie SchadenBusiness Forum 1: Schadenmanagement Forum 6: Werkstatt, Qualität & Kunde Laura Keßler Chefin vom Dienst, PRESSE + PR PFAUNTSCH, AUTOHAUS-Medienfamilie SchadenBusiness Forum 2: Kfz-Police ab Autohaus Forum 5: Versicherungs- und Mobilitätsprodukte im Autohaus Sebastian Schinhammer Redakteur, PRESSE + PR PFAUNTSCH, AUTOHAUS-Medienfamilie SchadenBusiness Forum 3: K&L-Betriebsprozesse Forum 7: Risk-Management für Autohäuser Strecke_Schadenforum_13.indd 3 Schadensforum_SB.indd 38 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4214:39 Strec

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S-S C H A D E N F O R U M REFERENTEN Stefan Artz Referatsleiter Kraftfahrt-Schaden, Hauptverwaltung München Allianz Versicherungs AG Joachim Bitzer Senior Consultant, BASF Coatings GmbH Jozsef Bugovics Geschäftsführer, API Automotive Process Institute GmbH Thomas Geck Abteilungsleiter Schaden Prozessmanagement, HUK-COBURG Versicherungsgruppe L. Stefan Höslinger Geschäftsführender Gesellschafter, !HEPP Höslinger Ges. für Unternehmensimpulse mbH Dr. Wolfgang Hundt Abteilungsleiter Wartung, Instandsetzung, Umweltmanagement, BMW Group Klaus Kompass Vice President Vehicle Safety, BMW Group Karl-Heinz Kroha Geschäftsführer, ADAC Service GmbH Frank Leimbach Geschäftsführer, KTI – Kraftfahrzeugtechn. Institut und Karosseriewerkstätte, Bereichsleiter, DEKRA Technology Center Angel Martinez Fontana President & CEO, Gt Motive (España), a Mitchell Partner Company Siegbert Müller Vertriebsleiter, CARBON GmbH Dr. Jochen Niewerth Hauptabteilungsleiter Schadenmanagement, Versicherungskammer Bayern Torsten Patzner Bereichsleiter Versicherungsservice, Peugeot und Citroën, Banque PSA Finance S.A., Niederlassung Deutschland Harald Schuster Leiter Versicherung, Mercedes-Benz Bank AG Wolfgang Schüssler Key Account Manager Herstellerprogramme/ Export, CARBON GmbH Tiemo Sehon Geschäftsführer, SEHON Lackieranlagen GmbH Mario SorianoEupen Produktverantwortlicher Autohaus, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Steffen Struwe Vorstand, Innovation Group AG Geschäftsbereich Kfz Alex Sun President & CEO, Mitchell International Inc. (USA) Thomas Wagner Serviceleiter der Autohaus Falter GmbH, autorisierter MercedesBenz und smart Partner Philip Waldmann Director Sales und Mitglied der Geschäftsführung, EurotaxSchwacke GmbH Matthew Whittall Vorstandsvorsitzender, Innovation Group AG Gerhard Witte Geschäftsführer, ControlExpert GmbH 14:39 Strecke_Schadenforum_13.indd 4 Schadensforum_SB.indd 39 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4214:39

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9. A U T O H A U S PROGRAMM 21. Oktober 2013 Ab 08:00 Uhr Check-in und Beginn der Fachausstellung im Foyer des Hotels 08:50 Uhr Begrüßung der Kongressteilnehmer und Eröffnung des Kongresses Walter K. Pfauntsch, Chefredakteur AUTOHAUSMedienfamilie SchadenBusiness 09:00 Uhr Künftige Anforderungen an den präventiven Fußgängerschutz ❘ Reales Unfallgeschehen ❘ Testszenarien sowie deren Entwicklung und Harmonisierung ❘ Spannungsfeld Bremsen vs. Ausweichen Frank Leimbach, KTI und DEKRA 09:30 Uhr Fahrerassistenz und aktive Sicherheit ❘ Möglichkeiten und Herausforderungen aus der Sicht eines Fahrzeugherstellers ❘ Moderne Kraftfahrzeuge – digitale Komplettvernetzung mit der Umwelt ❘ Vision „Zero“ – wann wird sie Realität? Klaus Kompass, BMW Group 10:05 bis 11:00 Uhr Kaffeepause und Fachausstellung 11:00 Uhr Schadenservice für Autoversicherungen und Flotten – was gibt es Neues? ❘ Organisatorische Vorbedingungen ❘ Geschäftskonzepte ❘ Nutzeneffekte N.N., ADAC 11:30 Uhr Reparaturkonzept BMW i3 ❘ Reparatur CFK – Aluminium/Life – Drive ❘ Reparatur der Hochvoltbatterie ❘ Sicherheit Dr. Wolfgang Hundt, BMW Group 12:00 Uhr Kundenorientiertes Schadenmanagement ❘ Kundenerwartungen ❘ Service-Dimensionen Stefan Artz, Allianz Versicherungs AG 12:30 Uhr Schadenbearbeitung über CloudComputing ❘ Vorteile bei der Abwicklung von Schäden in einer Cloud ❘ Effiziente Abläufe für alle am Schaden Beteiligten ohne Warteschleifen ❘ Offene Plattform und Schnittstellen für einfache Implementierung am Beispiel US- und EU-Kunden Alex Sun, Mitchell International Inc., USA, und Angel Martinez Fontana, Gt Motive, a Mitchell Partner Company 13:00 bis 15:00 Uhr Mittagessen und Fachausstellung © jd-photodesign | fotolia.com PROGRAMM 22. Oktober 2013 08:30 Uhr Fachausstellung 09:00 Uhr Schadensteuerung zwischen Konkurrenzen und Kooperationen ❘ Autohaus vs. Mehrmarken-Werkstätten ❘ Versicherungszentralen vs. lokaler Versicherungsvertrieb ❘ Ansätze für gelebte Kooperationen Thomas Wagner, Autohaus Falter GmbH, und L. Stefan Höslinger, !HEPP Höslinger Ges. für Unternehmensimpulse mbH 09:30 Uhr Captive & Versicherer ❘ Ein Modell für die Zukunft ❘ Handlungsfelder, Prozesse N.N., Volkswagen Financial Services AG (angefragt) 10:00 bis 11:00 Uhr Kaffeepause und Fachausstellung 11:00 Uhr Elektronische WerkstattKommunikation – win-win für alle Beteiligten ❘ Strukturierter Datenaustausch: Elektronisch ist nicht gleich elektronisch ❘ Der Weg hin und zurück: eBeauftragung und eRechnung ❘ Schlanke Prozesse: Gute Basis für zukünftige Herausforderungen Thomas Geck, HUK-COBURG Versicherungsgruppe Strecke_Schadenforum_13.indd 5 Schadensforum_SB.indd 40 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4214:39 Strec

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S-S C H A D E N F O R U M 15:00 bis 16:00 Uhr Parallel stattfindende Fach- und Diskussionsforen 1 bis 4 Schadenmanagement Gegenwart und Zukunft des Schadenmanagements ❘ Ergebnisse der Fraunhofer-Studie ❘ Was will der Kunde – heute und morgen? ❘ Kooperation bringt mehr als Konflikt Matthew Whittall, Innovation Group AG Kfz-Police ab Autohaus Wie verkaufe ich Versicherungen im Autohaus (richtig)? ❘ Mehrwerte für das Autohaus – auf allen Ebenen ❘ Die Rahmenbedingungen und der Steuerungsauftrag des Unternehmers ❘ Erfolgreiches Versicherungsgeschäft durch aktive Kundenansprache Torsten Patzner, Banque PSA Finance SA K&L-Betriebsprozesse Wettbewerbsfähigkeit von K&LFachbetrieben stärken und steigern! ❘ Individualität statt Standard. Mit richtiger Strategie und Technik neue Kunden erobern ❘ Mehr Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Zukunftssicherheit in K&L-Betrieben ❘ Planung, Technik, Prozess- und Energieoptimierung in K&L-Betrieben Tiemo Sehon, SEHON Lackieranlagen GmbH Innovative Instandsetzung Steigende Aluminiumreparaturen – Werkstätten, Versicherungen und SV vor neuen Herausforderungen ❘ Ertragspotenziale nutzen durch instandsetzen statt erneuern ❘ Richtige Abwicklung mit Versicherungen und Gutachtern ❘ Qualifizierung der Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg Wolfgang Schüssler, CARBON GmbH 16:00 bis 17:00 Uhr Parallel stattfindende Fach- und Diskussionsforen 5 bis 8 Versicherungs- und Mobilitätsprodukte im Autohaus Telematik und vernetztes Auto als Innovationstreiber für neue Versicherungs- und Mobilitätsprodukte ❘ Erfolgsfaktoren beim Verkauf von Versicherungsprodukten im Autohaus ❘ Die Autoversicherung in Zusammenhang mit dem vernetzten Fahrzeug Harald Schuster, Mercedes-Benz Bank AG Werkstatt, Qualität & Kunde Werkstattintensivcheck: Qualitätsoffensive für eine noch höhere Kundenzufriedenheit ❘ Weiterentwicklung des Werkstattnetzes ❘ Wer? Was? Wo? Die Leistungsfähigkeit einer Werkstatt im Bundesund Regionalvergleich ❘ Bisherige Ergebnisse und Rückmeldungen Steffen Struwe, Innovation Group AG Risk-Management für Autohäuser Gemeinsam auf Nummer sicher ❘ Gespräche, Analysen, Maßnahmen ❘ Moderne Methoden der Risikobewertung ❘ Risikomanagement als kalkulierbarer Kostenfaktor für das Autohaus Mario Soriano-Eupen, HDI-Gerling Industrie Versicherung AG Digitale Daten & Prozesse Schaden & Digitalisierung – neue Opportunitäten für alle Marktteilnehmer ❘ Digitalisierung des Autos als Chance für das Schadenmanagement ❘ Daten und Prozesse – Opportunitäten ❘ Netzwerkeffekt als Basis zukünftiger Rationalisierung Jozsef Bugovics, API GmbH 17:00 Uhr Zusammenfassung des Tages 20:00 Uhr Beginn der Abendveranstaltung mit Dinner Speech und bester Unterhaltung durch Kabarettist Thomas Schreckenberger 11:30 Uhr Digitale Schadenwelt – vernetzt durch ControlExpert ❘ Entwicklungen und Tendenzen des Schadenmarktes aus Sicht des Kfz-Prozessmanagements von ControlExpert: – Stundenverrechnungssatz, Glasreparatur, Glasaustausch, allgemeine Reparatur, SV-Gebühren – Elektronische Kommunikation & Digitalisierung ❘ Datenaustausch & Automatisierung Gerhard Witte, ControlExpert GmbH 12:00 Uhr Lohnt es sich, für Schadenslenker zu arbeiten oder nicht? ❘ Niedrige Stundenverrechnungssätze – wo liegen die Grenzen? ❘ Gewinne und günstige Preise – was ist dafür notwendig? ❘ Fixkostendegression – die dunkle Seite der Betriebswirtschaft? Joachim Bitzer, BASF Coatings GmbH 12:30 Uhr Elektrofahrzeuge im GW-Markt ❘ Die Restwertproblematik von Elektrofahrzeugen ❘ Aktuelle Kundenerwartungen ❘ Herstellerstrategien und deren Auswirkung Philip Waldmann, EurotaxSchwacke GmbH 13:00 Uhr Zusammenfassung der Veranstaltung, Branchenausblick und Abschlussdiskussion Prof. Hannes Brachat, AUTOHAUS 13:30 Uhr Mittagessen und Fachausstellung ca. 15:30 Uhr Ende der Veranstaltung und individuelle Abreise 14:39 Strecke_Schadenforum_13.indd 6 Schadensforum_SB.indd 41 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4314:39

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9. A U T O H A U S - © jd-photodesign | fotolia.com Strecke_Schadenforum_13.indd 7 Schadensforum_SB.indd 42 SPONSOREN ❘ Adam Opel AG ❘ Akzo Nobel Coatings GmbH/Acoat Selected ❘ API Automotive Process Institute GmbH ❘ Audatex Deutschland GmbH ❘ AUTOonline GmbH ❘ BASF Coatings GmbH ❘ BMparts Holger Bär ❘ CARBON GmbH ❘ Catastrophe Solutions International ❘ Car Service Portal GmbH ❘ Consense GmbH ❘ ControlExpert GmbH ❘ DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH ❘ Dellfix GmbH ❘ Dent Wizard GmbH ❘ DMS Damage Management System Deutschland GmbH ❘ DRS – DellenReparaturService GmbH ❘ Eurogarant Auto Service AG ❘ EurotaxSchwacke GmbH ❘ FSP Schaden- und Wertgutachterdienst GmbH ❘ Glasurit GmbH mit Partnernetz ColorMotion ❘ Gt Motive – a Mitchell Partner Company solutions 06.09.13 14:39 9/10/2013 1:20:43 PM Strec

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S-S C H A D E N F O R U M ❘ Hagelschaden-Centrum Douteil GmbH ❘ !HEPP Unternehmensimpulse GmbH ❘ HDI Vertriebs AG Automotive ❘ HPI-Zentrum GmbH ❘ junited AUTOGLAS Deutschland GmbH & Co. KG ❘ IASRE – International Automotive Smart Repair Exhibition ❘ Kanzlei Voigt Rechtsanwalts GmbH ❘ KHS Know-how Systems GmbH ❘ KÜS Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V. ❘ Live-Expert GmbH & Co. KG ❘ MTP Mind the process GmbH ❘ net.casion GmbH ❘ NEXA Autocolor ❘ PPG Deutschland Sales & Service GmbH ❘ SEHON Innovative Lackieranlagentechnik GmbH ❘ Sikkens GmbH ❘ Sixt GmbH & Co. Autovermietung KG ❘ SSH – Schaden Schnell Hilfe GmbH ❘ SSV Schadenschutzverband GmbH ❘ TÜV International GmbH ❘ TÜV NORD AG ❘ TÜV Rheinland AG ❘ Wintec AG ❘ WOM WreckOnlineMarket AG 14:39 Strecke_Schadenforum_13.indd 8 Schadensforum_SB.indd 43 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4414:39

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© jd-photodesign | fotolia.com Anmeldung Fax: +49 89 203043-1293 Anmeldung im Internet: www.autohaus.de/akademie oder per Post an: Springer Fachmedien München GmbH, AUTOHAUS akademie Marion Stanelle, Aschauer Straße 30, 81549 München Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Marion Stanelle: Telefon +49 89 203043-1283 E-Mail: marion.stanelle@springer.com Ja, o wir nehmen am 9. AUTOHAUS-Schadenforum vom 21. bis 22. Oktober 2013 in Potsdam teil: Bitte tragen Sie jeweils die Nummer Ihrer ausgewählten Foren ein: Foren jeweils von 15:00 bis 16:00 Uhr Forum 1: Schadenmanagement Forum 2: Kfz-Police ab Autohaus Forum 3: K&L-Betriebsprozesse Forum 4: Innovative Instandsetzung Foren jeweils von 16:00 bis 17:00 Uhr Forum 5: Versicherungs- und Mobilitätsprodukte im Autohaus Forum 6: Werkstatt, Qualität & Kunde Forum 7: Risk-Management für Autohäuser Forum 8: Digitale Daten & Prozesse Teilnahmegebühr Die Teilnahmegebühr von 1.067,43 Euro brutto (netto 897,00 Euro zzgl. 170,43 Euro MwSt.) verringert sich für den zweiten und jeden weiteren Teilnehmer desselben Unternehmens auf brutto 948,43 Euro (netto 797,00 Euro zzgl. 151,43 Euro MwSt.). Preise inklusive Mittag- und Abendessen am 21. Oktober 2013, Mittagessen am 22. Oktober 2013, Tagungsgetränken, Kaffeepausen und Tagungsunterlagen. Teilnehmer Absender/Rechnungsanschrift 15:00 bis 16:00 Uhr 1. Teilnehmer(in) (Vor- und Zuname) 15:00 bis 16:00 Uhr 2. Teilnehmer(in) (Vor- und Zuname) PLZ/Ort 15:00 bis 16:00 Uhr 3. Teilnehmer(in) (Vor- und Zuname) 15:00 bis 16:00 Uhr 4. Teilnehmer(in) (Vor- und Zuname) Kundennummer 16:00 bis 17:00 Uhr 16:00 bis 17:00 Uhr Telefon/Fax 16:00 bis 17:00 Uhr 16:00 bis 17:00 Uhr Firma Schadenforum 13 | Beilage AH 17/13 06.09.13 PM 9/10/2013 1:20:4414:39 Straße E-Mail Veranstaltungsort Dorint Hotel Sanssouci Berlin/Potsdam, Jägerallee 20, 14469 Potsdam Zimmerbuchung im Veranstaltungshotel Mit Ihrer Anmeldebestätigung erhalten Sie ein Buchungsformular des Hotels. Bitte nutzen Sie zur Zimmerbuchung das Abrufkontingent unter dem Stichwort „9. AUTOHAUS-Schadenforum 2013“. 117,00 Euro im Standard-EZ | 127,00 Euro im Komfort-EZ 147,00 Euro im Standard-DZ | 157,00 Euro im Komfort-DZ Preise inkl. MwSt. und Frühstück. Mit meiner Unterschrift akzeptiere ich die AGB, zu finden unter www.autohaus.de/akademie. Datum/Unterschrift Bei gegebenem Anlass werden wir Ihre E-Mail-Adresse nutzen, um Sie über ähnliche Waren bzw. Dienstleistungen zu informieren. Sie können dieser Nutzung jederzeit durch eine E-Mail an akademie@springer.com oder ein Fax an +49 89 203043-1293 widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Die schriftliche Abmeldung bis 8 Tage vor Veranstaltungsbeginn ist kostenfrei. Ab 7 Tage vor Seminarbeginn wird eine Stornogebühr von 50 % der Seminargebühr berechnet. Bei Nichterscheinen des Teilnehmers berechnen wir die gesamte Seminargebühr. Eine kostenfreie Vertretung des angemeldeten Teilnehmers ist möglich. Es gelten die AGB der AUTOHAUS akademie. Strecke_Schadenforum_13.indd 1 Schadensforum_SB.indd 44

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SCHADEN-BUSINESS Qualitätsüberwachung Qualitätsmanagement in der – Der Verein für den vergangenen fünf Jahren Fahrzeugüberwachung hat in SICHERHEIT wichtige Standards entwickelt und etabliert. LESEN SIE HIER... ... was der Verein für Qualitätsmanagement in der Fahrzeugüberwachung in den vergangenen Jahren bewirkt hat. VON WALTER K. PFAUNTSCH us einer Initiative deutscher Überwachungsinstitutionen ist vor fünf Jahren eine feste Einrich­ tung in der Fahrzeugüberwachung gewor­ den: der Verein für Qualitätsmanagement in der Fahrzeugüberwachung (QM e. V.). Er repräsentiert mit seinen Mitgliedern rund 90 Prozent des deutschen Marktes für die technische Überwachung von Fahrzeugen. Der Verein hat einheitliche Standards und Systeme entwickelt, nach denen die Qualitätsaudits von Fahrzeug­ untersuchungen durchgeführt, erfasst, ausgewertet und gesteuert werden. Messbare Qualitätsverbesserungen Über eine Regionalstruktur mit acht Ge­ bieten wird bundesweit die Arbeit von 280  Auditoren koordiniert. Mehr als 30.000 Qualitätskontrollen wurden seither durchgeführt. Angetreten mit dem Ziel, die Qualität der Hauptuntersuchungen in Deutschland deutlich und nachhaltig zu verbessern, kann der Verein schon heute eine Erfolgsgeschichte vorweisen und die erreichte Qualitätsverbesserung in Zahlen und Fakten belegen. Viktor Kretzschmann, Leiter der Ge­ schäftsstelle in Berlin, sagt: „Seit Beginn der Qualitätsoffensive 2008 weisen alle Qualitätskennzahlen kontinuierliche Stei­ gerungen aus. Mit den regelmäßigen Aus­ wertungen erhalten die Überwachungs­ organisationen, aber zum Beispiel auch Aufsichtsbehörden erstmals bundesweit Transparenz zu Entwicklungen und kon­ kreten Ergebnissen, die für die Bewertung und Ausrichtung ihrer Qualitätsarbeit eine wichtige Grundlage darstellen.“ 18/2013 Unangekündigte Qualitätskontrollen bei der Hauptuntersuchung in Deutschland haben sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer festen Einrichtung über den „QM-Verein“ entwickelt. Vor dem Hintergrund der in Europa an­ stehenden Harmonisierung der Fahrzeug­ überwachung stößt die Arbeit des QM­ Vereins dem Vernehmen nach auch auf großes Interesse aus dem Ausland: „Die EU­Harmonisierung bedeutet langfristig vor allem die Einführung einheitlicher Qualitätsstandards. Viele der europä­ ischen Überwachungssysteme stehen dabei vor ähnlichen Aufgaben, wie wir sie in Deutschland schon gemeistert haben“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Gerd Neu­ mann. Hier könne der Verein „seine Er­ fahrungen einbringen und auf europä­ ischer Ebene Vorbild sein“. Vorbild für Europa Fotos: QM e.V. Wertvolle Ergänzung Bestätigt sieht sich der Verein für Quali­ tätsmanagement auch durch die jüngste wichtige Weichenstellung des Bund­Län­ der­Fachausschusses „Technisches Kraft­ fahrwesen“ zur Weiterentwicklung des bewährten neutralen Systems der Fahr­ zeugüberwachung in Deutschland. „Dass der Vorstoß Einzelner, die ver­ braucherfreundliche Trennung von Repa­ rieren und Prüfen aufzuheben, klar zu­ rückgewiesen wurde, ist auch unserem Beitrag für einen effizienten Qualitäts­ sicherungsprozess und damit einem ho­ hen Niveau der Verkehrssicherheit zuzu­ schreiben“, ist sich der Leiter der Berliner Geschäftsstelle des QM­Vereins, Viktor Kretzschmann, sicher. Kretzschmann re­ sümiert: „Das deutsche System der Fahr­ zeugüberwachung hat durch unsere stan­ dardisierten und wettbewerbsneutralen Qualitätskontrollen eine wertvolle Ergän­ zung erfahren.“ ■ AUTOHAUS 45 SB13H3n15-News-QM-SHWKP-j.indd 45 9/10/2013 10:14:43 AM

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SCHADEN-BUSINESS Rückkehr des Marktmachers Schadenmarkt ein Name auch Programm – Wenn im des früheren DEKRA-Gutachtenchefs und ist, dann seiner. Das Unternehmen WERNER VON HEBEL Audatex-Geschäftsführers, die Sachverständigenorganisation „noxa solutions“, will die Claims-Welt nachhaltig verändern. VON WALTER K. PFAUNTSCH KURZFASSUNG Im Mai 2012 wurde die noxa solutions GmbH & Co. KG als Dachorganisation und neue KfzSachverständigen-Organisation gegründet. noxa solutions unterhält drei eigenständige Geschäftsbereiche. Grundsätzliche Überzeugungen des Firmenchefs von Hebel sind: 1. Kfz-SV brauchen eine allumfassende Ausbildung in sämtlichen technischen und rechtlichen Themen sowie zum eigenen Auftreten im Markt. 2. Instandsetzen geht vor Erneuern – auch mit Blick auf Werkstätten, Fahrzeuge und den Geschädigten. 3. Der Verzicht auf HU-Prüfungen nach § 29 StVZO bewahrt den Kfz-SV vor Interessenkollisionen beim Schadengutachten. 4. Technische Trainings müssen an neuesten Zurück in der Branche: Diplom-Ingenieur Werner von Hebel, hier im Gespräch mit AUTOHAUS Fahrzeugen stattfinden, K&L Schulungen idealerweise an realen Unfallfahrzeugen. LESEN SIE HIER... ... mit welchen Konzepten, Strategien, Partnern und Auftraggebern es die junge SV-Organisation noxa solutions trotz hartem Wettbewerb schafft, sehr schnell zu wachsen. r war gut gelaunt, wie eh und je über die intimsten Branchenentwicklungen informiert – und zuweilen auch angriffslustig wie zu seinen besten Zeiten, von denen er in den vergangenen mehr als drei Jahrzehnten schon viele hatte: So etwa als selbstständiger Kfz46 Sachverständiger mit eigenem SV-Büro, danach in fast 20 Jahren DEKRA-Zugehörigkeit – zuletzt als Gutachtenchef und Geschäftsführer der DEKRA Automobil GmbH mit Verantwortung für mehr als 2.500 eigene Sachverständige des Stuttgarter Prüfkonzerns –, oder auch als AudatexChef in Minden (2009 bis 2011). Die heutigen Aktivisten in der Schadenwelt haben noch die meisten seiner gesetzten Impulse in bester Erinnerung: neue Anstöße, die in der Automobil- und Versicherungswirtschaft sowie im SV-Wesen zu Standards bzw. dauerhaften Ankerpunkten wurden und wesentlich seine Handschrift mittragen. Sie einzeln aufzuzählen, wäre hier ein Eulen-nach-Athen-Tragen. Sein Name, sein Netzwerk zu Automobilherstellern, Versicherern, Verbänden und sonstigen Playern der Branche, sein Erfahrungshorizont und die von ihm abgedeckte Themenbandbreite sind sein Kapital, sein „Copyright“: Diplom-Ingenieur Werner von Hebel versteht es, damit sorgsam, sehr gezielt und – wenn nötig – homöopathisch dosiert umzugehen. Top-Auftraggeber aus Assekuranz Dass er nach seinem frei gewählten Ausscheiden aus dem Audatex-/Solera-Kon18/2013 AUTOHAUS SB13H3n16_vonHebel-j_NEUDRUCK-WKP-fz.indd 46 9/13/2013 9:23:21 AM

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SCHADEN-BUSINESS zern im Vorjahr mit einem eigenen Unternehmen in die Branche zurückgekehrt ist, wissen die Insider – und seine ersten großen, namhaften Auftraggeber wie beispielsweise die Versicherer HUK-COBURG, DEVK, VHV und andere. Dieser BranchenWiedereinstieg alleine hat bei denen, die ihn bisher wissentlich mitbekommen haben, für starkes Aufsehen gesorgt. Mit von Hebel ist schließlich kein Anfänger als neuer Wettbewerber und Dienstleister am Start, sondern hier kehrt ein Marktmacher in die Szene zurück, der allenortens einen Bekanntheitsgrad besitzt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Das erste offizielle Interview Offiziell über sein neues, eigenes Unternehmen gesprochen hat Werner von Hebel nun erstmals mit AUTOHAUS. Erkennbar schätzt er nach wie vor das offene Wort, wenn er weiß, dass es richtig verstanden und korrekt damit umgegangen wird. Er legte Wert darauf, dass der weite Ausblick in künftig noch anstehende Projekte, den er AUTOHAUS gab, nicht in Gänze zum jetzigen Zeitpunkt zur Veröffentlichung kommt – schon deswegen, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, Zeit und in unserer hart umkämpften Schadenwelt doch nur mit einem wirklich revoludie es in Bezug auf manche Innovation tionären Konzept? Wie stark sind die Inhalte geben könnte. Diesem Wunsch kommt der gegenständliche und autorisierte Bei- Ihres neuen Unternehmens? trag im Sinne eines fairen und korrekten W. von Hebel: Das Konzept beinhaltet vor allem viele neue, in die Zukunft gerichJournalismus selbstverständlich nach. In dem nachfolgenden Interview wird tete Inhalte, mit denen wir den Markt künftig in manzudem deutlich, chen Bereichen warum ein Mann, Nur gut ausgebildete ganz neu aufder bei DEKRA u n d A u d a t e x Werkstätten und Sachverstän- mischen werden. Davon dürfen Sie deutschlandweit dige haben eine Zukunft. schon heute ausrar gesäte TopWerner von Hebel, gehen. Und Sie FührungspositiGeschäftsführer noxa solutions haben natürlich onen bekleidete, diese wieder aufrecht, zu hintergab, um im Vorjahr – beginnend in klas- fragen, warum ich nach mehr als 30 Jahren sischer Akquise von potenziellen Auftrag- Tätigkeit in allen heute bekannten Seggebern – mit einer eigenen Sachverstän- menten der Kfz-Schadenabwicklung im digenorganisation nochmals ganz neu Mai 2012 mit der noxa solutions GmbH & durchzustarten: Co. KG ein neues Dachunternehmen gegründet habe, unter dem zwischenzeitlich „Werden Markt neu aufmischen“ mit noxa claims, noxa training und noxa AH: Herr von Hebel, mit 51 Jahren haben Sie automotive drei eigenständige FachbeEnde 2011 in Minden einen Job aufgegeben, reiche angedockt sind, welche sich zum der durchaus gut dotiert war. Jetzt sind Sie 53 Nutzen unserer jeweiligen Auftraggeber und verfügen über ein eigenes, stark prospe- selbstverständlich ergänzen. Klare Antrierendes Unternehmen. Das geht in heutiger wort hierzu: Aus meiner Berufserfahrung DIE 3 GESCHÄFTSBEREICHE DER NOXA SOLUTIONS GMBH & CO. KG 1. Der Geschäftsbereich noxa claims beinhaltet sämtliche Prozesse der Schadenkalkulation sowie die Erstellung von Gutachten und Bewertungen bis hin zu einem umfassenden Reporting. Die Leistungen werden neutral und unabhängig erbracht (unter anderem Verzicht auf § 29 StVZO-Prüfungen). 1. noxa training bietet eine ganzheitliche und vollumfängliche fachliche Ausbildung zum fertigen Kfz-Sachverständigen für Freiberufler sowie für Mitarbeiter von SV-Organisationen und Versicherungen. Sämtliche Themen des Schaden- und Versicherungsrechts, Fragen zur Stellung des SV im Markt sowie technische Themen – u. a. neue Reparatur- und Lackiermethoden – bilden Trainingsschwerpunkte. 1. noxa automotive bietet ein umfassendes Consulting und Coaching sowohl für Automobilhersteller, als auch für Marken-Autohäuser. 2. Unterstützung von OEMs und großen Autohäusern bei der Optimierung von Prozessen in den Bereichen Neuwagen, Gebrauchtwagen (Neuwagen- und GebrauchtwagenManagement) sowie Aftersales. 2. Alle Ablaufprozesse, inklusive Restwertund Wiederbeschaffungswert-Ermittlung, laufen per elektronischer Kommunikation. 2. Technische Trainings und Schulungen erfolgen an neuesten Fahrzeugmodellen und praxisgerecht in den Werkstätten des KTD (Kraftfahrzeugtechnische Dienstleistungen) in Calw, mit dem noxa solutions eng zusammenarbeitet. 3. Berücksichtigt werden neueste Reparaturmethoden. Die wirtschaftliche Instandsetzung (I vor E) sowie technisch einwandfreie Lösung nach Herstellervorgaben und mit Originalteilen wird priorisiert. 3. Koordination und Optimierung von parallel laufenden Prozessen und betriebsinternen Schnittstellen zur Steigerung von Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie Renditen. 3. Ausbildung in Schulungsblöcken zu neuesten Werkstoffen, Füge- und Vermessungstechniken, Lackierverfahren und zur Fahrzeugelektronik. 4. Komplett-Management/Gutachtenerstellung für Rückrufaktionen und Handling mit den beteiligten Rückversicherern. 4. noxa claims richtet sich hauptsächlich an Versicherungen, aber auch an Werkstätten und Privatpersonen. 4. Modulares Trainingskonzept für Werkstätten, u. a. zur Weiterbildung von K&L Mitarbeitern auf innovative Reparaturverfahren und rentierliche Reparatur von Segment-IIIund Segment-IV-Fahrzeugen. 18/2013 AUTOHAUS 47 SB13H3n16_vonHebel-j_NEUDRUCK-WKP-fz.indd 47 9/13/2013 9:23:22 AM

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SCHADEN-BUSINESS heraus kannte ich die im Markt vorhandenen Defizite, welche – bezogen auf das Tagesgeschäft – häufig von den jeweiligen Marktteilnehmern beklagt werden, en detail. Und genau hierauf habe ich mich mit der neuen noxa solutions spezialisiert. AH: Wer sind Ihre Auftraggeber? W. von Hebel: Gestatten Sie mir noch eine Ergänzung zu Ihrer Eingangsfrage: Unser Geschäftsmodell noxa claims ist – und das sage ich offen – auch sehr stark auf die Zusammenarbeit mit Versicherern ausgelegt, obgleich es auf diesem Gebiet bereits die eine oder andere SV-Organisation im Markt gibt. Das gilt in allererster Linie für den Bereich der Schadengutachten. Unser erster großer Auftraggeber war von Anfang an die HUK-COBURG. Im November letzten Jahres folgte die DEVK und im April, also vor knapp einem halben Jahr, auch die VHV in Hannover. Eine Reihe weiterer Versicherer ist derzeit mit uns in Gesprächen, nicht zuletzt deshalb, um gegebenenfalls eine Alternative zu bestehenden SV-Dienstleistungs-Organisationen zu schaffen. Für die eine oder andere Assekuranz sind wir in Einzelfällen bereits tätig geworden. Zuweilen wird auch überlegt, eigene Sachverständige teilweise abzubauen, um deren Auftragsvolumina bei uns mit abarbeiten zu lassen. Ulla Lanwer, hier mit noxa-Chef Werner von Hebel, koordiniert als Leiterin der Unternehmensentwicklung unter anderem das gesamte Trainingsprogramm. „Haben keine Erbhöfe angetroffen“ „Präferieren klar die Reparatur“ W. von Hebel: Oder sagen wir es anders: Von noxa solutions wird Top-Qualität, Objektivität und Unabhängigkeit nicht 48 AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n16_vonHebel-j_NEUDRUCK-WKP-fz.indd 48 9/13/2013 9:23:23 AM Fotos: Walter K. Pfauntsch, Logos/Screenshot: noxa solutions AH: Besser kann man sich einen Unternehmensstart doch eigentlich nicht vorstellen, oder? W. von Hebel: Ich müsste jetzt lügen, wenn ich hier das Gegenteil behaupten würde. Aber Sie dürfen mir gerne abnehmen, dass wir nirgendwo „gepachtete Erbhöfe“ antreffen. Wie jeder andere Auftragnehmer müssen wir uns tagtäglich aufs Neue beweisen, werden unsere Gutachten überprüft und verglichen mit denen anderer Organisationen sowie den Rechnungen, welche die Werkstätten nach Abschluss einer Unfallreparatur auf Basis unserer Gutachten erstellen. Die bestmögliche und extrem präzise, also dem Schadensbild auch bei der Instandsetzung gerecht werdende Kalkulation ist letztlich entscheidend. nur erwartet, sondern vorausgesetzt. Aus diesem Grund – und ich glaube, das ist auch ein wesentliches Unterscheidungskriterium unseres Unternehmens zu anderen großen SV-Organisationen im Markt – machen wir definitiv keine einzige Hauptuntersuchung nach Paragraph 29 StVZO. Es gibt damit für unsere SV keinerlei „Angriffsflächen“ für Diskussionen um beispielsweise den vermeintlich lukrativeren Austausch einer Seitenwand. Unbenommen davon halte ich in den meisten Schadenfällen ohnehin das Ausbeulen, also die Instandsetzung, für die wirtschaftlichere Methode. Meist ist sie auch aus technischer und wirtschaftlicher Sicht für den Betrieb und den Geschädigten die bessere Lösung. Dass zudem der Erhalt des Gesamtkarosseriegefüges, wo immer das vom Schadenbild her vertretbar ist, dem Werterhalt des Fahrzeugs nur zuträglich sein kann, muss ich sicher nicht weiter betonen. Die Instandsetzung ist für den K&L Fachbetrieb – alleine schon wegen der immer knapperen Hersteller-Vorgabezeiten für beispielsweise einen Seitenwandersatz – meist deshalb gewinnbringender, da oftmals nurmehr solche Werkstätten mit den AW-Vorgaben zurechtkommen, die aufgrund häufig gleicher Schäden auch die entsprechende Routine besitzen. Das Instandsetzen mit den richtigen Werkzeugen und Methoden ist aus Ertragssicht dagegen umgekehrt proportional für den K&L Betrieb. Dies zeigen wir in unseren Trainings und Schulungen sehr verständlich auf. Credo zum „Upgrade-SV“ AH: Apropos Qualität und neue Fahrzeugtechnologien: Woher kommen eigentlich Ihre Sachverständigen? W. von Hebel: Auch dazu habe ich ein klares Credo: Ich wollte von Anfang an keine fertigen und möglicherweise nur von sich selbst überzeugten Sachverständigen, sondern interessierte Leute vom Fach, die etwas von Technik und vom Automobil verstehen. Diejenigen, die nach einem zugegeben harten Assessment übrig blieben, habe ich anschließend selbst umfassend ausgebildet im Kasko- und Haftpflichtschaden, im Versicherungsrecht und zu weiteren wichtigen Fachund Technikthemen. Für die Schulung neuester Technologien zu KarosserieWerkstoffen, Lackmaterialien, Klebe- und Fügetechniken, Elektronikdiagnose etc. nutzen wir hauptsächlich das KTD in Calw mit seinem Kfz-technischen Dienstleistungsspektrum. Jeder unserer SV weiß außerdem, dass in diesem Beruf ein seriöses Auftreten auch im privaten Bereich zwingend ist. Ich kann also nicht alkoholisiert am Steuer sitzen oder bei Rot über die Ampel fahren und eine Woche später bei einem Richter meine Expertise als Sachverständiger ab-

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SCHADEN-BUSINESS und Technikthemen auch weitere Module mit enthalten, welche sich mit neuesten Fahrzeug- und Instandsetzungstechnologien sowie dem Servicegedanken eines SV, also seinem Auftreten und Verhalten im Schadenumfeld und in der Öffentlichkeit, beschäftigen. Ich denke, dass wir damit ein Ausbildungsmodell geschaffen haben, wie es ein vergleichbares derzeit im Markt nicht geben dürfte. Ähnlich wie unser internetbasiertes Trainingsportal, bei dem man online auch Einzelschulungen buchen kann, sind wir mit noxa training insgesamt bereits sehr gut unterwegs. Über das webbasierte Trainingsportal können bedarfsgerecht Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen belegt werden. Die noxa automotive geben. Unseren Mitarbeitern ist bewusst, dass sie stets die „Augen, Hände und Ohren“ unserer Auftraggeber sind. Darauf lege ich allergrößten Wert. Und natürlich auf eine permanente Weiterbildung. Denn für Sachverständige – wie übrigens auch für Reparaturwerkstätten – gilt: Wer sich künftigen, neuen Instandsetzungsmethoden verschließt, hat in Zeiten eines weltweit wachsenden Schadenmanagements mit Schadensteuerung keine Zukunft. davon werden wir uns aus der Mitte und dem Norden Deutschlands heraus mit weiteren Standorten ausdehnen. Geschäftsbereich noxa claims Firmenname und Philosophie AH: Wie kamen Sie eigentlich auf den Unternehmensnamen noxa solutions und zu Ihrem Logo? W. von Hebel: Der Name ist eine Kombination des lateinischen Begriffes noxa, was übersetzt Schaden heißt, mit dem englischen Wort solutions, also Lösungen. Die neun Quadrate der noxa solutions finden in leichter farblicher Variation auch für unsere drei Geschäftsbereiche Anwendung. Alle Wort-Bild-Marken sind europaweit urheberrechtlich geschützt. Unser Unternehmensslogan, zugegeben leicht abgewandelt zu dem einer bekannten Schokoladenmarke, heißt „Sympathisch, praktisch, gut“. AH: Ihrer Website kann man entnehmen, dass Sie aktuell neben Ihrer Zentrale in Minden bereits fünf feste Standorte in Deutschland unterhalten, die sich in Bielefeld, Erfurt, Gießen, Hamm und Kassel befinden. Wann können Sie Ihre Leistungen bundesweit anbieten? W. von Hebel: Das tun wir aufgrund von Kooperationen mit anderen, überregionalen Partnern bereits heute. Unabhängig 18/2013 AH: Kommen wir zu den drei Geschäftsbereichen und beginnen mit der noxa claims. Was bieten Sie hier an? W. von Hebel: Selbstverständlich auf Basis modernster elektronischer Kommunikationswege, geht es hier um den Bereich Gutachten, mit dem ich bekanntermaßen ja seit mehr als drei Jahrzehnten intensivst befasst bin. Vom Sonder- und Spezial- bis hin zum Schadengutachten bringen wir hier die entsprechenden Informationen zusammen, bewerten das Fahrzeug oder kalkulieren den Unfallschaden mitsamt Rest- und Wiederbeschaffungswert, führen Plausibilitätsprüfungen durch und geben unseren Auftraggebern auch ein umfassendes Reporting. noxa claims liefert schnelle und unkomplizierte Lösungen für alle am Schadenprozess Beteiligten und greift auf anerkannte Kalkulations- und Bewertungsprogramme zurück. AH: Was macht inhaltlich dann noxa automotive? W. von Hebel: Hier verstehen wir uns – wiederum in einem eigenen Geschäftsfeld – als Dienstleister vor allem für Automobilhersteller und große Autohäuser. Begonnen haben wir mit der Optimierung von Prozessen im Neu- und Gebrauchtwagenmanagement sowie im Service. Wir überprüfen und optimieren jedoch auch betriebsinterne Schnittstellen sowie Prozesse, die häufig parallel laufen. Da es darüber hinaus deutschlandweit auf dem freien Markt nicht einmal eine Handvoll an spezialisierten Sachverständigen für Rückrufgutachten gibt, in die meist Rückversicherer direkt involviert sind, bauen wir gerade diesen Bereich ebenfalls bei uns mit auf. Warten Sie hier noch ein paar Monate, dann werde ich Ihnen auch in Sachen noxa automotive noch die eine oder andere interessante Neuigkeit mitteilen können. Wir geben derzeit in allen Geschäftsbereichen richtig Gas! Der Kfz-Sachverständige im künftigen Markt Das „Mehr“ bei noxa training AH: Und noxa training? W. von Hebel: Hier ist ein klarer Schwerpunkt die komplette, also ganzheitliche und umfassende Ausbildung zum KfzSachverständigen. Da Sie heute in aller Regel bei mehreren, unterschiedlichen Dienstleistern einzelne Module buchen müssen, um einen wirklich vollumfänglich ausgebildeten SV zu bekommen, haben wir uns entschieden, hier ein ganz neues Ausbildungsmodul selbst zu entwickeln. Bei diesem sind neben allen relevanten Rechts- AH: Eine letzte, persönliche Frage: Woher nehmen Sie die Motivation und den Ansporn, nochmals ein derartiges Rad anzustoßen? W. von Hebel: Einmal aus dem nachhaltigen Vertrauen, das mir die bisherigen Auftraggeber entgegenbringen. Zum anderen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass gut ausgebildete Kfz-Sachverständige auch morgen und übermorgen noch ihre Daseinsberechtigung im Markt haben werden. AH: Vielen Dank, Herr von Hebel, für dieses Gespräch! AUTOHAUS 49 SB13H3n16_vonHebel-j_NEUDRUCK-WKP-fz.indd 49 9/13/2013 9:23:23 AM

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SCHADEN-BUSINESS Frischer Wind 9. AUTOHAUS-SCHADENFORUM und 22. Oktober wieder – Am 21.des Jahres statt –ist eseinem so weit: In Potsdam findet der Branchentreff mit neu konzipierten Programm. VON SEBASTIAN SCHINHAMMER LESEN SIE HIER... ... über das 9. AUTOHAUS-Schadenforum und das vor allem auf Werkstätten abgestimmte Programm. as 9. AUTOHAUS-Schadenforum markiert wieder einmal die Speerspitze des Veranstaltungskalenders der Schadenbranche. Am 21. und 22. Oktober werden sich rund 600 Gäste und 60 Aussteller in Postdam einfinden. Dieses Jahr wurde das Programm etwas geändert, um noch mehr den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmer entgegenkommen zu können (siehe Seite 37). Besonders die Werkstätten finden ein reichhaltiges Angebot an interessanten und spannenden Vorträgen, das zu Diskussionen anregt und die neuesten Entwicklungen der Schadenwelt 50 vermittelt. Die Anmeldung zum Kongress ist unter www.autohaus-akademie.de möglich. Da die Hotel-Kapazitäten begrenzt sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig zu reservieren. Das Team um AUTOHAUS-SchadenBusiness-Chefredakteur Walter K. Pfauntsch erwartet Sie mit spannenden Themen und Top-Referenten. Thorsten Fiedler, Vorstandsvorsitzender der Eurogarant AutoService AG: „Die EurogarantAutoService AG freut sich auf Potsdam, weil man dort vor, während und nach der Veranstaltung die Möglichkeit hat, sich mit einer Vielzahl von Geschäftspartnern, Kunden und Verantwortungsträgern auf hohem Niveau auszutauschen. Mittlerweile kennt man sich untereinander und zusätzlich zu den geschäftlichen Gesprächen haben sich auch viele private Thorsten Fiedler, Vorstandsvorsitzender der Eurogarant AutoService AG und freundschaftliche Kontakte entwickelt. Das Rahmenprogramm aus informativen Vorträgen, topaktueller Moderation und die vielen Aussteller sind Garanten für eine immer wieder lohnende Veranstaltung.“ 18/2013 AUTOHAUS SB13n17-SchadenforumWKP-j.indd 50 9/11/2013 10:15:21 AM Fotos: Presse + PR Pfauntsch

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SCHADEN-BUSINESS 1 Wie schon im Vorjahr wartet das 9. AUTOHAUS-Schadenforum wieder mit einem spannenden Vortragsprogramm auf. Rund 600 Gäste werden erwartet. 2 Die Fachausstellung wird von den Teilnehmern gerne als Informationsbörse und zum Knüpfen neuer Kontakte genutzt. 3 Beim Gala-Abend, der immer am ersten Tag des Forums stattfindet, wird der Kabarettist Thomas Schreckenberger auftreten und für beste Unterhaltung sorgen. 4 Ein großes Thema am 21. und 22. Oktober ist auch die Reparatur von Carbonteilen am Auto: Aktuelles Beispiel dafür ist der erst kürzlich vorgestellte BMW i3. Michael Reitz, Leiter Flottenund Unfallschadenmanagement bei Opel ter anderer Marken und Werkstattnetzwerke, führende K&L Betriebe – letztes Jahr waren auch mehrere Opel-Betriebe unter den Teilnehmern – und die Versicherungen: Alle sind vor Ort. Besonders wertvoll empfinde ich die Impulse, die direkt von den K&L Betrieben kommen. Wir werden wieder mit einem Stand vertreten sein (Anm. d. Red.: Opel Unfall Profis) und freuen uns auf gute Gespräche.“ Stephan Paschke, Internationaler Vertrieb bei der Carbon GmbH: „Ich werde jetzt zum fünften Mal auf das Schadenforum kommen. Auf keiner sonstigen Veranstaltung in der Branche kann ich mehr Kontakte knüpfen und Kunden für unsere Produkte begeistern. Besonders spannend ist die heterogene Zusammensetzung der Teilnehmergruppen. Nirgendwo sonst gibt es eine so hochkarätige Mischung aus führenden Vertretern der Versicherungsund Automobilwirtschaft sowie Vertretern von Autohäusern und Werkstätten. Mein Fazit: Das Schadenforum ist der beste Marktplatz der Branche.“ ■ Stephan Paschke, Internationaler Vertrieb bei der Carbon GmbH Michael Reitz, Leiter Flotten- und Unfallschadenmanagement der Adam Opel AG: „Nirgends sonst kann man so gut Netzwerkkontakte quer zu allen Akteuren aufbauen sowie Erfahrungen und Einschätzungen austauschen. Dienstleister, Vertre18/2013 AUTOHAUS 51 SB13n17-SchadenforumWKP-j.indd 51 9/11/2013 10:15:36 AM

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SCHADEN-BUSINESS Gut beraten GEBRAUCHTWAGENMANAGEMENT VON SEBASTIAN SCHINHAMMER TÜV NORD –optimiert – hat beim Volkswagen Zentrum Osnabrück zahlreiche Prozesse mit nachhaltigem Erfolg. stützung dehnte er die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit TÜV NORD im Bereich der Hauptuntersuchungen auf den Gebrauchtwagenbereich aus: Mit Mario Deja befindet sich ein Schaden- und Wertgutachter in Vollzeit auf dem Gelände des Autohauses und bewertet eingehende Gebrauchtwagen, Ankäufe und Leasing-Rückläufer an einem eigens für ihn eingerichteten, 30.000 Euro teuren Arbeitsplatz mitsamt moderner Hebebühne. „Die Investition hatte sich bereits nach vier Monaten amortisiert“, freut sich Bronner. Fünf bis sechs Gebrauchtfahrzeuge bewertet Deja täglich transparent und objektiv. „Es macht schon einen anderen Eindruck auf die Kunden, wenn jemand vom TÜV das Auto unter die Lupe nimmt und bestimmte Schäden feststellt“, so Deja. „Die Kunden können darauf vertrauen, dass sie nicht übervorteilt werden, und sie haben die Möglichkeit, sich von mir alles genau zeigen zu lassen. So schaffen wir Transparenz, Vertrauen und Zufriedenheit.“ „Außer der steigenden Kundenzufriedenheit bietet uns dieser Service auch die Chance, Geld zu sparen“, sagt Bronner. Der „Fensterblick“ des Verkäufers wird durch eine detaillierte, 60- bis 90-minütige Inspektion eines TÜV-Fachmann ersetzt. „Dadurch sinkt das Risiko erheblich, mit dem Gebrauchtwagen Verluste durch nicht entdeckte Schäden zu machen.“ LESEN SIE HIER... ... wie im Volkswagen Zentrum Osnabrück Standzeiten gesenkt, Bewertungen vereinfacht und der Deckungsbeitrag gesteigert wurden. inter dem Volkswagen Zentrum Osnabrück liegt ein erfolgreiches Jahr mit beeindruckenden Fakten: Senkung der Standzeit 1 auf zwölf Tage, Steigerung des Deckungsbeitrags III auf Spitzenniveau im Vergleich zu den Top100Händlern, durchschnittlicher Gebrauchtwagen-Bruttogewinn von 8,2 Prozent, aktiver Wagenbestand von über 90 Prozent, weniger Diskussion bei detaillierteren Bewertungen gebrauchter und geleaster Fahrzeuge, höhere Kundenzufriedenheit durch mehr Transparenz – so lautet die Ergebnisbilanz der Umstrukturierungsmaßnahmen des Gebrauchtwagenmanagements nach zwölf Monaten Zusammenarbeit mit TÜV NORD Mobilität. „Mit der Software Alpha Controller alles im Griff“ Nach vier Monaten amortisiert „Mit Gebrauchtwagen kann man Geld verdienen“, lautet die Devise, unter der Geschäftsführer Ingo Bronner die Veränderungen im Gebrauchtwagen- und Leasingrückläufer-Management im September 2012 begonnen hat. Zur Unter52 Gutachten spart Geld Mit Übernahme der Gutachten von TÜV NORD Mobilität ist auch der Gesprächsbedarf bei der Bewertung von Schäden – vor allem bei Firmenkunden mit eigenen Flotten – deutlich seltener geworden. Begleitet von Deja und dessen Chef Dieter Reher, dem Leiter der TÜV NORDRegion Osnabrück Emsland, führte Ingo Bronner auch eine umfassende Prozessoptimierung durch, in deren Fokus die Software des Alpha Controllers steht. „Das System des Alpha Controllers haben wir auf Empfehlung von TÜV NORD Mobilität eingeführt und sind damit sehr zufrieden“, erklärt Bronner. Bei dem Controller handelt es sich um eine Software, die auf Computern, Pads und Smartphones läuft und den Prozess des Gebrauchtwagen-Managements koordiniert. „Ein Kunde kommt zum Verkäufer und möchte seinen Wagen in Zahlung geben“, beginnt Bronner die Erklärung eines beispielhaften Ablaufes: „Der Verkäufer nimmt nun im Gespräch mit dem Kunden die klassische DAT-Bewertung 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n19-TÜV NordWKP-j.indd 52 9/10/2013 3:15:56 PM Fotos: TÜV NORD

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SCHADEN-BUSINESS 1 Erfolgreiche Kooperation des Volkswagen Zentrums Osnabrück mit TÜV NORD beim GebrauchtwagenManagement: Zahlreiche Prozesse konnten binnen Jahresfrist optimiert werden. 2 Mario Deja arbeitet als Schaden- und Wertgutachter des TÜV NORD in Vollzeit beim Volkswagen Zentrum Osnabrück. 3 Mit der Software Alpha Controller läuft das Gebrauchtwagen-Management wie aus einem Guss: Lauffähig ist das Produkt auf Computern, Pads und Smartphones – so findet jeder Nutzer seine individuell präferierte Anwendungslösung. vor und gibt direkt einen Bewertungsauftrag an Herrn Deja, der sich das Fahrzeug direkt auf die Bühne holt und begutachtet.“ Der TÜV-Gutachter identifiziert die wertmindernden Faktoren, markiert sie mit Klebepfeilen und fotografiert sie. „Anschließend werden die Bilder sowie die Schäden im Alpha Controller hochgeladen und an die GebrauchtwagenVerkäufer weitergegeben“, so Reher. Dort wird entschieden, welche Mängel behoben werden müssen und zu welchem Preis das Fahrzeug weiterverkauft werden kann. Die gesammelten Informationen gehen an den Verkäufer, der nun eine solide Verhandlungsbasis für das Kundengespräch hat. Über den Alpha Controller hat der Verkäufer auch die Möglichkeit, dem Kunden die Fotos von den Schäden zu zeigen, sollte er bei der Bewertung durch Deja nicht anwesend gewesen sein oder noch Zweifel an bestimmten Entscheidungen haben. Blick: die letzte Bewertung, die Historie des Fahrzeugs im Autohaus, den aktuellen Status und die verantwortlichen Personen“, so Bronner. Ist der Wagen vom Autohaus übernommen, kann der TÜV-Gutachter die Reparaturaufträge über den Controller direkt an die hauseigene oder eine externe Werkstatt weiterleiten. „Je nach Schaden ist es manchmal günstiger, den Auftrag an externe Dienstleister rauszugeben, um die eigenen Kapazitäten für wirtschaftlich attraktivere Aufgaben einzusetzen“, ergänzt Bronner. Damit Verkäufer, Bewerter und Mechaniker immer wissen, wo sich das Fahrzeug befindet, hat Bronner den Hof des Autohauses neu strukturiert sowie Stellplatznummern und QR-Codes eingeführt. Alles natürlich steuerbar über den Alpha Controller. „Das war zwar etwas Aufwand, aber wir ,verlieren‘ keine Fahrzeuge mehr. Der Hof ist aufgeräumter und man muss nicht mehr mit der Fernbedienung in der Hand auf einem Gelände mit 300 Fahrzeugen suchen.“ Auch Timings können nun besser überwacht und die Standzeit 1 somit verkürzt werden. „Da alle Stationen im System den aktuellen Status jedes Fahrzeugs vermerken müssen, wissen wir immer genau, ob es irgendwo hakt, können also mögliche Fehler suchen und beheben“, erklärt Ingo Bronner. Messbare Erfolge Mehr Übersicht auf dem Hof des Autohauses Ähnlich verhält es sich bei Leasingrückläufern, bei denen der Fahrzeugwert entsprechend der vorgegebenen Berechnungen leicht bestimmt werden kann. „Durch die Software haben wir alle wichtigen Informationen zu dem Fahrzeug auf einen 18/2013 Vom Ergebnis her sind die Veränderungen für das VW-Zentrum nach einem Jahr deutlich spürbar: „Das Bewertungsverfahren durch den TÜV genießt ein höheres Vertrauen bei den Kunden und ist immer transparent und verständlich. Dadurch konnten wir unsere Kundenzufriedenheit weiter steigern“, so Bronner. „Die Prozessoptimierung hilft den Kollegen, ihre Arbeit mit der leicht bedienbaren Software besser zu strukturieren, und hat messbare Erfolge zu vermelden: Die Investitionen hatten sich schon nach den ersten vier Monaten amortisiert. Durch Auslagerung kleinerer Reparaturarbeiten kann die Werkstatt zudem externe Aufträge annehmen, unser DB-III-Ergebnis ist im Vergleich zu den Top100-VW-Händlern auf Spitzenniveau, der durchschnittliche Bruttogewinn bei Gebrauchtwagen liegt bei stolzen 8,2 Prozent, die Standzeit 1 konnte auf zwölf Tage gesenkt und der aktive Bestand der Gebrauchtwagen von 50 auf über 90 Prozent gesteigert werden.“ Zahlen, die sich in der Starke-Gruppe herumgesprochen haben. Seit dem 1. August 2013 unterstützt TÜV NORD Mobilität zusammen mit dem Alpha Controller ganz aktuell nun auch das Osnabrücker AudiZentrum mit den gleichen Bausteinen zum Gebrauchtwagenmanagement. ■ AUTOHAUS 53 SB13H3n19-TÜV NordWKP-j.indd 53 9/10/2013 3:16:00 PM

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SCHADEN-BUSINESS PRÜFJUBILÄUM Schulbus-Check 2013 1,25 Millionen Schüler sind in BadenWürttemberg täglich mit dem ÖPNV unterwegs. Verkehrsmittel Nummer eins ist dabei der Bus. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung setzt gemeinsam mit Busunternehmen ein Zeichen in Sachen Schulbussicherheit und führte vor Schulbeginn freiwillige, zusätzliche Schulbus-Checks durch. Im Rahmen der landesweiten Aktion nahmen die Prüfer des GTÜ-Partners, dem Albstädter Ingenieurbüro Götz, insgesamt 21 Schulbusse des Balinger Unternehmens Gebr. Maas unter die Lupe: Überprüft wurden unter anderem die Reversier-Einrichtung der Türen, 50-millionste HU Jubiläum bei der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung: Im Juli hatte die Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation die 50-millionste Fahrzeug-Hauptuntersuchung durchgeführt. Damit habe die GTÜ rein statistisch gesehen den gesamten Fahrzeugbestand auf Deutschlands Straßen mehr als einmal unter die Lupe genommen, bilanzierte Geschäftsführer Rainer de GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi (l.) und Technischer Leiter Biasi. Im November 1990 Rainer Süßbier (r.), zusammen mit Egon Schäfer, der am 26. Nowurde von einem GTÜ- vember 1990 als freiberuflicher Prüfingenieur die erste HauptPrüfingenieur die erste untersuchung für die GTÜ durchführte und anschließend auch die amtliche Plakette nach ei- erste von heute 50 Millionen HU-Plaketten für „seine“ Organisation klebte. ner bestandenen Hauptuntersuchung (HU) erteilt. Dies war zugleich die erste HU, die von nehmen mit vier Millionen Hauptuntereinem freiberuflichen Sachverständigen suchungen. Neben der amtlichen Fahrzeugdurchgeführt wurde, und bedeutete das untersuchung, diversen Kfz-DienstleisEnde des bis dahin existenten Prüfmono- tungen und dem Oldtimerservice zählt pols der Überwachungsorganisationen zum Portfolio der GTÜ auch der Technische Dienst, der Gutachten zur Typ- und TÜV und DEKRA. Aktuell liegt der HUAnteil der GTÜ bei rund 15 Prozent. Für Einzelgenehmigung von Neufahrzeugen das Gesamtjahr 2013 rechnet das Unter- und Fahrzeugteilen erstellt. wkp die das Einklemmen von Personen und Gepäck verhindert, ferner die Bremsen, Halteeinrichtungen, Beleuchtungen, Spiegel und die Sichtbereiche des Fahrers. Vom Ergebnis her waren alle Busse technisch in einwandfreiem Zustand und geeignet, Schülern einen sicheren und bequemen Schulweg zu gewährleisten. Ziel der bundesweiten Sicherheitspartnerschaft „Schulbus-Check 2013“ zwischen Prüforganisationen wie der GTÜ und dem Verband der Württembergischen Omnibusunternehmen WBO ist es, den Bus als sicheres und bequemes Beförderungsmittel ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Die Prüfer bestätigten bei den freiwilligen „Schulbus-Checks“ die Statistik, die den Bus als sicherstes Straßenverkehrsmittel ausweist. Die Beförderung von Schulkindern findet zu 95 Prozent innerhalb des regulären ÖPNV statt. Insgesamt werden in Baden-Württemberg von mehr als 600 Betrieben rund 5.000 Busse zur Personenbeförderung eingesetzt. (lk) GTÜ AUF DER IAA „Mehr Service für Sicherheit“ Auch dieses Jahr präsentierte sich die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Vom 12. bis 22. September erhielten die Messebesucher von den Experten der Prüf- und Sachverständigenorganisation Informationen und Tipps rund um die Fahrzeugsicherheit. Zentrale Themen waren neben der amtlichen Fahrzeuguntersuchung Unfall-, Wert- und Oldtimergutachten, Typ- und Einzelgenehmigung, der GTÜ-Werkstatttest sowie das Gebrauchtwagenmanagement. Als Full-ServiceDienstleister für Autohäuser und KfzBetriebe informierte die Stuttgarter Organisation zudem über ihre Produkte und Services. Dazu gehören beispielsweise das neue Werkstattportal, die Online-Marktwertanalyse für Oldtimer und Anlagensicherheit, aber auch individuelle Erfolgslösungen: so etwa der Qualitätscheck für Services von Kfz-Betrieben, die QM-Zertifizierung, die Beratung zum Umweltschutz und das GTÜ-Umweltsiegel. Spezielle Aktionen für Autofahrer am Stand ergänzten den Messeauftritt. Darüber hinaus stellte die GTÜ auf der Pressekonferenz am 10. September (1. IAA-Pressetag) ihre aktuelle Mängelstatistik für Pkw sowie den neuen GTÜGebrauchtwagenreport vor. Mehr dazu lesen Sie in unserer Jahresausgabe AUTOHAUS-Kfz Assekuranz, die pünktlich zum diesjährigen AUTOHAUS-Schadenforum am 21. Oktober erscheint. lk 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n18-GTUE-SHWKP-j.indd 54 9/11/2013 2:10:20 PM Fotos: GTÜ

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SCHADEN-BUSINESS Geschichte auf Rädern bei historischen Fahrzeugen ist das Know-how – Geradedie speziellen Herausforderungen technisch von Experten gefragt, um OLDTIMER einwandfrei lösen zu können. VON SIMONE HEIN LESEN SIE HIER... ... wie TÜV SÜD Werkstätten, die sich auf Oldtimer spezialisiert haben, durch seine Dienstleistungen unterstützen kann. Oldtimer und Youngtimer bis hin zur klassischen Hauptuntersuchung. Einzigartiges Oldtimer-Archiv TÜV SÜD kann als traditionsreiches Unternehmen in Sachen Oldtimer auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen. utohäuser können sich durch Kompetenzen rund um Old- und Youngtimer besonders qualifizieren. Für Werkstätten, die sich auf klassische Automobile spezialisiert haben, sind hieb- und stichfeste Informationen zum Thema Originalität und Restauration Gold wert. TÜV SÜD ClassiC unterstützt gewerbliche Kunden mit einer breiten Palette an Dienstleistungen. Traditionsreiches Wissen 1910 gründete der Stuttgarter Dampfkessel-Revisionsverein, ein Vorläufer von TÜV SÜD, eine Spezialabteilung zur „Prüfung von Fahrzeugen und deren Führern“. So kümmert sich TÜV SÜD seit mehr als 100 Jahren um sichere Autos. 18/2013 Ob Horch 853, DKW 1000 S, MercedesBenz Pagode oder ein Exot vom Typ De Tomaso Pantera: Die Fachleute von TÜV SÜD haben die meisten Oldtimer bereits auf der Prüfgasse begleitet, kennen also die Stärken und Schwächen, den Originalzustand und alle zeitgemäßen Umbauten und Varianten. „Unsere Experten sind in der Old- und Youngtimerwelt zu Hause und damit ideale Ansprechpartner für Autohäuser und Werkstätten“, sagt Gerhard Gloeckner, Projektleiter ClassiC bei der TÜV SÜD Auto Service GmbH. Das Leistungsspektrum reiche vom qualifizierten Oldtimer-Gutachten als Vor-aussetzung für ein H-Kennzeichen über Änderungs- und Vollgutachten, Wert- und Wiederaufbaugutachten für Ein weiterer wichtiger Baustein, der sowohl für private als auch für gewerbliche Kunden von großem Nutzen ist: Die Oldtimer-Experten von TÜV SÜD ClassiC führen laut eigener Aussage ein einzigartiges Archiv mit einer unerschöpflichen Datenmenge und Informationen zu historischen Fahrzeugen – in einer Datenbank sowie als analoge Sammlung. „Die Datenblätter liefern zu fast jedem Fahrzeugmodell die relevanten Herstellerangaben und Fakten für Restauration und Wiederaufbau“, erklärt Gloeckner. Aus diesem Grund sei es auch möglich, dem Kunden vor dem Kauf eine individuelle Begutachtung von Fahrzeugen durch die Oldtimer-Experten anzubieten. Damit könnten beispielsweise Nachbauten identifiziert werden, die „als hochpreisiges ,Originalfahrzeug‘ mit zweifelhaftem Erstzulassungsdatum angeboten werden“, so Gloeckner weiter. Autohäuser und Werkstätten, die Oldtimer-Experten von TÜV SÜD ClassiC einbinden, könnten damit ihre Kompetenz als ein Alleinstellungsmerkmal im Oldtimer- und Youngtimer-Segment weiter schärfen und sich zusätzliche Marktanteile in einem kontinuierlich wachsenden Geschäftsfeld sichern. Auch auf der IAA vom 12. bis 22. September in Frankfurt am Main standen Old- und Youngtimer als ein Teil der „Connected Services“ bei TÜV SÜD im Mittelpunkt. ■ Fotos: TÜV SÜD AUTOHAUS 55 SB13H3n21-TUV SUD-SHWKP-j.indd 55 9/10/2013 9:55:58 AM

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SCHADEN-BUSINESS Helm- und Schutzpflicht – Wer beim Lackieren nicht auf Schutzkleidung achtet, kann große Probleme gesundheitlicher Art bekommen. Auch Arbeitgeber GESUNDHEIT sollten darauf ein Auge haben, sonst können rechtliche Schritte drohen. EIN F&E-GASTBEITRAG VON DR. EWALD SCHMON Gehirn Augen Mund Nase Knochenmark Leber Niere Magen ei der spritztechnischen Verarbeitung von Farben und Lacken entstehen Gase und Dämpfe mit gesundheitsschädlichen Partikeln, die zum Teil ungehemmt in den menschlichen Organismus eingetragen werden und diesen nachweislich irreversibel schädigen können. Obwohl die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften eindeutige Anforderungen auf die anzuwendenden Schutzmaßnahmen geben, wird dieses Thema in Industrie und Handwerk zum Teil nicht immer ernst genommen. Es entstehen dabei Gesundheits- und Haftungsrisiken, denen sich in den meisten Fällen weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer bewusst ist. Im Nachhinein kann dies den Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer sehr viel Geld – und die Gesundheit – kosten. zeptabel. Oft wird auch argumentiert, dass nur zwei Stunden pro Tag lackiert würde und damit eine Gefährdung nicht vorhanden wäre. Die Messungen der Berufsgenossenschaften, die arbeitsmedizinischen Untersuchungen und die langjährigen Erfahrungen sprechen hier allerdings eine ganz andere Sprache. Wie die Abbildung links zeigt, werden nahezu alle Bereiche des menschlichen Körpers durch die bei der Verarbeitung von Farben und Lacken entstehenden Stäube und Dämpfe in Mitleidenschaft gezogen. Die Bereiche des Körpers mit hohem Nervengewebeanteil wie das Gehirn und das Knochenmark, aber auch Samen- bzw. Eizellen, Fötus usw. sind in Bezug auf eine nachhaltige Schädigung besonders gefährdet. Vor allem beim Spritzlackieren entstehen feinste Aerosole, die in die engsten Verästelungen der Lunge eingeatmet werden und von dort direkt in den Blutkreislauf gelangen. Dem Schutz der Lunge kommt eine entscheidende Bedeutung zu, da die Oberfläche der Lungenbläschen beim Einatmen ca. 100 m2 einnimmt und der Luftaustausch dort sehr intensiv erfolgt. Auch über die Haut, einem weiteren „Atmungsorgan“ mit großer Oberfläche und damit Kontaktstelle zu den Schadstoffen, werden z. B. Lösemittel sehr schnell aufgenommen und gelangen in den Blutkreislauf. Besonders bei Wasserlacken erfolgt eine rasche Aufnahme der Schadstoffe über die Augen, wenn diese ungeschützt dem Farb- oder Lacknebel ausgesetzt werden. Welche Organe sind betroffen? Samen- bzw. Eizellen und Fötus Fehlende Schutzmaßnahmen Muskeln Nerven Bereiche des menschlichen Körpers, die besonders durch Farb- und Lacknebel geschädigt werden. Die Gefahren, die beim Verarbeiten von Lacken von Farbpartikeln, Isocyanaten und organischen Lösungsmitteln ausgehen, werden auch heute oft noch weitgehend unterschätzt bzw. sind gar nicht bekannt. Dies liegt offenbar daran, dass sich die Gesundheitsschäden in aller Regel erst nach 10 bis 15 Jahren bemerkbar machen; für Gegenmaßnahmen ist es dann jedoch zu spät – die Schäden sind irreparabel –, unabhängig davon, ob lösemittelhaltige oder sogenannte Wasserlacke eingesetzt werden: Die Atemschutzgeräte werden oft nicht regelmäßig oder nicht in geeigneter Form getragen. Auch werden bei der Nutzung dieser Geräte hygienische Grundsätze missachtet und sie werden unsachgemäß gewartet. Die von den Anwendern angeführten Gründe sind vielschichtig und reichen von der Verleugnung einer Gefährdung bis hin zur Aussage, die Arbeitsbehinderung durch den Atemschutz wäre erheblich und damit nicht ak- Wovor muss man sich schützen? Farb- und Lacknebel entstehen in hohen Konzentrationen vor allem beim Spritzlackieren. Beim Überkopflackieren oder 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n66 - SATA3 NEUWKP-j.indd 56 9/11/2013 1:21:51 PM Fotos/Grafiken: SATA, Walter K. Pfauntsch

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Sikkens präsentiert Ian Bates Lackierer McLaren Lackierwerkstatt “Unser Job ist es, die Konkurrenz abzuhängen. Mit diesem powervollen System erreichen Sie als Erster das perfekte Finish” WWW.SIKKENSVR.COM SB13H3n66 - SATA3 NEUWKP-j.indd 57 Hier geht’s zum neuen Trailer: 9/11/2013 1:21:51 PM

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SCHADEN-BUSINESS Vermeidung von Hautirritationen durch Reinigung vor jedem Maskeneinsatz Lackieren von komplexen Bauteilen, die zu einem Rückprall des Farbnebels führen, entstehen hohe Belastungen für den Lackierer. Aber nicht nur beim Spritzlackieren, sondern auch beim Mischen von Farben und Lacken, dem Schleifen der Oberflächenschichten usw. entstehen gesundheitliche Belastungen. Quellen gesundheitlicher Belastungen beim Verarbeiten von Farben und Lacken sind zum Beispiel Dämpfe, Isocyanate, Staubpartikel und Lärm. Ausreichender Gesundheitsschutz (Augen-, Atem- und Hautschutz) ist deshalb nicht nur in der Lackierkabine erforderlich. Er beginnt bereits bei den Vorarbeiten, wie z. B. dem Schleifen oder beim Anrühren des Lackes, und endet mit Abschluss der Lackierpistolenreinigung! Geschützt werden sollten nicht nur die Lunge und Augen, sondern auch die Haut und die Haare. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers, durch das dieser Dämpfe und Flüssigkeiten aufnimmt. Daher ist unbedingt ein geeigneter Lackieranzug und Lackiererkopfschutz zu tragen! Der Lackieranzug muss alle behördlichen Anforderungen wie antistatische Eigenschaften, selbstverlöschend usw. erfüllen. schutz bei der Verarbeitung von Farben und Lacken getragen. Der Unternehmer muss nach §19 (2) Abs. 2 und §7 GefStoffV eine Risikoanalyse an den Arbeitsplätzen durchführen, ein geeignetes Schutzmaßnahmenkonzept schriftlich festlegen und dies den Arbeit- nehmern bekannt machen. Zur Abwehr von ggf. späteren Ansprüchen der Arbeitnehmer muss er sich diese Bekanntmachung schriftlich bestätigen lassen. Die Unterweisung und Bestätigung ist jährlich zu wiederholen. Wenn sich die Bedingungen am Arbeitsplatz verändern – z. B. die Art der Be- und Entlüftung, die eingesetzten Farben und Lacke, die Art der Arbeit usw. –, ist die Risikoanalyse zu überarbeiten. Ferner sind ausreichende Schutzmaßnahmen festzulegen und diese dokumentiert umzusetzen. Auch muss der Unternehmer die Wirksamkeit der getroffenen Schutzmaßnahmen überwachen. Hilfreich ist es, in diesem Zusammenhang eine Betriebsanweisung für die Arbeitsstätte zu erstellen, in der das Schutzmaßnahmenkonzept festgeschrieben ist. Ergänzend zur persönlichen Belehrung ist die Anweisung auch im Bereich des Arbeitsplatzes für alle sichtbar auszuhängen. (Übersicht der wesentlichen Vorschriften: siehe Kasten) Haftungsrisiken Nach den Paragraphen 7 u. a. der GefStoffV muss der Arbeitgeber die vorgesehenen Schutzausrüstungen zur Verfügung stellen QUELLEN GESUNDHEITLICHER BELASTUNG Quellen gesundheitlicher Belastungen beim Verarbeiten von Farben und Lacken Dämpfe Isocyanate Staubpartikel Lärm Lösemittel- oder Styroldämpfe, Lackaerosole, Dämpfe aus wasserbasierenden Lacken Bestandteile aus verschiedenen Härterkomponenten Lacknebel, Schleifstaub, Metallstäube, Holzstaub, Schwermetallpartikel Exzenterschleifer, Ausblasedüsen, Maschinenlärm, etc. PFLICHTEN VON UNTERNEHMERN, ARBEITNEHMERN / VERSICHERTEN Pflichten des Unternehmers Pflichten des Arbeitnehmers / Versicherten Der Unternehmer hat den Versicherten Atemschutzgeräte (qualifizierten Atemschutz) grundsätzlich zu ihrer persönlichen Benutzung zur Verfügung zu stellen (Arbeitsplatz-Risikoanalyse); BGR 500/231/190/GefStoffV §7. Er trägt die Verantwortung dafür, dass die Arbeitnehmer vor Erstbenutzung, dann nach Bedarf, jedoch mindestens einmal jährlich eine theoretische Ausbildung und praktische Übung im Umgang und Einsatz der Atemschutzgeräte erhalten (Dokumentation ist erforderlich); BGR 500/231/190. Er hat für eine Lagermöglichkeit zu sorgen, mit der die Atemschutzgeräte vor Schmutz, Öl, Sonnenlicht, extremer Hitze und Kälte, übermäßiger Feuchte und schädlichen Chemikalien in gesonderten Räumen oder in geeigneten Behältern geschützt werden; BGR 190. Bei Bedarf Anordnung von arbeitsmedizinischen Vor- und Nachsorgeuntersuchungen; G 26. Der Arbeitnehmer muss seine persönliche Atemschutzmaske/-haube verwenden; BGR 500/231/190/GefStoffV §7 Abs. 5. Er hat dafür zu sorgen, dass Filterpatronen und Atemventilscheiben innerhalb vorgegebener Wechselintervalle laut Bedienungsanleitung gereinigt bzw. desinfiziert oder ersetzt bzw. erneuert (z. B. Filterwechsel) werden; BGR 500/231/190. Er hat diese Lagermöglichkeiten zu nutzen; BGR 190. Gesetzliche und behördliche Vorschriften Obwohl eine Vielzahl von gesetzlichen und behördlichen Vorschriften persönliche Schutzausrüstungen zwingend vorschreiben, werden diese in der Praxis oft nicht beachtet. So wird zum Beispiel kein Atemschutz oder ein ungeeigneter Atem58 Teilnahme an den arbeitsmedizinischen Vor- und Nachsorgeuntersuchungen; G 26. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n66 - SATA3 NEUWKP-j.indd 58 9/11/2013 1:21:53 PM

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SCHADEN-BUSINESS WESENTLICHE VORSCHRIFTEN ■ GefStoffV (Gefahrstoffverordnung): Verordnung zum Schutz vor Stand April 2004 gefährlichen Stoffen, Stand 2010, www.gefahrstoffverordnung.com ■ BGR 190 (früher ZH 1/701): Benutzung von Atemschutzgeräten, ■ BGR 231: Schutzmaßnahmenkonzept für Lackierarbeiten, Stand Januar 2006, http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/bgr231.pdf ■ BGR 500: Betreiben von Arbeitsmitteln; aktualisierte Fassung April 2008 und der Arbeitnehmer muss diese tragen. Der Unternehmer muss dafür Sorge tragen, dass die Schutzausrüstungen, z. B. das Atemschutzgerät, an einem sicheren Ort sachgerecht aufbewahrt, die Schutzeinrichtungen vor Gebrauch geprüft und gereinigt sowie nur in gebrauchsfertigem Zustand eingesetzt werden. Er muss damit auch für den rechtzeitigen Filterwechsel, den Wechsel von Hygieneeinsätzen etc. sorgen. Das heißt, er muss die benötigten Ersatzteile rechtzeitig und in ausreichender Zahl zur Verfügung stellen. Kommt der Arbeitgeber seinen Unternehmerpflichten aus der Gefahrstoffverordnung und den BGR Regeln nicht nach, oder ist es ihm nicht möglich, einen lückenlosen Beweis darüber zu führen, dass er seinen Unternehmerpflichten nachgekommen ist, so kann er im Entschädigungsfall – Gesundheitsprobleme eines Arbeitnehmers aufgrund seiner Tätigkeit – auch viele Jahre später in Regress genommen werden. Wenn der Arbeitnehmer trotz mehrfacher Ermahnung seinen Pflichten, zum Beispiel zum Tragen der Atemschutzhaube, nicht nachkommt, kann dies zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung führen. Darüber hinaus können im Entschädigungsfall Leistungen erheblich reduziert werden. Die Pflicht der Durchsetzung und gegebenenfalls der Dokumentation derartiger Vorfälle liegt wiederum beim Arbeitgeber. Schutzmaßnahmenkonzept für Lackierarbeiten (BGR 231) Für alle Arbeitsplätze, an denen Spritzlackierarbeiten durchgeführt werden, gilt die BGR 231 „Schutzmaßnahmenkonzept für Spritzlackierarbeiten“. Sie sorgt für mehr Klarheit in der Werkstatt, da die bisherigen Vorschriften keine eindeutige Regelung enthielten. Sie bietet dem Arbeitgeber jetzt eine praxisnahe Hilfestellung bei 18/2013 Der richtige Luftdruck und eine ausreichende Menge an Frischluft sind die Grundlage für umgebungsluftunabhängige Atemschutzgeräte. AUTOHAUS 59 SB13H3n66 - SATA3 NEUWKP-j.indd 59 9/11/2013 1:21:58 PM

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SCHADEN-BUSINESS ABLAUFSCHEMA ZUR AUSWAHL DER TECHNISCHEN LÜFTUNG UND ABLAUFSCHEMA DER ATEMSCHUTZGERÄTE BEI SPRITZLACKIERARBEITEN SPRITZLACKIERARBEITEN Maßnahmen gemäß VSK bzw. Branchenregelung VSK bzw. Branchenregelung vorhanden? nein Bei geringer Lackmenge < 0,5 kg/Schicht Spritzwand oder zusätzliche organisatorische Maßnahmen SPRITZKABINE SPRITZSTAND Keine Gefährdung? lackaerosole < Bestimmungsgrenze Bewertungsindex TRGS 403 < 1 ja Geringer Umfang? < 1 h/Schicht nein Filtergerät A2P2/FFA2P2 Haubengerät Kein Atemschutz nein 1 Im Auswahlschema sind die grundsätzlichen Möglichkeiten zur Auswahl von Lüftung und Atemschutzgerät dargestellt. 2 SATA vision 2000 Atemschutzhaube ohne Tragezeitbegrenzung 3 SATA air star F Halbmaske mit Wechselfilter A2:P3 mit Tragezeitbegrenzung 4 Dr. Ewald Schmon, Leiter der Forschung und Entwicklung bei SATA, setzt sich für einen TopSchutz bei spritztechnischer Verarbeitung von Farben und Lacken ein. Wer die Hinweise der Hersteller und Arbeitgeber ignoriert, nimmt gesundheitliche Beschwerden in Kauf. der Umsetzung der gesetzlichen Arbeitsschutzvorschriften, insbesondere der neuen GefStoffV. Die BGR-Regel 231 bezieht sich auf jeden Arbeitsplatz, an dem in der Werkstatt Spritzlackierarbeiten durchgeführt werden. Bei der Reparaturlackierung sind dies vor allem die Lackierkabine und der Spritzstand. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden und sie muss konkrete Mindestforderungen erfüllen. Untersuchungen bestätigten, dass der Lackierer bei Überkopfarbeiten oder ständig wechselnden Bewegungen der Lackierpistole erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Deshalb sollten besonders in der Lackierkabine Atemschutzgeräte mit Frischluftzufuhr, sogenannte Haubengeräte, eingesetzt werden. Diese Geräte können infolge ihres geringen Gewichtes und des nicht vorhandenen Ein- und Ausatemwiderstandes ohne Tragzeitbegrenzungen eingesetzt werden. Zusätzlich bieten diese Geräte in der Regel gleichzeitig auch einen effektiven Augen-, Haut- und Haarschutz. Grundsätzlich gilt: Je effektiver die technische Lüftungseinrichtung, desto geringer ist der Aufwand beim persönlichen Atemschutz. Werden in der Lackierkabine nur geringe Lackmengen von unter 0,5 Kilogramm pro Schicht verarbeitet – oder wird weniger als eine Stunde pro Schicht lackiert –, dann bieten Halb- und Viertelmasken mit Kombinationsfiltern mindestens der Schutzstufe A2:P2 ausreichenden Schutz (siehe Entscheidungsmatrix links). Wartung und Pflege von Atemschutzgeräten 3 AUTOHAUS Jede Maske und Haube, die auf der Gesichtshaut aufliegt, wird mit der Haut- und Atemfeuchtigkeit, den Lackpartikeln, den Hautunreinheiten und Ähnlichem kontaminiert. In Zusammenhang mit der Körperwärme entsteht ein idealer Nährboden für alle Arten von Keimen, wie Pilze, Bakterien, Sporen usw. Eine Reinigung und Desinfektion der Masken und Hauben ist deshalb vor jedem Einsatz unerlässlich. Die Gebrauchsanweisungen wie auch die GefStoffV sind in dieser Hinsicht besonders zu beachten. Mit Atemschutztüchern kann die Reinigung und Desinfektion zeitsparend, problemlos und einfach durchgeführt werden. Bei den Haubengeräten ist als besonders vorteilhaft zu erwähnen, dass alle die Haut berührenden Bauteile schnell und einfach ausgetauscht werden können. ■ 18/2013 SB13H3n66 - SATA3 NEUWKP-j.indd 60 9/11/2013 1:22:02 PM

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SCHADEN-BUSINESS „CLASSIC DAYS“ Lack-Experten für Oldtimer Im August war das Wasserschloss Dyck während der „Classic Days“ wieder fest in der Hand von Oldtimer-Enthusiasten. Präsentiert wurden dort zahlreiche Pretiosen, aber auch Alltagsfahrzeuge vergangener Tage. Der Wuppertaler Lackhersteller Standox, schon seit Jahren bei den Classic Days dabei, war in diesem Jahr einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung am Niederrhein. An seinem Stand wurde den Besitzern ein kostenloser Farbtoncheck ihres Oldies angeboten. Bei Reparaturen oder Ausbesserungen kann dies helfen, denn oft ist der Original-Farbton eines alten Autos nicht mehr bekannt. Und selbst wenn er bekannt ist, können sich durch Ausbleichungen Farbtöne im Lauf der Zeit verändern. Zudem stehen die Originallacke in der Regel nicht mehr zur Verfügung, da sie heutigen Umweltstandards nicht mehr entsprechen. Standox hat nach eigener Aussage das nötige Know-how, um in solchen Fällen weiterDie „Classic Days“ auf Schloss Dyck sind für Standox eine gute Gelegenheit, die eigene Performance unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig erweist sich die Veranstaltung stets als „Türöffner“ für weitere Geschäfte. helfen zu können. Experten ermittelten während der Veranstaltung mit Genius iQ den Farbton und lieferten auch gleich die passende Mischformel dazu. So lässt sich ein alter Farbton mit neuen Lackprodukten detailgetreu rekonstruieren. Zudem ergaben sich immer wieder interessante Fachgespräche. So erkundigte sich ein Oldie-Besitzer nach einer Mög- lichkeit, einen hässlichen Lunker im Lack seiner Corvette zu beseitigen. Bei eingehender Betrachtung entpuppte der sich jedoch nicht als Lack-, sondern als Materialfehler: Offenbar hatte sich bei der Produktion der Kunststoffkarosserie eine Blase im Material gebildet – die man bei Chevrolet ignoriert und kurzerhand überlackiert hatte. he STANDOX Neuer Lack für große Mücken Ob Deutsche Rettungsflugwacht, Bundesoder Landespolizei, ob Unternehmen oder Privatleute: Viele Kunden vertrauen Peter Anhalt und seinem Team ihre Hubschrauber zur Lackierung an. Der Lackiermeister führt nämlich ein renommiertes Unternehmen: 1958 gegründet, übernahm er Anfang der 1980er-Jahre den Betrieb „Anhalt Lackiertechnik“ und baute ihn im Laufe der Jahre stetig aus. Inzwischen beschäftigt Peter Anhalt mehr als zehn Mitarbeiter. Neben dem Leistungsschwerpunkt Unfall-Lackreparatur von Kraftfahrzeugen aller Art hat sich das Unternehmen im niedersächsischen Hannoversch Münden auf Oldtimer- und Industrielackierungen spezialisiert. Ein besonders spannendes Tätigkeitsgebiet für Anhalt ist es, auch Hubschrauber in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Für das Arbeiten an den bis zu 13 Meter langen Maschinen wurden die Mitarbeiter des Betriebes speziell geschult, denn hierfür gibt es strenge Richtlinien. „Das betrifft insbesondere die Untergründe“, erklärt Peter Anhalt. „Die Gehäuse, die oft aus ultraleichter Kohlefaser bestehen, dürfen beispielsweise beim Schleifen unter keinen Umständen beschädigt werden. Denn schon kleinste Schäden können zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko werden.“ Deshalb ist vorgeschrieben, dass ein luftfahrttechnischer Betrieb die Maschinen nach jeder Lackierung genau unter die Lupe nehmen muss. Präzises Arbeiten und einwandfreie handwerkliche Leistungen spielen bei Anhalt Lackiertechnik deshalb eine besondere Rolle. Und auch die Qualität des verwendeten Materials muss höchsten Ansprüchen genügen: „Der Lack ist erheblichen Belastungen ausgesetzt und darf auch bei größeren Temperaturschwankungen nicht reißen. Er muss besonders flexibel und elastisch sein“, sagt Anhalt, der hierfür die Standox-Autolackserie Standoblue verwendet. „Dieses Lacksystem erfüllt alle Anforderungen, die bei Fluggeräten an uns gestellt werden, in optimaler Weise“, so Peter Anhalt abschließend. he Ein Hubschrauber in der Werkstatt ist bei der „Anhalt Lackiertechnik“ nichts Ungewöhnliches. Hier hat man sich auf diese HightechGeräte spezialisiert. 18/2013 AUTOHAUS 61 SB13h3n24-News-StandoxWKP-j.indd 61 9/10/2013 1:29:59 PM Fotos: Standox

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SCHADEN-BUSINESS Grüntöne starten durch Neue Technologien, neue Modelle –mit einem Wertewandel einher, der und neue Mobilitätskonzepte gehen offenbar sich immer deutlicher auch LACKTRENDS in der Wahl der Fahrzeugfarbe zeigt. VON LAURA KESSLER zu Ökologie und dem Bild einer intakten Natur auf. Die neuen Grüntöne, die in den nächsten drei bis vier Jahren auf die Autos kommen, legen demnach ihr Öko-Image bewusst ab. Gutjahr: „Antworten auf Fragen nach dem gesellschaftlichen Wertewandel finden wir nicht in einer romantisierenden Vision eines ‚Back to Nature‘, sondern in intelligenten Lösungen und Technologien.“ Grün steht dabei für neue Werte wie Einfachheit, Verantwortung und Individualität, aber auch Harmonie und Balance, die sich immer mehr in der Gesellschaft verankern. Globaler Trend – regionale Farbgebung Die BASF-Designer sind sich sicher: Grüntöne starten durch, und es wird insgesamt bunter auf den Straßen – dank neuer Verfahren und Pigmente. LESEN SIE HIER... ... wie die „Grün-Prognose“ der BASF-Designer sich bestätigt und was der neue Trend über die automobile Zukunft aussagt. ortschritt und Tatkraft prägen offensichtlich die Farbgebung in der Automobilwelt. Darauf lassen zumindest die Farben der diesjährigen automobilen BASF-Trendkollektion „Making Headway“ schließen. „Neue Technologien, neue Modelle, neue Mobilitätskonzepte – ein Wertewandel zeichnet sich ab, in dessen Umfeld Grün als Farbe des Wachstums und 62 Neubeginns eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Mark Gutjahr, Leiter Design Europe der BASF. Dieser Farbtrend, den die BASFDesigner bereits im Jahr 2012 in seinen Anfängen erkannt haben, festige sich nun. Nach mehr als einem unbunten Jahrzehnt, in dem Schwarz, Silber oder Weiß und zuletzt Braun stark auf den Straßen präsent waren, bewege sich die Automobillandschaft nun verstärkt in den bunten Bereich. Grün legt das Öko-Image ab Dass gerade der grüne Farbbereich in eine automobile Farbzukunft startet, baue nicht auf der naheliegenden Verbindung Gerade im weltweiten Kontext würden Fragen nach Individualität wichtiger. Grün setze den Trend für ausdrucksstarke Autofarben und stärke eine Entwicklung zu mehr Differenzierung über Farbe. Bei seinen intensiven Recherchen hat das globale Designteam der BASF jedoch deutliche regionale Unterschiede festgestellt: Auch wenn das Grünthema globale Relevanz habe, stellt es sich in den Regionen Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika höchst unterschiedlich dar: Nüchternheit und Qualität prägen die Designsprache in Europa und bringen dabei ausbalancierte und detailreiche, aber durchaus starke Töne in die Farbpalette. Dunkelgrün und Smaragdtöne zeigen den Lack-Experten zufolge dabei hochfeine Strukturen und wohl dosierte Effekte. Satte Grüntöne werden durch goldene Highlights veredelt. Während man also im europäischen Raum auf der Suche nach neuen Werten ist, üben in Asien Themen wie Natur, Entspannung und Harmonie einen starken Einfluss auf diesen Farbbereich aus. Dort werden subtile, aber facettenreiche Autofarben erwartet – so sorgen kräftige Pastelltöne für einen farblichen Ausgleich 18/2013 Fotos: BASF AUTOHAUS BUN AUS U INST GRÜN Sb13H3n22-Glasurit-SHWKP-j.indd 62 9/10/2013 1:49:09 PM

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SCHADEN-BUSINESS zum Grau der Großstädte. An der Farbpalette aus Nordamerika wird die Spannbreite der Trendfarbe deutlich. Charakteristisch für die Farbgebung sind Klarheit und Direktheit, wobei hier der grüngelbe Farbbereich mit Farbtönen wie „Lemon“ eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Neue Effektkategorien An der Vielfalt der neuen Grüntöne wird laut BASF auch deutlich: Automobilfarben haben mehr Spielraum. Neue Effektkategorien und Themen wie Haptik und Mattlacke werden in Zukunft noch mehr möglich machen, aber auch neue Anforderungen stellen, sowohl technologisch als auch gestalterisch. Gutjahr sieht in der Komplexität eine Chance: „Durch neue Verfahren und Pigmente können wir Innovationen wie die neue Effektkategorie der BASF ‚XSpark‘ umsetzen. Hier sorgt der Einsatz von innovativen Effektpigmenten für ein sehr prägnantes Glitzern, das klarer, reiner und intensiver wirkt als alle bisherigen Effekte. Das eindeutige Mark Gutjahr, Leiter Design Europe der BASF Funkeln (Sparkle) kommt im Licht besonders zur Geltung und wirkt dadurch elegant, ohne aufdringlich zu sein. „XSpark hat viel Potenzial“, erklärt der Designer seinen positiven Blick in die Zukunft. „Und es ist einfach Zeit für mehr Farbe!“ ■ [ DELLENMANAGEMENT ] Das Patent * gegen Dellen! HOTLI Wir haben zwar nicht das Zebra erfunden, aber die Wirkung seiner Streifen entdeckt. Mit unserem patentierten HPI-Dellenreflektor* spüren wir jede Delle im Lack auf und garantieren Ihnen höchste Qualität und absolute Kalkulationssicherheit. www.hpi-zentrum.de *Patent-Nr.: 10 2006 019 154 BUNDESVERBAND AUSBEULTECHNIK UND HAGELINSTANDSETZUNG GRÜNDUNGSMITGLIED e.V. Ihr Spezialist bei Hagelschaden und Parkdellen. Sb13H3n22-Glasurit-SHWKP-j.indd 63 9/10/2013 1:49:15 PM

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SCHADEN-BUSINESS ACOAT SELECTED Abwicklung wird wichtiger Der Acoat Selected Betriebsvergleich 2012 bietet einige interessante Ergebnisse: Die Karosserieabteilungen werden ausgebaut, während der Bereich Lackiererei stagniert. Diese Entwicklungen schaden jedoch insgesamt der Rentabilität der Werkstätten, welche leicht rückläufig ist. Zudem wird das Thema „Schadenabwicklung“ für die Betriebe immer wichtiger. Weiterhin geht aus der Analyse unter anderem hervor, dass sich Umsatzsteigerung und -rückgang bei den Betrieben insgesamt die Waage halten. Der Betriebsvergleich bietet den Partnerbetrieben die entscheidenden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie deren Entwicklung und Verlauf von Umsatz und Kosten der Karosserie- und Lackierfachbetriebe in Deutschland. Untersucht werden kleinere, mittlere und größere Betriebe. Es zeigt sich, dass sich die Personal- und Betriebskosten ungünstig entwickeln. Es gibt auch eine positive Umsatzentwicklung, erklärt Martin von Poschinger, Betriebs- und Marketingberater für Acoat Selected: „Vor allem große Betriebe profitieren davon, dass immer mehr Autohäuser komplette Schäden in das angeschlossene Netzwerk steuern. Die Tendenz, dass Versicherungen und Schadensteuerer die gesamte Schadenabwicklung auf die Karosserie- und Lackierfachbetriebe übertragen, wird auch in Zukunft weiter zunehmen.“ he DUPONT REFINISH FIVE STAR – ADAC NORDRHEIN Exklusive Zusammenarbeit Das DuPont Refinish Five Star Netzwerk startet eine gemeinsame Aktion mit den Geschäftsstellen des ADAC Nordrhein e. V. Verkaufsleiter Michael Schäfer von DuPont Refinish informierte die Netzwerkpartner anlässlich des Five Star Partnertreffens 2013 in Köln über eine neue Kooperation mit dem ADAC Nordrhein e. V. Das Ziel dieser Kooperation ist die gemeinsame Neukundengewinnung, welche zu einer besseren Auslastung und zu einer weiteren Steigerung des Bekanntheitsgrads der Five Star-Partner vor Ort führen. Zudem soll diese Aktion auch dem größten deutschen Automobilclub neue Mitglieder und Kunden für das vielfältige Angebot bringen. In den ADAC Nordrhein Geschäftsstellen werden die Five Star-Partner laut eigener Aussage als erstklassige Karosserieund Lackierbetriebe mit hohem Qualitätsanspruch und exklusivem Service ausgelobt. Mitgliedern des Automobilclubs wird ein Rabatt von zehn Prozent auf Instandsetzungen eingeräumt. In den Betrieben erhalten die Kunden nach der Reparatur noch besondere Boni. So z. B. verschiedene Werbemittel mit ADAC- und Five Star-Logo, Aktionsflyer des ADAC und einen saisonalen Reisegutschein. Kunden der Five Star-Partner wird eine einjährige Gratismitgliedschaft im ADAC angeboten. Five Star-Partner können Informationsmaterial, Beratertresen etc. bis hin zu einem mobilen Prüfzentrum bei eigenen Aktionen anfordern. he Das DuPont Refinish Five Star Netzwerk und der ADAC Nordrhein haben eine gemeinsame Aktion zur Neukundenakquise gestartet. RUPES Polieren auf großem Fuß Das Finish der fertiggestellten Lackierung gibt dem Auto den letzten Schliff. Besonders bei dunklen Farbtönen kann sich im Falle zu schnellen Polierens die Farbstruktur durch übermäßige Erhitzung verändern. Es bilden sich dann störende Hologramme. Durch den extremen Hub von 21 64 Millimetern des Bigfoot Exenterpolierers LHR21ES von RUPES soll dieses laut Hersteller zuverlässig verhindert werden. Zudem ermöglicht die elektrisch betriebene Maschine die Verwendung eines 18-Millimeter-Schleifpads, um eine möglichst große Kontaktfläche zu erzielen. he 18/2013 Fotos: Sikkens, DuPont, RUPES 9/10/2013 1:26:23 PM AUTOHAUS SB13H3n26-Lacknews-neuWKP-j.indd 64

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SCHADEN-BUSINESS Neues Refinish Competence Center R-M®, die Premium-Autoreparaturlackmarke von BASF, hat ihr neues internationales Refinish Competence Center (RCC) in Clermont/Frankreich eröffnet. Das RCC ist nach eigenen Angaben eines der modernsten Schulungszentren in Europa. Für rund 2,5 Millionen Euro wurde das bestehende Zentrum mit neuester technischer Ausstattung und multimedialen Schulungsinstrumenten modernisiert und erweitert. So stellt R-M große Flexibilität bei den Schulungen sicher. Jährlich können in der neuen Einrichtung mehr als 800 Lackierer und Geschäftspartner optimal geschult werden. Neben den Lackier- und Schulungsräumen werden im so genannten Markenbereich, dem R-M Cube, die neuesten Farbtrends sowie Konzeptautos ausgestellt. Dieses spezielle Brand Center soll eine attraktive Anlaufstelle für die Automobilindustrie, die Designer und die nächsten Generationen von talentierten Lackierern werden. Da heute Lackierer auf dem Autoreparaturlackmarkt noch mehr Fertigkeiten und Techniken benötigen, wurde die Ausstattung auf den aktuellsten Stand gebracht. Neben Lackierkabinen mit Infrarot-Trocknung ist auch ein Multifunktionsarbeitsplatz zur Instandsetzung von Kleinschäden integriert. „Mit dem neuen R-M Refinish Competence Center, das wir vollständig auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichtet haben, stellen wir sowohl vor Ort als auch international sicher, dass bei Schulungen die höchsten Standards erreicht werden. Gleichzeitig können wir innovative Lösungen anbieten Harald Pflanzl, Senior Vice President Automotive Refinish Coatings Solutions Europe BASF (r.), bei der offiziellen Eröffnung in Clermont und die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Lackierbetriebe erhöhen“, sagte Harald Pflanzl, Senior Vice President Automotive Refinish Coatings Solutions Europe BASF, bei der Eröffnung in Clermont. he Beseitigung von Hagelschäden durch Ausbeulen OHNE / mit Neulackierung Das Unternehmen Temporäre Errichtung von Hagelstationen in Hagelschadengebieten zur Unterstützung von Sammelbesichtigungen für Versicherungen und Sachverständige sowie Direktinstandsetzung bei Hagel-Großschäden Spezialisiert auf die professionelle Beseitigung von Hagelschäden, Transport- und Parkbeulenschäden OHNE aufwändige, kostenintensive Lackierung. Gewährleistet durch praxisorientierte, intensiv geschulte Mitarbeiter Vermittlung jahrelanger Erfahrungen in der lackschadenfreien Ausbeultechnik im firmeneigenen Schulungscentrum Kamp-Lintfort für Partnerunternehmen und interessierte Firmen Bundesweite Referate für Versicherungen und Sachverständige über die Methodik der lackschadenfreien Ausbeultechnik ● ● Hagelschaden Centrum Douteil GmbH & Co. KG Kfz-Meisterbetrieb Unsere permanenten Filialen: ● Kamp-Lintfort ● Dortmund ● Essen ● Hamburg • München Nordstraße 3 (Ecke B510) Leihwa D-47475 Kamp-Lintfort gen ko stenlo eigene Tel.: +49 (0) 2842 / 55 55 5 r Fuh s! 100 Fa rpark mit übe Fax.: +49 (0) 2842 / 55 55 5 - 42 hrzeug r en Hotline: 0180 / 42 43 52 36 (24 Cent / Gespräch) Internet: www.hagelschadencentrum.de E-Mail: info@douteil.de SB13H3n26-Lacknews-neuWKP-j.indd 65 9/10/2013 1:26:24 PM

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SCHADEN-BUSINESS Servicequalität Qualifizierungszentrum – Mit dem neuenweiter Maßstäbe bei der in Freising setzt Volkswagen TRAINING Eigener Karosseriebereich Schulung von Fachkräften in Deutschland. VON DR.-ING. HOLGER ENGE UND LAURA KESSLER Speziell für die Karosserieinstandsetzung wurden modernste Trainingsmöglichkeiten geschaffen, beispielsweise für Karosserievermessungen und Richtarbeiten. Dabei kommen alle aktuellen Mess-, Richt- und Ausbeulsysteme zum Einsatz, die auf die neuesten Volkswagen-Fahrzeugtechnologien ausgerichtet sind. Ebenso sind alle Voraussetzungen zur praxisgerechten Schulung neuester Technologien zum Fügen der bei Volkswagen verwendeten Serien-Karosseriewerkstoffe gegeben. Für das Theorie-Training hat Volkswagen im neuen Qualifizierungszentrum einen separaten und durch eine Glastrennwand vor Staub und Lärm geschützten Raum gebaut. Dieser wird durch zusätzliche Akustik-Maßnahmen vollständig vom Praxisbereich entkoppelt. Optimale Voraussetzungen In dem neuen Qualifizierungszentrum werden in zehn multifunktionalen Trainingsräumen künftig bis zu 6.000 Mitarbeiter aus der Handelsorganisation weitergebildet. Thomas Müller, Leiter Volkswagen Service Deutschland, betonte bei der Eröffnung: „Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern können wir die Wünsche und Erwartungen unserer Kunden zu 100 Prozent erfüllen und somit auch den Erfolg im Autohaus sichern.“ Daher setze Volkswagen auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Servicemitarbeiter. Das neue Qualifizierungszentrum leiste dazu einen wichtigen Beitrag. So komme man dem Ziel näher, den Volkswagen-Kunden die beste Servicequalität zu bieten. ■ LESEN SIE HIER... ... welche Voraussetzungen geschaffen wurden, um rund 6.000 Teilnehmer pro Jahr individuell bei Volkswagen im Service schulen zu können. stätte sollen künftig bis zu 6.000 Teilnehmer pro Jahr geschult werden. Durchdachte Trainingsumgebung olkswagen hat Mitte August 2013 in Freising bei München ein neues Qualifizierungszentrum eröffnet. Die Mitarbeiter der Volkswagen Handelsorganisation finden ein breites Angebot an technischen Qualifizierungen und nichttechnischen sowie IT-Trainings im Bereich Aftersales vor. Die vielfältigen Schulungen an Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeugen können auch von allen anderen Interessenten genutzt werden, die sich markenspezifisch schulen lassen möchten. In der äußerst verkehrsgünstig gelegenen Trainings66 Die Konzeption des neuen Qualifizierungszentrums erfüllt alle Ansprüche an eine moderne Trainingsumgebung. Das 130 Meter lange Gebäude verfügt über eine Bruttogeschossfläche von rund 4.750 Quadratmetern. In zehn multifunktionalen Räumen können alle erforderlichen Trainings mit dem dazu notwendigen Equipment durchgeführt werden. Dabei wurden die Anforderungen an einen optimalen Trainingsbetrieb mit einer ökologisch nachhaltigen Gestaltung verbunden. Das Gebäude zeichnet sich durch seine effiziente Raumaufteilung und Energiebilanz aus. Fotos: Volkswagen, Enge-Presse + PR Pfauntsch Der Karosserie-Trainingsbereich wurde federführend von Jan Marcus Hoyns (Koordinator Qualität K&L), Gerhard Oldiges (Leiter Qualifizierung Technik) und Trainer Jürgen Jerwan (v. l.) konzipiert. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n27-QZ FreisingWKP-j.indd 66 9/10/2013 10:29:10 AM

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SCHADEN-BUSINESS Service hat immer Zukunft – Die Fakultät für Fahrzeugtechnik der Ostfalia Hochschule veranstaltete erstmals ein „Automotive Service Symposium“ zu aktuellen FACHTAGUNG und künftigen Herausforderungen im Aftersales. VON DR.-ING. HOLGER ENGE LESEN SIE HIER... ... wie Service und die wissenschaftliche Ausbildung sich gegenseitig ergänzen, um Bedingungen und Effektivität weiter zu optimieren. um ersten Mal fand in Deutschland eine wissenschaftliche Tagung statt, die sich ausschließlich mit dem Service in allen Facetten befasst. Die Organisatoren Prof. Stefan Goß und Norbert Grawunder lehren an der Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften, im Studiengang „Automotive Service“ am Standort Wolfsburg. Aus den vielfältigen Kontakten wurde die Idee geboren, eine spezielle Veranstaltung auszurichten. Zudem sollte so eine Plattform zum interdisziplinären Austausch zwischen den Marktakteuren wie auch den „Service-Studenten“ geschaffen werden. Gut 80 Personen nahmen an dem ersten Symposium des Studienganges „Automotive Service“ der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg teil. Große Bandbreite der Themen Den gut 80 Teilnehmern wurde ein breites Spektrum an Vorträgen geboten, angefangen vom Hersteller über den freien Aftermarket bis hin zu Zulieferern und Dienstleistern. Dies ermöglichte einen differenzierten Blick auf die jeweilige Sichtweise. Michael Poschmann, Leiter Volkswagen Aftersales Technik weltweit, referierte über „Chancen und Risiken im Aftersales eines global agierenden Automobilunternehmens“. Er zeigte auf, welches Knowhow alleine technisch bei der Diagnose beherrscht werden muss. Beispielsweise sind heute 37 verschiedene Assistenzsysteme in VW-Fahrzeugen verbaut. Fotos: Enge (Presse + PR Pfauntsch) Top-down-Einführung der Technik konnte laut Poschmann die gesamte Serviceorganisation erhebliche Fortschritte machen. Der Service-Experte ermunterte das Auditorium, sich noch intensiver mit der permanenten Qualifizierung auseinanderzusetzen, da es viel mehr Chancen als Risiken auf dem Gebiet des Aftersales gäbe. Dr. Helmut Wolf vom weltweit agierenden Tier1-Zulieferer Continental skizzierte, wie bereits Lieferanten in die Produktentwicklung eingebunden werden. So benötigt eine integrierte Diagnose etwa 20  Prozent der Speicherkapazität. Bei Steuergeräten oder auch Anzeigeinstrumenten verwies er auf die Spezifika, da die Komponenten maximal sieben Jahre lagerfähig sind. Trotzdem müssen diese mindestens einmal im Jahr bestromt werden, um bestimmte Eigenschaften zu erhalten. Dass beim Verbau auch noch der entsprechende Softwarestand vorhanden sein muss, ist eine weitere Hürde. tausch mit Ausstellern und Mitarbeitern des Studienganges „Automotive Service“. Abgerundet wurde das Symposium mit einem Vortragsteil über die interkulturellen Herausforderungen im Aftersales. Hier vermittelten verschiedene Referenten anderer Kulturen die Sichtweisen im Aftersales ihrer Heimatländer (BRIC-Staaten) wie auch Erfahrungen mit der deutschen Mentalität, was sehr erfrischend war. Aufgrund der positiven Resonanz soll das „Automotive Service Symposium“ alle zwei Jahre ab September 2014 im Anschluss an die Automechanika stattfinden. ■ Vielfältige Herausforderungen Seiner Einschätzung nach ist die komplexeste Technik in Autos mit Plug-inHybrid verbaut, wo momentan sämtliche verfügbare Hochtechnologie bei den Komponenten eingesetzt wird. Seit der 18/2013 Einblick in Tätigkeiten und Studium Im zweiten Themenblock gaben Partner des Studienganges einen Einblick in ihre Tätigkeiten. In einer begleitenden Ausstellung in den bestens ausgestatteten Laboren der Fakultät erfolgte ein reger Aus- Die Organisatoren Prof. Stefan Goß (links) und Norbert Grawunder (rechts) rahmen zwei studentische Referenten ein, die einen spannenden Einblick in die interkulturellen Herausforderungen im Aftersales gaben. AUTOHAUS 67 AB13n9-1-Service_SymposiumWKP-j.indd 67 9/11/2013 12:58:25 PM

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Bei den Todesopfern im Straßenverkehr war die Entwicklung innerhalb der Bundesländer unterschiedlich. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung starben in drei Ländern mehr Menschen bei Verkehrsunfällen als im Vorjahreszeitraum. Brennpunkte Zahl der Verkehrstoten hält nach – Der Abwärtstrend bei der weiter an. Dabei ist die Dynamik der positiven Entwicklung in 2012 auch 2013 UNFALLBILANZ innerhalb der Bundesländer jedoch sehr unterschiedlich. er Abwärtstrend bei der Zahl der Verkehrstoten hält nach der positiven Entwicklung im Jahr 2012 auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 an. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis Juni 2013 insgesamt 1.454 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben. Das waren 239 Menschen oder 14,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Verletzten bei Straßenverkehrsunfällen sank im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 8,8 Prozent auf etwa 167.700. VON LAURA KESSLER Deutlich weniger Verletzte Insgesamt nahm die Polizei bis Ende Juni dieses Jahres rund 1,15 Millionen Unfälle auf, 1,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Während sich die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 9,4 Prozent auf 129.900 deutlich verringerte, gab es bei den Unfällen mit ausschließlich Sachschaden nur einen leichten Rückgang (minus 0,4 Prozent auf 1,02 Millionen). Gefährliches Pflaster Bezogen auf eine Million Einwohner kamen im ersten Halbjahr 2013 in Deutschland durchschnittlich 18 Straßenverkehrsteilnehmer ums Leben. Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, hatten die Bundesländer SachsenAnhalt und Brandenburg mit jeweils 30 Getöteten je eine Million Einwohner. Niedersachsen fahren am sichersten Auch im Juni weniger Tote Rückgang tödlicher Motorradunfälle Nach den bereits vorliegenden detaillierteren Daten aus den ersten fünf Monaten 2013 fällt vor allem der hohe Rückgang der Zahl der getöteten Fahrer und Beifahrer von Motorrädern gegenüber Januar bis Mai 2012 (minus 24,9 Prozent) besonders auf. Bereits im Vorjahr war die Zahl stark zurückgegangen. 68 Bei den Todesopfern im Straßenverkehr war die Entwicklung innerhalb der Bundesländer unterschiedlich: In zwölf Ländern waren von Januar bis Juni 2013 weniger Tote zu beklagen als im Vorjahr. Besonders stark war die Abnahme in Niedersachsen um 64 Personen oder 27,8 Prozent. In drei Ländern starben dagegen mehr Menschen bei Verkehrsunfällen: Hiervon betroffen war vor allem SachsenAnhalt mit neun Todesopfern mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Juni 2013 erfasste die Polizei in Deutschland rund 203.300 Straßenverkehrsunfälle, fast die gleiche Anzahl wie im Vorjahresmonat. Dabei ging die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um 0,7 Prozent auf rund 173.600 zurück, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stieg hingegen um 4,3 Prozent auf 29.600 an. Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Verletzten, und zwar um 5,1 Prozent auf 37.600. Entgegen dieser Entwicklung gab es erfreulicherweise auch im Juni 2013 weniger tödlich Verletzte als im Vorjahr: Ihre Zahl sank um 7,2 Prozent auf 310. ■ 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n35-Tote erstes HJWKP-j.indd 68 9/11/2013 12:53:12 PM Foto: Walter K. Pfauntsch

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SCHADEN-BUSINESS Expertenanalyse Der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2013 soll – Verkehrsexperten, Hersteller, Institutionen sowie Denkanstöße für Politik, UNFALLGESCHEHEN Verbände liefern und ist zugleich Ratgeber für Verkehrsteilnehmer. LESEN SIE HIER... ... warum das Risiko tödlicher Unfälle auf Landstraßen immer noch am höchsten ist und wie sich dieses minimieren lässt. VON LAURA KESSLER Weit über Bundesdurchschnitt er auf Landstraßen unterwegs ist, fährt mit hohem Risiko. Das gilt in der gesamten EU und in ganz Deutschland. Seit Jahrzehnten ist der Anteil der Verkehrstoten auf Landstraßen am höchsten. Als trauriger Spitzenreiter gilt hierbei Mecklenburg-Vorpommern. Im nordöstlichsten Bundesland ereigneten sich 2012 fast zwei Drittel der tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen. Die Hauptursachen: hohe Fahrgeschwindigkeiten und Geschwindigkeitsunterschiede, wechselnde Fahrbahnqualitäten, Gegenverkehr, unübersichtliche Kurven, häufig schlechte Möglichkeiten zum Überholen, Kreuzungen und ungeschützte Hindernisse wie Bäume direkt neben der Fahrbahn. Wo im Hinblick auf die Verkehrssicherheit auf Landstraßen die größten Optimierungspotenziale liegen, zeigt der DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2013, den die Expertenorganisation kürzlich bei einem verkehrspolitischen Abend im Schweriner Schloss vorgestellt hat. Der Rückgang der Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern um 42 Prozent im Vergleich zu 2011 zeige einen deutlich positiven Trend, da sind sich die Experten einig. Allerdings sei im Vorjahr mit 32 Prozent auch der höchste Zuwachs an Unfallopfern zu verzeichnen gewesen. Das Land liege mit Blick auf die Zahl der Straßenverkehrsopfer nach wie vor weit über dem Bundesdurchschnitt: Während deutschlandweit 44 Menschen pro eine Million Einwohner im Straßenverkehr starben, waren es in Mecklenburg-Vorpommern 51. Präventive Maßnahmen werden daher weiter verstärkt. Folgenschwere Baumkollisionen Die Unfallstatistik 2012 zeigt die besonderen Risiken auf Landstraßen: Hier starben bundesweit 2.151 Menschen, rund 60 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern kamen 83 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, davon 54 auf Landstraßen (65 Prozent). Ein großes Problem sind in MecklenburgVorpommern nach wie vor Kollisionen mit Bäumen am Straßenrand. 22 Menschen kamen dabei im Jahr 2012 im Nordosten ums Leben. Das sind 40,1 Prozent aller Getöteten auf Landstraßen. Bundesweit liegt dieser Anteil bei 27,7 Prozent. Maßnahmen zeigen Wirkung Kollisionen mit dem Gegenverkehr waren bundesweit für 30,8 Prozent der Verkehrstoten verantwortlich; dabei machen sie nur 13 Prozent aller Landstraßen-Unfälle aus. Überholvorgänge auf Landstraßen enden noch viel zu oft mit Frontalkolli- Auf den ersten Blick idyllisch, jedoch bergen Landstraßen mit Alleen mit das höchste Risiko schwerer und tödlicher Unfälle. 18/2013 AUTOHAUS 69 SB13H3n36-DEKRA ReportNEUWKP-j.indd 69 9/11/2013 10:12:49 AM

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SCHADEN-BUSINESS sionen oder schleuderndem Abkommen von der Fahrbahn. „Unzureichende Sicht, Fehleinschätzung von Abständen und Geschwindigkeiten sowie die eigene Ungeduld sind nur einige Gründe für den oft fatalen Entschluss zum Überholen“, erklärt Dr. Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH. „Die hohe Lkw-Dichte führt zu deutlichen Geschwindigkeitsdifferenzen und dem Wunsch von Pkw-, aber auch Motorradfahrern, schnell zu überholen.“ Abhilfe schaffen könne hier ein dritter Fahrstreifen im Richtungswechsel. Dessen Effizienz belege aktuell eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Die Überholunfälle wurden deutlich reduziert. Die Studie untersuchte auch die Wirksamkeit von ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Auf den Untersuchungsstrecken sank die Zahl der Unfälle um bis zu 52 Prozent. Wartung und Service wichtig Ziel muss es laut DEKRA auch sein, für jedes sicherheitsrelevante System die zuverlässige Funktion über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs zu gewährleisten. Wartung und Service dürften also nicht vernachlässigt werden. Einen entscheidenden Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leiste hier auch die periodische Fahrzeugüberwachung. Wie wichtig die Aufdeckung von technischen Mängeln gerade für die Sicherheit auf Landstraßen ist, zeigten die DEKRA-Auswertungen von Unfallgutachten der Jahre 2002 bis 2011. Danach waren in diesem Zeitraum 52 Prozent aller unfallrelevanten technischen Mängel auf Landstraßen zu verzeichnen. Dr. Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH Zahl der Gurtmuffel steigt wieder FAS retten Leben Ein hohes Sicherheitspotenzial bieten bekanntermaßen nicht zuletzt auch Fahrerassistenzsysteme wie das elektronische Stabilitätsprogramm ESP oder Spurhalteassistenten. „Solche Systeme werden mittlerweile auch in Volumenmodellen der Klein- und Mittelklasse serienmäßig oder gegen einen vergleichsweise geringen Aufpreis angeboten“, so Dr. Neumann. „Autokäufer sollten im Interesse ihrer eigenen Sicherheit darauf setzen.“ Unabhängig von Fahrerassistenzsystemen bleibe der Sicherheitsgurt Lebensretter Nummer eins und sollte konsequent genutzt werden, geben die Prüfexperten zu bedenken. Nach Angaben der BASt liege die Sicherungsquote für Pkw-Insassen auf Landstraßen bei 98 Prozent. Diese Zahlen bestätigten auch eine bundesweite DEKRA Erhebung vom Mai 2012. Andererseits zeige eine Auswertung der Datenbank GIDAS (German In-Depth Accident Study) von 2006, dass die bei Unfällen ermittelte Gurtanlegequote mit der Zunahme der Verletzungsschwere sinkt. Bezogen auf alle unfallbeteiligten Pkw-Insassen ergab sich über alle Verletzungsklassen hinweg eine Gurtquote von unter 85 Prozent. Besonders alarmierend: 60 Prozent der auf Landstraßen in Unfälle mit Personenschaden verwickelten Pkw-Insassen, die nicht angeschnallt sind, werden schwer oder gar tödlich verletzt. ■ „SMALL OVERLAP“: DEKRA TESTET FAHRZEUGE NACH AKTUELLEN US-TESTPROZEDUREN Der sogenannte „Small Overlap“-Test simuliert einen Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos auf etwa der Breite nur eines Scheinwerfers. Der Crashtest gemäß der aktuellen Testprozedur des US-amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Bei einem solchen Zusammenprall wirken Unfallexperten zufolge ganz andere Belastungen auf das Fahrzeug als bei einer größeren Überdeckung. Manche der üblicherweise eingebauten passiven Sicherheitssysteme des Fahrzeugs würden in diesem Fall nicht mehr greifen. Klar ist laut DEKRA-Prüfspezialisten, dass der Test in seiner Bedeutung für die Fahrzeugentwicklung zunehmen wird – insbesondere, wenn es um den Verkauf von Autos in den USA gehe. DEKRA bietet daher das neue Testszenario jetzt in ihrem Crash Test Center in Neumünster an. Mit einem Vorversuch im August wurde der Small-Overlap-Test zum ersten Mal umgesetzt. Dabei wurde ein Minivan aus USProduktion mit Baujahr 2006 gecrasht. Auch die ersten Versuche in Kundenauftrag seien inzwischen schon gefahren worden, heißt es. Besonderen Wert legen die DEKRAExperten nach eigenen Angaben auch darauf, dass sie den Small-Overlap-Test nicht nur auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor anwenden können, sondern auch auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, beispielsweise Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellenantrieb. „Als Dienstleister für die Fahrzeughersteller wollen wir immer das gesamte Portfolio anbieten können. Alle relevanten Tests, die aktuell auf der Welt gefahren werden, im DEKRA Crash Test Center umsetzen zu können, ist unser ständiger Anspruch“, so Frank Leimbach, Bereichsleiter DEKRA Technology Center. Für die neue Testprozedur wurde im DEKRA Crash Test Center unter anderem in eine komplett neue Barriere investiert. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n36-DEKRA ReportNEUWKP-j.indd 70 9/11/2013 10:12:52 AM Fotos: Presse + PR Pfauntsch, DEKRA

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SCHADEN-BUSINESS Weltklasse LEIPZIG Die deutsche Nationalmannschaft hat bei –Berufe überaus erfolgreich abgeschnitten.der diesjährigen Weltmeisterschaft der Der Karosseriespengler Christian Heinz holte in seiner Kategorie die Bronzemedaille. VON HOLGER ENGE UND SIMONE HEIN LESEN SIE HIER... ... was die Teilnehmer vor allem der Auto-/ Karosseriebauer-Sparte bei der Berufe-WM 2013 geleistet haben. it einer Abschlussfeier und Siegerehrung gingen am 7. Juli die „WorldSkills Leipzig 2013“ zu Ende. Vier Tage lang hatten sich bei der Weltmeisterschaft der Berufe rund 1.000 Teilnehmer aus mehr als 53 Ländern und Regionen in 46 verschiedenen BerufsDisziplinen gemessen. Der deutsche Teilnehmer für den Wettbewerbsberuf „Autobody Repair“ (Karosseriespengler), Christian Heinz aus dem hessischen Wehrheim, holte in dem internationalen Wettbewerb gegen 19 weitere Teilnehmer die Bronzemedaille und damit das seit zehn Jahren beste deutsche Ergebnis in dieser Disziplin. Ansporn für Ausbildungsberufe Christian Heinz (vordere Reihe 4. v. l.) mit den deutschen Medaillengewinnern bei der Abschlussfeier zur Berufe-Weltmeisterschaft „WorldSkills Leipzig 2013“. An insgesamt vier Wettbewerbstagen mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen – darunter Karosserievermessung, Richtarbeiten, Teilersatz und Ausbeularbeiten sowie Fehlersuche und Rückstellung der Überrollbügel bei einem Cabrio – setzte sich Heinz gegen starke Konkurrenz durch: Am Ende lagen nur der Japaner Yasuo Yamada (Gold) sowie der chinesische Teilnehmer Kai-Lun Ji (Silber) vor ihm. ZKF-Präsident Peter Börner wertete die Leistung als „Ansporn für die Ausbildung im deutschen Handwerk und speziell für den Ausbildungsberuf des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers“. Das fast tägliche Training mit seinem Betreuer Richard Büttner und Supervisor Gerd Riegelhof im elterlichen Betrieb vor der Berufsweltmeisterschaft sowie die zwischenzeitliche Ablegung seiner Meisterprüfung im Karosserie- und Fahrzeug72 bauerhandwerk haben sich für Christian Heinz ausgezahlt. Unterstützung für den Sieger Der ZKF hatte den deutschen Kandidaten und seine Betreuer organisatorisch und finanziell unterstützt. Zulieferer und Ausrüster aus dem Kfz-Bereich – wie die Firmen BMW Euler, Carbon GmbH, Car-O-Liner Deutschland GmbH, EUROGARANT AutoService AG, Miracle Europe GmbH, Mirka Schleifmittel GmbH sowie die Messe Frankfurt mit ihrem Automechanika-Team – haben als Sponsoren ebenfalls zum Erfolg des deutschen Kandidaten im Wettbewerbsberuf „Autobody Repair“ aktiv mit beigetragen. Insgesamt waren alle Beteiligten am Ende mit dem Abschneiden ihres Schützlings sehr zufrieden. Sehr zufrieden konnte auch Tobias Dörn sein, der im Wettbewerbsberuf „Car Painting“ (Fahrzeuglackierung) zwar eine Medaille verfehlte, aber dennoch für seinen zehnten Platz ein „Medaillon for Excellence“ zur Anerkennung sehr guter Leistungen erhielt. Der ZKF schloss sich dem Gratulationscour für Tobias Dörn und seinen Betreuer gerne an. Kurz nach dem Wettbewerb empfing auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Medaillenträger im Berliner Kanzleramt und lobte die Nationalmannschaft für ihr gutes Abschneiden. Insgesamt holten die deutschen Teilnehmer in zwei Wettbewerben Gold, in vier Wettbewerben Silber und in drei Wettbewerben Bronze. Das sind mehr als doppelt so viele Medaillen wie bei den letzten WorldSkills 2011 in London. ■ 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n28-Berufe WM-SHWKP-j.indd 72 9/11/2013 2:52:15 PM Fotos: ZKF

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Hans Kleissl – Allianz Kunde seit 2011 Oldtimer Restaurator Egal ob Oldtimer, Kunst, Schmuck oder andere wertvolle Raritäten, in Privatbesitz oder als Teil des Firmenvermögens. Wir haben für jeden Wert eine individuelle Lösung. Bei der Allianz helfen Ihnen Experten, Ihre Schätze zu erhalten oder die Freude an wertvollen Objekten schnell wieder herzustellen. Und im Schaden- oder Verlustfall sind Sie vor den finanziellen Folgen optimal geschützt. www.allianz.de/oldtimer Hoffentlich Allianz versichert. Kostenlose App für QR-Code herunterladen, QR-Code abfotografieren und Film ansehen. SB13H3n28-Berufe WM-SHWKP-j.indd 73 9/11/2013 2:52:17 PM

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D SCHADEN-BUSINESS MARKT ANZEIGE Liermann GmbH + Co. KG Das Unternehmen Seit über 80 Jahren im Dienste der Kraftfahrt Sachverständigen- und Ingenieurbüros Die Leistungen ■ Schadengutachten und Beweissicherungen an Kraftfahrzeugen, Maschinen, Motoren und Wasserfahrzeugen ■ Unfallrekonstruktionen, Kausalitätsund Kompatibilitätsprüfungen ■ Gutachten von anerkannten Sachverständigen (BVSK, ZAK-Zert, BWVS, VBA) ■ Vom Forschungsinstitut für Pigmente und Lack e.V. anerkannte Sachverständige für Automobillacke und Immissionsschäden ■ Brandursachenermittlungen ■ Labortechnische Untersuchungen, Schloss- und Schlüsseluntersuchungen u. Ä. ■ Havariegutachten ■ Sicherheitstechnische Prüfdienste (AsiG und UVV für Büros, Betriebe, Praxen etc.) ■ Abnahmen von Hebebühnen und Kränen ■ Oldtimerbewertungen für Schäden und Versicherungsabschlüsse ■ Bewertungen und Überwachungen von Restaurationsarbeiten ■ Verdienstausfall-Berechnungen ■ ADAC-Vertragssachverständiger ■ VBS Wassersport-Sachverständige ■ Fuhrparkmanagement www.liermann-fleet.de In dem Prüf- und Untersuchungszentrum des Zentralbüros Bochum sind über 40 Mitarbeiter für Sie tätig. Kontakt Sachverständigen- und Ingenieurbüros Liermann GmbH + Co. KG 44807 Bochum • Vierhausstraße 4 Telefon 02 34/95 98 20 • Telefax 02 34/95 98 282 E-Mail: SV-Liermann@t-online.de Internet: www.sv-liermann.de 45891 Gelsenkirchen • Daimlerstraße 1 (ADAC-Gebäude) Telefon 02 09/8 58 23 • Telefax 02 09/8 34 99 45665 Recklinghausen • Castroper Straße 8 Telefon 0 23 61/49 19 99 • Telefax 0 23 61/49 22 99 45525 Hattingen • Poststraße 3 Telefon 0 23 24/2 20 81 • Telefax 0 23 24/2 67 37 Prüf- und Untersuchungshalle Seminare für bis zu 50 Personen können in unserem Schulungsraum durchgeführt werden. InfoFax 0234/95 98 282 ☐ ☐ Bitte schicken Sie mir Informationsmaterial zu Bitte rufen Sie mich an unter Telefon: Meine Adresse Name Firma Straße PLZ/Ort Fax Unterschrift Ich bin damit einverstanden, dass mir auch in Zukunft Informationen zugesandt werden und dass meine Adresse zu diesem Zweck elektronisch gespeichert wird. Seite kopieren – ausfüllen – ab ins Fax! SB12H4_131_131_BrMarkt_Liermann2rechtssp_AB13.indd 74 9/10/2013 5:00:03 PM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT 77 + + Verkehrsrechtsticker + + + + Sachmängelhaftung bei Inzahlunggabe des Altfahrzeugs + + Versicherung muss gegebenenfalls auch Reparaturbestätigung durch Gutachter zahlen + + Sonderheft in AUTOHAUS SchadenBusiness mit AUTOHAUS 18/2013 78 Haftung Wenn Kinder einen Schaden verursachen, unterliegen sie anderen gesetzlichen Bestimmungen als Erwachsene. Das kann bei einem Schaden am Auto weitreichende Folgen für den Geschädigten haben. 80 Autohäuser fragen – Rechtsanwälte antworten In welchen Fällen übernimmt die gegnerische Versicherung die Kosten für den Mietwagen des Geschädigten? Fotos : fotolia - Stefan Germer; fotolia - jörn buchheim SB13H3n500-AH-SR-Titel-BobbycarsWKP-j.indd 1 9/10/2013 10:54:50 AM

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EDITORIAL AUTOHAUS SCHADENRECHT » Die Verwertbarkeit der digitalen Daniela Mielchen, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV Ferngutachten ist derzeit umstritten – möglicherweise sind wir doch an die Grenzen des Digitalen gestoßen. Wie digital darf Schaden sein? Zur Frage sachverständiger Fernbegutachtung in Wunder, dass Fahrzeuge zur Verursachung eines Unfallschadens noch tatsächlich zusammenstoßen müssen. Denn alles andere läuft inzwischen digital. Dass Versicherer versuchen, die zunehmende Digitalisierung dafür zu nutzen, Anwälte und Sachverständige zum Nachteil von Autohäusern und Geschädigten aus der Schadenkommunikation und -bearbeitung herauszuhalten, ist bekannt und trägt so klangvolle Namen wie Fairplay oder QuickRKÜ. In den letzten Jahren sind aber auch findige Sachverständige auf Ideen gekommen, die Fortschritte des digitalen Zeitalters für sich zu nutzen. Derzeit machen sachverständige Fernbegutachtungen von sich reden und beschäftigen die Rechtsprechung. Hierbei stellen Gutachter Autohäusern ein Kamerasystem zur Verfügung, über das Schadengutachten von Ferne erstellt werden können. Ein Werkstattmitarbeiter des Autohauses filmt das beschädigte Fahrzeug mit Detailaufnahmen des Schadens ab, die von einem Sachverständigen aus der Ferne analysiert werden. Naheliegenderweise ist die Verwertbarkeit der auf diese Art erstellten Gutachten in Streit geraten, nicht zuletzt auch unterstützt durch jene Sachverständige, die noch mühselig vor Ort erscheinen. So kam das AG Dachau zu dem Urteil, das in dem dortigen Rechtsstreit vorgelegte Gutachten eines derart arbeitenden Sachverständigenbüros weise erhebliche Mängel auf und sei damit für eine fiktive Abrechnung nicht verwertbar (Urteil vom 30. Januar 2013, AZ 3c 1146/10). Der gerichtlich bestellte Sachverständige hatte ausgeführt, die verwendete Videotechnik stelle in keiner Weise eine den Regeln der Technik entsprechende Art zur Schadenbegutachtung dar. Dem hatte sich das Gericht angeschlossen. Die Unverzichtbarkeit der persönlichen Inaugenscheinnahme durch den Sachverständigen selbst, also das Erfordernis der höchstpersön- lichen Besichtigung, wurde auch durch das Amtsgericht Freudenstadt (Urteil vom 11. Oktober 2012, AZ 4C 607/11) bestätigt. Es urteilte: „Die Kosten für das von der Klägerin vorgelegte Gutachten des Ingenieurbüros sind nicht erstattungsfähig. Wie der (gerichtliche) Sachverständige in seinem Gutachten ausführlich begründet und vom Gericht nachvollzogen dargelegt hat, ist ein auf dieser Grundlage erstelltes Gutachten aufgrund der vom Sachverständigen ausführlich dargelegten Schwächen ungeeignet zur Frage der Schadenerstattung. Dies gelte erst recht dann, wenn aufgrund des Alters des Fahrzeugs neben dem Schadensumfang zur Festsetzung des merkantilen Minderwerts auch der Gesamtzustand des Fahrzeugs und die Unfallfreiheit beurteilt werden solle.“ Zu einem anderen Ergebnis kam indes das Amtsgericht Böblingen (Urteil vom 27. Februar 2013, AZ 20 C 2445/12) in einem Fall desselben Sachverständigenbüros: „Soweit die Beklagte darauf hinweist, dass das Gutachten zur Frage der Schadensermittlung ungeeignet sei, kann dem nicht gefolgt werden.“ Allein die Tatsache, dass der Sachverständige nach einem Fernbegutachtungssystem vorgegangen sei, lasse das Gutachten ohne das Hinzutreten weiterer Umstände nicht als ungeeignet zur Schadensberechnung erscheinen. So lässt sich wohl sagen, dass die Verwertbarkeit der mit derartigen Gutachtensystemen erstellten Gutachten derzeit umstritten ist und wir hier möglicherweise doch an die Grenzen des Digitalen gestoßen sind. IMPRESSUM AUTOHAUS SCHADENRECHT erscheint in AUTOHAUS SchadenBusiness mit AUTOHAUS 18/2013 Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht Deutscher Anwaltverein (DAV) e. V. Chefredaktion: Daniela Mielchen Realisierung: Fachmedien München GmbH Verlagsvertretung Presse + PR Pfauntsch Otto-Hahn-Straße 28, Aufgang 4 85521 Ottobrunn-Riemerling Tel. 0 89/6 65 90 70 - 0 / Fax -20 Koordination und Schlussredaktion: Simone Hein, Franziska Ziegler Korrektorat: Simone Meißner Herstellung: Maren Krapp (Leitung) Grafik/Layout: Gertrude Dorn, Sabine Winzer Druck: Stürtz GmbH, 97080 Würzburg AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n501-AH-SR-Edi-ImprWKP-j.indd 76 9/10/2013 10:55:50 AM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT + + + + VERKEHRSRECHTSTICKER + + + + Haftung bei Inzahlunggabe eines Altfahrzeuges Gibt der Käufer beim Erwerb eines Autos sein Altfahrzeug in Zahlung, ist in dem vom Verkäufer verwendeten Ankaufvertrag regelmäßig kein Ausschluss der Sachmängelhaftung formuliert. Doch von der Rechtsprechung wird in diesem Fall ein stillschweigend vereinbarter Haftungsausschluss angenommen. Ein solcher ergebe sich aus den besonderen Umständen dieser Konstellation. Wer den Kaufpreis für ein Fahrzeug teilweise mit dem finanziere, was er vom Händler für sein Altfahrzeug erhalte, müsse davon ausgehen können, dass der Verkauf seines Altfahrzeuges endgültig Bestand habe. So ging auch das Landgericht in erster Instanz in einem vom Bundesgerichtshof (BGH) entschiedenen Fall (Urteil vom 19. Dezember 2012, Az VII ZR 117/12) davon aus, dass ein stillschweigender Haftungsausschluss beim Ankauf des Altfahrzeugs vereinbart worden war – obgleich der Ankaufschein keine Regelung enthielt. Der Käufer hatte in dem Ankaufschein über sein Altfahrzeug, einen Audi A6, unter der vorgedruckten Rubrik unterstrichen und eingekreist, dass das Fahrzeug keine Unfallschäden erlitten habe – obwohl er selbst mit dem Fahrzeug erst ein halbes Jahr zuvor einen Unfall hatte. Darüber hinaus hatte er die Schäden aus dem Unfall nicht einmal fachgerecht instandsetzen lassen. Das Landgericht war in erster Instanz der Auffassung, der Unfallschaden sei von dem Haftungsausschluss umfasst. Die Verkäuferin habe nicht erwarten dürfen, Wer beim Kauf eines neuen Autos das alte in Zahlung gibt, sollte an die Sachmängelhaftung denken. dass ein vier Jahre altes Fahrzeug mit 160.000 Kilometern in jeder Hinsicht mangelfrei sei. Darüber hinaus könne man davon ausgehen, dass die Verkäuferin das Auto auch angekauft hätte, wenn sie von dem Mangel gewusst hätte. Zudem sei sie ohne weiteres in der Lage gewesen, das Fahrzeug vor dem Erwerb auf vorhandene Mängel zu untersuchen. Der BGH sah hingegen die fehlende Unfallfreiheit nicht durch einen (stillschweigenden) Gewährleistungsausschluss gedeckt. Durch den Vermerk auf dem Ankaufschein hätten die Parteien eine konkrete Beschaffenheitsvereinbarung über die Unfallfreiheit getroffen. Sei eine Beschaffenheit vertraglich ausdrücklich vereinbart, könne diese nicht gleichzeitig von einem Haftungsausschluss umfasst sein. Es könne nur die Haftung für solche Mängel ausgeschlossen sein, die eine gewöhnliche Verwendung oder übliche Beschaffenheit des Fahrzeuges beeinträchtigten und dazu führten, dass dieses nicht die Beschaffenheit aufweise, die hier der Ankäufer nach der Art der Sache erwarten konnte. Die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit „keine Unfallschäden“ sei jedoch geschuldet. Der Käufer musste sein Altfahrzeug zurücknehmen, Zug um Zug gegen Rückzahlung des Ankaufspreises zuzüglich Zinsen und vorgerichtlicher Anwaltskosten. Eva Holst, Rechtsanwältin Mielchen & Coll. Versicherung muss Reparaturbestätigung zahlen Bei in Eigenregie reparierten Schäden, bei denen der Nachweis der erfolgten Reparatur nicht über die Vorlage einer Reparaturrechnung möglich ist, muss die gegnerische Haftpflichtversicherung die Reparaturbestätigung durch einen Sachverständigen zahlen. Dies entschied das Amtsgericht (AG) Stuttgart-Bad Cannstatt (Urteil vom 29. Mai 2013, Az 4 c 712/13) mit der Begründung, dass der Geschädigte später in die Lage kommen könne, die Durchführung der Reparatur nachweisen zu müssen, etwa bei einem Weiterverkauf oder erneuten Schaden. Es entspreche durchaus dem wirtschaftlichen und verständigen Denken des Geschädigten, sich für solche Fälle eine Reparaturbestätigung eines Sachverständigen ausstellen zu lassen. Diese zweckmäßige und angemessene Maßnahme stelle damit einen zu erstattenden Folgeschaden dar. Praktisch bedeutsam wird die Vorlage einer Reparaturbestätigung in Fällen, in denen aufgrund der Feststellung eines Vorschadens (z. B. durch Registrierung im sog. HIS-System) bei einem Neuschaden geprüft wird, ob gegebenenfalls eine Doppelabrechnung vorliegt. Kann der Betroffene in einem solchen Fall nicht nachweisen, dass das Schadenbild vollständig dem Neuschaden zuzuordnen ist und der Altschaden ordnungsgemäß repariert wurde, erhält er nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip keinerlei Schadenersatzleistung, da der Neuschadenanteil nicht beziffert werden kann. Aufgrund dieses Risikos ist es bei Eigenreparatur zu empfehlen, derartige Beweisprobleme durch Einholung einer sachverständigen Reparaturbestätigung zu vermeiden. Nach Ansicht des AG Stuttgart-Bad Cannstatt ist dies nun auch auf Kosten der gegnerischen Versicherung möglich. Dr. Daniela Mielchen, Rechtsanwältin und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV Das AG hat entschieden, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung unter Umständen auch die Kosten der Reparaturbestätigung durch den Sachverständigen übernehmen muss. Fotos: fotolia - goodluz; fotolia - hawi 18/2013 AUTOHAUS 77 SB13H3n502-AH-SR-TickerWKP-j.indd 77 9/10/2013 10:47:37 AM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT Kinderleicht HAFTUNG einen – Wenn Kinder in haftungsUnfall verwickelt sind, gelten rechtliche Besonderheiten. Das ist auch dann von Bedeutung, wenn ein Kind einen Schaden verursacht hat. VON RÜDIGER WEICHELT inder, insbesondere LESEN SIE HIER... Vorschulkinder, ge­ ... welche Gesetze die Haftbarkeit von hören zu den schwä­ Kindern festlegen und welche Folgen cheren und besonders gefähr­ das für Geschädigte haben kann. deten Verkehrsteilnehmern. Sie bewegen sich im Straßen­ verkehr noch unsicher und können Situationen meist nicht gänz­ lich überblicken oder gar vorausschauend einschätzen. Dadurch gelten für sie einige haftungsrechtliche Besonderheiten – nicht nur bei Verkehrsunfällen. Verursacht ein Kind als Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr einen Schaden, können die beson­ deren Haftungsbestimmungen für den betroffenen Fahrzeug­ halter weitreichende Konsequenzen haben. Was man diesbezüg­ lich als Verkehrsteilnehmer wissen sollte, wird im Nachfolgenden zusammengefasst. Allgemein sind Kinder bis zur Vollendung des siebten Lebens­ jahres gemäß Paragraph 828 Abs. 1 BGB nicht deliktfähig. Das heißt, sie haften nicht für durch sie verursachte Schäden. Da je­ doch auch ältere Kinder den Gefahren des modernen Straßen­ verkehrs noch nicht Kinder bis zur Vollendung gewachsen des zehnten Lebensjahres s i n d , h at haften nicht für Fahrlässigkeit der Gesetz­ geber (seit im Straßenverkehr. dem 1. Au­ gust 2002) Kinder vom vollendeten siebten Lebensjahr bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres den deliktunfähigen Per­ sonen gleichgesetzt (§ 828 Abs. 2 BGB n. F.). Dieser Paragraph gilt, wenn es sich um Unfälle mit einem Kraftfahrzeug, einer Schienenbahn oder einer Schwebebahn handelt. Das hat für den betroffenen Unfallgegner zur Folge, dass Kin­ der bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres für jede Form von Fahrlässigkeit im Straßenverkehr nicht haften – und sie hin­ sichtlich eigener Ansprüche auch kein Mitverschulden trifft. Lässt beispielsweise ein achtjähriges Kind sein Fahrrad vom Bürgersteig auf die Straße rollen und beschädigt dadurch ein vorbeifahrendes Auto, sind Schadensersatzansprüche aufgrund der geltenden Ge­ setzgebung (§ 828 Abs. 2 BGB) ausgeschlossen. Gleichzeitig kann Kinder bis zu gewissem Alter nicht deliktfähig Kinder unterliegen besonderen Haftungsbeschränkungen – das kann bei einem Unfall zu weitreichenden Konsequenzen führen. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n503-AH-SR-WeicheltWKP-j.indd 78 9/11/2013 3:09:04 PM Fotos: fotolia - Photophonie; fotolia - Gina Sanders

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AUTOHAUS SCHADENRECHT Bei Haftungsfragen, vor allem wenn es um durch Kinder verursachten Schaden geht, kann der Rat eines Fachanwaltes viel Ärger ersparen. der betroffene Fahrzeughalter seine Haftung aus der Betriebs­ gefahr des Fahrzeugs nur ausschließen, wenn er einen Nachweis höherer Gewalt erbringt. Dies ist jedoch häufig nicht möglich. Schaden an geparkten Autos Da sich auch ordnungsgemäß im öffentlichen Verkehrsraum ab­ gestellte Kraftfahrzeuge „im Betrieb“ befinden, ergaben sich Schwierigkeiten, wenn ein Kind gegen ein Kfz des ruhenden Ver­ kehrs fuhr oder fiel. Der BGH schränkte hier die Haftungsprivi­ legierung des Paragraphen 828 Abs. 2 BGB insoweit ein, als sich im Unfall eine „typische Überforderungssituation des Kindes durch spezifische Gefahren des motorisierten Verkehrs realisiert haben müsse“. Dies sei jedoch gerade nicht der Fall, wenn ein Kind mit seinem Kickboard oder Fahrrad gegen ein ordnungs­ gemäß geparktes Fahrzeug fährt oder fällt, so dass dann ein Kind dieser Altersgruppe doch für den von ihm verursachten Schaden am Fahrzeug haftet. Anders verhält es sich jedoch, wenn es sich um ein verkehrsbedingt haltendes Kfz oder ein am Fahrbahnrand stehendes Fahrzeug mit geöffneten Türen handelt. Zwischen 10 und 18 Jahren Kinder nach Vollendung des 10. Lebensjahres bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres haften, wenn sie verschuldensfähig sind und die nötige Einsichtfähigkeit und das erforderliche Verantwor­ tungsbewusstsein besitzen (§ 828 Abs. 3 BGB). Hierbei ist darauf abzustellen, ob das Kind nach dem allgemeinen Stand der Ent­ wicklung seiner Altersgruppe die erforderliche Reife erreicht hatte, um die Fahrlässigkeit zu bestätigen. Dafür sind sämtliche Umstände, wie Spieltrieb, Impulsivität oder Affektionen, zu berücksichtigen. meist der Eltern – g re i fe n ( § 8 3 2 Rechtsanwalt Rüdiger BGB). Der Um­ Weichelt ist in der Kanzfang der gebotenen lei Seichter RechtsanwälAufsicht wird je­ te mit Sitz in Laupheim (Baden-Württemberg) doch je nach Ein­ tätig. Er ist Verkehrszelfall beurteilt anwalt und Mitglied der und nach Alter, Ei­ Arbeitsgemeinschaft genart und Cha­ Verkehrsrecht im Deutrakter des Kindes schen Anwaltsverein. bestimmt. Darüber Gleichzeitig ist er ständiger Autor im Schadenshinaus ist es rele­ fixblog, dem Unfallservice der Verkehrsanwälte und als solcher insbesondere auf das Schadenmavant, ob das schä­ nagement für Autohäuser spezialisiert. digende Verhalten vorhersagbar war. Zudem muss untersucht werden, was verständige Eltern nach vernünftigen Anforderungen in der konkreten Situation an er­ forderlichen und zumutbaren Maßnahmen hätten treffen müs­ sen, um eine Schädigung Dritter durch ihr Kind zu verhindern. Auch ein derartiges Vorgehen gegen den Aufsichtspflichtigen ist jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, da die Haf­ tungsprivilegierung des Kindes nicht durch eine Verschärfung der Aufsichtspflicht unterlaufen werden darf (§ 828 Abs. 2 BGB). RA RÜDIGER WEICHELT Erfüllung der Aufsichtspflicht Neben einer Haftung des Kindes kann eine selbständige Schadensersatzver­ pflichtung des Aufsichtspflichtigen – 18/2013 Aufgrund der stets anzustellenden Einzelfallabwägungen und den hohen Beweisanforderungen für den geschädigten Fahr­ zeughalter wird daher dringend angeraten, bereits frühzeitig einen auf Verkehrsrecht spezialisierten Rechtsanwalt mit der weiteren Interes­ Die Haftungsprivilegierung senwahrnehmung zu beauftragen. Eine freiwillige Kompensation gegebenen­ darf nicht durch Verschärfalls durch den privaten Haftpflichtver­ fung der Aufsichtspflicht sicherer des Schädigers ist mehrheit­ unterlaufen werden. lich nicht zu erreichen. ■ Gut beraten bei Einzelfall-abhängiger Rechtsprechung AUTOHAUS 79 SB13H3n503-AH-SR-WeicheltWKP-j.indd 79 9/11/2013 3:09:06 PM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT Autohäuser fragen und Rechtsanwälte antworten abwicklung an die Verkehrsanwälte des Deutschen Anwalt Vereins (DAV). Frage: Die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners hat unserem Kunden gesagt, er dürfte nur Kosten verursachen, die er selber zahlen würde, wenn keine Erstattungspflicht bestünde. Jetzt zögert er, einen Mietwagen zu nehmen, weil er und seine Frau sich bei eigener Kostentragungspflicht mit einem Auto arrangieren würden. Wir dachten, ab einem Fahrbedarf von 25 Kilometern darf er immer einen Mietwagen nehmen. Was ist richtig? Christian Janeczek: Der Kunde darf einen Mietwagen in Anspruch nehmen, denn er hat während der unfallbedingten Ausfallzeit seines Kfz einen Anspruch auf ein Mietfahrzeug zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung seiner Mobilität. Dies gilt grundsätzlich für den unverschuldeten unfallbedingten Ausfall des beschädigten Fahrzeugs. Es entspricht natürlich dem Grundgedanken von Versicherern, den Schaden so gering wie möglich zu halten – wobei sie dabei Geschädigten häufig Verpflich80 tungen auferlegen, die dem Gesetz widersprechen. So ist häufig die Einwendung zu lesen, dass der Geschädigte sich nach einem fremd verschuldeten Unfall so zu verhalten habe, wie wenn er den Unfall selbst verursacht hätte. Der sparsame Mensch würde dann möglicherweise versuchen, durch besondere Anstrengung die Inanspruchnahme eines Mietwagens zu verhindern. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass der Geschädigte sich so verhalten muss, wenn ein Schädiger existiert, der Schadensersatz zu leisten hat. Der Geschädigte muss grundsätzlich und niemals zugunsten des Schädigers sparen. Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (z. B. VI ZR 138/95). Ihn trifft allein die Verpflichtung, sich so zu verhalten, wie sich ein vernünftig denkender Dritter in der Situation des Geschädigten verhalten würde. Vorliegend bedeutet dies, dass bei einem Fahrbedarf von 25 Kilometern täglich grundsätzlich ein Mietwagen in Anspruch genommen werden darf, wenn kein Ersatzfahrzeug unproblematisch vorhanden ist. Gibt es zwei potenzielle Nutzer eines Autos in der Familie, steht jedoch nach einem Unfall nur noch ein Kfz zur Verfügung, kann ein Ersatzfahrzeug angemietet werden. Stellt sich im Nachhinein übrigens heraus, dass der Fahrbedarf geringer ist, war dies zuvor aber nicht absehbar oder ist es grundsätzlich nötig, jederzeit ein Fahrzeug verfügbar zu haben, kann auch dann ein Anspruch auf Ersatz der Mietwagenkosten bestehen. Dies wurde durch den Bundesgerichtshof mit Urteil vom 05.02.2013 zu AZ VI ZR 290/11 betont. ■ NOCH FRAGEN? Sind Rechtsaspekte unklar? Haben Sie Fragen an die Fachanwälte? Dann schreiben Sie bitte an: AUTOHAUS SchadenBusiness Otto-Hahn-Straße 28 85521 Ottobrunn-Riemerling d.mielchen@mielco.de Foto: fotolia - Christian Jung DIALOG E In dieser Rubrik stellen Leser ihre Fragen zur Unfallschaden- AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n504-AH-SR_Fragen_AntwortenWKP-j.indd 80 9/10/2013 11:40:50 AM

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SCHADEN-BUSINESS Robustes Hightech WEITERBILDUNG Der MAS organisierte ein Seminar zur Begutachtung von – Geräten und Sondermaschinen. Die robuste Technik ist landwirtschaftlichen anspruchsvoll und benötigt spezialisierte Sachverständige. VON DR.-ING. HOLGER ENGE Bild oben: Referent Peter Lausecker sensibilisierte die Sachverständigen, sich intensiv mit der komplexen Technik und der Plausibilität bei Schäden zu befassen. Bild links: Das MAS-Seminar für Landmaschinen fand mit kompetenter Unterstützung der Porst Landtechnik im sächsischen Ostrau statt. Serviceleiter Peter Kowalski erläutert hier die Spezifika eines Mähdreschers im Detail. LESEN SIE HIER... ... welche Herausforderungen auf Sachverständige zukommen, wenn diese Schäden an Landmaschinen fachgerecht begutachten wollen. Komplexe Technik utarkes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern ebenso bei Landwirten bereits Realität. Auch wenn aus rechtlichen Gründen der Bediener noch mit über ein Feld fahren muss. Das GPS-Navigieren im Zentimeterbereich setzt allerdings Hightech voraus. Dass die zugleich robuste Technik nicht gleichzeitig modern sei, kann indes zurückgewiesen werden. „In den aktuellen Schleppern steckt mindestens ebenso viel Elektronik wie in einem Mittelklasseauto.“ Dieser Meinung ist beispielsweise der Mindener SV Rolf Lausecker, MAS-Referent und ausgewiesener Kenner der Materie. Nach Abschluss des eintägigen Seminares bei der Porst Landtechnik GmbH im sächsischen Ostrau teilten alle Teilnehmer seine Ansicht. 18/2013 Fotos: Enge - Presse + PR Pfauntsch Besonders in den letzten Jahren haben sich Großgeräte wie Schlepper und Mähdrescher zu überaus komplexen Maschinen entwickelt. Ebenso wie bei einem Pkw erfolgen die Steuerungen meist elektronisch. Hinzu kommen teils sehr umfangreiche mechanische und/oder hydraulische Antriebe, die es selbst bei Nutzfahrzeugen in dieser Fülle nur selten gibt. Neben der technischen Auslegung sind die reinen Abmaße mit Schnittbreiten von 12 bis 16 Metern und vor allem die Einsatzorte bei der Begutachtung von Bedeutung. Sachverständige, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, sollten zudem auch noch ein gewisses Grundverständnis in der Bodenbearbeitung besitzen. reich ist es, wenn der direkte Kontakt zur betreuenden Werkstatt gesucht wird und eine vollständige Fahrzeugakte den Einsatz nachvollziehbar macht“, so Lausecker. Gerade die Absprache von Notreparaturen, zum Beispiel während der Ernte, kann die Kosten für einen Nutzungsausfall erheblich verringern. Genaues Hinschauen notwendig Große Variantenvielfalt Hinzu kommt, dass eine fast unüberschaubare Typenvielfalt, gepaart mit zusätzlichen, individuellen Anbaugeräten, eine genaue Zuordung erschwert. „Hilf- Dass bei der Recherche und Erstellung von Gutachten besondere Sorgfalt notwendig ist, versteht sich von selbst. Doch bei den hochpreisigen Großgeräten können bereits kleine Abweichungen große Differenzen nach sich ziehen. So kann etwa bei einem Schlepper eine andere Reifenspezifikation (herstellerunabhängig) durchaus einen Unterschied im Wert von bis zu 7.000 Euro ausmachen. Sehr hilfreich waren der vertiefende Einblick in diverse Modelle und die detaillierten Erläuterungen durch kompetente Mitarbeiter der Firma Porst Landtechnik. ■ AUTOHAUS 81 SB13h3n29-News_MAS_LandtechWKP-j.indd 81 9/11/2013 10:17:41 AM

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SCHADEN-BUSINESS Sicher befördern VORSCHAU 27. September in – Das dritte DIQ-Symposium am Themen rund um Karlsruhe befasst sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit allen den Transport von Personen und Gütern sowie die Ladungssicherung. VON DR.-ING. HOLGER ENGE efahr, die von unzureichend gesicherter Ladung ausgehen kann, wird häufig unterschätzt. Auch wenn es um die sichere Personenbeförderung geht, beleuchtet das kommende dritte DIQ-Symposium „Sicheres Befördern auf unseren Straßen“ diese Thematik. Dabei geht es unter anderem um moderne Ladungssicherung und um die immer wiederkehrende Problematik der vielfach mit schlecht gesicherter Fracht schnell und aggressiv fahrenden Kleintransporter. Sicherheit wird aufgegriffen Wie können elektronische Systeme veränderliche Massen und Schwerpunkte bei der Zuladung beeinflussen? Wie fließen die Anforderungen an einen sicheren Transport in die Entwicklung von Fahrzeugen ein? Fragen, die nicht nur Konstrukteure, sondern alle mit der Sicherheit im Straßenverkehr befassten Institutionen und Unternehmen beschäftigen. Der Veranstalter, das Deutsche Institut für Qualitätsförderung e.V. (DIQ), hat dazu erstklassige Referenten verpflichtet, die diese aktuellen Themen aus Sicht ihrer Fachbereiche den Teilnehmern darlegen werden. Das dritte DIQ-Symposium steht unter dem Motto „Sicheres Befördern auf unseren Straßen“ und betrachtet die gesamte Thematik des Transportes von Personen und Gütern. Insassenschutz hat Priorität IMPRESSUM AUTOHAUS SchadenBusiness erscheint mit AUTOHAUS 18/2013 Chefredaktion Walter K. Pfauntsch Chef vom Dienst (CvD) Laura Keßler Redaktion Dr.-Ing. Holger Enge, Simone Hein, Henrik Pfauntsch, Frederik Pfauntsch, Sebastian Schinhammer Realisierung Springer Fachmedien München GmbH Verlagsvertretung Presse + PR Pfauntsch Otto-Hahn-Straße 28, Aufgang 4 85521 Ottobrunn-Riemerling Tel. 0 89/6 65 90 70 - 0 (Redaktion) 0 89/6 65 90 70 - 15 (Anzeigen) Fax 0 89/6 65 90 70 - 20 redaktion@pfauntsch-medien.de Koordination und Schlussredaktion Franziska Ziegler Korrektorat Simone Meißner Gesamtleitung Herstellung Maren Krapp Grafik/Layout Gertrude Dorn, Diane Laudien, Sabine Winzer Anzeigenverkauf Michael Harms (Anzeigenleiter) Andrea Häring-Pfauntsch (verantw.) Silvia Bauer (Verwaltung) Verlag Springer Fachmedien München GmbH Springer Automotive Media Aschauer Straße 30, 81549 München Tel. 089/20 30 43-0 Druck Stürtz GmbH, Alfred-Nobel-Str. 33, 97080 Würzburg Erscheinungsweise SchadenBusiness (SB) erscheint als Beilage zu AUTOHAUS mit sechs Heften im Jahr: vier SchadenBusinessMagazine sowie zwei SchadenBusiness-Jahresdossiers „Automobilbranche” und „Kfz-Assekuranz”. Zudem erscheint wöchentlich der SB-Online-Newsletter AUTOHAUS-Schaden§manager. Einzelverkaufspreis SchadenBusiness-Hefte: 15,- Euro (zzgl. 7 % MwSt. und Versand) Einzelverkaufspreis Kfz-Assekuranz: 35,- Euro (zzgl. 7 % MwSt. und Versand) Service-Telefon: 01 80/19 00 (14 ct./min) Fragen nach dem Umgang mit dem wertvollsten Beförderungsgut, dem Menschen, stellen sich selbstverständlich auch. Etwa: Wie kann ein Gesetz umgesetzt werden, das Kindersitze in Bussen zwingend vorschreibt? Oder: Wie sicher werden behinderte Mitmenschen transportiert? Antworten auf all diese Fragen liefert das dritte DIQ-Symposium in Karlsruhe am 27. September 2013. Zudem besteht die Möglichkeit, in Diskussionen die Thematik nach Bedarf weiter zu vertiefen. Näheres unter www.diq.org. ■ 82 AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n30-Ausblick_Impressum_DIQ_SymposiumWKP-j.indd 82 9/11/2013 1:23:33 PM Foto: DIQ e. V. Bei Springer Fachmedien München GmbH (Springer Automotive Media) erscheinen auch die Zeitschriften Auto Service Praxis, GW-trends und Autoflotte.

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SCHADEN-BUSINESS sionen oder schleuderndem Abkommen von der Fahrbahn. „Unzureichende Sicht, Fehleinschätzung von Abständen und Geschwindigkeiten sowie die eigene Ungeduld sind nur einige Gründe für den oft fatalen Entschluss zum Überholen“, erklärt Dr. Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH. „Die hohe Lkw-Dichte führt zu deutlichen Geschwindigkeitsdifferenzen und dem Wunsch von Pkw-, aber auch Motorradfahrern, schnell zu überholen.“ Abhilfe schaffen könne hier ein dritter Fahrstreifen im Richtungswechsel. Dessen Effizienz belege aktuell eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Die Überholunfälle wurden deutlich reduziert. Die Studie untersuchte auch die Wirksamkeit von ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Auf den Untersuchungsstrecken sank die Zahl der Unfälle um bis zu 52 Prozent. Wartung und Service wichtig Ziel muss es laut DEKRA auch sein, für jedes sicherheitsrelevante System die zuverlässige Funktion über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs zu gewährleisten. Wartung und Service dürften also nicht vernachlässigt werden. Einen entscheidenden Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leiste hier auch die periodische Fahrzeugüberwachung. Wie wichtig die Aufdeckung von technischen Mängeln gerade für die Sicherheit auf Landstraßen ist, zeigten die DEKRA-Auswertungen von Unfallgutachten der Jahre 2002 bis 2011. Danach waren in diesem Zeitraum 52 Prozent aller unfallrelevanten technischen Mängel auf Landstraßen zu verzeichnen. Dr. Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH Zahl der Gurtmuffel steigt wieder FAS retten Leben Ein hohes Sicherheitspotenzial bieten bekanntermaßen nicht zuletzt auch Fahrerassistenzsysteme wie das elektronische Stabilitätsprogramm ESP oder Spurhalteassistenten. „Solche Systeme werden mittlerweile auch in Volumenmodellen der Klein- und Mittelklasse serienmäßig oder gegen einen vergleichsweise geringen Aufpreis angeboten“, so Dr. Neumann. „Autokäufer sollten im Interesse ihrer eigenen Sicherheit darauf setzen.“ Unabhängig von Fahrerassistenzsystemen bleibe der Sicherheitsgurt Lebensretter Nummer eins und sollte konsequent genutzt werden, geben die Prüfexperten zu bedenken. Nach Angaben der BASt liege die Sicherungsquote für Pkw-Insassen auf Landstraßen bei 98 Prozent. Diese Zahlen bestätigten auch eine bundesweite DEKRA Erhebung vom Mai 2012. Andererseits zeige eine Auswertung der Datenbank GIDAS (German In-Depth Accident Study) von 2006, dass die bei Unfällen ermittelte Gurtanlegequote mit der Zunahme der Verletzungsschwere sinkt. Bezogen auf alle unfallbeteiligten Pkw-Insassen ergab sich über alle Verletzungsklassen hinweg eine Gurtquote von unter 85 Prozent. Besonders alarmierend: 60 Prozent der auf Landstraßen in Unfälle mit Personenschaden verwickelten Pkw-Insassen, die nicht angeschnallt sind, werden schwer oder gar tödlich verletzt. ■ „SMALL OVERLAP“: DEKRA TESTET FAHRZEUGE NACH AKTUELLEN US-TESTPROZEDUREN Der sogenannte „Small Overlap“-Test simuliert einen Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos auf etwa der Breite nur eines Scheinwerfers. Der Crashtest gemäß der aktuellen Testprozedur des US-amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Bei einem solchen Zusammenprall wirken Unfallexperten zufolge ganz andere Belastungen auf das Fahrzeug als bei einer größeren Überdeckung. Manche der üblicherweise eingebauten passiven Sicherheitssysteme des Fahrzeugs würden in diesem Fall nicht mehr greifen. Klar ist laut DEKRA-Prüfspezialisten, dass der Test in seiner Bedeutung für die Fahrzeugentwicklung zunehmen wird – insbesondere, wenn es um den Verkauf von Autos in den USA gehe. DEKRA bietet daher das neue Testszenario jetzt in ihrem Crash Test Center in Neumünster an. Mit einem Vorversuch im August wurde der Small-Overlap-Test zum ersten Mal umgesetzt. Dabei wurde ein Minivan aus USProduktion mit Baujahr 2006 gecrasht. Auch die ersten Versuche in Kundenauftrag seien inzwischen schon gefahren worden, heißt es. Besonderen Wert legen die DEKRAExperten nach eigenen Angaben auch darauf, dass sie den Small-Overlap-Test nicht nur auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor anwenden können, sondern auch auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, beispielsweise Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellenantrieb. „Als Dienstleister für die Fahrzeughersteller wollen wir immer das gesamte Portfolio anbieten können. Alle relevanten Tests, die aktuell auf der Welt gefahren werden, im DEKRA Crash Test Center umsetzen zu können, ist unser ständiger Anspruch“, so Frank Leimbach, Bereichsleiter DEKRA Technology Center. Für die neue Testprozedur wurde im DEKRA Crash Test Center unter anderem in eine komplett neue Barriere investiert. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n36-DEKRA ReportNEUWKP-j.indd 70 9/11/2013 10:12:52 AM Fotos: Presse + PR Pfauntsch, DEKRA

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SCHADEN-BUSINESS Weltklasse LEIPZIG Die deutsche Nationalmannschaft hat bei –Berufe überaus erfolgreich abgeschnitten.der diesjährigen Weltmeisterschaft der Der Karosseriespengler Christian Heinz holte in seiner Kategorie die Bronzemedaille. VON HOLGER ENGE UND SIMONE HEIN LESEN SIE HIER... ... was die Teilnehmer vor allem der Auto-/ Karosseriebauer-Sparte bei der Berufe-WM 2013 geleistet haben. it einer Abschlussfeier und Siegerehrung gingen am 7. Juli die „WorldSkills Leipzig 2013“ zu Ende. Vier Tage lang hatten sich bei der Weltmeisterschaft der Berufe rund 1.000 Teilnehmer aus mehr als 53 Ländern und Regionen in 46 verschiedenen BerufsDisziplinen gemessen. Der deutsche Teilnehmer für den Wettbewerbsberuf „Autobody Repair“ (Karosseriespengler), Christian Heinz aus dem hessischen Wehrheim, holte in dem internationalen Wettbewerb gegen 19 weitere Teilnehmer die Bronzemedaille und damit das seit zehn Jahren beste deutsche Ergebnis in dieser Disziplin. Ansporn für Ausbildungsberufe Christian Heinz (vordere Reihe 4. v. l.) mit den deutschen Medaillengewinnern bei der Abschlussfeier zur Berufe-Weltmeisterschaft „WorldSkills Leipzig 2013“. An insgesamt vier Wettbewerbstagen mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen – darunter Karosserievermessung, Richtarbeiten, Teilersatz und Ausbeularbeiten sowie Fehlersuche und Rückstellung der Überrollbügel bei einem Cabrio – setzte sich Heinz gegen starke Konkurrenz durch: Am Ende lagen nur der Japaner Yasuo Yamada (Gold) sowie der chinesische Teilnehmer Kai-Lun Ji (Silber) vor ihm. ZKF-Präsident Peter Börner wertete die Leistung als „Ansporn für die Ausbildung im deutschen Handwerk und speziell für den Ausbildungsberuf des Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikers“. Das fast tägliche Training mit seinem Betreuer Richard Büttner und Supervisor Gerd Riegelhof im elterlichen Betrieb vor der Berufsweltmeisterschaft sowie die zwischenzeitliche Ablegung seiner Meisterprüfung im Karosserie- und Fahrzeug72 bauerhandwerk haben sich für Christian Heinz ausgezahlt. Unterstützung für den Sieger Der ZKF hatte den deutschen Kandidaten und seine Betreuer organisatorisch und finanziell unterstützt. Zulieferer und Ausrüster aus dem Kfz-Bereich – wie die Firmen BMW Euler, Carbon GmbH, Car-O-Liner Deutschland GmbH, EUROGARANT AutoService AG, Miracle Europe GmbH, Mirka Schleifmittel GmbH sowie die Messe Frankfurt mit ihrem Automechanika-Team – haben als Sponsoren ebenfalls zum Erfolg des deutschen Kandidaten im Wettbewerbsberuf „Autobody Repair“ aktiv mit beigetragen. Insgesamt waren alle Beteiligten am Ende mit dem Abschneiden ihres Schützlings sehr zufrieden. Sehr zufrieden konnte auch Tobias Dörn sein, der im Wettbewerbsberuf „Car Painting“ (Fahrzeuglackierung) zwar eine Medaille verfehlte, aber dennoch für seinen zehnten Platz ein „Medaillon for Excellence“ zur Anerkennung sehr guter Leistungen erhielt. Der ZKF schloss sich dem Gratulationscour für Tobias Dörn und seinen Betreuer gerne an. Kurz nach dem Wettbewerb empfing auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Medaillenträger im Berliner Kanzleramt und lobte die Nationalmannschaft für ihr gutes Abschneiden. Insgesamt holten die deutschen Teilnehmer in zwei Wettbewerben Gold, in vier Wettbewerben Silber und in drei Wettbewerben Bronze. Das sind mehr als doppelt so viele Medaillen wie bei den letzten WorldSkills 2011 in London. ■ 18/2013 AUTOHAUS SB13H3n28-Berufe WM-SHWKP-j.indd 72 9/11/2013 2:52:15 PM Fotos: ZKF

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D SCHADEN-BUSINESS MARKT ANZEIGE Liermann GmbH + Co. KG Das Unternehmen Seit über 80 Jahren im Dienste der Kraftfahrt Sachverständigen- und Ingenieurbüros Die Leistungen ■ Schadengutachten und Beweissicherungen an Kraftfahrzeugen, Maschinen, Motoren und Wasserfahrzeugen ■ Unfallrekonstruktionen, Kausalitätsund Kompatibilitätsprüfungen ■ Gutachten von anerkannten Sachverständigen (BVSK, ZAK-Zert, BWVS, VBA) ■ Vom Forschungsinstitut für Pigmente und Lack e.V. anerkannte Sachverständige für Automobillacke und Immissionsschäden ■ Brandursachenermittlungen ■ Labortechnische Untersuchungen, Schloss- und Schlüsseluntersuchungen u. Ä. ■ Havariegutachten ■ Sicherheitstechnische Prüfdienste (AsiG und UVV für Büros, Betriebe, Praxen etc.) ■ Abnahmen von Hebebühnen und Kränen ■ Oldtimerbewertungen für Schäden und Versicherungsabschlüsse ■ Bewertungen und Überwachungen von Restaurationsarbeiten ■ Verdienstausfall-Berechnungen ■ ADAC-Vertragssachverständiger ■ VBS Wassersport-Sachverständige ■ Fuhrparkmanagement www.liermann-fleet.de In dem Prüf- und Untersuchungszentrum des Zentralbüros Bochum sind über 40 Mitarbeiter für Sie tätig. Kontakt Sachverständigen- und Ingenieurbüros Liermann GmbH + Co. KG 44807 Bochum • Vierhausstraße 4 Telefon 02 34/95 98 20 • Telefax 02 34/95 98 282 E-Mail: SV-Liermann@t-online.de Internet: www.sv-liermann.de 45891 Gelsenkirchen • Daimlerstraße 1 (ADAC-Gebäude) Telefon 02 09/8 58 23 • Telefax 02 09/8 34 99 45665 Recklinghausen • Castroper Straße 8 Telefon 0 23 61/49 19 99 • Telefax 0 23 61/49 22 99 45525 Hattingen • Poststraße 3 Telefon 0 23 24/2 20 81 • Telefax 0 23 24/2 67 37 Prüf- und Untersuchungshalle Seminare für bis zu 50 Personen können in unserem Schulungsraum durchgeführt werden. InfoFax 0234/95 98 282 ☐ ☐ Bitte schicken Sie mir Informationsmaterial zu Bitte rufen Sie mich an unter Telefon: Meine Adresse Name Firma Straße PLZ/Ort Fax Unterschrift Ich bin damit einverstanden, dass mir auch in Zukunft Informationen zugesandt werden und dass meine Adresse zu diesem Zweck elektronisch gespeichert wird. Seite kopieren – ausfüllen – ab ins Fax! SB12H4_131_131_BrMarkt_Liermann2rechtssp_AB13.indd 74 9/10/2013 5:00:03 PM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT 77 + + Verkehrsrechtsticker + + + + Sachmängelhaftung bei Inzahlunggabe des Altfahrzeugs + + Versicherung muss gegebenenfalls auch Reparaturbestätigung durch Gutachter zahlen + + Sonderheft in AUTOHAUS SchadenBusiness mit AUTOHAUS 18/2013 78 Haftung Wenn Kinder einen Schaden verursachen, unterliegen sie anderen gesetzlichen Bestimmungen als Erwachsene. Das kann bei einem Schaden am Auto weitreichende Folgen für den Geschädigten haben. 80 Autohäuser fragen – Rechtsanwälte antworten In welchen Fällen übernimmt die gegnerische Versicherung die Kosten für den Mietwagen des Geschädigten? Fotos : fotolia - Stefan Germer; fotolia - jörn buchheim SB13H3n500-AH-SR-Titel-BobbycarsWKP-j.indd 1 9/10/2013 10:54:50 AM

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EDITORIAL AUTOHAUS SCHADENRECHT » Die Verwertbarkeit der digitalen Daniela Mielchen, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV Ferngutachten ist derzeit umstritten – möglicherweise sind wir doch an die Grenzen des Digitalen gestoßen. Wie digital darf Schaden sein? Zur Frage sachverständiger Fernbegutachtung in Wunder, dass Fahrzeuge zur Verursachung eines Unfallschadens noch tatsächlich zusammenstoßen müssen. Denn alles andere läuft inzwischen digital. Dass Versicherer versuchen, die zunehmende Digitalisierung dafür zu nutzen, Anwälte und Sachverständige zum Nachteil von Autohäusern und Geschädigten aus der Schadenkommunikation und -bearbeitung herauszuhalten, ist bekannt und trägt so klangvolle Namen wie Fairplay oder QuickRKÜ. In den letzten Jahren sind aber auch findige Sachverständige auf Ideen gekommen, die Fortschritte des digitalen Zeitalters für sich zu nutzen. Derzeit machen sachverständige Fernbegutachtungen von sich reden und beschäftigen die Rechtsprechung. Hierbei stellen Gutachter Autohäusern ein Kamerasystem zur Verfügung, über das Schadengutachten von Ferne erstellt werden können. Ein Werkstattmitarbeiter des Autohauses filmt das beschädigte Fahrzeug mit Detailaufnahmen des Schadens ab, die von einem Sachverständigen aus der Ferne analysiert werden. Naheliegenderweise ist die Verwertbarkeit der auf diese Art erstellten Gutachten in Streit geraten, nicht zuletzt auch unterstützt durch jene Sachverständige, die noch mühselig vor Ort erscheinen. So kam das AG Dachau zu dem Urteil, das in dem dortigen Rechtsstreit vorgelegte Gutachten eines derart arbeitenden Sachverständigenbüros weise erhebliche Mängel auf und sei damit für eine fiktive Abrechnung nicht verwertbar (Urteil vom 30. Januar 2013, AZ 3c 1146/10). Der gerichtlich bestellte Sachverständige hatte ausgeführt, die verwendete Videotechnik stelle in keiner Weise eine den Regeln der Technik entsprechende Art zur Schadenbegutachtung dar. Dem hatte sich das Gericht angeschlossen. Die Unverzichtbarkeit der persönlichen Inaugenscheinnahme durch den Sachverständigen selbst, also das Erfordernis der höchstpersön- lichen Besichtigung, wurde auch durch das Amtsgericht Freudenstadt (Urteil vom 11. Oktober 2012, AZ 4C 607/11) bestätigt. Es urteilte: „Die Kosten für das von der Klägerin vorgelegte Gutachten des Ingenieurbüros sind nicht erstattungsfähig. Wie der (gerichtliche) Sachverständige in seinem Gutachten ausführlich begründet und vom Gericht nachvollzogen dargelegt hat, ist ein auf dieser Grundlage erstelltes Gutachten aufgrund der vom Sachverständigen ausführlich dargelegten Schwächen ungeeignet zur Frage der Schadenerstattung. Dies gelte erst recht dann, wenn aufgrund des Alters des Fahrzeugs neben dem Schadensumfang zur Festsetzung des merkantilen Minderwerts auch der Gesamtzustand des Fahrzeugs und die Unfallfreiheit beurteilt werden solle.“ Zu einem anderen Ergebnis kam indes das Amtsgericht Böblingen (Urteil vom 27. Februar 2013, AZ 20 C 2445/12) in einem Fall desselben Sachverständigenbüros: „Soweit die Beklagte darauf hinweist, dass das Gutachten zur Frage der Schadensermittlung ungeeignet sei, kann dem nicht gefolgt werden.“ Allein die Tatsache, dass der Sachverständige nach einem Fernbegutachtungssystem vorgegangen sei, lasse das Gutachten ohne das Hinzutreten weiterer Umstände nicht als ungeeignet zur Schadensberechnung erscheinen. So lässt sich wohl sagen, dass die Verwertbarkeit der mit derartigen Gutachtensystemen erstellten Gutachten derzeit umstritten ist und wir hier möglicherweise doch an die Grenzen des Digitalen gestoßen sind. IMPRESSUM AUTOHAUS SCHADENRECHT erscheint in AUTOHAUS SchadenBusiness mit AUTOHAUS 18/2013 Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht Deutscher Anwaltverein (DAV) e. V. Chefredaktion: Daniela Mielchen Realisierung: Fachmedien München GmbH Verlagsvertretung Presse + PR Pfauntsch Otto-Hahn-Straße 28, Aufgang 4 85521 Ottobrunn-Riemerling Tel. 0 89/6 65 90 70 - 0 / Fax -20 Koordination und Schlussredaktion: Simone Hein, Franziska Ziegler Korrektorat: Simone Meißner Herstellung: Maren Krapp (Leitung) Grafik/Layout: Gertrude Dorn, Sabine Winzer Druck: Stürtz GmbH, 97080 Würzburg AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n501-AH-SR-Edi-ImprWKP-j.indd 76 9/10/2013 10:55:50 AM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT + + + + VERKEHRSRECHTSTICKER + + + + Haftung bei Inzahlunggabe eines Altfahrzeuges Gibt der Käufer beim Erwerb eines Autos sein Altfahrzeug in Zahlung, ist in dem vom Verkäufer verwendeten Ankaufvertrag regelmäßig kein Ausschluss der Sachmängelhaftung formuliert. Doch von der Rechtsprechung wird in diesem Fall ein stillschweigend vereinbarter Haftungsausschluss angenommen. Ein solcher ergebe sich aus den besonderen Umständen dieser Konstellation. Wer den Kaufpreis für ein Fahrzeug teilweise mit dem finanziere, was er vom Händler für sein Altfahrzeug erhalte, müsse davon ausgehen können, dass der Verkauf seines Altfahrzeuges endgültig Bestand habe. So ging auch das Landgericht in erster Instanz in einem vom Bundesgerichtshof (BGH) entschiedenen Fall (Urteil vom 19. Dezember 2012, Az VII ZR 117/12) davon aus, dass ein stillschweigender Haftungsausschluss beim Ankauf des Altfahrzeugs vereinbart worden war – obgleich der Ankaufschein keine Regelung enthielt. Der Käufer hatte in dem Ankaufschein über sein Altfahrzeug, einen Audi A6, unter der vorgedruckten Rubrik unterstrichen und eingekreist, dass das Fahrzeug keine Unfallschäden erlitten habe – obwohl er selbst mit dem Fahrzeug erst ein halbes Jahr zuvor einen Unfall hatte. Darüber hinaus hatte er die Schäden aus dem Unfall nicht einmal fachgerecht instandsetzen lassen. Das Landgericht war in erster Instanz der Auffassung, der Unfallschaden sei von dem Haftungsausschluss umfasst. Die Verkäuferin habe nicht erwarten dürfen, Wer beim Kauf eines neuen Autos das alte in Zahlung gibt, sollte an die Sachmängelhaftung denken. dass ein vier Jahre altes Fahrzeug mit 160.000 Kilometern in jeder Hinsicht mangelfrei sei. Darüber hinaus könne man davon ausgehen, dass die Verkäuferin das Auto auch angekauft hätte, wenn sie von dem Mangel gewusst hätte. Zudem sei sie ohne weiteres in der Lage gewesen, das Fahrzeug vor dem Erwerb auf vorhandene Mängel zu untersuchen. Der BGH sah hingegen die fehlende Unfallfreiheit nicht durch einen (stillschweigenden) Gewährleistungsausschluss gedeckt. Durch den Vermerk auf dem Ankaufschein hätten die Parteien eine konkrete Beschaffenheitsvereinbarung über die Unfallfreiheit getroffen. Sei eine Beschaffenheit vertraglich ausdrücklich vereinbart, könne diese nicht gleichzeitig von einem Haftungsausschluss umfasst sein. Es könne nur die Haftung für solche Mängel ausgeschlossen sein, die eine gewöhnliche Verwendung oder übliche Beschaffenheit des Fahrzeuges beeinträchtigten und dazu führten, dass dieses nicht die Beschaffenheit aufweise, die hier der Ankäufer nach der Art der Sache erwarten konnte. Die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit „keine Unfallschäden“ sei jedoch geschuldet. Der Käufer musste sein Altfahrzeug zurücknehmen, Zug um Zug gegen Rückzahlung des Ankaufspreises zuzüglich Zinsen und vorgerichtlicher Anwaltskosten. Eva Holst, Rechtsanwältin Mielchen & Coll. Versicherung muss Reparaturbestätigung zahlen Bei in Eigenregie reparierten Schäden, bei denen der Nachweis der erfolgten Reparatur nicht über die Vorlage einer Reparaturrechnung möglich ist, muss die gegnerische Haftpflichtversicherung die Reparaturbestätigung durch einen Sachverständigen zahlen. Dies entschied das Amtsgericht (AG) Stuttgart-Bad Cannstatt (Urteil vom 29. Mai 2013, Az 4 c 712/13) mit der Begründung, dass der Geschädigte später in die Lage kommen könne, die Durchführung der Reparatur nachweisen zu müssen, etwa bei einem Weiterverkauf oder erneuten Schaden. Es entspreche durchaus dem wirtschaftlichen und verständigen Denken des Geschädigten, sich für solche Fälle eine Reparaturbestätigung eines Sachverständigen ausstellen zu lassen. Diese zweckmäßige und angemessene Maßnahme stelle damit einen zu erstattenden Folgeschaden dar. Praktisch bedeutsam wird die Vorlage einer Reparaturbestätigung in Fällen, in denen aufgrund der Feststellung eines Vorschadens (z. B. durch Registrierung im sog. HIS-System) bei einem Neuschaden geprüft wird, ob gegebenenfalls eine Doppelabrechnung vorliegt. Kann der Betroffene in einem solchen Fall nicht nachweisen, dass das Schadenbild vollständig dem Neuschaden zuzuordnen ist und der Altschaden ordnungsgemäß repariert wurde, erhält er nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip keinerlei Schadenersatzleistung, da der Neuschadenanteil nicht beziffert werden kann. Aufgrund dieses Risikos ist es bei Eigenreparatur zu empfehlen, derartige Beweisprobleme durch Einholung einer sachverständigen Reparaturbestätigung zu vermeiden. Nach Ansicht des AG Stuttgart-Bad Cannstatt ist dies nun auch auf Kosten der gegnerischen Versicherung möglich. Dr. Daniela Mielchen, Rechtsanwältin und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV Das AG hat entschieden, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung unter Umständen auch die Kosten der Reparaturbestätigung durch den Sachverständigen übernehmen muss. Fotos: fotolia - goodluz; fotolia - hawi 18/2013 AUTOHAUS 77 SB13H3n502-AH-SR-TickerWKP-j.indd 77 9/10/2013 10:47:37 AM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT Kinderleicht HAFTUNG einen – Wenn Kinder in haftungsUnfall verwickelt sind, gelten rechtliche Besonderheiten. Das ist auch dann von Bedeutung, wenn ein Kind einen Schaden verursacht hat. VON RÜDIGER WEICHELT inder, insbesondere LESEN SIE HIER... Vorschulkinder, ge­ ... welche Gesetze die Haftbarkeit von hören zu den schwä­ Kindern festlegen und welche Folgen cheren und besonders gefähr­ das für Geschädigte haben kann. deten Verkehrsteilnehmern. Sie bewegen sich im Straßen­ verkehr noch unsicher und können Situationen meist nicht gänz­ lich überblicken oder gar vorausschauend einschätzen. Dadurch gelten für sie einige haftungsrechtliche Besonderheiten – nicht nur bei Verkehrsunfällen. Verursacht ein Kind als Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr einen Schaden, können die beson­ deren Haftungsbestimmungen für den betroffenen Fahrzeug­ halter weitreichende Konsequenzen haben. Was man diesbezüg­ lich als Verkehrsteilnehmer wissen sollte, wird im Nachfolgenden zusammengefasst. Allgemein sind Kinder bis zur Vollendung des siebten Lebens­ jahres gemäß Paragraph 828 Abs. 1 BGB nicht deliktfähig. Das heißt, sie haften nicht für durch sie verursachte Schäden. Da je­ doch auch ältere Kinder den Gefahren des modernen Straßen­ verkehrs noch nicht Kinder bis zur Vollendung gewachsen des zehnten Lebensjahres s i n d , h at haften nicht für Fahrlässigkeit der Gesetz­ geber (seit im Straßenverkehr. dem 1. Au­ gust 2002) Kinder vom vollendeten siebten Lebensjahr bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres den deliktunfähigen Per­ sonen gleichgesetzt (§ 828 Abs. 2 BGB n. F.). Dieser Paragraph gilt, wenn es sich um Unfälle mit einem Kraftfahrzeug, einer Schienenbahn oder einer Schwebebahn handelt. Das hat für den betroffenen Unfallgegner zur Folge, dass Kin­ der bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres für jede Form von Fahrlässigkeit im Straßenverkehr nicht haften – und sie hin­ sichtlich eigener Ansprüche auch kein Mitverschulden trifft. Lässt beispielsweise ein achtjähriges Kind sein Fahrrad vom Bürgersteig auf die Straße rollen und beschädigt dadurch ein vorbeifahrendes Auto, sind Schadensersatzansprüche aufgrund der geltenden Ge­ setzgebung (§ 828 Abs. 2 BGB) ausgeschlossen. Gleichzeitig kann Kinder bis zu gewissem Alter nicht deliktfähig Kinder unterliegen besonderen Haftungsbeschränkungen – das kann bei einem Unfall zu weitreichenden Konsequenzen führen. AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n503-AH-SR-WeicheltWKP-j.indd 78 9/11/2013 3:09:04 PM Fotos: fotolia - Photophonie; fotolia - Gina Sanders

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AUTOHAUS SCHADENRECHT Bei Haftungsfragen, vor allem wenn es um durch Kinder verursachten Schaden geht, kann der Rat eines Fachanwaltes viel Ärger ersparen. der betroffene Fahrzeughalter seine Haftung aus der Betriebs­ gefahr des Fahrzeugs nur ausschließen, wenn er einen Nachweis höherer Gewalt erbringt. Dies ist jedoch häufig nicht möglich. Schaden an geparkten Autos Da sich auch ordnungsgemäß im öffentlichen Verkehrsraum ab­ gestellte Kraftfahrzeuge „im Betrieb“ befinden, ergaben sich Schwierigkeiten, wenn ein Kind gegen ein Kfz des ruhenden Ver­ kehrs fuhr oder fiel. Der BGH schränkte hier die Haftungsprivi­ legierung des Paragraphen 828 Abs. 2 BGB insoweit ein, als sich im Unfall eine „typische Überforderungssituation des Kindes durch spezifische Gefahren des motorisierten Verkehrs realisiert haben müsse“. Dies sei jedoch gerade nicht der Fall, wenn ein Kind mit seinem Kickboard oder Fahrrad gegen ein ordnungs­ gemäß geparktes Fahrzeug fährt oder fällt, so dass dann ein Kind dieser Altersgruppe doch für den von ihm verursachten Schaden am Fahrzeug haftet. Anders verhält es sich jedoch, wenn es sich um ein verkehrsbedingt haltendes Kfz oder ein am Fahrbahnrand stehendes Fahrzeug mit geöffneten Türen handelt. Zwischen 10 und 18 Jahren Kinder nach Vollendung des 10. Lebensjahres bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres haften, wenn sie verschuldensfähig sind und die nötige Einsichtfähigkeit und das erforderliche Verantwor­ tungsbewusstsein besitzen (§ 828 Abs. 3 BGB). Hierbei ist darauf abzustellen, ob das Kind nach dem allgemeinen Stand der Ent­ wicklung seiner Altersgruppe die erforderliche Reife erreicht hatte, um die Fahrlässigkeit zu bestätigen. Dafür sind sämtliche Umstände, wie Spieltrieb, Impulsivität oder Affektionen, zu berücksichtigen. meist der Eltern – g re i fe n ( § 8 3 2 Rechtsanwalt Rüdiger BGB). Der Um­ Weichelt ist in der Kanzfang der gebotenen lei Seichter RechtsanwälAufsicht wird je­ te mit Sitz in Laupheim (Baden-Württemberg) doch je nach Ein­ tätig. Er ist Verkehrszelfall beurteilt anwalt und Mitglied der und nach Alter, Ei­ Arbeitsgemeinschaft genart und Cha­ Verkehrsrecht im Deutrakter des Kindes schen Anwaltsverein. bestimmt. Darüber Gleichzeitig ist er ständiger Autor im Schadenshinaus ist es rele­ fixblog, dem Unfallservice der Verkehrsanwälte und als solcher insbesondere auf das Schadenmavant, ob das schä­ nagement für Autohäuser spezialisiert. digende Verhalten vorhersagbar war. Zudem muss untersucht werden, was verständige Eltern nach vernünftigen Anforderungen in der konkreten Situation an er­ forderlichen und zumutbaren Maßnahmen hätten treffen müs­ sen, um eine Schädigung Dritter durch ihr Kind zu verhindern. Auch ein derartiges Vorgehen gegen den Aufsichtspflichtigen ist jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, da die Haf­ tungsprivilegierung des Kindes nicht durch eine Verschärfung der Aufsichtspflicht unterlaufen werden darf (§ 828 Abs. 2 BGB). RA RÜDIGER WEICHELT Erfüllung der Aufsichtspflicht Neben einer Haftung des Kindes kann eine selbständige Schadensersatzver­ pflichtung des Aufsichtspflichtigen – 18/2013 Aufgrund der stets anzustellenden Einzelfallabwägungen und den hohen Beweisanforderungen für den geschädigten Fahr­ zeughalter wird daher dringend angeraten, bereits frühzeitig einen auf Verkehrsrecht spezialisierten Rechtsanwalt mit der weiteren Interes­ Die Haftungsprivilegierung senwahrnehmung zu beauftragen. Eine freiwillige Kompensation gegebenen­ darf nicht durch Verschärfalls durch den privaten Haftpflichtver­ fung der Aufsichtspflicht sicherer des Schädigers ist mehrheit­ unterlaufen werden. lich nicht zu erreichen. ■ Gut beraten bei Einzelfall-abhängiger Rechtsprechung AUTOHAUS 79 SB13H3n503-AH-SR-WeicheltWKP-j.indd 79 9/11/2013 3:09:06 PM

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AUTOHAUS SCHADENRECHT Autohäuser fragen und Rechtsanwälte antworten abwicklung an die Verkehrsanwälte des Deutschen Anwalt Vereins (DAV). Frage: Die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners hat unserem Kunden gesagt, er dürfte nur Kosten verursachen, die er selber zahlen würde, wenn keine Erstattungspflicht bestünde. Jetzt zögert er, einen Mietwagen zu nehmen, weil er und seine Frau sich bei eigener Kostentragungspflicht mit einem Auto arrangieren würden. Wir dachten, ab einem Fahrbedarf von 25 Kilometern darf er immer einen Mietwagen nehmen. Was ist richtig? Christian Janeczek: Der Kunde darf einen Mietwagen in Anspruch nehmen, denn er hat während der unfallbedingten Ausfallzeit seines Kfz einen Anspruch auf ein Mietfahrzeug zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung seiner Mobilität. Dies gilt grundsätzlich für den unverschuldeten unfallbedingten Ausfall des beschädigten Fahrzeugs. Es entspricht natürlich dem Grundgedanken von Versicherern, den Schaden so gering wie möglich zu halten – wobei sie dabei Geschädigten häufig Verpflich80 tungen auferlegen, die dem Gesetz widersprechen. So ist häufig die Einwendung zu lesen, dass der Geschädigte sich nach einem fremd verschuldeten Unfall so zu verhalten habe, wie wenn er den Unfall selbst verursacht hätte. Der sparsame Mensch würde dann möglicherweise versuchen, durch besondere Anstrengung die Inanspruchnahme eines Mietwagens zu verhindern. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass der Geschädigte sich so verhalten muss, wenn ein Schädiger existiert, der Schadensersatz zu leisten hat. Der Geschädigte muss grundsätzlich und niemals zugunsten des Schädigers sparen. Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (z. B. VI ZR 138/95). Ihn trifft allein die Verpflichtung, sich so zu verhalten, wie sich ein vernünftig denkender Dritter in der Situation des Geschädigten verhalten würde. Vorliegend bedeutet dies, dass bei einem Fahrbedarf von 25 Kilometern täglich grundsätzlich ein Mietwagen in Anspruch genommen werden darf, wenn kein Ersatzfahrzeug unproblematisch vorhanden ist. Gibt es zwei potenzielle Nutzer eines Autos in der Familie, steht jedoch nach einem Unfall nur noch ein Kfz zur Verfügung, kann ein Ersatzfahrzeug angemietet werden. Stellt sich im Nachhinein übrigens heraus, dass der Fahrbedarf geringer ist, war dies zuvor aber nicht absehbar oder ist es grundsätzlich nötig, jederzeit ein Fahrzeug verfügbar zu haben, kann auch dann ein Anspruch auf Ersatz der Mietwagenkosten bestehen. Dies wurde durch den Bundesgerichtshof mit Urteil vom 05.02.2013 zu AZ VI ZR 290/11 betont. ■ NOCH FRAGEN? Sind Rechtsaspekte unklar? Haben Sie Fragen an die Fachanwälte? Dann schreiben Sie bitte an: AUTOHAUS SchadenBusiness Otto-Hahn-Straße 28 85521 Ottobrunn-Riemerling d.mielchen@mielco.de Foto: fotolia - Christian Jung DIALOG E In dieser Rubrik stellen Leser ihre Fragen zur Unfallschaden- AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n504-AH-SR_Fragen_AntwortenWKP-j.indd 80 9/10/2013 11:40:50 AM

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SCHADEN-BUSINESS Robustes Hightech WEITERBILDUNG Der MAS organisierte ein Seminar zur Begutachtung von – Geräten und Sondermaschinen. Die robuste Technik ist landwirtschaftlichen anspruchsvoll und benötigt spezialisierte Sachverständige. VON DR.-ING. HOLGER ENGE Bild oben: Referent Peter Lausecker sensibilisierte die Sachverständigen, sich intensiv mit der komplexen Technik und der Plausibilität bei Schäden zu befassen. Bild links: Das MAS-Seminar für Landmaschinen fand mit kompetenter Unterstützung der Porst Landtechnik im sächsischen Ostrau statt. Serviceleiter Peter Kowalski erläutert hier die Spezifika eines Mähdreschers im Detail. LESEN SIE HIER... ... welche Herausforderungen auf Sachverständige zukommen, wenn diese Schäden an Landmaschinen fachgerecht begutachten wollen. Komplexe Technik utarkes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern ebenso bei Landwirten bereits Realität. Auch wenn aus rechtlichen Gründen der Bediener noch mit über ein Feld fahren muss. Das GPS-Navigieren im Zentimeterbereich setzt allerdings Hightech voraus. Dass die zugleich robuste Technik nicht gleichzeitig modern sei, kann indes zurückgewiesen werden. „In den aktuellen Schleppern steckt mindestens ebenso viel Elektronik wie in einem Mittelklasseauto.“ Dieser Meinung ist beispielsweise der Mindener SV Rolf Lausecker, MAS-Referent und ausgewiesener Kenner der Materie. Nach Abschluss des eintägigen Seminares bei der Porst Landtechnik GmbH im sächsischen Ostrau teilten alle Teilnehmer seine Ansicht. 18/2013 Fotos: Enge - Presse + PR Pfauntsch Besonders in den letzten Jahren haben sich Großgeräte wie Schlepper und Mähdrescher zu überaus komplexen Maschinen entwickelt. Ebenso wie bei einem Pkw erfolgen die Steuerungen meist elektronisch. Hinzu kommen teils sehr umfangreiche mechanische und/oder hydraulische Antriebe, die es selbst bei Nutzfahrzeugen in dieser Fülle nur selten gibt. Neben der technischen Auslegung sind die reinen Abmaße mit Schnittbreiten von 12 bis 16 Metern und vor allem die Einsatzorte bei der Begutachtung von Bedeutung. Sachverständige, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, sollten zudem auch noch ein gewisses Grundverständnis in der Bodenbearbeitung besitzen. reich ist es, wenn der direkte Kontakt zur betreuenden Werkstatt gesucht wird und eine vollständige Fahrzeugakte den Einsatz nachvollziehbar macht“, so Lausecker. Gerade die Absprache von Notreparaturen, zum Beispiel während der Ernte, kann die Kosten für einen Nutzungsausfall erheblich verringern. Genaues Hinschauen notwendig Große Variantenvielfalt Hinzu kommt, dass eine fast unüberschaubare Typenvielfalt, gepaart mit zusätzlichen, individuellen Anbaugeräten, eine genaue Zuordung erschwert. „Hilf- Dass bei der Recherche und Erstellung von Gutachten besondere Sorgfalt notwendig ist, versteht sich von selbst. Doch bei den hochpreisigen Großgeräten können bereits kleine Abweichungen große Differenzen nach sich ziehen. So kann etwa bei einem Schlepper eine andere Reifenspezifikation (herstellerunabhängig) durchaus einen Unterschied im Wert von bis zu 7.000 Euro ausmachen. Sehr hilfreich waren der vertiefende Einblick in diverse Modelle und die detaillierten Erläuterungen durch kompetente Mitarbeiter der Firma Porst Landtechnik. ■ AUTOHAUS 81 SB13h3n29-News_MAS_LandtechWKP-j.indd 81 9/11/2013 10:17:41 AM

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SCHADEN-BUSINESS Sicher befördern VORSCHAU 27. September in – Das dritte DIQ-Symposium am Themen rund um Karlsruhe befasst sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit allen den Transport von Personen und Gütern sowie die Ladungssicherung. VON DR.-ING. HOLGER ENGE efahr, die von unzureichend gesicherter Ladung ausgehen kann, wird häufig unterschätzt. Auch wenn es um die sichere Personenbeförderung geht, beleuchtet das kommende dritte DIQ-Symposium „Sicheres Befördern auf unseren Straßen“ diese Thematik. Dabei geht es unter anderem um moderne Ladungssicherung und um die immer wiederkehrende Problematik der vielfach mit schlecht gesicherter Fracht schnell und aggressiv fahrenden Kleintransporter. Sicherheit wird aufgegriffen Wie können elektronische Systeme veränderliche Massen und Schwerpunkte bei der Zuladung beeinflussen? Wie fließen die Anforderungen an einen sicheren Transport in die Entwicklung von Fahrzeugen ein? Fragen, die nicht nur Konstrukteure, sondern alle mit der Sicherheit im Straßenverkehr befassten Institutionen und Unternehmen beschäftigen. Der Veranstalter, das Deutsche Institut für Qualitätsförderung e.V. (DIQ), hat dazu erstklassige Referenten verpflichtet, die diese aktuellen Themen aus Sicht ihrer Fachbereiche den Teilnehmern darlegen werden. Das dritte DIQ-Symposium steht unter dem Motto „Sicheres Befördern auf unseren Straßen“ und betrachtet die gesamte Thematik des Transportes von Personen und Gütern. Insassenschutz hat Priorität IMPRESSUM AUTOHAUS SchadenBusiness erscheint mit AUTOHAUS 18/2013 Chefredaktion Walter K. Pfauntsch Chef vom Dienst (CvD) Laura Keßler Redaktion Dr.-Ing. Holger Enge, Simone Hein, Henrik Pfauntsch, Frederik Pfauntsch, Sebastian Schinhammer Realisierung Springer Fachmedien München GmbH Verlagsvertretung Presse + PR Pfauntsch Otto-Hahn-Straße 28, Aufgang 4 85521 Ottobrunn-Riemerling Tel. 0 89/6 65 90 70 - 0 (Redaktion) 0 89/6 65 90 70 - 15 (Anzeigen) Fax 0 89/6 65 90 70 - 20 redaktion@pfauntsch-medien.de Koordination und Schlussredaktion Franziska Ziegler Korrektorat Simone Meißner Gesamtleitung Herstellung Maren Krapp Grafik/Layout Gertrude Dorn, Diane Laudien, Sabine Winzer Anzeigenverkauf Michael Harms (Anzeigenleiter) Andrea Häring-Pfauntsch (verantw.) Silvia Bauer (Verwaltung) Verlag Springer Fachmedien München GmbH Springer Automotive Media Aschauer Straße 30, 81549 München Tel. 089/20 30 43-0 Druck Stürtz GmbH, Alfred-Nobel-Str. 33, 97080 Würzburg Erscheinungsweise SchadenBusiness (SB) erscheint als Beilage zu AUTOHAUS mit sechs Heften im Jahr: vier SchadenBusinessMagazine sowie zwei SchadenBusiness-Jahresdossiers „Automobilbranche” und „Kfz-Assekuranz”. Zudem erscheint wöchentlich der SB-Online-Newsletter AUTOHAUS-Schaden§manager. Einzelverkaufspreis SchadenBusiness-Hefte: 15,- Euro (zzgl. 7 % MwSt. und Versand) Einzelverkaufspreis Kfz-Assekuranz: 35,- Euro (zzgl. 7 % MwSt. und Versand) Service-Telefon: 01 80/19 00 (14 ct./min) Fragen nach dem Umgang mit dem wertvollsten Beförderungsgut, dem Menschen, stellen sich selbstverständlich auch. Etwa: Wie kann ein Gesetz umgesetzt werden, das Kindersitze in Bussen zwingend vorschreibt? Oder: Wie sicher werden behinderte Mitmenschen transportiert? Antworten auf all diese Fragen liefert das dritte DIQ-Symposium in Karlsruhe am 27. September 2013. Zudem besteht die Möglichkeit, in Diskussionen die Thematik nach Bedarf weiter zu vertiefen. Näheres unter www.diq.org. ■ 82 AUTOHAUS 18/2013 SB13H3n30-Ausblick_Impressum_DIQ_SymposiumWKP-j.indd 82 9/11/2013 1:23:33 PM Foto: DIQ e. V. Bei Springer Fachmedien München GmbH (Springer Automotive Media) erscheinen auch die Zeitschriften Auto Service Praxis, GW-trends und Autoflotte.

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